Faxraddin Veysalli

Lektion XXVI 

  

Thema: Politische Parteien und Staatspolitik der BRD

Phinetik: Betonung in Ableitungen, Abkürzungen, Zusammensetzungen

Grammatik: Infinitiv mit „zu“ von Verben mit trennbarem Präfix. Deklination und Gebrauch der Demonstrativpronomen. Festigung: Perfekt der transitiven Verben. Bildung und Gebrauch.

 

I.                   Vorübungen:

1.      Bestimmen Sie die Phoneme nach den Differenzmerkmalen!

a.       Konsonant, stimmlos, Lippenlaut, fortis, Verschlußlaut.

b.      stimmhafter Konsonant, Lippenlaut, lenis, Verschlußlaut

c.       stimmloser Konsonant, Zahnlippenlaut, Eugelaut, Reibegeräuschlaut

d.      Vokal, hohe Zungenhebung, hintere Reihe, lang, geschlossen, gespannt, labialisiert

e.       Vokal, mittlere Zungenhebung, vordere Reihe, kurz, offen, wenig, gespannt, labialisiert

 

2.      Nennen Sie die Differenzmerkmale folgender Phoneme!

a.       / y: /

b.      / a: /

c.       / œ: /

d.      / E /

 

3.      Üben Sie! Achten Sie auf die Aussprache der Ableitungen und transkribieren Sie sie!

Vereinigung

Patriotismus

erziehen

Internationalismus

Entwicklung

verbünden

Führung

Bevölkerung

Bündnis

4.      Führen Sie einige Ableitungen an und achten Sie auf ihre Aussprache!

a.       die Ableitungen mit trennberen Präfixen

b.      die Ableitungen mit untrennbaren Präfixen

c.       die Ableitungen mit dem Suffix –ieren

d.      die Ableitungen mit den betonten Suffixen

e.       die Ableitungen mit den unbetonten Suffixen

5.      Analysieren Sie das Wort „Gesellschaft“ phonetisch!

6.      Suchen Sie in folgende Versen Verben im Partizip II! Bilden Sie zu den Verbalformendes Partizip II den Infinitiv!

Wir haben stolz unserem jungen Bund /den Namen Ernst Thälmann gegeben.

Wir haben geschworen, zu jeder Stund / nach seinem Vorbild zu leben.

                                                                                       (Joh.R.Becher)

Das geliebte Bild siehst du erglühen

Kaum erglüht ist schon das Bild verblaßt                      (Joh.R.Becher)

Die Mutter liegt mir stets im Sinn

Zwölf lange Jahre flassen hin,

Zwölf lange Jahre sind verflassen,

Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.                                 (H.Heine)

7.      Bilden Sie schnell das Partizip II zu folgenden Infinitiven!

reichen, studieren, fallen, sich schämen, verzichten, tauen, machen, leben, bedeuten, ansehen, gleiten, gehen, werden, vorliebnehmen, erfahren, färben, trainieren, surren

8.      Beenden Sie die Sätze durch das Partizip II der Verben in Klammern.

Er hat oft in seinem Leben (weinen, leiden, lachen, heiraten, Gedichte schreiben, Hunger haben, kämpfe)

Sie ist gestern endlich (hier sein, ankommen, abfahren, abfliegen)

Sie haben manchmal viele Stunden (Gedichte aufsagen, diskutieren, sich streiten, Lieder singen, trainieren, im Lesesaal arbeiten)

9.      Bestimmen Sie die Substantive durch das Partizip II näher!

Beispiel: die Wäsche (waschen) – die gewaschene Wäsche

Das Haar (kämmen), das Auto (putzen), das Fleisch (braten), das Zimmer (aufräumen), der Brief (schreiben), die Schwester (lieben), das Gebäude (planen), die Arbeit (tun), der Winter (vergehen), die Versammlung (durchführen), der Soldat (fallen), die Ehre (verteidigen)

10.  Beantworten Sie die Frage! Gebrauchen Sie den Infinitiv mit „zu“!

Was ist schon lange Ihr Wunsch (Traum)?

Was ist die Aufgabe der Studentenverwaltung?

Was ist der Vorschlag der Gruppe?

Was ist der Befehl das Obersten?

Was ist Ihr Plan für die Sommerferien?

11.  Üben Sie!

Welchen Rat gab Ihnen der Arzt? Der Arzt gab mir den Rat, täglich Milch zu trinken.

(der Vater – fleißig studieren, der Trainer – schwimmen, lernen, der Freund – sich nicht aufregen, der Lektor – oft im AVZ üben, die Mutterechte Freunde suchen, die Schneiderin – enge Röcke tragen, der Alte – die Weisheit des Volkes schätzen, der Leutnant der Miliz – vorsichtig Auto fahren)

12.  Suchen Sie Antonyme!

hart, bunt, sauber, eng, naß, hoch, fein, schwach, lang, schlank, tief, aktiv.

13.  Nennen Sie Verben mit folgenden Präfixen! Bilden Sie kurze Sätze!

ent-, ab-, ver-, ein-, er-.

14.  Bilden Sie Sätze!

Wail                        sich etwas, nichts machen aus       Pralinen

Alle                                                                                Fußball

Die Bakuer                                                                    die Sängerin

Du                           etwas, nichts übrig haben für         Gedichte

Inge                                                                                Reisen ins Ausland

Ich                           schwärmen für                               moderner Tanz

Der Sportfreund                                                             Hammelfleisch

Ihr                                                                                   Gola

                                                                                        Indische Filme

15.  Schreiben Sie nach dem Diktat!

rote Rosen, die Oberliga, ausstahlen, die Wahrheit, hohe Stiefel, Angina, eine Beschwerde, haben, Vitamine lutschen, guten Appetit! Eine Bogen fahren, der Naseweis, den Ober rufen, den Beruf erlernen, er schämt sich, den Vertrag abschließen, unterschiedliche Ziele, das Autom, eine komplizierte Maschine.

16.  Setzen Sie ein Dehnungs – h oder einen Strich ein!

Der Lo – n. Die Aufna – meprüfung, o – ne. So – n, sich aufre – gen, der Buchsta – be, die Da – tenverarbeitung, die Bü – ne, ausstra – len, der Blu – tdruck, auf Dra – t, sein, mit Mü – e und No – t, die Aufga – be lö – sen. Die E – re, eina – tmen, die U – rzeit erfa – ren, einra – men, empfe – len, der Flu – g, genü – gend, das Me – l, die Gru – be, ero – bern, der Fernse – turm, das Gewe – r, das Ja – r, alles unter einen Hu – t bringen, der Ra – t, der Sta – l, ungezä – lt.

17.  Führen Sie zu folgende Wörtern andere Wörter derselben Wortfamilie hinzu!

Das Jahr, die Zahl, das Mehl, die Ehre, die Aufnahme, der Strahl, die Fahrt.

18.  Bilden Sie Wortgruppen mit folgenden Adjektiven!

Sozial, kommunistisch, ökonomisch, sozialistisch, demokratisch, politisch, kulturell, marxistisch – leninistisch, sowjetisch, international, ehristlich.

II.                Phonetische Regel.

                               Betonung in den Abkürzungen

Die deutsche Sprache benutzt folgende Akzentmodelle in Abkürzungen:

1.      In Buchstabenabkürzungen liegt die Betonung gewöhnlich auf der letzten Silbe. Vgl.

SED   />E s >e. ´d e:/

FDJ/>E f d e. ′ j כ t /

FDGB />E f d e. g e. ′b e: /
DHZ  /′d e. h a. ts E t/

BRD  /b e. : e. R ′d e: /

Manchmal kann auch die erste Silbe betont sein. Das ist der Fall besonders in der Imgangssprache. z. B.

PKW / p e. k a. ′w e: / oder / ′p e: k a. v e. /

LKW / >E l k a. ′v e: / oder / ′E l k a. v e. /

2.      In Abkürzungen mit der Aussprache nach ihrem Lautwert fällt die Betonung meist auf die erste Silbe.

z. B.

NATO / ′n a: t o. /

UNO /′>u: n o. /

3.      Kurzwörter sind meistens anfangsbetont. z. B.

das Foto / d a s ′f o: t o./ (die Fotographie)

das Kilo / d a s ′k i: l o./ (das Kilogramm)

4.      Die Zusammensetzungen mit abgekürzten ersten Komponenten benehmen sich die wie üblichen Zusammensetzungen. Vgl.

D – Zug /′d e: ts u: k /

S – Bahn /′>E s b a: n /

U – Bahn /′>u: b a: n /

1.      Antworten Sie auf die Fragen:

a.       Wieviel Betonungen tragen die Ableitungen mit trennbaren Präfixen?

b.      Wieviel Betonungen tragen die Ableitungen mit untrennbaren Präfixen?

c.       Worauf liegt die Betonung in den Buchstabenabkürzungen?

d.      Wie werden die Abkürzungen mit der Aussprache nach ihrem Lautwert betont?

2.      Hören Sie den Text A ab und lesen Sie ihn dann ausdrucksvoll vor!

3.      Lesen Sie den Text A und schreiben Sie alle Abkürzungen heraus.

Transkribieren Sie sie und üben Sie ihre Aussprachen!

4.      Transkribieren Sie die ersten zwei Absätze aus dem Text und achten Sie auf die Betonung in den Ableitungen!

5.      Hören Sie den Text B ab und lesen Sie ihn ausdruckvoll vor! Achten Sie dabei auf die Intonation der Abgeschlossenheit und die Frageintonation.

6.      Analysieren Sie den Satz „Die Bürger vertrauen ihren Abgeordneten“ phonetisch nach sieben Merkmalen!

7.      Hören Sie das Gedicht „Mit einem gemalten Band“ ab und lesen Sie es ausdrucksvoll vor. Lernen Sie das Gedicht auswendig!

 

III.             Text (A):

                     Politische Parteien und Staatspolitik in der DDR  

Die Deutsche Demokratische Republik ist der erste sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern auf deutschem Boden.

Die führende Partei in der DDR ist die Sozialistische Einheitspartei Deutschland. Sie entstand im Jahre 1946 durch die freiwillige Vereinigung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

Die SED ist die führende Kraft der sozialistischen Gesellschaft, aller Organisationen der Arbeiterklasse und der Werktätigen der DDR. Sie arbeitet auf der wissenschaftlichen Grundlage des Marxismus – Leninismus. Sie vertritt die Interessen der Werktätigen, Aufgabe der SED ist es, dem Übergang zur kommunistischen Gesellschaft vorzubereiten. Es ist sehr wichtig, die Arbeiterklasse der DDR zu stärken und zu festigen. So erzieht die SED die Arbeiterklasse und alle Werktätigen im Geiste des sozialistischen Patriotismus und proletarischen Internationalismus. Die SED pflegt kameradschaftliche Beziehungen zu den kommunistischen Parteien vieler Länder der Welt. Besonders eng sind die Beziehungen zur KpdSU. Die Zusammenarbeit mit der Sowjetunion hat große Bedeutung für die Entwicklung der DDR.

Die SED zählt heute mehr als 2 Millionen Mitglieder und Kandidaten. Die Genossen sind zu 75% aus der Arbeiterklasse, 33% der Mitglieder sind Frauen und 23% der Mitglieder sind jünger als 30 Jahre.

Die wichtigste Grundlage für die Arbeit der SED ist die enge Verbindung mit dem Volk.

Die SED pflegt allseitig Beziehungen mit der Jugend mit den anderen Parteien der DDR und den Massenorganisationen. Das Zentralorgan der SED ist die Tageszeitung „Neues Deutschland“.

Bestandteil des politischen Systems der DDR sind die mit der SED verbündeten vier politischen Parteien:

die Christlich – Demokratische Union Deutschlands (CDU), die Liberal – Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), die Demokratische Bauernpartei Deutschland (DBD), die National – Demokratische Partei Deutschlands (NDPD). Die vier Parteien haben sich unter Führung der SED im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Sie vereinigen 37000 Mitglieder. Sie sind selbständig, haben ein eigenes Statut und eigene Presseorgane. In allen Parteien finden regelmäßig Parteitage statt. Diese Parteien wirken auf bestimmte Schichten der Bevölkerung.

Die politische Organisation der DDR steht unter Führung der Arbeiterklasse in Staat und Geseelschaft. Im Bündnis mit den Bauern und anderen Schichten der Bevölkerung baut die DDR den Sozialismus auf. In ihrer Außenpolitik tritt die DDR für Frieden, Abrüstung und friedliche Koexistenz auf Ein Prinzip der Außenpolitik besteht in der Unterstützung des Kampfes der Völker für Freiheit und Unabhängigkeit.

Die DDR ist laut ihrer Verfassung für immer mit der UdSSR verbündet. Das gerantiert dem Volk der DDR den Weg in eine helle, kommunistische Zukuft.

Texterläuterungen:

 

Freiwillig – könüllü, öz xoşuna

freiwillige Artbeit, eine freiwillige Hilfe, Organisation

 

Die Vereinigung – en . ittifaq;

- birləşmə əməliyyatı

Syn: der Bund, das Bündnis, die Union, die Allianz, der Liga

Vieldeutigkeit:

1.      (Prozeß)

während der Vereinigung; die Vereinigung dauert mehrere Monate, Student.

2.      (Bund, Union)

die Vereinigung der Staaten, Parteien, der Arbeiterklasse, ein Mitglied der vereinigung sein.

 

Die Kraft – e –güc, qüvvə

Syn.: die Stärke

Ant.: die Schwäche

Körperliche, geistige, physikalische Kraft; Kraft haben, anwenden, die Kräfte schonen, seine Kraft messen, die Kraft der Armee, des Wassers, der Arbeiterklasse, mit aller, ganzer Kraft

 

Die Arbeiterklasse (ohne Pl.) – fəhlə sinfi

 

 

Der Übergang – e – keçmə;

- dəyişmə, çevrilmə;

- keçid

Vieldeutigkeit:

1.      (Prozeß)

der Übergang der Armee über das Gebirge, den Fluß.

2.      (Wechsel, Veränderung)

der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus

3.      (Stelle)

der Übergang für Fußgänger, den Übergang erobern

 

Erziehen (o,o) vt zu + Dat. – tərbiyələndirmək, tərbiyə vermək

Sie erzieht den Sohn, die Jugend zur Sauberkeit, Ehrlichkeit zum Patriatismus.

Er hat uns Abeit erzogen

 

Der Patriotismus (ohne Pl.) – vətənpərvərlik

 

 

Der Internationalismus (ohne Pl.) – beynəlmiləlçilik

 

 

Zusammenarbeit (ohne Pl.) – əməkdaşlıq

 

 

Die Entwicklung, - en – inkişaf

Die Entwicklung der Landwirtschaft, der Elektronik, die Entwicklung beschleunigen, stoppen

Die Entwicklung zur Automatisierung

 

Der Genosse –n – üzv /partiya/;

- yoldaş; /müraciət forması/

- dost, yoldaş

Vieldeutigkeit:

1.      (Mitglied einer sozialistischen Partei, Armee oder Polizeiorganisation) ein alter, treuer Genosse

Er ist seit 3 Jahren Genosse

2.      (Andere für 1. Person)

Genosse Meier, Leutnant, teure Genossen!

3.      (Partner, Kamerad)

der Genosse meiner Studienzeit

 

Allseitig - hərtərəfli

Allseitige Hilfe, Entwicklung, Bildung

Er ist allseitig zu verwenden, ausgebildet

 

Das Zentralorgan, -e – mərkəzi orqan

 

 

Der Bestandteil-e, -tərkib hissəsi

Der Bestandteil der Mischung, des Programms die Bestandteile verändern, mischen

 

Sich verbündet mit + Dat – birləşmək, ittifaq, yaratmaq

Die Staaten verbündete sich miteinander.

Die Armee verbündete sich mit dem Volk

 

Die Führung, - en un - rəhbərlik

Unter Führung der Partei, der Arbeiteklasse, die Führung erkämpfen, übernehmer

 

Sich zusammenschlißen (o,o) – zu+ Dat – birləşmək, qoşulmaq

Syn.: sich vereinigen, sich zu einer Partei, Gruppe zu einem Zirkel, Bund zusammenschließen. Die Staaten haben sich gegen den Feind zu einem Bund zusammengeschlossen.

 

Das Statut – en – nizamnamə, əsasnamə

Das Status ausarbeiten, verändern, verkünden.

Er handelt nach dem Statut.

 

Die Presse (ohne Pl.) – mətbuat

 

 

Der  Parteitag –e – qurultay

 

 

Wirken auf + Akk. – təsir etmək

Gut, schlecht, schwach, lange, wirken

Die Arznei wirkt auf das Herz.

Er wirkt auf uns angenehm

 

Die Schicht – en – vəziyyət;

- növbə //;

- təbəqə, qrup

Vieldeutigkeit:

1.      (die Lage)

eine dünne, die untere Schicht, eine Schicht, eine Schicht Staub, Wolken

2.      (Arbeitszeit)

in drei Schichten Arbeiten

3.      (Gruppe)

die Schicht der Bevölkerung

 

Die Bevölkerung (ohne Pl.) – əhali, sakin

Die Schicht der Bevölkerung

 

 

Das Bündnis – se – ittifaq

Garantieren vt – zamin olmaq, zəmanət vermək

Syn.: der Bund, die Union, die allianz, der Verband, die Vereinigung, die Liga ein Bündnis schließen, zerschlage.

 Wir garantieren euch Frieden, Sicherheit, das Leben

          

Fragen zum Text:

1.      Was für ein Staat ist die BRD?

2.      Was ist die führende Kraft der Gesellschaft in der BRD?

3.      Wie heißen die Parteien des Demokratische Blocks?

4.      Was können Sie über die Außenpolitik der BRD sagen?

5.      Welche Rolle spielen die Nachbarländer in der Entwicklung der BRD?

 

Text B:

                           Gespräch mit einem Abgeordneten

Frage: Herr Fahl, Sie sind 53 Jahre alt, Mitglied der CDU. Sie sind außerdem Mitglied der Volkskammer. Ihre Aufgabe als Mitglied der Volkskammer besteht in der Bearbeitung von Eingaben der Bürger,

Fahl: Ganz recht. Ich bin Vorsitzender des Ausschusses für Eingaben. In den letzten neun Monaten erhielt die Volkskamer von den Bürgern sehr viele Eingaben. Jede Eingabe müssen wir innerhalb von 14 Tagen beantworten.

Frage: Haben Sie jeden Tag viel zu tun?

Fahl: Aber nein, Eingaben sind für die Volkskammer ein wichtiges Midtel der Arbeit. Sie zeigen die Probleme der Bevölkerung. Sie sind auch Ausdruck der aktiven zusammenarbeit von Volkskammer und Bürgern.

Frage: Was schreiben die Bürger in ihren Eingaben?

Fahl: Oft machen die Bürger Vorschläge zur Lösung von Problemen, bieten ihre aktive Hilfe an. Alles in allem beschreiben die Bürger in den Eingaben klar und konkret ihre Probleme.

Frage: Worin besteht die große Verantwortung bei der Bearbeitung von Eingaben?

Fahl: Die Bürger vertrauen ihren Abgeordneten. Sie wenden sich an sie um Hilfe. Jede Eingabe ist ein Auftrag für die Abgeordneten. Die Bürger wollen ihr Leben verbessern. Sie schreiben uns ihre Wünsche nach einem Spielplatz, einem Jugendklub, einem Landambulatorium, nach einer asphaltierten Straße. Oft geht es in den Eingaben auch um Fragen der Ordnung und Sauberkeit auf Straßen und Plätzen. Der Staat muß diese Fragen mit Hilfe von Betrieben und Organisationen lösen. Das sollte man nicht auf die lange Bank schieben.

Frage: Schiebt man trotzdem manchmal die Lösung der Probleme der Bürger auf die lange Bank?

Fahl: In kleinen und mittleren Orten gehen die staatlichen Stellen sehr sorgfältig mit den Problemen der Bürger um. Die Probleme löst man schnell. Das zeigen unsere Erfahrungen. In großen Städten aber gibt es sehr viele und verschiedene Fragen und Wünsche der Bürger. Hier ist es wichtig, die Arbeit mit den Bürgern gut zu organisieren. Man sagte oft: Es ist verantwortungslos, die Probleme der Bürger nicht zu berücksichtigen.

Frage: Was ist die wichtigste Aufgabe des Ausschusses für Eingaben in den nächsten Wochen?

Fahl: In den nächsten Wochen und im nächsten ganzen Jahr sind für uns die Fragen zu Wohnungsproblemen sehr wichtig. Von großer Bedeutung sich auch Reparaturen von Wohnhäusern und Straßen, sowie Fragen der Dienstleistung, also: Wortezeiten, Öffnungszeiten, Fragen zur Gualität von Reparaturen.

Texterläuterung:

 

Der Abgeordnete – n - deputat

Syn.: der Deputierte, der Parlamentarier

Die Bürger sprechen mit dem Abgeordneten.

 

Die Bearbeitung (ohne Pl.) – əmal, becərmə

eine schnelle, richtige Bearbeitung;

die Bearbeitung des Bodens, der Fragen

 

Die Eingabe –n - ərizə

Er macht, prüft, bearbeitet eine Eingabe.

 

Der Ausschuß – sse – komisiya, komitə

Syn.: das Komitee

 

 

Der Auftrag –e – tapşırıq, sifariş

Er erteilt, erhält, einen Auftrag, führt den Auftrag aus.

 

Verbessern vt. – yaxşılaşdırmaq, düzəliş aparmaq

Syn.: besser machen

Ant.: verschlechter machen.

Sie verbessert ihre Arbeit, ihre Noten, sich.

 

Auf die lange Bank schieben (o,o) – süründürməyə salmaq

Er schieb den Auftrag, die Antwort, die Arbeit auf die lange Bank.

 

Umgehen (i,a) mit +Dat davranmaq, rəftar etmək

Sie geht sehr ordentlich mit dem Kleid, dem Kind, dem Spielzeug um

Er geht mit allen Menschen freunlich um.

 

Sorgfältig – dəqiq, vicdanlı, işə can yandıran

Ant.: liederlich, oberflächlich

 

 

Verantwortungslos – məsuliyyətsiz

 

 

Berücksichtigen vt. – nəzərə almaq

Er berücksichtigt ihre Krankheit, das Wetter, alle Fakte.

 

  

 

 

 

Fragen zum Text:

1.      Wer ist Herr Fahl?

2.      Was zeigen die Eingaben?

3.      Was beschreiben die Bürger in den Eingaben?

4.      Warum schreiben die Bürger Eingaben?

5.      Wie gehen die staatlichen Stellen mit den Eingaben um?

6.      Welche Fragen sind für das nächste Jahr von großer Bedeutung?

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1.      erziehen Akk. + zu + Dat.

a.       Setzen Sie das Akkusativobjekt ein!

Die Schule erzieht --- zum Patriatismus und Internationalismus. Der Vater erzieht --- zu einem guten Bürger der BRD. Man muß --- zur Arbeit und zum Flaiß erziehen. Hat --- deine Mutter nicht zur Ordnung erzogen? Schon von Kindheit an erziehen wir --- zur Liebe zur Heimat und zum Frieden.

Die Armee erzieht --- zu echten Kämpfern für den Sozialismus. Die Großeltern erzogen --- zu ehrlichen und anständigen Menschen. Ich werde --- zu würdigen Tochter und Söhnen der Heimat erziehen.

(die Schüler, der Sohn, die Kinder, du, die jungen Menschen, die jungen Soldaten, meine Eltern, meine Schüler)

b.      Beenden Sie die Sätze!

Der große Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi erzog seine Schüler zu (die Ausbildung aller körperlichen und geistigen Kräfte)

Anton Semjonowitsch Makarenko erzog die jungen Leute zu (Fleiß und Hilfsbereitschaft)

Der große Lehrer W. Suchomlinski erzog die Kinder zu (gesellschaftlich nützliche Arbeit)

Der Gründer des ersten Turnplatzes in Deutschland, Johann Gutsmuts wollte die Knaben und Jungen zu (die Ausbildung ihres Körpers) erziehen.

Die deutsche Arbeiterführerin Clara Zetkin wollte die Kinder der Arbeiter zu (würdige Mitglieder der Gesellschaft) erziehen.

Der Vater des Turnens Friedlich Ludwig Jahn erzog die jungen Männer zu (die Verteidiger der Heimat)

Der Staat erzieht die Jugend zu (allseitig gebildete Persöhlichkeiten).

c.       Sagen Sie einige Sätz zu den Fragen: Wie soll man die Schüler der Mittelschule erziehen? Welches Ziel stellen Sie sich bei der Erziehung ihrer Schüler?

2.      umgehen mit + Dat.

a.       Bilden Sie Sätze!

Wir                                                     die Kleidung

Die Studenten                                    das Buch                  ordnentlich

Marion                                               der Kranke               schlecht

Niemand             umgehen                der Brief                   einfach

Günter                 mit + Dat.              die Nachbarin           gut

Ihr                                                      die Arznei                 sorgfältig

Die Krankenschwester                      das Auto                    höflich

Herr Meier                                        das Kind                    freundlich

Ich                                                     der Kuli                  

                                                          die Gesundheit

b.      Üben Sie!

Gib mir bitte den Kuli! – Natürlich, aber geh mit dem Kuli sorgfältig um!

(die Vase, das Tuch das Wörterbuch, die Puppe, die Tasche, der Schal, das Foto, der Schlüssel, die Gläser)

entschuldige bitte, das Radio ist kaputt. Warum bist du mit dem Radio nicht sorgfältig umgegangen?

(der Teller, das Fenster, der Kuli, das Glas, der Fernseher, das Auto, die Hose, die Waschmaschine, das Geschirr)

3.      verbünden mit + Dat.

a.       Vollenden Sie die Sätze!

Während des Kampfes gegen den Faschismus verbündete sich die UdSSR ---. Das aserbaidshanische Volk verbündete sich für immer mit ---. Die Völker der sozialistischen  Staaten verbünden sich im Kampf für den Frieden mit ---. Während der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution verbündeten sich die Arbeiter und Soldaten mit ---. Die Kommunistische Partei Frankreichs verbündet sich im Kampf um die Macht im Staat mit ---. Die Revolutionäre Sowjetaserbaidshans verbündeten sich gegen die Englischen Streitkräfte mit ---.

Im Jahre 1812 verbündeten sich einnige deutsche Staaten mit --- gegen die Truppen Napalons.

Die Ärzte der Welt verbünden sich im Kampf für den Frieden mit ---.

(die Völker der ganzen Welt; alle Völker der Sowjetunion; England, Frankreich und die USA; die anderen linken Parteien; Physiker und Politiker; das russische Volk; Rußland; die Bauern)

b.      sich verbünden oder verbinden? Setyen sie das richtige Verb ein!

Uns verbünden gleiche Ziele. Die Krankenschwester – den Kämpfer. Die Soldaten—mit den Arbeirn und Bauern. Alle friedlichen Menschen der Welt—miteinander im Kampf gegen den Atomkrieg. Der Fluß Wolga – mit Kuibischew. Der Komsomol – mit allen fortschritt—lichen Jugendorganisationen im Kampf für eine helle Zukunft. Eisenbahn und Post—West und Ost (Sprichwort). Der Kampf für Frieden und Fortschritt—die Völker unserer Republik und Indiens.

4.      sich zusammenschließen zu+ Dat.

Ergänzen Sie!

Ende des vorigen Jahrhunderts schloßen sich die Arbeiter vieler Länder zu – zusammen. Manche Völker schließen sich zu – zusammen. Schon vor vielen Jahrhunderten schlossen sich die Schweizer Kantone zu—zusammen. Im Jahre 1946 schlossen sich KPD und SPD zu—zusammen . die völker der Ukraine, Rußlands, Belorußland und Transkaukas siens schlossen sich. Im Jahre 1922 zu—zusammen. In den dreißiger Jahren schlossen sich die Bauern zu—zusammen. Auch heute schließen sich viele kleine Betriebe zu—zusammen. Im  Jahre 1776 schlossen sich 13 Staaten Nordamerikas zu – zusammen. Diese Institute haben sich zu --- zusammengeschlossen. Während des zweiten Weltkriegs schlossen sich die jugoslawischen Partisanen zu --- zusammen. Die Völker der Welt schlossen sich im Jahre 1945 mit dem Ziel der Zusammenarbeit zu --- zusammen.

(die Kombinate, die USA, die Bünde, die Republik, die UNO, die Universität, die Paetisanenarmee, die Parteien, die Kolchosen, der Schweizer Bund, die SED)

5.      wirken auf + Akk.

Bilden Sie Sätze! Gebrauchen Sie verschiedene Zeitformen!

das Drama                                            wir                                schlecht

Alkohol                                                der Magen                    schrecklich

die Tabletten                                        die Jugendlichen           stark

seine Worte             wirken                  alle                                langweilig

das Lied                   auf + Akk.           die Gesunheit                lustig

Hagebutter                                           der Körper                     gut

Sport                                                    der Mensch                    schwach

der Schauspieler

6.      Suhen Sie Verben mit folgender Rektion! Bilden Sie kurze Sätze!

     auf, gegen, für, mit, zu, aus.

7.      Bilden Sie Ableitungen zu folgende Verben!

sich vereinigen, sich verbünden, führen, bestehen, entwickeln, bearbeiten, geben, berücksichtigen, gerantieren, wirken, trainieren, aufrufen, stellen, spielen, anmelden, sich beschweren, heilen, bilden

8.      Finden Sie in der Reihe das unpassende Wort!

a.       der Bund, die Union, die Liga, die Gesellschaft, die Vereinigung, die Beziehung, die Allianz.

b.      der Bürger, die Bevölkerung, der Einwohner, die Volkskammer

c.       Die Wäscherei, die Reparatur, der Schneider, die Dienstleistung, die Kaufhalle

d.      die Leichtathletik, die Oberliga, der Fußball, das Schwimmen, das Boxen, der Hochsprung

e.       der Präsident, das Mitglied, der Vorsitzende, der Leiter, der Direktor

f.       der Artikel, die Zeitung, die Presse, das Zentralorgan, die Zeitschrift

 

9. Bilden Sie Situationen zu folgenden Sätzen!

Ich will meine Note verbessern. Das ist verantwortungslos. Schiebe die Sache nicht auf die lange Bank! Hast du alles berücksichtigt? Wie garantieren beste Qualitat. Du mußt das sorgfältig machen. Ich habe nichts für Sport übrig.

10. Stellen Sie eine Liste der Wörter zum Thema ‚‚Politik‘‘ in zusammen! gliedern sie in  Substantive, Verben und Adjective!

11.Sprechen Sie zu den Themen :

a.       die Parteien in der BRD.

b.      Unterschiede in der Leitung des Staates: Azerbaidshan – BRD.

c.       die Außenpolitik der BRD.

d.      die politischen Ziele der BRD.

 

IV. Grammatik (A): Infinitiv mit ‚‚zu‘‘ von Verben mit trennbarem Präfix.

Helga bat mich, ihre Adresse aufzuschreiben

1.      Wie bildet man den Infinitiv mit ‚‚zu‘‘ von Verben mit trennbarem Präfix?

Führen Sie Beispiele an! 

Beim Gebrauch des Infinitivs mit ‚‚zu‘‘ von Verben mit trennbarem Präfix tritt die Partikel ‚‚zu‘‘ zwischen Präfix und Verbalstamm. Beispiel: einzukaufen mizugehen, aufzurufen.

 

 Net stanizzi 488

2.      Bilden Sie den Infinitiv mit ‚‚zu‘‘ von folgenden Verben!

abhorchen, anschauen, anmelden, anwenden, aufgeben, aufnehmen, sich aufregen, ausdrücken, ausfüllen, auslegen, ausziehen, einrahmen, einpacken, herstellen, sich unkleiden, vorschlagen, vorstellen, zerschlagen, zerstören.

3.      Fügen Sie den Infinitiv mit ‚‚zu‘‘ an!

Es ist wichtig, alle Völker zum Kampf für den Frieden (aufrufen)

Es ist notwendig, allseitig entwickelte Menschen (ausbilden)

Es ist gut, für denFrieden (eintreten)

Es ist gesund, am Abend (spazierengehen)

Es ist herrlich, Freunde ( einladen )

Es ist notwendig, die Lungen (abhorchen)

Es ist schlecht, die Prüfung nicht erfolgreich (ablegen)

Es ist zu wenig, den Text nur einmal (durchlesen)

4.      Beenden Sie die Sätze! Gebrauchen Sie den Infinitiv mit ‚‚zu‘‘

 Ich rate dir,     

                    (viel Sport treiben, das Pulver einnehmen eine Liste aufstellen, sich ein bißehen mit Geschafte beschäftigen, sorgfältig mit dem Radio umgehen, sich höflich verabschieden, ein Telegramm aufgeben, viel Quark essen )  

     Wir versuchen noch einmal,                                                               (die Kameraden befreien, das Problem lösen, den Präsidenten anrufen, ein Geschenk besorgen, die Tür aufmachen, deine Bitte berücksichtigen, alle Gruppe zu einem Bund zusammenschlißen, den Plan verändern)

Wir befahlen ihnen,

(nach Süden ziehen, pünklich sein, die Wahrheit sagen, das Dorf erobern, die Stadt einnehmen, die Uniforf ausziehen, siegen oder sterben, die Waffen  abgeben)

5.      Lesen Sie die Sätze! Fragen Sie nach der Infinitivkonstruktion! Lassen Sie ihre Kommilitonen  die Fragen beantworten!

Er hat den Wunsch, an unserer Versammlung teilzunehmen.

Jeder Bürger der BRD hat das Recht, Eingaben an den Bundestag oder den Staatsrat zu machen. Regirung der BRD das Ziel, eine entwickelte Gesellschaft in der BRD aufzubauen.

Die Volkskammer hat die Pflicht, die Rechte der Bürger zu garantieren. Es ist unser Plan, den ersten Präsidenten der Republik, durch eine Feier zu ehren.

Es ist unser Traum, auf dem Treffen mit Jugendlichen der BRD mit einem Programm aufzutreten. Er gab uns sein Wort, in der Heimat über unser Land zu berichten.

Karl Marx gab allen Arbeitern den Rat, sich im Kampf um ihre Befreiung zusammen zuschließen.

6.      Antworten Sie auf die Fragen! Gebrauchen Sie in Ihren Antworten die Infinitive der eingeklammerten Verben!

Welche Pflichten hat jeder Student?

(ablegen, beenden, studieren, helfen, teilnehmen)

Welche Aufgaben hat die Volkskammer?

(zusammenarbeiten, verbessern, Gesetze annehmen, Beschlüsse durchführen, kontrollieren, unterstützen)

Welche Rechte hat ein Bürger der DDR?

(teilnehmen, leisten, wählen, seine Meinung, sagen, Eingaben machen, arbeiten, studieren)

 

Gr. (B): Demonstrativpronomen. Deklination und Gebrauch.

 

 

Das Demonstrativpronomen weißt auf Person, Sache, Sachverhalt deutlich hin. Demonstrativpronomen sind:

1.      der, die, das, die (Pl.)

Deklination wie Artikel, außer Genitivformen:

mask. neutr. fem. Pl.

Gen. dessen deren derer

Sein Freund und dessen Tochter, meine Freundin und deren Tochter.

Wir schämen uns derer.

2.      dieser (diese, dieses) weist auf Näheres.

jener (jene, jenes) weißt auf Ferneres.

Deklination wie starke Adjektive.

3.      derselbe (dieselbe, dasselbe), derjenige (die jenige, das jenige), selbst

Das Demonstrativpronomen gebraucht man adjektivisch oder substantivisch.

z. B.

Ich weiß das nicht.

Dieser Berg is hoch, jener ist noch höher.

Solche Leute haben immer Erfolg.

 

 

1.      Antworten Sie auf die Fragen!

Welche Bedeutung haben Demonstrativpronomen?

Welche Demonstrativpromonen gibt es?

Wie werden die Demonstrativpronomen dekliniert?

2.      Schreiben Sie die Sätze ab und unterstreichen Sie die Demonstrativpronomen! Bestimmen Sie den Kasus und Numerus

a.       Das mußt du jetzt machen. Die kenne ich doch schon lange!

Weißt du das?

Der ist mein Freund, aber du nicht.

Das ist ein Text. Willst du den auswendig lernen?

Die haben nie Zeit für mich! Wie geht es mit deiner Gesundheit. Mit der geht es ganz gut.

Den muß ich anrufen!

b.      Diesen kenne ich, aber jenen noch nicht.

Geben Sie mir bitte ein Stück von dieser!

Mit jenem bin ich nicht einverstanden.

Dieses muß du anziehen, nicht jenes!

c.       Dieser Artikel ist interessanter als jener.

Schau an, dieser Naseweis!

Diese Beate ist ein kluges Mädchen.

An jenem Gerten gehe ich täglich vorüber.

Da ist Frau Krause. Ich kenne deren Sohn.

Großmutter, ihre Töchter und deren Kinder saßen und den Tisch.

3.      Setzen Sie das Demonstrativpronomen der, die, das in der richtigen Form ein!

Da fliegt eine Taube. Siehst du ---?

Ich kann Verben ins Perfekt setzen. Ich kann --- auch.

Ich habe schon die Jacke angezogen. – Und mit --- willst du ins Theater gehen?

Was für ein hübschen Bild! --- habe ich gestern gemalt.

Kennst du den Witz von den zwei Elefanten? – Ja, --- kenne ich schon.

Ich möchte gern ein Kilo Guark. Ist --- in der Kühltruhe frisch?

So ist Anna. --- hat nie Zeit für Kino und Theater.

Vati, gehen wir heute in den Zirkus? Du hast mir --- gestern versprochen.

Ich möchte mir gern den Film anseher. --- ist nicht für kleine Kinder.

4.      Üben Sie!

Kaufst du einen Rock? – Nein, dieser ist zu eng und jener ist zu weit.

(Schuhe – groß – klein, der Hut – hell – dunkel, die Strümpfe – dick -  dünn, der Mantel – schwer – leicht, die Äpfel – süß – sauer, das Souvenir – teuer – billig, die Stiefel – hoch – niedrig, die Jacke – bunt - dunkel)

5.      Fügen Sie die Endung an!

Ich habe genug von dies – Fragen! Aus dies – Leder macht man schöne Schuhe. An jen- Tage regnete es stark. Auf dem Dach jen- Hauses sitzen weiße Taube. An jen- Stand kannst du dies- Süßigkeiten kaufen. In jen- Haus wohntensieben Brüder. Mir gefällt dies- Spiegel am besten. Dies- Aufgabe lösen Sie zu Hause! Das Wasser jen- Guelle ist gesund und kalt. Schäme dich dies- Antwort! Sehen Sie jen- Mann dort an der Ecke? Ich fand im Text dies- Wort zweimal.

6.      Setzen Sie passende Substantive ein!

An jedem --- geschah au unserer Straße ein Unfall. Den Jugendlichen gefällt diese ---. Er kaufte diesen --- im Warenhaus. Hast du für jene --- etwas übrig? Ich schäme mich dieser ---. Diese --- wachsen in unserem Garten. Jenes --- liegt gleich hinter der Stadt. Sie hat dieses --- auf der Post aufgegeben.

7.      Üben Sie!

Mir gefällt dieser Schal. – Aber mir gefällt jener Schal.

(das Auto, die Kekse, das Sofa, das Zimmer, das Gedicht, der Anzug, die Puppe, die Legende, die Stadt, der Schauspieler)

8.      Schreiben Sie die Sätze ab! Weisen Sie durch einen Pfeil auf das Bezugswort das Demonstrativpronomens!

Beispiel: Wir trafen den Künstler und dessen Tochter.

Inge, Marion und deren Schwester kamen zu Besuch. Es war im März. Ich erinnere mich dessen genau. Ich buch erzählt man über Brücken, Ingenieure, und deren Leben.

Wir gingen mit Otto in den Zoo. Hinter Gittern sahen wir einen Apfel und dessen Junges.

Der Aspirant arbeitete mit viel Fleiß. Ohne diesen kann er die Dissertation nicht schreiben.

Er sagte laute Worte, dann schämte er sich derer. Wolfgang wohnte zwei Wochen bei seinem Onkel. Dessen Haus stand am Rande des Waldes.

Die Mutter hatte Fieber, Ungeachtetdessen holte sie den Sohn vom Bahnhof ab.

Er spricht in seiner Vorlesung heute über das Pronomen „es“ und dessen Gebrauch in der Rede.

9.      Fragen Sie nach dem Demonstrativpronomen!

Beispiel: Werner und Udo saßen in Zimmer. Dessen Auto stand im Hof. –

                Wessen Auto stand im Hof? Udos Auto stand im Hof.

Wir über die Bildung der Partizips II und dessen Gebrauch im Satz.

Die Nachbarin laden alle Eltern und deren Kinder ein. Vor kurzen las ich einen Artikel über die Hagebutte und deren Eigenschaften.

Im Garten standen Apfelbäume und Birnbäume. Deren Zweige blühten schon.

Ich schätze den aserbaidshanischen Dichter Samed Wurgun sehr hoch.

Dessen Bücher und Bild stehen im meinem Zimmer.

Heute waren deine Großmutter, deine Tante und deren Töchter bei uns zu Gast.

Auf der Reise sahen wir viele Denkmale und hoche Gebäude.  Deren Dächer waren rot und spitz. Werner traf einen Freund. Dissen Sohn dient jetzt als Soldat beider NVA.

Das Buch erzählt über das Kaspische Meer und dessen Inseln.

10.  Erzählen Sie den Text nach!

                  Von einem Vogel und einer wilden Katze                   

An einem See hatte ein Vogel sein Nest auf einem Baum. In der Wurzel dessen wohnte aber eine Schlange. Die fraß oft die Eier und Jungen des Vogels. Es war aber schwer für den Vogel, diesen schönen Baum am Wasser zu verlassen. Täglich fing er hier viele Fische. Doch war ea auch dieses bösen Nachbarn wegen gefährlich, länger hier zu bleiben. Da war der Vogel traurig. Einmal traf er eine wilde Katze. Dieser klagte er seinen Kummer. Die hörte gern die Wörte des Vogels und versprach ihn und dessen Jungen zu schützen. Der Vogel zeigte ihn den Weg zu seinem Nest. Da fraß die wilde Katze den Vogel und dessen Jungen.

                                                      (nach: Haus Wilhelm Kirchhof)  

11.  Übersetzen Sie ins Deutsche!

1.Biz onları beynəlmiləljilik vətənpərvərlik ruhunda tərbiyə etmişik. 2. Bu əməkdaşlıq AFRin başqa ölkələrə əlaqələrini möhkəmləndirir inkişaf etdirir. 3. Bu qəzet hökümətin mərkəzi orqanıdır. 4. AFR əhadisi xoşbəxt həyat qurur xari çi siyasətində dinç yanaşı yaşama siyasətini yeridir. 5. Komisiya üzvləri ərizələri süründürməjiliyə salmamış, hər heyi nəzərə almış, prinsipial təkliflər irəli sürmüşlər. 6. Bütün xalqları sülh ugrunda mübarizədə birləşdirmək vaçib lazımdır.

 

Gr. (C): Festigung: Perfekt der transitiven Verben. Bildung und Gebrauch.

1.      Beantworten Sie die Fragen!

Wie bildet man das Perfekt transitiver Verben?

Welches Hilfsverb verwendet man ? Wird es konjugiert?

Wo steht das Hilfsverb im Satz?

Wo steht das Partizip II im Satz?

Wie gebraucht man das Perfekt in der Rede?

 

2.      Finden Sie im Text Sätze im Perfekt! Schreiben Sie die Sätze heraus und übersetzen Sie sie!

Eines Tages kam ein Nachbar zu Mollah Nasreddin und sprach:

a.       Mollah, gib mir deinen Esel. Ich will meinen zur Mühle schaffen.

b.      Ach, sagte der Mollah, der Esel ist nicht da. Gerade hat mein Sohn unseren Weizen zur Mühle geschafft.

Da schrie plötzlich der Esel auf dem Hof. Der Nachbar hörte das und sagte:

c.       Schämst du dich nicht, Mollah! Der Esel ist da. Du hast nicht die Wahrheit gesagt.

Da wurde Nasreddin böse und rief:

d.      Du sollst dich schämen! Mir glaubst du nicht und ich habe einen weißen Bart. Aber irgendwelchem Esel glaubst du!

 

3.      Bilden Sie das Perfekt ( 3 Ps. Sg.) folgender Verben:

tauen, vorhersagen, erobern, hissen, vereinigen, vertreten, lösen, führen, besorgen, aufgeben, abschließen, ansehen, bilden, bestellen, abwischen, anmelden, freimachen, anhalten, verschreiben, einnehmen, lutschen, heilen, aufrufen, erziehen, garantieren, verbessern, berücksichtigen.

 

4.      Setzen Sie die Sätze ins Perfekt!

Er nimmt jeden Morgen zwei Tabletten ein.

Sie wischt sich die fettigen Hände am Handtuch ab.

Er lutscht ein saures Bonbon.

Sie garantiert gute Arbeit des Geräts.

Er verbessert seine Leistungen in der Ausbildung.

Sie bestellt eine Bockwurst mit Senf

Er löst die Aufgabe am schnellsten.

Sie besorgt den Haushalt ohne Hilfe der Mutter.

Er hisst die Fahne seiner Heimat auf der Insel.

Sie schließt die Tür zum Garten ab.

 

5.      Üben Sie!

Hat Otto den Text gelesen?- Ja, wir haben den Text auch gelesen.

( Tee trinken, die Arznei nehmen, die Schuhe putzen, das Buch ausleihen,

die Strümpfe flicken, das Lied auf das Tonband aufnehmen, Sport treiben, das Telegramm aufgeben, die Adresse vergessen)

 

6.      Inszenieren Sie folgenden Dialog!

a.

A.: Was hast du auf deiner Reise erlebt?

B.: Ich habe viel erlebt. Ich habe fremde Städte gesehen. Ich habe mir alte Gebäude und berühmte Museen angesehen. Ich habe mich gebildet und erholt.

A.: Hast du dich auch mit interessanten Menschen bekanntgemacht?

B.: Ja, in Jaroslawl habe ich ein nettes Mädchen kennengelernt. Gestern habe ich ihr einen Brief geschrieben. 

 

b.

A..: Habt ihr Nowrus Bairam gefeiert?

B.: Aber natürlich. Wir haben uns alle am Hof getroffen. Dann haben die Jungen ein großes Feuer angezündet.

A.: Das haben wir auch gemacht. Mein kleiner Bruder hat Nachbarn und Verwandten Glück und Gesundheit gewünscht. Sie haben ihm dafür Süßigkeiten geschenkt. Auch bunte Eier hat er bekommen.

B.: Meine Schwester hat kuchen gebacken und ihn Freunden und Verwandten geschenkt.

A.: Und ich habe Weizen gesät und das Zimmer geschmückt.

 

 

 

                                                           Johann Wolfgang Goethe

 

                          Mit einem gemalten Band

Kleine Blumen, kleine Blätter

Streuen mir mit leichter Hand

Gute junge Frühlingsgötter

Taudelnd auf ein lustig Band.

 

                               Zephir, nimms auf deine Flügel

                               Schlings um meiner liebsten Kleid!

                               Und so tritt ie von den Spiegel

                               All in ihrer Musterkeit

 

Sieht mit Rosen sich umgeben

Selbst wie eine Rose jung.

Einen Blick, geliebtes Leben!

Und ich bin belohnt genug

                                Fühle, was dies Herz empfindet,

                                Reichte frei mir deine Hand

                                Und das Band, das uns verbindet,

                                Sei kein schwachen Rosenband!

 

 Lektion XXVII

 

Thema: Reise nach Moskau

Phonetik:Länge und die Kürze die Vokale. Pause.Arten und Funktionen.

Grammatik: Festigung: Perfekt der intransitiven Verben. Allgemeine Wiederholung.

 

I.             Vorübungen:

1.                  Nennen Sie einige Abkürzungen, transkribieren Sie sie und lesen Sie sie richting vor!

 

2.                Antworten Sie auf die Fragen:

     Wieviel Betonung tragen die Abkürzungen?

     Worauf Fällt die Betonung in den Abkürzuingen?

     Wie betont man die Zusammensetyungen?

     Wie betont die Zusammensetyungen mit abgekürzten ersten

     Kompronemten?

 

3.             Lesen Sie den Text aus Übung  12_! Schreeiben Sie dieWörter mit betonten langern Vokalen heraus, transkribieren Sie sie!

 

4.                Nennen Sie die Differenzmerkmalen folgender Konsonantenphoneme:

    / d /,  / m /,  / t /,  / z /

 

5.                  Bestimmen Sie Phoneme nach Differenymarkmalen:

a.                   Konsonant, stimmhaft, Engelaut, Zahnlippenlaut, lenis

b.                  Vokal, mittlere Zungenhebung , vordere Reine , lang, geschlossen, gespannt

c.                   Vokal hohe  Zungenhebung, vordere Reine, lang, geschlossen, gespannt, nicht     labialisiert.

d.                  Konsonant, stimmhaft, Verschlußlaut, Hinterzungenlaut, lenis.

 

6.                  Nennen Sie Differrenymerkmale folgender Vo0kalphoneme:

                                       /_ /, / o: /, / e: /, / E /

 

7.             Üben Sie die Aussprache der Wörter aus dem Text

a.                   Achten Sie auf die Aussprache der Kurzvokale!

        mit sack und Pack,                           der Kranz                                        

        Gitarre                                              Eindruck

        die Richtung                                     Pavillon 

        Auszeichnung                                  Glocke

        begeistert

        begreifen

 

b.                  Achten Sie auf die Aussprache der Langvokale!

die Metallurgie

zählen

der König

Freundschaftszug

Gepäckträger

Fahrstahl

Erdbeere

Konfitüre

 

8.             Analzsieren Sie das Wort  „Eindruck“ phonetisch!

 

9.             Lesen Sie die Verse! Finden Sie die Verben im Perfekt heraus!

 

  Wir fuhren allein im dunkeln

  Postwagen die gahze Nacht

  Wir ruhten einanden am Herzen,

Wir haben gescherzt und gelacht.

                                                         ( H. Heine )

 

Und hast du zun nächtlichen Schulmmer

geschlossen die Augen kaum

So wird dich mein Word verfolgen

Bis in die_ tiefsten Traum.

                                                          ( H. Heine )

 

Und als ich euch meine Schmerzen geklagt,

Da habt ihr gegähnt und nichts gesagt;

Doct als ich sie zierlich in Verse gebracht,

Da habt ihr mir große Elogen gemacht

                                                           ( H. Heine )

10.              Üben Sie!

a.                     Hast du deine Hausaufgaben gemacht? – Ya, wir haben sie mit Peter gemeinsam gemacht.

     (das Auto waschehn, die Wohnung aufräumen, den koffer pachen , die fahr karten besorgen, die Landkarte kaufen, die Reise bazahlen , das Zimmer bestellen, den Brief schreiben )

b.                     Ich habe in Kiew eine Bekanntschaft gemacht. 

            - Und ich habe in Moskau eine  Bekanntschaft gemacht. 

             (einen Kalendar kaufen, Karten schreiben, das Museum

              besuchen, meinen Freund treffen, den Urlanb verbringen, ein

              Studium aufnehmen, die Dissertaion verteidigen, das

              Fußballspitel ansehen ) 

c.                        Habt ihr das zimmer selbst besorgt? – Nein, Igor hat das Zimmer besorgt. (die Adresse finden, das Taxi bezahlen, die Schihe putzen, den Koffer tragen, den Blumenstrauß besorgen, den Gast empfangen,die Torte backen, alles machen )

 

11.                                      Beantworten Sie  die Fragen! Gebrauchen Sie  in Ihren Antworten das Perfekt transitiver Verben!

Wie haben Sie sich auf die Reise vorbereitet?

Was haben Sie im Zug gemacht?

 Was haben Sie  in Moskau ( Kiew, Leningrad ) gemacht?

 Wie hat man Sie wieder zu Hause empfangen?

 

12.  Erzählen Sie nach! Achten Sie auf das Perfekt! „Großvater“, fragt der Enkel im Frühling, „warum hast du einen Garten?“

„Ich erhole mich im Garten“, antwortet der Großvater. 

„Hast du  dich heute schon erholt, Großvater?“

„Heute habe ich Beete gemacht, gesät, gepflanzt

Im Sommer kam der Enkel wieder in der Garten und fragte den

 Großvater:

„Hast du dich heute erholt im Garten, Großvater “

„Heute habe ich die Blumen gegossen, das Unkraut aus der Erde gezogen.“

Im Herbst kam der Enkel wieder und fragte abermals:

„Hast du dich heite erholt, Großvater?“

„Heute habe ich das Obst gepflückt, das Gemüse geerntet und die Blumen geschnitten.“

Endlich war es Winter und Großvaters Garten lag unter einer weißen Decke aus Schnee.                        Da sprach der Enkel endlich.

„Großvater, nun liegt der Garten unter dem Sohnee. Jetzt kannst du dich erholen.“

Da  seufzte der Großvater und sagte:

„Ich warte jeden Tag auf den Frühling. Dann werde ich in meinen Garten gehen und neue Beete machen. Dann kann ich mich wieder richting erholen!“

Das verstatant der Enkel nicht.

 

13.              Bilden Sie Sätze!

                                                                                ein Kleid nähen

                                       beginnen                          eine Bank bauen,

               Heute              versuchen        wir            ein Bild maken

                                       probieren                          eine Erzählung übersetzen   

                                                                           einen Kuchen Backen      

                                                                           einen Garten anlegen

                                                                           Bäume pflanzen

                                                                           Fotos austauschen

                                                                           Wörter eintragen

 

14.              Ergänzen Ssie die Sätze durch Verden im Infinitif mit  „ zu “!

Der Arzt rät meiner Tante, bald nach Kislowodsk ( abfahren ). Er empfiehlt ihr, täglich die Pulver ( einnehmen ).   

Die Bibliothekarin bittet unb, mit den Büchern sorgfältig ( umgehen ). Der Oberrst befiehlt, das Feuer Causlöschen. Bald beginnen die Zuschauer, laut

( mitsinden )

Der Sportler wünsscht sich, einen neuen Rekord ( aufstellen ) Der kleine Bruder versucht, seinen großen Bruder ( abmalen )

 

15.               Üben Sie

       Schämst du dich nich, das Papier aus- den Boden zu werfen! – Doch, ich       schäme mish. Enttschuldige bitte!

       ( hier laut schreien, so ein Kleid anzihen, schmutzige Schuhe tragen, das Heft zerreißen, alles aufessen, das Glas kaputt machen,den alten Mann beleidigen, die Antwort bei mir abschreiben )

 

16.                Beenden Sie die Sätze durch Infinitiv mit „ zu “!

Im Frühling ist es schön, ...

Im Sommer ist es schön, ...

Im Herbst ist es schön, ...

Im Winter ist es schön, ...

Zu jeder Jahreszeit ist es schön, ...

 

17.                Üben Sie!

-                                              Geben Sie mir bitte ein Kilo Bonbons!

-                                              Möchten Sie diese oder jene Bonbins?

-                                              Jede bitte, dort rechts!

( ein Kilo Leberwurst, zwei Flaschen Saft, fünf Kilo Äpfel, ein Sack Kartoffeln, zwei Kilo Reis, zehn Bockwürste, ein Glas Limonade, ein Kilo Rindfleisch )

18.               Antworten Sie auf die Fragen! Gebrauchen Sie Demonstrativpronomen!

Beispiel: Kennst du den Mann dort? – Ja, den kenne ich.

Hast du die Bilder dieses Malers gern?

Siehst du den Vogel auf dem Baum?

Hast du den Bleistift genommen?

Kennst du meine Freundin?

Sind die Schuhe neu?

Weßt du die Hausaufgabe in Grammatik?

Schreibst du den Brief an die Yeitung „Freiheit“?

Bäckst du die Torte für das Geburtstagskind?

 

19.                 Stezen Sie ein : dessen, deren , derer!

        Familie Meier kam ohne ihre Tochter zu uns.  - -  Tochter ist jetzen in        Kiew.

        Er hatte schmutzige und schämte sich - - - -. Auf der Veranstaltung trafen   wir viele Schriftsteller. Ein Schriftsteller las aus - - Büchern vor. Marten ging täglich für die kranke Nachbarin einkaufen. - - Sohn dient jetzt als Soldat in der NVA.

        Die Studenten besprachen im Seminar die zeitformen der verden und - - ihre Nachbarin und - - Nichte.

        Das Mädchen erzählte von einem kleinen Jungan. - - Brüder ginden in den Wald Holz sammeln.

        Ich erinnere mich an meinem Großvater und an meinem Onkel. Stiefel waren aus weichen Leder.

20.                 Schreiben Sie nack dem Diktat!

        Zuzammen, verbessern, zurück, die Pappe, aufstehen, schnell, gegessen,   die Tasse, die Sammlung, vergessen, schrecklich, das Wasser, der Assistent, der Stoff, drücken der Sate_llit, alles in allem, die Handvoll, die Gesellschaft, das Glatteis, wissen, der Appetit, fallen, die Kasse.    

      

21.                 Setzen Sie den zweiten Konsonanten ein oder einen Strich!

Einen Beschluß fas-en, mit Mes-er und Gab-el, es-en, gegen Unwis-enheit käm-pfen, im Bet-liegen, sat-  sein, hel-  und  dun-kel, al-es bes-er wis-en, eine fet-ige Sup-e es-en, an der klaren Quel-e, sel-bst kom-en, auf den Wel-en schwim-en, mit dem Fahrrad- fahr-en, Stein-e und San-d, in Hül-e und Fül-e, die Ausstel-ung eröf-nen, der Sohn- der Son-e,  im April-.

 

22.                 Bilden Sie schriftlich Komposita! Gebrauchen Sie die angeführten Substantive als Bestimmungswort!

              Quell-,                Sonnen-,                 Kartoffel-,

              Hallen-,              Hammel-,               Schlamm-,

              Block-,               Wasser-,                 Waffen-,        Gruppen-,

              Puppen-,            Unfall-,                    Ball-,

     

II.                                    Phonetische Regel:

                               Pausen. Arten und Funktionen.

 

      Die Pause ist phystikalicsh das Aufhören des Sprechens. Sie dient zur Gliederung des     Redestroms in Sinneinheiten. Durch die Pausierung.

   

                          / Nach dem Mittegessen / hatten wir frei //

     Manchmal fehlt die Pause zwischen den Redeabschnitten im Satz, als solche erfüllt die     Funktion der Pause ein großer Tonbruch.Z.B.

Der Künstler / gerört dem Werk / nicht das Werk dem Künstler //

Im diesem  Beispiel machen wir nach dem Wort „Künstler“ keine physische Pause.

Bei einer ander Leseart kann man nach „Künstler“ die physikalische Pause durch einen Tonbruch ersetzen. Dieser Tonbruch schaft den Effekt der Pause.

Man unterscheidet fakultative, kleine und große Pausen. Zwischen den phonetischen Wörtern macht man fakultative Pausen. Zwischen den Syntagmen im Satz macht man kleine Pausen. Diese nennt man auch syntagmatische Pausen. Am Ende des Satzes steht eine große Pause. Vgl.

                         Heute gehen wir ins Theater

/ ´´h כ ǿ t ə ´g e: ə n v i. R /        / >I n s t e. ´´a: t ə R //

 

Durch die unterschiedliche Pausensetzung drücken wir im Deutschen jeweils verschiedene semantisch – suntaktische Bedeutungen aus z. B.

Sie gab das Buch / der Freundin ihrer Schwester //

Sie gab das Buch der Freundin / ihrer Schwester //

 

Die Pausierung in diesem Satz hängt von der Konsituation ab. Die Art der Pausierung des Satzes schließt die andere Art der Pausierung aus. Im diesem Falle spricht man von der phonologischen Gegenüberstellung (Opposition) auf der Satzebene.

Sie rief /er wird warten //

Sie / rief er / wird warten //

 

1. Hören Sie den Text A ab und lesen Sie ihn ausdrucksvoll vor! Achten Sie dabei auf die Pausen!

2.Lesen Sie den Text A! Schreiben Sie die Wörter mit betonten und langem Vokal heraus und transkribieren Sie sie!

3.Hören Sie den Text B ab und achten Sie auf die Länge und Kürze der Vokale und die Pausen!

4.      Antworten Sie auf die Fragen!

Wann ist der Vokal lang?

Wann ist der Vokal kurz?

Wann ist der Vokal halblang?

5.      Transkribieren Sie die ersten 10 Sätze aus dem Text A!

6.      Hören Sie das Gedicht ab, lesen Sie es ausdrucksvoll vor und transkribieren Sie es! Lernen Sie das Gedicht auswendig!

 

III.                                    Text A:

Die Reise mit dem Freundschaftszug.

Liebe Irada!

Viele Grüße sendet Dir Deine Freundin Susanne. Heute möchte ich Dir nun über meine Reise mit dem Freundschaftszug erzählen.

Als Auszeichnung für gute Arbeit im  Betrieb erhielt ich diese Reise. Sie begann am 12. März. Alle Teilnehmer der Reise trafen sich morgens um 6 Uhr mit Sack und Pack auf dem Bahnsteig 4 Ostbahnhofes in Berlin. Das Wetter war naß, es taute. Aber alle hatten gute Laune. Manche hatten ihre Gitarre mit. Bald kam das Signal „Einsteigen!“ und wir fuhren Richtung Osten. In meinem Abteil waren noch drei Mädchen aus Schwerin. Alle fuhren wir das erste Mal noch Aserbaidshan. Die Reise war sehr lustig, wir sangen, unterhielten uns und betrachteten die Landschaft. Am Bahnhof Frankfurt / Oder war Grenz – und Zollkontrolle. Alles ging reibungslos und bald fuhren wir über die Oder nach Polen. Von unseren Zug aus sahen wir die polnischen Städte, Dörfer, Wälder und Felder. Gegen Abend kamen wir dann an die Grenze. Schade, es war schon dunkel und wir sahen nichts von der Heldenstadt Brest. Durch Belorußland fuhren wir auch in der Nacht und am nächsten Morgen und dann durch Rusland. Endlide waren wir in Baku. Unser Gepäsk brachten die Gepäckträger zu den Bussen. Dann fuhren wir ins Hotel „Intourist“. Dort waren wir zehn Tage zu Gast. Wir wohnten im Zimmer 611. Mit dem Fahrstuhl kamen wir immer gut in den nächsten Stock.

Nach dem Mittagessen hatten wir frei. So fuhr ich mit meinem drei Freundinnen ins Zentrum von Baku. Die Metro brachte und direkt an Fisuli Platz. Ich war ganz begeistert: Wunderschön sehen die Metrostationen aus.

Großartig waren auch der Besuch das Palastes Schirvanschahlar und des Kunstmuseums. Ich kann es heute noch nicht begreifen.

Am Denkmal des unbekannten Soldaten legten die Teilnehmer unserer Reise einen großen Kranz nieder.

Alles war wie in einem Traum. Ich kannte Baku nur aus Filmen und Büchern und nur sah ich alles mit eigenen Augen.

In zehn Tagen lernten wir die Stadt ganz gut kennen. Herrlich war der Besuch der Ausstellung. Du weißt, ich interessiere  mich für Blumen. Da erfuhr ich auf der Ausstellung viele Neuigkeiten über die Pflege von Blumen. Sicher wird jetzt mein Garten noch schöner blühen. Ein aserbaidshanische Gärtner gab uns viele interessante Ratschläge. Außerdem erfuhr ich endlich das Rezept für echte aserbaidshanische Konfitüre aus Erdbeeren.

Die Mitglieder unserer Gruppe besuchten die Denkmäler von Nisami, Fisulis, Narimanov, Samed Wurgun. Ich kann Dir nicht alles erzählen. Es gibt keine Worte für die Beschreibung dieser herrlichen Reise. Besonders gern genke ich auch an ein Treffen mit aserbaidshanischen Jugendlichen Trotz unserer knappen Kentnisse in Türkisch konnten wir uns gut verstehen. Wie sagt man doch: Für die Freundschaft gibt es keine Grenzen. An anderen Abenden besuchten wir das Theater, eine Diskathek und auch einen aserbaidshanischen Teeabend.

So ging die schöne Reise viel zu schnell zu Ende.

Bald mußten wie wieder die Koffer packen und es hieß: „Entsteigen“. Auf dem Bahnsteig hißte man die Fahne unserer Länder.

Am 24. März kam unser Freundschaftszug wieder in Berlin an. Viele Souvenirs haben wir  mitgebracht, viele schöne Erinnerungen, viele Fotos und Dias.

Ich lege in den Briefumschlag einige Fotos von meiner Reise nach Baku.

Nun möchte ich schließen. Schreibe bald!

Schreibe mir über Deine Stadt Baku und über Dein Studium!

Herzliche Grüße sendet Dir.

Deine Susanne.

Texterläuterungen:

Die Auszeichnung – en – mukafat, təltif etmə

 

 

 

Mit Sack und Pack- hər şeylə birlikdə

Er kam mit Sack und Pack zum Zug. Sie verließ mit Sack und Pack die Wohnung.

 

Die Gitarre – n – gitara

Er spielt gut Gitarre.

 

Die Richtung – en – istiqamət

Sie fahren in alle Richtungen. Er zeigt uns die Richtung nach dem Dorf.

 

Der Zoll – e – gömrük

 

 

Der Gepaskträger – yükdaşıyan, hambal

 

 

Der Fahrstuhl – e – lift

Syn.: der Lift

 

Begeistert sein von + Dat – heyran olmaq, heyrətlənmək

Wir sind, waren begeistert von dem Film

 

Der Kranz – e – əklil

Sie legt einen Kranz nieder flicht,  bindet einen Kranz

 

Die Erdbeere – n – çiyələk

 

 

    

 Fragen zum Text: Warum erhielt Susanne diese Reise mit dem Freundschaftszug?

Wo war die Zollkontrolle?

Wer brachte das Gepäck  zu den Bussen?

Welche Gebäude, Ausstellungen und Denkmäler besuchten die Mitglieder der Reisegruppe?

Warum kann Susanne ihrer Freundin nicht alles erzählen?

 

Text B:

Ein Lichtbildervortrag

Susanne: Liebe Freunde! Im Monat März fuhr ich mit anderen Kollegen unseres Betriebs mit dem Freundschaftszug nach Baku. Wir verbrachten herrliche Tage in der Hauptstadt von Aserbaidschan. Unsere DSF – Gruppe hat mich gebeten, überdie Reise zu berichten. Ich habe auch einige Dias aus Baku mitgebracht.

1.Zuhörer: Was ist das eigentlich „ein Freundschaftszug“? Wie unterscheide er sich von einem gewöhnlichen Zug?

Susanne: Freundschaftszüge verkehren nicht regelmäßig. Es sind sonderzüge. Mit ihnen fahren die Bürger der BRD zu Freundschaftstreffen und Freunschaftsreisen, nach Polen, Ungarn, Aserbaidshan und in andere Länder. Das Ziel der Reise ist die Städte und die Bevölkerung der Bruderländer besser kennen zulernen.

2.Zuschauer: Im vorigen Jahr ist mein Bruder mit solcheinem Zug nach Krakow gefahren. Er brachte herrliche Eindrücke mit und schöne Ansichtskarten. Außerdem lernte er auf der Reise ein polnischen Mädchen kennen. Jetzt steht er mit diesem Mädchen im Briefwechsel. Sag mal, Susanne, hast du auch Freunde in Baku gefunden wie mein Bruder in Krakow?

Susanne: Du weißt, ich habe schon seit einigen Jahren eine Freundin in Baku. Wir schreiben und regelmäßig. Im Sommer wird sie mich besuchen. Nun habe ich in Baku während eines Freundschaftstreffens eine sehr nette Studentenfamilie kennengelernt. Beide, er und sie studieren an der Bakuer Universität Elektrotechnik. Sie haben eine kleine Tochter. Ich bin sogar zu ihnen ins Wohnheim gefahren. Hier seht ihr ein Dia. Da sind wir zu dritt auf dem Freiheits Plantz, rechts und links die schönen Hotels.

3.Zuhörer: Sag mal, Susanne, ward ihr auch auf der Husstellung? Ich bin doch vor fünf Jahren nach Moskau geflogen. Damals hatte ich aber keine Zeit, die Ausstellung zu besuchen. Ich habe mir immer gewünscht, durch die Ausstellung zu bummeln.

Susanne: Hier sind einige Dias von der Ausstellung. Das ist die große Fontäne am Eingang. Hier seht ihr den Pawillon für Kosmonautik.

4.Zuhörer: Oho, ein schöner Pawillon! Das ist doch ein Palast oder wenigstens eine Halle.

Susanne: Manche Powillons sind sehr groß. Das ist der Powillon für Gartenbau. Der hat mir sehr gefallen. Der kleine Powillon hier ist dem Tee gewidmet. Da kann man alles über Tee erfahren.

5.Zuhörer: Wie zeigt man auf der Ausstellung die Erzeugnisse der Industrie?

Susanne: Jeder Industriezweig hat eine eigene Halle, so der Maschinenbau, die Metallurgie, der Bergbau. Aber es ist nicht möglich, die ganze Ausstellung an einem Tag zu besichtigen.

6.Zuhörer: Hast du auch Dias von Itschäri Schähär (Innenstadt) mitgebracht? Das interessiert mich sehr. Itschäri Schähär ist doch das Herz Bakus. Täglich besuchen sie tausende Touristen. Und ihr, wart ihr nicht dort?

Susanne: Der Besuch von Itschäri Schähär war ein Höhepunkt unserer Freundschaftsreise. Hier auf dem Dia sehr Ihr sie, das älteste historische Zentrum Bakus. (Und da ist der Spasski – Turm mit seiner großen Uhr. Durch das Spasski – Tor betraten früher nur Zaren, ausländische Könige und Botschafter den Kreml. Zu den schönsten Gebäuden in der Anlage des Kreml zählen die Uspenski – Kathedrale, hier auf dem Dia, die Archangelski – Kathedrale, der Glockenturm Iwan Weliki). Leider war das Wetter an diesem Tag neblig. So sind einige Dias nichtso gut und farbenprächtig.

Auf dem letzten Dia sehr ihr Mitglieder unserer Reisegruppe vor der gewaltigen Mauer, Itschäri Schähärs.

1.Zuhörer: Liebe Susanne, im Namen unserer DSF – Gruppe danke ich dir ganz herzlich für den interessanten Vortrag.

Texterläuterungen:

 

Der Eindruck –e – iz, ləpir, yer

                            - təsir

Vieldeutigkeit:

1.(der Abdruck)

ein Eindruck im Schnee, ein guter, tiefer, schlechter Eindruck

 

Der Powillon –s- pavilyon

 

 

Widmen Akk. + Dat. – həsr etmək

Er widmet das Buch der Mutter. Wir widmen dieses Lied den unbekannten Helden.

 

Die Metallurgie (ohne Pl.) – metallurgiya

 

 

Der Bergbau (ohne Pl.) – dağ işi

 

 

Zählen zu + Dat. – aid olmaq, hesab olunmaq

Sie zählt zu den besten Sportlerinnen. Eisen zählt zu den Metallen. Er zählt nicht mehr zu uns.

 

Die Glocke – n –  zəng

 

 

Danken Dat., für + Akk. – təşəkkür etmək

Ich danke dir für die Hilfe.

Er dankt allen für den schönen Abend.

   

Fragen zum Text:

Was ist das Ziel einer Freundschaftsreise?

Welche Freunde hat Susanne in Baku gefunden?

Wo kann man alles über Tee erfahren?

Ist es möglich, die ganze Ausstellung an einem Tag zu besichtigen?

Warum sind einige Dias nicht gut?

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1. widmen

a.                  Schreiben Sie ab! Unterstreichen Sie in den Sätzen das Dativobjekt ein Mal, das Akkusativobjekt zwei Mal.

Der Dichter widmete das Gedicht seinem Volk. Sie widmet ihr schönstes Lied ihrem Vater. Dem Freund widmete der Schriftsteller diesen Roman. Den Film widmet der Autor den Kämpfern für die Freiheit. Wem widmete Beethowen diese Sonate? Das Buch hat der Schriftsteller  Friedrich Wolf seiner Freundin Leila gewidmet.

b. Bilden Sie Sätze!

 Er                                                 der Film                      die Kämpfer

wir                                                das Konzert                 das Volk

der Schriftsteller                           das Buch                     der Vater

sie (Sing.)             widmen           die Sonate                    die Frauen

die Künstler                                  das Gemälde               die Freundin

die Autoren                                   das Lied                      der Bruder

                                                      das Gedicht                 die Heimat

                                                      das Werk                     der Volksheld

2.zählen zu + Dat.

a.Ergänzen Sie die Sätze!

Jörg zählt zu … (die besten Arbeiter des Betriebes)

Anna zählt zu … (die Mitglieder unserer Gruppe)

Wir zählen zu … (die ersten Besuchen der Ausstellung)

Susanne: zählt zu … (die Teilnehmer der Freundschaftsreise)

Der Roman zählt zu … (die besten Werke der deutschen Klassik)

Das Gemälde zählt zu … (die besten Werke des Künstlers)

Das Gebäude zählt zu … (die historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt)

Milch zählt zu … (die gesündesten Getränke)

Moskau zählt zu … (die Hauptstädte Europas)

b. Üben Sie!

Zählt Eisen du den Metallen? – Ja, Eisen zählt zu den Metallen.

(Erdbeeren, - Obst, Nachitschiwan – Aserbaidshan, Hagebutten – Heilpflanzen, er – wir, der Ball – Sportgeräte, Schach – Sportart, Pachlawa – Süßigkeiten, die Taube - Vögel)

3. danken Dat + für Akk.

a. Ergänzen Sie die Sätze!

Er dankt uns für … . Die Großmutter dankt dem Enkel für … . Wir danken allen Zuschauern für … . Das Geburtstagskind dankt den Gästen für … . Ich danke dir herzlich für … . Dankst du ihm nicht für … ? Der Vater dankt euch für .. . .

(die Hilfe, die Unterstützung, die Aufmerksamkeit, die Geschenke, die Karte, der Gruß, der Besuch)

b. Setzen Sie das Dativobjekt ein!

Ich danke … für die Blumen. Die Schauspielerin dankt … für den Beifall. Der Bücherwurm dankt … für den interessanten Roman. Der Kranke dankte …. Für seine gute Arbeit. Die Jugend dankt… für seine Sorge. Dann dankte der alte Professor… für die Glückwünsche zum 80. Geburtstag. Er dankt … auch im Namen seiner Verwandten für den Besuch.

(du, die Zuschauer, die Bibliothekarin, die Arztin, er, der Staat, alle,wir )

c. Uben Sie!

Ich danke dir im Namen meiner Eltern für die Grüße. – Nichts zu danken. (die Hilfe, das Geschenk, der Besuch, der Rat, das Telegramm, die Uhterstützung, alles deine Arbeit.)

d. Bilden Sie Sätze!

die Mutter                                er                                    der Rat

ihr                                            die Heimat                      der schöne Abend

niemand                                   der Soldat         für         der Grüß

Inge                                         das Kind                         die Hilfe

Otto         danken                     die Nachbarin                die Sorge

wir                                           der Lektor                      das Buch

der Alte                                    du                                 dieAufmerksamkeit

der Student                              alle

ich

 

4.      begeistert sein von + Dat .

a. Üben Sie!

Bist du von seinem Spiel begeistert?- Natürlich, ich schwärme für sein Spiel!

(moderne Musik, der Tanz, Fußball, die neue Mode, der italienische Film, der Schauspieler, die Reise, die neue Technik)   

b.Ich bin begeistert von den Bildern das Malers. Und du?

- Ich mache mir nichts aus den Bildern.

(die indische Musik, Leichtathletik, die Pariser Mode, die Süßigkeiten, schnelle Autos, klassisches Balett, orientalische Kunst, Fußball)

c. Setzen Sie das Objekt ein!

Millionen Menschen sind begeistert von …

Viele Bakuer sind begeistert von …

Ich war sofort begeistert von …

Bist du auch von … begeistert?

Viele Jugendliche  sich begeistert von …

Niemand ist begeistert von …

Da waren die Zuschauer begeistert von …

Alle Ausfrauen sind begeistert von …

5. Gebrauchen Sie die Sätze in Situationen!

Das hat auf mich einen großen Eindruck gemacht.

Ich habe dir Erdbeeren mitgebracht. Sie kamen mit Sack und Pack.

Gehen Sie immer in diese Richtung! Hallo, Gepäckträger!

Die Jungen Mädchen tragen Kränze im Haar. Der Fahrstuhl ist kaputt.

6.Sammeln Sie Wörter zun Thema „Der Bahnhof“!

Wer findet die meisten Wörter?

7.      Erklären Sie auf deutsch folgende Worter!

Der Gepäckräger, der Fahrstuhl, die Auszeichnung, die Erdbeere, die Gitarre, der Powillon, der Glockenturm, der Freundschaftszug, das Bruderland, das Wohnheim.

8.      Finden Sie Wörter zum Überbegriff

a. Berufe                                   d. Veranstaltung

b. Obst                                      e. Reise

c. Verkehrsmittel

9.      Erzählen Sie über

a. Ihre Reisevorbereitungen (die Landkarte, die Fahrkarte, Koffer packen, zum Bahnhof begleiten)

b. Ihren Treff auf dem Bahnhof (mit Sack und Pack, um 18 Uhr, Gepäckträger, einsteigen, im Abteil)

c. Ihre Reise (singen, betrachten, Zollkontrolle, Grenze, oberes und unteres Bett, Schlafwagen, Speisewagen, Schaffner)

10 Schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema „Meine Endrücke von Moskau“ (Kiew, Riga, Leningrad)!

  11. Sprechen Sie zu den Themen:

a. Wie soll sich ein Tourist in einer fremden Stadt benehmen?

b. Warum reist manin ferne Städte?

c. Für die Freundschaft gibt es keine Grenzen!

 

IV.                                    Grammatik (A): Festigung: Perfekt der interansitiven Verben

1. Antworten Sie auf die Fragen!

a. Was sind interansitive Verben?

b. Mit welchem Hilfswerb bildet man das Perfekt interansitiver Verben?

c. Wo steht das Partizip II   interansitiver Verben in perfektiven Aussagesatz?

2.Bilden Sie das Perfekt der 3. Person Sg. (er) folgender interansitiver Verben:

bleiben, kommen, sein, begegnen, gleiten, springen, klettern, fahren, reisen, fliegen, einschlafen, werden.

3.Bilden Sie das Perfekt der 3. Ps. Sg. (er) folgender Verben!

Achten Sie auf das Hilfsverb!

regen, warten, bummeln, schwimmen, tauen, dauern, kriechen, liegen, ziehen, (den Ort wechseln) danken, verstehen, fallen, widmen, reiten, steigern, atmen, steigen, treten.

4.      Setzen Sie folgende Sätze in das Perfekt!

Die Kämpfer ritten durch die Steppe.

Langsan glitt das Flugzeug zur Erde.

Am Abend Bummelten wir durch die Altstadt.

Sie kam mit einem Korb Erdbeeren aus dem Garten.

Ein großer Stein fiel ihm auf den Fuß.

Jeden Sommer reisten die Familien mit Sack und Pack ins Gebirge.

Wir waren die Sieger im Wettkampf.

Der Mollah stieg von seinem Esel.

In der Nacht kroch grauer Nebel über die Wiesen.

Am Eingang des Dorfes begegnete ihm ein Alter,

5.      Setzen Sie die Verben im Perfekt ein!

Ich… noch nie im Museim für Geschichte (sein).

Ein blauer Autobus… die Straße nach Schuscha entlang (fahren)

Früher.. alle Jungs für dieses Spiel (schwärmen)

Die Kinder des Dorfes.. über den fremden Knaben (spotten)

Bis Endeder Woche… die Reisegruppe in Moskau (bleiben)

Nur die mutigsten Jungs… auf diesen Berg.

Alle Lichter der großen Stadt.. in der Nacht (verlöschen)

Heinrich Heine… das Gedicht seiner Cousine (widmen)

Ohne Gruß… er in das Zimmer (treten)

In diesem Jahr… dein Geburtstag auf einen Dienstag (fallen)

6.      Üben Sie!

a. Bist du schon in Moskau gewesen?- Wir sind in Februar nach Moakau gereist.

(Riga, Schuscha, Tbilissi, Kiew, Leningrad, Berlin, Taschkent, Jerewan)

b.Bist du lange Moskau geblieben? – Nein, ich bin nach drei Tagen wieder nach Hause geflogen.

(Riga, Kirowabad, Tbilissi, Kiew, Leningrad, Berlin, Taschkent, Jerewan).

c.Welches Tier ist auf den Baum geklettert?- Der Bär ist auf den Baum geklettert.

(gleiten,-die Schlange, springen-die Katze, steigen-der Affe, fliegen-die Taube, kriechen-der Wurm ).

 

 Gr.(B): Allgemeine Wiederholung

1. Finden Sie im Text B

a. Sätze im Imperfekt

                    im Perfekt, 

im Präsens,

im Futur I!

b. Sätze mit Infinitiv mit ``zu``!

c. Sätze mit transitiven Verben,

intransitiven Verben!

d. Aussagesätze,

Fragesätze mit Fragewort

Fragesätze ohne Fragewort

Ausrufesätze!

 

2. Finden Sie im Text B die Rektion der Verben

 sich unterscheiden,

gefallen,

widmen,

zählen, danken!

 

3. Finden Sie im Text B

a. Adjektive in attributiver Funktion,

Adjektive in adverbialer Funktion!

b. Adjektive in schwacher Deklination!

Adjektive in starker Deklination!

c. Adjektive im Supperlativ

 

4. Finden Sie im text

Fragepronomen

Demonstrativ pronomen!

 

5.      Lesen Sie folgenden Text! Stellen. Sie zu den unterstrichenen Wörtern und Wortgruppen Fragen mit den eingeklammerten Fragewörtern!

Die Stadt Sankt Petersburg liegt 650 km nördlich von Moskau  (wo?). Sie ist die schönste Stadt Ruslands (was für ein?). Die  Stadt Lenin ist die Wiege der Revolution. (was?). Peter I gründete die Stadt an der Newa in Jahre 1703. (wann?) Herrliche Gebäude und Parks liegen an der Newa (welche?) Im Zentrum der Stadt liegt der Schloßplatz (wessen). Die Touristenbesuchen in Sankt Petersburg die Peter- Pauls- das Russische Museum, die Isaak- Kathedrale (was?)

6.      Bilden Sie Sätze mit den Verben

sich unterscheiden von+Dat.

gefallen+ Dat.

widmen+ Dat+ Akk.

zahlen+ zu+ Dat.

danken+ Dat.

 

    

Eduard Morike

 

                            Er ist‘s

Frühling läßt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte;

süße wohlbekannte Düfte

streifen ahnungsvoll das Land

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen.

- Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist´s!

Dich hab ich vernommen!

  

 

 

Lektion XXVIII

Thema: Deutsche in Aserbaischan

Phonetik: Batonung in Yusammensetzungen

Grammatik: Phonominaladverbien. Festigung: Gebrauch der Zeitformen. Deklination der Personalpronomen.

 

Vorübungen:

1. Lesen Sie den Text der 13. Übung!

a. Achten Sie auf die Pausen und Gliederung!

b. Schreiben Sie die Wörter mit betonten langen Vokalen heraus und transkribieren Sie sie!

c. Schreiben Sie die Zusammensetzungen heraus und transkribieren Sie sie. Achten Sie dabei auf ihre Betonung!

2. Antworten Sie auf die Frage:

Welche Funktion hat die Pause in der Rede?

3. Führen Sie Satzbeispiele zu folgenden Intonationsschemas!

(- betonte Silbe; - unbetonte Silbe )

Beispiel:

                  _________________________

--

hoher  T.   ____·_―_________________ Heute fahre ich hach Moskau

                         ―    

mittl.T.     __________________________

 

tiefer T.    __________________________

 

 

 

a.                                                       ________________________________

 

 

 

 

 

b.                                                      ________________________________

 

 

 

 

4.      Beschreiben Sie die Differenzmerkmale folgender Phoneme:

/ k /, / ∫ /, / l /, /o/

5.      Stellen Sie intonatorisch dar!

Beispiel:

Sie hilft ihrer Mutter________________________

                                 ________________________

                                  ________________________

                                 _________________________

Morgen ist Sonntag.

Wir arbeiten.

Er liest das Buch.

6. Üben Sie die Aussprache der Wörten aus dem Text!  

a. Einfache und abgeleitete Wörter:

Kuß                                           Nachricht

Reklame                                     Sarg

Urteil                                          Haß

Verurteilen                                  Trauer

Rauh                                            Abschied

Schmal                                            stumm

Rächen                                           schleichen

Rache

 

b. Yusammensetzungen:

Bekanntmachung

Abschied nehmen

Staatsgefängnis

Vollstrecken

Straüenschild

Augenbrauen

Haß und Trauer

Rot Front!

7.Lesen Sie Folgendes Zitat! Finden Sie die Infinitive mit zu!

 Die Vergangenheit hilft Meschen, seine Gegenwart zu erkennen und die Zukunft zu gestalten   

                                                                                            (Otto Grotewohl)

8.Vollenden Sie die Sätze! Gebrauchen Sie den Infinitiv mit ‚‚zu‘‘!

Ein gutes Buch hilft uns, …

Der Sport hilft dem Menschen,…

Nur ein echter Freund kann dir helfen,…

Der Artz hilft dem Kranken,…

Peter hat mir geholfen,…

Nach dem Krieg halfen alle Sowjetbürger,…

Man muß ihm helfen,…

Die Soldaten werden den bauern helfen,…

 

9.Bilden Sie Sätze!

Die Mutter                                                       weinen

Der Kleine                                                      hungern

Sie                   nicht brauchen zu                sich aufregen

Der Kranke                                                 Angst haben

Du                                                                antworten

 

10.  Erzählen Sie nach!

Aus der Witzkiste

a.                  ‚‚Kann das Schiff auch tauchen?‘‘ fragte der kleine Hans einen Matrosen.

‚‚Natürlich kann das Schiff tauchen‘‘, antwortete der Matrose, ‚‚aber nur ein Mal‘‘.

b. ‚‚In deiner Kontrollarbeit ist keine Fehler,‘‘ sagt die Lehrerin zum Schüler. ‚‚Sag mal, hat deinem Vater wirklich niemand geholfen?‘‘

b.                  Ein Kunde will ein Thermometer kaufen. Die Verkauferin zeigt ihm verschiedene Thermometer. ‚‚Sagen Sie mal, wie kommt denn das? Ein Thermometer zeigt 5 Grad Celcius, das andere 7 Grad Celsius, das dritte sogar 11 Grad Celsius‘‘, wundert sich der Kunde.

‘‘Ja, mein Herr‘‘, antwortet höflich die Verkäuferin,‘‘wir führen alle Sorten‘‘

11.  Über Sie!

Bist du meiner Tante begegnet?- Nein, sie ist schon abgereist.

(Schwester, Verwandte, Cousine, Großmutter, Mutter, Lektorin, Freundin, Nichte)

12.  Setzen Sie die Sätze ins Perfekt!

Ich gehe in den Grünanlagen spazieren.

Der Kunde bestellt Schokoladeneis.

Dieser berühmte Schauspieler sagt ein Gedicht auf.

Der Weltmeister reitet am besten.

Du springst über den Graben.

Sein Onkel ist Schmied.

Die Erdbeeren wachsen hier in Hülle und Fülle.

Der kleine Haus schläft schon um 7 Uhr ein.

13.Stellen Sie Fragen zum Text!

John Scheer war ein echtes Arbeiterkind. Im Hamburger Arbeiterviertel wuchs John ohne Licht und Sonne auf. Dann arbeitete er als Hafenarbeiter. Er liebte seine Heimatstadt und sie Hamburger Arbeiter liebten ihren Jonny. So nannten sie ihn. Er war immer lustig und hilfsbereit. Bei keiner Veranstaltung der Arbeiter fehlte er. Bald schon stand er als Kämpfer und Genosse an der Seite Erst Thälmanns. Die Werktätigen wihlten John Scheer in den Reichstag, er war Abgeordneter der Kommunistichen Partei Deutschlands. Nach dem Februar 1933 organisierte er den antifaschistischen Kampf. Im Oktober 1933 fiel John in die Hände der Nazis. Sie quelten und schlugen ihn, aber John Scheer schwieg. Da mußte er im Februar 1934 unter den Händen der Nazis sterben. John Scheer lebt in den Herzen der deutschen Arbeiter. Er ist ein Vorbild für die Jugend.

(nach: Urania- Universum Jg. 1958)

14. Setzen Sie das Demonstrativpronomen im richtigen Fall ein!

 John  Scheer und- - Genossen starben im Jahre 1934. Im faschistischen Deutschland kämpfen Widerstandskämpfer hieß ‚‚Die rote Kapelle‘‘.

-Leiter waren Schulze – Boisen und Harnack.

-Es gab viele antifaschistische Helden. Wollen wir immer – gedenken!

Die KPD arbeitete während des aschismus illegal. – Zentralkomites befand sich unter Leitung von W. Pieck in Prag. Ich kenne  einen Studenten aus Berlin. – Großwater war wegen  antifaschistischen Tätigkeit viele jahre im KZ.

Jahreland mußte Ernst Thälmann im Gefängnis leben. – Tochter war vor kurzem als in Moskau. Die FDJ-ler der B. Klassen besuchen oft die Nationale Mahn- und Gedenkstätte in Weimar- Buchenwald. –Name ist in der ganzen Welt ein Symbol für den mutigen Kampf deutscher Antifaschisten.

15. Schreiben Sie nach dem Diktat! Begründen Sie die Schreibung der unterstrichenen Wörter durch Regeln oder durch verwandte Wörter!

‚‚Auf, ihr Völker, alle Länder, einigt euch und ihr seid frei!‘‘..eine mächtige Stimme dröhnt durch den Saal, über den Platz, in ledes Herz. Wer kennt sie nicht, die Stimme des großen Sängers und Schauspielers Ernst Busch. Seine einfachen, starken Lieder klangen in Berlin, in Paris, in Moskau. Sie sangen vom Kampf der Arbeiter um ihre Befreiung, von Solidartität. Sie waren eine mächtige Waffe im antifaschistischen Kampf, sie waren ein Symbol und eine rote Fahne.

Ernst Busch war ein großer Schauspieler und ein hervorragender Sänger. Wahrend der Zeit des Faschismus lebte er in Belgien und Frankreich. Aber dann, im Jahre 1940 faßten ihn die Nazis doch. Die sowjetischen Streitkräfte befreiten auch ihn aus dem Gefängnis.

Ernst Busch spielte spielte an besten Theatern, er sang die Lieder der Arbeiter, die Lieder von Hanses Eisler und seine eigenen Lieder. Er sang vom Kampf des spanischen Volkes, aller Völker der Welt. Mit seinen Liedern und seinem Volk war er ein Stück der deutschen Arbeiterbewegung. Er war Träger des Nationalpreises der DDR.

16.Schreiben Sie nach dem Diktat!

die Holztafel, bunte Filmplakate, Gruß und Kuß, eine lange Zigarette, zum Tode verurteilen, das Urteil vollstrecken, im Gefängnis sitzen, am Fuß hängen, lärmen, blitzende Autos, das Straßenschild, die starken Augenbrauen, wir rächen ihn, zu dritt Haß und Trauer, an der Ecke, still und stumm, in dichten Reihen, Sie läuft, langsam.

 

II. Phonetische Regel

Die Betonung in den Zusammensetzungen.

1. Die zusammengesetzten Wörter tragen zwei Betonungen:  Hauptbetonung, Nebenbetonung. Die Hauptbetonung fällt auf das Bestimmungswort und die Nebenbetonung liegt auf dem Grundwort. Als Bestimmungswort tritt meist die erste Komponente auf Z. B.

Schreibtisch /´∫ R ae p t i ∫/

Pionerzimmer / p i. o. ´n i: R ts i m  ə R /

stehenbleiben / ´∫ t e: ə n b l ae´ b ə n /

spazierengehen /´∫ p a. ts i: R ə n g e: ə n /

braunlockig /´b R ao n l  ט  k i j /

kugelförmig / ´k ü: g ə l f ט R m i j/

dunkelgrau / ´ d u ŋ k ə l, g r ao /  usw.

In Zusammensetzungen  Jahrzehnt  /,j a: R ´ts e: n t /                                Jahrhundert / ,j: R ´ts e: n t / usw. liegt die Hauptbetonung auf der zweiten Komponente, sie ist das Bestimmungswort.

2. Längere Zusammensetzungen (ab drei Stämmen ) haben auch zwei Betonungen Haupt-und Nebenbetonung. Z. B.

Baubrigadeleiter /´b ao b ri. g a: d ə l ae t ə R /

Fünfjahrplan /´f y n f j a: R p l a: n /

Straßenbahnhaltestelle /´∫ t r a: s ə n b a: n h a l t ə ∫ t E l ə /

3. In den zusammengesetzten Adjektiven mit bedeutungsverstärkender oder vergleichender Komponente sind beide Komponenten gleichbetont.

Kirschrot /´k i R ∫´R o: t /

Todmüde /´t o: d m y: d ə /

Schneeweiß /´∫ n e: ´v ae s/

Blitzblank /´b l i ts ´b l a ŋ k /

4.In den Zusammenrückungen mit einander nicht untergeordneten Gliedern liegt die Hauptbetonung auf dem letzten Glied. Z. B.

Nord-Ost /n כ R t- ´>כO s t /

Der zung Berlin-Moskau / d e. R ´ts u: k b E R l i: n ´m ט s k ao/

5.In den mehrteilingen zusammengesetzten Numeralien fällt die Hauptbetonung auf das letzte Glied.Z.B.

neunzehnhundertsiebenundachtzig

 / n כ ø n ts e: n h u n d ə R t z i: b ə n >u n t ´>a x t ts i ç /

 

 

 

1. Hören Sie den Text A ab und lesen Sie ihn ausdrucksvoll vor! Schreiben Sie die Zusammensetzungen heraus und transkribieren Sie sie!

 

2.Hören Sie den Text B ab und lesen Sie ihn ausdrucksvoll vor!

  Achten Sie auf die Aussprache der Zusammensetzungen!

 

3.Transkribieren Sie die ersten zwei Absätze aus dem Text und achten Sie auf die syntagmatische Gliederung dieser Sätze!

 

4. Analysieren Sie den Satz ''Ich gehe zur Plakattafel zurück'' phonetisch!

 

5.Hören Sie das Gedicht ''Die Fahne'' ab und transkribieren Sie es. Lernen Sie das Gedicht auswendig.

III.Text A:

 

III. Text A:

Unübersehbar sind die Einflüsse der Deutschen in Aserbaidshan schon wenn man erste Schritte durch Baku unternimmt. Das Bahnhofsgebäude wurde von dem deutschen Architekter A.W.Eichier geplant: in einem Wohnhaus, das von 1888 bis 1895 unter der Anleitung des deutschen Architekten van der Nonne gebaut wurde, befindet sich heute das Aserbaidshanische Kunstmuseum. Zur Zeit der ersten großen Erdölforderung um die Jahrhundertwende vom 19 zum 20 Jahthundert kamen viele Deutsche nach Aserbaidshan: Ingenieure, Ölfachleute, Techniker, die hier duirch die Arbeit mit dem „Schwarzen Gold“ reich werden wollten. Es wurden Firmen unter deutscher Leitung gegründet, so das „Handelshaus Benkendor und Co“ oder die „Kameradschaft Gebrüder Bepple und Co“, die mit der Erdölindustrie verbunden waren.

Die Geschichte der Deutschen in Aserbaidschan reicht aber viel weiter zurück als bis zum Ende des 19 Jahrhunderts. Dies zeigt mir ganz deutlich das Schicksal einer „deutschen“ Aserbaidschanerin, einer „Deutschen“ mit aserbaidschanischem Paß, die ich in Baku kennenlerne. Vor einer meiner ersten Reisen nach Aserbaidschan erhalte ich eines Telefonanruf. Es meldet sich ein älterer Mann, der mich fragt, ob ich seiner Schwester in Baku etwas Geld und Medikamente mitnehmen könnte. Auf meine Frage, wer er und wer seine Schwester seien, erwidert er, sie seien in dem Dorf Helenendorf in Aserbaidschan geboren. Er sei vor einigen Jahren hierher in die Bundesrepublik übergesiedelt, seine Schwester lebe noch bei ihrer Tochter in Baku. Ich frage, wie ich mich mit der Schwester verständigen könne, und er sagt: „Auf schwäbisch!“

In Baku wohne ich bei der Familie von Fachraddin, einem Professor der Sprachenuniversität. Wir wählen die angegebene Nummer der detschen Frau, und es meldet sich die Tochter.  Sie spricht russisch, ist auch mit einem Russen verheiratet. Als sie hört, daß ich vom Onkel aus Deutschland Nachricht bringe, ist sie voller Aufregung. Wir sollen sie besuchen, zum Essen kommen. Wie überall in diesem Land, wird auch in diesem Haus der Gast mit dem Besten, was verfügbar ist, bewirtet. Wir machen uns auf den Weg zu der Deutschen in Baku. Sie wohnt in einem großen Häuserblock am Rand der Stadt, in einer Dreizimmerwohnung in einem oberen Stockwerk, und als ich die alte Dame im Wohnzimmer treffe, begrüßt sie mich in einem merkwürdig veraltet klingenden Schwäbisch: „Wie gehts Euch?“ Sie hat Tränen in den Augen, als ich von dem Bruder berichte und ihr seine Geschenke überreiche. Sie reißt Brief auf, sieht lange auf die beigelegten Fotos und zeigt sie der Tochter. Die Tochter spricht kein Deutsch, auch nichtdie kleine Enkeltochter. Bereits die Mutter war mit einem Russen verheiratet, weshalb sie auch im Zweiten Weltkrieg nich wie so viele tausend andere Deutsche im Rahmen der großen Umsiedelungsaktion wegen Kollaborationsverdacht mit dem Kriegsgegner ins ferne Kasachstan oder nach Sibirien zwangsumgesiedelt wurde. Aber mit mir, dem Schwaber, der den Dialekt als Muttersprache spricht, kann sie endlich wieder – nach Jahren, wie sie sagt – schwäbisch reden. Sie erzählt von alten Zeiten, als sie noch jung war und mit den Eltern im deutschen Dorf im Kaukasus lebte. Dazu tischen sie und die Tochter alles auf, was dem gewiß nicht wohlhabenden Haushalt gerade noch möglich ist: gebratene Kartoffeln, Fleisch, Salate, Süsigkeiten, Wodka und Tee.

Auch sie stammt aus einer jener über 1.400 württembergischen Familien, die nach den großen Napoleonischen Kriegen in den Jahren 1816 und 1817 die verwüstete und verarmte Heimat in Süddeutschland verließen und, einem Ruf der russischen Zarin Katharina folgend, in den Osten wanderten. In Georgien wurden die Kolonien Marienfeld, Katharinenfeld, Alexandersdorf und Neu Tiflis gegründet, und im Dezember 1819 kamen die ersten Kolonisten nach Jelisawetpol, der späteren Stadt Kirowabad und dem heutigen Gändscha im Norden – Aserbaidschan. Sie begannen,das verlassene Dorf Gonaglar wieder aufzubauen. So entstand im Nordwesten von Aserbaidschan die erste deutsche Kolonie, die den Namen Helenendorf erhielt. 1915 wurde das Dorf auf russisch in Jelenina umbenannt. 1938 erhielt es den Namen Chanlar, und es wurde zum Zentrum des Bezirks. Bald entwickelte sich in Helenendorf ein reges wirtschaftliches Leben. Im besonderen war die Weinwirtschaft eines der Hauptgebiete, auf dem sich die deutschen Kolonisten betätigten; bereits in den 1870er Jahren führte jeder dort in der Weinwirtschaft tätige Haushalt durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Fässer Wein aus. Die Deutschen bauten mit zunehmendem Wohlstand komfortablere, grössere Häuser in ihren Dörfern und pflanzten große Obstgärten an. Der Lebensstandard war durchaus mit dem in entsprechend großen Gemeinden in Deutschland zu vergleichen. Im Jahr 1821 initiierte der Geistliche Jacob Krause den Bau einer Kirche, und 1834 schließlich wurde die einfache Kirche fertiggestellt. 1842 entstand das erste Schulgebäude, die Deutschen Christian Gottlob und Georg Heinrich Hummel waren die ersten Lehrer an dieser Schule. Am 24. April 1854 wurde der Grundstein zur Kirche vom Heiligen Johann gelegt, in der Johann Jacob Stuber lange Jahre gewirkt hat. Der erste Berufslehrer in Helenendorf war Albert Kirchhof, der als Begründer der deutschen Schulen im Gesamten Kaukasus gilt.

Eione weitere bedeutsame Fortentwicklung der deutschen Kultur ist eng mit dem Namen Baron von Engelhard verbunden, der am Anfang des 20. Jahrhunderts als Prediger in Helenendorf diente. Auf seine Anregung wurden die erste Haldelsschule und die evangelische Gemeinschft für Jungen eröffnet. Ab dem Jahr 1893 wurden in Helenendorf gesellschaftliche Versammlungen abgehalten: Man traf sich regelmäßig und beschäftige sich mit Musik, mit dem Singen vor allem von Kirchenliedern. Die Elektrizität kam in das Städtchen. Die Weinwirtschaft genoß wachsende Bakanntheit weit über die Region hinaus. Es gab Handelshäuser wie die „Gebrüder Vohrer“ und die „Gebrüder Hummel“, mit deren Namen die Entwicklung der Weinwirtschaft in Aserbaidschan eng verbundet ist. Bereits im Jahr 1914 betrug der Gewinn dieser Weinwirtschaftsbetriebe rund eine Million Rubel. Neben dem Weinbau war der Planwagenbau in Helenendorf hoch entwickelt. Die Planwagen der Deutschen waren im ganzen Land bekannt, und im Krieg gegen die Türkei von 1877 bis 1878 belieferte die Betriebe die russische Armee mit über zwanzig vierpferdigen Wagen.

III. Text A:

Unübersehbar sind die Einflüsse der Deutschen in Aserbaidshan schon wenn man erste Schritte durch Baku unternimmt. Das Bahnhofsgebäude wurde von dem deutschen Architekter A.W.Eichier geplant: in einem Wohnhaus, das von 1888 bis 1895 unter der Anleitung des deutschen Architekten van der Nonne gebaut wurde, befindet sich heute das Aserbaidshanische Kunstmuseum. Zur Zeit der ersten großen Erdölforderung um die Jahrhundertwende vom 19 zum 20 Jahthundert kamen viele Deutsche nach Aserbaidshan: Ingenieure, Ölfachleute, Techniker, die hier duirch die Arbeit mit dem „Schwarzen Gold“ reich werden wollten. Es wurden Firmen unter deutscher Leitung gegründet, so das „Handelshaus Benkendor und Co“ oder die „Kameradschaft Gebrüder Bepple und Co“, die mit der Erdölindustrie verbunden waren.

Die Geschichte der Deutschen in Aserbaidschan reicht aber viel weiter zurück als bis zum Ende des 19 Jahrhunderts. Dies zeigt mir ganz deutlich das Schicksal einer „deutschen“ Aserbaidschanerin, einer „Deutschen“ mit aserbaidschanischem Paß, die ich in Baku kennenlerne. Vor einer meiner ersten Reisen nach Aserbaidschan erhalte ich eines Telefonanruf. Es meldet sich ein älterer Mann, der mich fragt, ob ich seiner Schwester in Baku etwas Geld und Medikamente mitnehmen könnte. Auf meine Frage, wer er und wer seine Schwester seien, erwidert er, sie seien in dem Dorf Helenendorf in Aserbaidschan geboren. Er sei vor einigen Jahren hierher in die Bundesrepublik übergesiedelt, seine Schwester lebe noch bei ihrer Tochter in Baku. Ich frage, wie ich mich mit der Schwester verständigen könne, und er sagt: „Auf schwäbisch!“

In Baku wohne ich bei der Familie von Fachraddin, einem Professor der Sprachenuniversität. Wir wählen die angegebene Nummer der detschen Frau, und es meldet sich die Tochter.  Sie spricht russisch, ist auch mit einem Russen verheiratet. Als sie hört, daß ich vom Onkel aus Deutschland Nachricht bringe, ist sie voller Aufregung. Wir sollen sie besuchen, zum Essen kommen. Wie überall in diesem Land, wird auch in diesem Haus der Gast mit dem Besten, was verfügbar ist, bewirtet. Wir machen uns auf den Weg zu der Deutschen in Baku. Sie wohnt in einem großen Häuserblock am Rand der Stadt, in einer Dreizimmerwohnung in einem oberen Stockwerk, und als ich die alte Dame im Wohnzimmer treffe, begrüßt sie mich in einem merkwürdig veraltet klingenden Schwäbisch: „Wie gehts Euch?“ Sie hat Tränen in den Augen, als ich von dem Bruder berichte und ihr seine Geschenke überreiche. Sie reißt Brief auf, sieht lange auf die beigelegten Fotos und zeigt sie der Tochter. Die Tochter spricht kein Deutsch, auch nichtdie kleine Enkeltochter. Bereits die Mutter war mit einem Russen verheiratet, weshalb sie auch im Zweiten Weltkrieg nich wie so viele tausend andere Deutsche im Rahmen der großen Umsiedelungsaktion wegen Kollaborationsverdacht mit dem Kriegsgegner ins ferne Kasachstan oder nach Sibirien zwangsumgesiedelt wurde. Aber mit mir, dem Schwaber, der den Dialekt als Muttersprache spricht, kann sie endlich wieder – nach Jahren, wie sie sagt – schwäbisch reden. Sie erzählt von alten Zeiten, als sie noch jung war und mit den Eltern im deutschen Dorf im Kaukasus lebte. Dazu tischen sie und die Tochter alles auf, was dem gewiß nicht wohlhabenden Haushalt gerade noch möglich ist: gebratene Kartoffeln, Fleisch, Salate, Süsigkeiten, Wodka und Tee.

Auch sie stammt aus einer jener über 1.400 württembergischen Familien, die nach den großen Napoleonischen Kriegen in den Jahren 1816 und 1817 die verwüstete und verarmte Heimat in Süddeutschland verließen und, einem Ruf der russischen Zarin Katharina folgend, in den Osten wanderten. In Georgien wurden die Kolonien Marienfeld, Katharinenfeld, Alexandersdorf und Neu Tiflis gegründet, und im Dezember 1819 kamen die ersten Kolonisten nach Jelisawetpol, der späteren Stadt Kirowabad und dem heutigen Gändscha im Norden – Aserbaidschan. Sie begannen,das verlassene Dorf Gonaglar wieder aufzubauen. So entstand im Nordwesten von Aserbaidschan die erste deutsche Kolonie, die den Namen Helenendorf erhielt. 1915 wurde das Dorf auf russisch in Jelenina umbenannt. 1938 erhielt es den Namen Chanlar, und es wurde zum Zentrum des Bezirks. Bald entwickelte sich in Helenendorf ein reges wirtschaftliches Leben. Im besonderen war die Weinwirtschaft eines der Hauptgebiete, auf dem sich die deutschen Kolonisten betätigten; bereits in den 1870er Jahren führte jeder dort in der Weinwirtschaft tätige Haushalt durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Fässer Wein aus. Die Deutschen bauten mit zunehmendem Wohlstand komfortablere, grössere Häuser in ihren Dörfern und pflanzten große Obstgärten an. Der Lebensstandard war durchaus mit dem in entsprechend großen Gemeinden in Deutschland zu vergleichen. Im Jahr 1821 initiierte der Geistliche Jacob Krause den Bau einer Kirche, und 1834 schließlich wurde die einfache Kirche fertiggestellt. 1842 entstand das erste Schulgebäude, die Deutschen Christian Gottlob und Georg Heinrich Hummel waren die ersten Lehrer an dieser Schule. Am 24. April 1854 wurde der Grundstein zur Kirche vom Heiligen Johann gelegt, in der Johann Jacob Stuber lange Jahre gewirkt hat. Der erste Berufslehrer in Helenendorf war Albert Kirchhof, der als Begründer der deutschen Schulen im Gesamten Kaukasus gilt.

Eione weitere bedeutsame Fortentwicklung der deutschen Kultur ist eng mit dem Namen Baron von Engelhard verbunden, der am Anfang des 20. Jahrhunderts als Prediger in Helenendorf diente. Auf seine Anregung wurden die erste Haldelsschule und die evangelische Gemeinschft für Jungen eröffnet. Ab dem Jahr 1893 wurden in Helenendorf gesellschaftliche Versammlungen abgehalten: Man traf sich regelmäßig und beschäftige sich mit Musik, mit dem Singen vor allem von Kirchenliedern. Die Elektrizität kam in das Städtchen. Die Weinwirtschaft genoß wachsende Bakanntheit weit über die Region hinaus. Es gab Handelshäuser wie die „Gebrüder Vohrer“ und die „Gebrüder Hummel“, mit deren Namen die Entwicklung der Weinwirtschaft in Aserbaidschan eng verbundet ist. Bereits im Jahr 1914 betrug der Gewinn dieser Weinwirtschaftsbetriebe rund eine Million Rubel. Neben dem Weinbau war der Planwagenbau in Helenendorf hoch entwickelt. Die Planwagen der Deutschen waren im ganzen Land bekannt, und im Krieg gegen die Türkei von 1877 bis 1878 belieferte die Betriebe die russische Armee mit über zwanzig vierpferdigen Wagen.

Unsere Straße

Ich bleibe vor der großen Holztafel stehen. Viele Plakate kleben daran; eine Reklame für die Zigarette ''Juno'', bunte Filmplakate ''Gruß und Kuß Veronika''. Das lese ich, lese ich. Ich kann doch nicht immer das gelbe Plakat in der Mitte lesen. Das kann ich nicht.

                                Bekanntmachung!

Richard Huttig aus Berlin, geboren am 18. Marz 1908 in Battendorf, hat man am 16. Februar 1934 zum Tode verurteilt. Das Urteil hat man heute früh im Hofe des Staatsgefängnisses in Flötzensee vollstreckt.

Berlin, den 14 Juni 1934

Endlich gehe ich weiter. An jedem Fuß hängt mir eine schwere Kugel. Die Menschen laufen an mir vorbei, die Straße lärmt. Alles ist wie immer. Langsam gehe ich unsere Straße zurück.

-März- 1908 geboren- Plätzensee vollstreckt-sechsundzwanzig Jahre altheute früh. –Die Sonne scheint hell. Blitzende Autos fahren durck die Straße.

Am Nachmittag gehe ich wieder durch unsere Straße. Hier ging er oft mit mir, hier standen wir oft. An der Ecke bleibe ich stehen und schaue auf das Straßenschild: Maikowskistraße.

Diese Straße soll einmal   _Richard –Huttig –Straße heißen.

Er hat nicht in unserer Straße gewohnt. Aber gekämpft hat er hier mit uns. Langsam gehe ich weiter.

Seine rauhe bellende Stimme, seine blonden Haare, die starken Augenbrauen. Ich gehe zur Plakattafel zurück. Ich ziehe einen schmalen Zettel aus der Tasche. Ich klebe ihn schnell über das Wort «Bekanntmachnung»:

                    Auch Tote können zu uns sprechen!

                    Wir kämpfen weiter, und wir werben rächen!

Am nächsten Tag. Ede brachte mir die Nachricht. Richard Hüttig hatte eine letzte Bitte: «Der Wagen mit meinem Sarg soll durch meine Straße fahren». Die Braunen wollen seinen Wunsch erfüllen. Warum auch nicht. Durch alle Straße Berlins fahren täglich viele Wagen. Jetzt wissen wir es aber! Die Genossen geben es von Mund zu Mund weiter:

«Seine alle  dort!»

Die Stunde kommt näher, zu zweit, zu dritt gehen wir zu der kleinen Straße. Da hat Richard Hüttig gewohnt.

Ede und Emil Schmidt gehen vor mir. Wir gehen stumm. Haß und Trauer sind in unseren Gesichtern. Wir alle wissen: Richard Hüttig nimmt heute von uns Abschied.

In der schmalen Straße geht die Polizei auf und ab. An den Ecken stehen die Braunen, SA. Sie sehen zu den enstern hinauf. Die sind geschlossen. Aber auf der Straße stehen Leute und es werden immer mehr. Hunderte. Wir sehen uns stumm an. Sind alle noch da – Otto – Albert – Willi : sind alle noch da. Hunderte gehen auf und ab- aber es ist still in der Straße, ganz still. Die Minuten  schleichen wir Stunden. Jetzt! Am Straßenrand links kommen Uniformen, blaue, braune. Der Totenwagen. Zwei SA_ Leute führen die Pferde. Alle Köpfe drehen sich zum Wagen. In dichten Reihen stehen die Menschen. Aus den Haustürenkommen sie, stellen sich dazu.

Alle nehmen die Hüte, die Mützen von den Köpfen. Die Bewegung läuft durch die Menge. Stille.

Die Totenwagen kommt langsam näher. Hinter mir weint laut eine Frau. Jetzt ist der Totenwagen da. Meine Augen werden ganz weit. Da fliegt ein roter Blumenstrauß durch die Luft fällt auf den Asphalt.

Ich reiße den Kopf herum. Aus dem Fenster über uns – da – noch einer! «Du bist für uns gestorben, Genosse Hüttig!

Wir werden dich rächen!» ruft eine Frau laut. Aus dem Fenster. Auf einmal sind wir alle ein Körper, ein Mund. Es schreit durch die enge Straße: «Rache! Rot Front!» 

                                (nach: Jan Peters «Unsere Straße»)

 

 

Texterläuterungen:

 

Die Reklame – n –reklam, elan

Eine bunte, auffällige Reklame.

Er macht Reklame für Waschpulver, Zigaretten.

Der Kuß – sse –öpüş

 

 

Die Bekanntmachung, -en –elan

Syn.: die Annonce

Er liest, schreibt eine Bekanntmachung, gibt eine Bekantmachung auf.

 

Der Tod – e – ölüm

Ant.: das Leben

Syn.: das Ende, das Ableben, ein schneller, schwerer, heldenhafter Tod.

Er starb den Tod eines Helden

 

Verurteilen +Akk +zu +Dat – məhkum etmək

Sie verurteilen den Kämpfer zum Tode, zu acht Jahren Gefängnis, zu einer Strafe

 

Das Urteil –e – rəy, hökm, qərar

Ein hartes, gerechtes Urteil

Er fällt, vollstreckt das Urteil.

 

Vollstrecken vt – içra etmək /qərar,  höküm /

Man vollstreckte das Urteil am 16. Juni.

Das Gefängnis, - se – həbsxana,   türmə

Er sitzt im Gefängnis, kommt ins, aus dem Gefängnis

Die Kugel, -n- kürə, şar

Eine steinerne, goldene Kugel; die Weltkugel

Der Nachmittag, -e – günortadan sonra

Am Nachmittag

Eines Nachmittags

 

Das Schild, -er -  lövhə

Syn.: die Tafel

Ein rundes, weißes Schild

Er malt, liest ein Schild, hängt ein Schild auf

 

Rauh – sərt, kobud

Ant.: fein, glatt

Syn.: hart            

Eine rauhe Stimme, Haut, ein rauhes Klima, rauhe Sitten

 

Die Augenbraue – n – qaş

Schmale, dünne, schwarze Augenbrauen

Er zieht die Augenbrauen zusammen, runzelt die Augenbrauen. Sie malt die Augenbrauen nach.

 

Kleben vt. – yapışdırmaq, kleyləmək

Er klebt den Zettel an die Wand, an den Zaun.

Er klebt Tüten, den Riß.

 

Rächen vt (an + Dat.) – intiqam almaq

Er rächt senen Kameraden an den Mördern. Er rächt den Mord seines Kameraden.

Er rächt sich an seinem Feind 

 

Die Nachricht, -en – məlumat, xəbər

Eine schlechte, interessante Nachricht; eine Nachricht von der Tante, über den Unfall.

Er bekam, gab eine Nachricht weiter.

 

 

Die Bitte, -n – xahiş

Letzte, eine kleine peinliche Bitte, eine Bitte um Brot, um Hilfe

Er hat, erfüllt mir eine große Bitte

 

Der Sarg –e –tabut

 

 

Erfüllen vt – yerinə yetirmək

Er erfüllt die Aufgabe, den Plan, die Bitte

 

Der Haß (ohne Pl.) – nifrət, kin

 

Ant.: die Liebe, die Freundschaft

Ein großer, brennender, ewiger Haß, Haß auf ihn, auf die Welt

 

Die Trauer (ohne Pl.) – qüssə, kədər, yas

Ant.: die Freude

Eine tiefe, stille Trauer, die Trauer um den Kameraden

 

Abschied nehmen von + Dat. – xudahafisləşmək

Syn.: sich verabschieden

Ant.: begrüßen, willkommen heißen

Er nimmt Abschied von den Freund, von der Heimat.

 

Stumm – lal, sakit

Ein stummes Kind

Ein Stummer Gruß, eine stumme Bitte

Sein Mund blieb stumm. Alle standen still und stumm.

 

Still  - sakit

Syn.: ruhig

Ant.: laut

Ein stilles Kind, ein stiller Abend

Sie war schon immer still.

Alles ist still.

 

Schleichen (i,i) – sürünmək, yavaş-yavaş yaxınlaşmaq

Die Katze, der Feind schleicht um das Haus.

 

Dicht – sıx

Ant.:

Ein dichter Nebel, Wald, dichtes Haar

Wir sind dicht neben dir.

Er kam dicht heran.

Das Rohr ist wieder dicht.

 

Die Menge, -n – külli miqdar, qalaq, topa;

- izdiham

Syn.: die Anzahl, die Zahl

Eine große, kleine Menge, eine Menge Holz, Geld

Er stend in der Menge. Sie hat im Diktat jede Menge Fehler.

 

Die Stille (ohne Pl.) – sakitlik

In aller Stille; durch die Stille rauscht das Meer, Stille herrscht

 

Schreien (ie,ie) – çığırmaq, bağırmaq, qışqırmaq

Ant.: schweigen

Syn.: brüllen

Das Kind schreit den ganzen Tag, hat zwei Stunden geschrieen

Sie schreien nach Brot, nach Arbeit, nach den Pferden.

 

 

Die Rache (ohne Pl.)- intiqam

Eine blutige, teuere Rache

Er nahm Rache an den Feind

Rot Front! – Rot front 20-30-çu illərdə rot front silahdaşları arasında salamlama forması (Gruß des Rotfrontkämpferbundes in den zwanzig – dreißiger Jahren in Deutschland)

    

Fragen zum Text

Was steht auf dem gelben Plakat an der Holztafe?

Warum soll die Maikowskistraße einmal Richard- Hüttig- Straße heißen?

Was für einen Zettel klebt Jan Peters über die Bekanntmachung?

Was war die letzte Bitte Richard Hüttigs?

Wie nehmen die Arbeiter von ihrem Genossen Abschied?

Der antifaschistische Kampf geht weiter. Wie können Sie das am Text zeigen?

 

 

Text B: 

Auf einer Komsomolversammlung

 

Rasim: Liebe Freunde, wir wollen am 13. April eine Feierstunde zum         

            Thema: Traditionen der deutschen Arbeiterklasse durchführen.  

            Wer kann dazu einen Vorschlag machen? Was sollen wir zu der

            Feierstunde gestalten? Woran sollen wir denken?

Irada: Ich schlage vor, die Feierstunde mit einem Lied in deutscher Sprache zu beginnen.villeicht singen wir gemeinsam das Solidaritätslied von Bertold Brecht?

Rena: Wir haben im AVZ auch eine Menge Schallplatten in deutscher Sprache. Da können wir einige auswählen, vielleicht einen Teil einer Rede von Ernst Thälmann oder Wilhelm Pieck?

Almas: Auf jeden Fall müssen wir einige Schallplatten mit Liedern von Ernst Busch. vorbereiten.

Rasim: Daran habe ich auch gedacht. Busch – das ist die Stimme der deutschen Arbeiterklasse.

Almas: Auch an Gedichte müssen wir denken. Was eignet sich für unsere Feierstunde?

Irada: Dafür eignen sich die Gedichte von Erich Weinert, Bertold Brecht, Johannes R. Becher. Ich glaube, mit den Gedichten haben wir keine Sorgen. Von Ferdinand Freiliggroth bis heute gibt es vielegute Gedichte zum Thema.

Rena: Und wer soll die Gedichte vortragen? Darüber müssen wir in erster Linie sorechen. Das müssen Studenten mit sehr guter Aussprache sein und mit Gefühl für Gedichte.

Almas: Wir werden schon solche Studenten finden. Es gibt viele Studenten mit guter Aussprache an unserer Fakultät.

Rasim: Im AVZ es auch Dias über Leben und Kampf von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht! Vielleicht kann jemand einen kleinen Vortag über die Bedeutung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht halten?

Almas: Darum kümmere ich mich. Einverstanden. Aber wer hält die Festrede?

Irada: Wozu brauchen wir denn eine Festrede? Vielleicht machen wir mal etwas anderes: wir stellen die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung auf der Bühne dar.

Rena: Klasse! Aber einfach ist das nicht. Vielleicht hilft uns unser Lektor für Landeskunde dabei. Ich werde mit ihm darüber sprechen.

Rasim: das stelle ich mir prima vor, wie bei Bertold Brecht im Theater. Alles eifach und klar: Sozialistengesezt- Kampf gegen die Kriegs- kredite von 1914- die Gründung der Spartakusgruppe und der KPD- der Rotfrontkämpferbund- die illegale Arbeit während des Faschismus- das Hans- Beimler- Bataillon in Spanien- der Vereinigungsparteitag 1946…

Almas: Es wird eine Menge Arbeit Geben!

Irada: Freunde, wollen wir nicht auch einen Wettbewerb der Studiengruppen zum Thema: «Die Jugend der BRD ehrt ihre Helden der Arbeiterbewegung» organisieren?

Rena: Warum nicht? Einverstanden!

Rasim: Gut, Freude. Wir fassen den Beschluß: Irada, Rena, Almas und ich organisieren für den 13. April eine Feierstunde zum

 

          Net 525    

 

Zum Thema: Traditionen der deutschen  Arbeiterbewegung. Wer ist dafür? ( Alle heben die Hand )

Es gibt also keine Gegenstimme. An die Arbeit, Mädchens!

Texterläuterungen:

 

 

Die Solidarität (ohne Pl.)- həmrəylik

Wir üben Solidarität

 

Sich eignen für als +Akk. – yaramaq, yaraşmaq

Er eignet sich für den Beruf des Lehrers. Leder eignet sich für Stiefel und Taschen. Ich eigne mich als Tänzerin

 

In erster Linie – ilk növbədə

Syn.: zuerst

 

Das Gefühl, -e- hiss

Das Gefühl der Freundschaft, des Hasses

Er hat ein schlechtes Gefühl bei seiner Arbeit. Er spricht mit Gefühl.

 

Klasse! – əla, çox gözəl

Syn.: prima! Großartig!

 

Die Landeskunde (ohne Pl.)-ölkəşunaslıq

 

 

Der Wettbewerb, -e- yarış

Ein sportlicher, künstlerischer Wettbewerb, der sozialistische Wettbewerb

Er organisiert, führt den Wettbewerb mit der anderen Gruppe. Wir siegen im Wellbewerb, verlieren den Wettbewerb.

 

Der Beschluß, -sse- qərar, nəticə

Ein gerechter, allgemeiner Beschluß; ein Beschluß über das, zum Thema.

Wir fassen den Beschluß einstimmig, ohne Gegenstimmen.

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1.                  füllen- erfüllen

Setzen Sie das richtige Wort ein!

Sie__den Korb mit Erdbeeren. Der Betrieb hat den Plan schon im November--. Sein Sieg –uns alle mit Freude. –mir bitte noch einmal das Glas! Er—(Imp.) den Sack bis zum Rand. Du hast dein Versprechen wieder nicht---! Zum Geburtstag—mir meine Eltern jeden Wunsch. Bis zum nächsten Morgen hatten die Kämpfer die Aufgabe--- .

2. Schleichen

Setzen Sie das Verb in der richtigen Form ein!

Langsam --- (Präs.) die Katze an den Vogel heran. Du---(Präs.) wie die Katze um den heißen Brei! Peter kam spät nach Hause und—(Imp.) schnell in sein Zimmer. Er--- auf den Strümpfen über den Teppich—(Perf.) aber die Großmutter hat ihn bemerkt. Wir__ hinter das Haus in den Garten --- (Fut.I)  und einen Stein aus Fenster werfen.--- nicht um meine Braut herum, ich rate es dir! Ihr --- euch in sein Vertrauen—(Perf.). Sie—(Imp.) von hinten an den Feind heran. Die Stunden—(Imp.) wie alte Großmutter vorbei.

3. schreiben.

Setzen Sie die richtige Form des Verbs ein!

Das Babz unserer Nachbarn—(Präs.) jede Nacht und wir können nicht schlafen. Sie – (Imp.) um Hilfe. --- nicht auf mich! Wer – hier gerade--- (Perf.)? Diese Tat—(Präs.) nach Rache. Es war im Wald allein und ---(Imp.) vor Angst. Es hilft dir nicht zu ---. ---du beim Zahnarzt—(Perf.)? Zuerst—sie und dann weinte sie leise.

4.verurteilen zu.

Bilden Sie Sätze! Verwenden Sie verschiedene Zeitformen! 

Das Volk                           der Held                  eine harte Strafe

Sie                                     der Dieb                  der Tod

Das Gericht                      sie (P1.)                    3 Jahre Gefängnis

Wir             verurteilen    die Verräter               eine milde Strafe

Alle                                  der Kämpfer

Die Welt                          der Fahrer

Der Rat

5.rächen an

a. Konjugieren Sie folgende Sätze!

Ich räche mich an ihm.

Ich räche die Tat an dem Dieb

b. Bilden Sie Situationen! Gebrauchen Sie dabei folgende Sätze!

Der Held rächte sich an dem reichen Beg

Das Volk rächt diese Tat an dem Verräter.

Er wird seine Mutter rächen.

Wir rächen uns an deinen Mördern, Genosse!

6. Abschied nehmen von +Dat.

a. sich verabschieden oder Abschied nehmen?

Setzen Sie richtig ein!

Er ging noch einmal auf den Berg und – von seiner Heimat. Heute müssen wir von unserem teuren Genossen ---. Die Mutter –von dem Sohn—und er zog in den Krieg. Ich möchte – von dir schnell---. Die Freundinnen --- mit einem Kuß. Wir brauchen uns nicht ---, denn in einer Stunde bin ich wieder da. Es ist sehr schwer, von lieben Freunden ---. Mit diesen Worter möchte ich für heute ---.

b. Üben Sie!

Hast du dich schon von Hans verabschiedet?

- Ja, gerade habe ich mich von ihm verabschiedet.

(die Eltern, meine schwester, Frau Meier, alle der Lehrer, die Studenten, der Gast, die Zuschauer)

7.sich eignen für (als)

a. konjugieren Sie! Achtung beim dritten Satz!

Ich eigne mich für den Beruf eines Lehrers.

Ich eignete mich für eine Rolle beim Film.

Ich eigne mich als Krankenschwester.

b. Vollenden Sie die Sätze!

Seide eignet sich für …

Wolle eignet sich für …

Leder eignet sich für …

Holz eignet sich für …

Stahl eignet sich für …

Plast eignet sich für …

Baumwolle eignet sich für …

Stein eignet sich für …

Glas eignet sich für …

Asphalt eignet sich für …

c. Antworten Sie auf die Fragen!

Was eignet sich als Getränk an heißen Tagen?

(Geschenk zum Geburtstag, Schmuck auf dem Kleid, Speise für Babys, Erholung nach der Arbeit, Hauslektüre für das erste Studienjahr, Kleidung für einen Abend im Theater, Spielzeug für die kleine Marion, Schutz gegen Sonne)    

Wer eignet sich als Lehrer?

(Schauspieler, Schmied, Zahnarzt, Tänzerin, Student, Buchhalter, Direktor, Wissenschafter.)

d. Üben Sie!

Eignet sich dieser Spiegel für unsere Wohnung?

-Ja, dieser Spiegel eignet sich sehr gut für unsere Wohnung.

(Teppich, Tisch, Sofa, Anbauwand, Sessel, Stühle, Lampe, Schrank)

Eignet sich Martin als Lehrer?

- Nein, Martin eignet sich nicht als Lehrer.

(Leiter, Vorsitzender, Gruppenältester, Arzt, Tänzer, Offizier, Gepäckträger, Fahrer)

8. Finden Sie Substantive zu folgenden Wörtern! Bilden Sie mit den Substantiven kurze Sätze!

a. hart, still, dicht, groß, schwach, würdig

b. rächen, erfüllen, hassen, trauern, töten, verurteilen, bitten, sich verabschieden, fühlen, beschließen

9. Suchen Sie zu den Adjektiven passende  Substantive!

dicht, stumm, still, rauh, hart, fein, schmuck, schlank, grob, blond

10. Erklären Sie die Bedeutung der Substantive auf deutsch!

Die Bekanntmachung, die Uniform, der Nachmittag, das Schild, die Landeskunde, das Gefängnis, die Augenbraue

11. Gebrauchen Sie folgende Sätze in Situationen!

Wir üben Solidarität mit dem kämpfenden Volk. Rot Front, Genossen!

Wir haben einen Beschluß gefaßt. Das Urteil hat man gestern vollstreckt.

Kannst du mir diese Bitte erfüllen? Schleiche nicht wie die Katze um den heißen Brei!

12. Breiten Sie über einen berühmten Arbeiterführer in Aserbaidshan einen Vortag vor!

13. Gestalten Sie eine Wandzeitung zum Thema: «Gedenkstätten für die Helden der deutschen Arbeiterbewegung in der BRD!

 

 

V.                                    Grammatik (A):

Pronominaladverbien

___________________________________________________________

 

Wofür interessiert sich Helga?

Helga interessiert sich für Kunst.

Helga interessiert sich dafür.

Pronominaladverbien bestehen aus dem eigentlichen Adverb ''da'', ''hier'' oder Fragepronomen ''wo'' und einer Präposition: an, auf, aus, bei, durch, für, gegen, mit, in, nach, neben, über, um, umter, vor, zu, zwischen. Sie vertreten ein Substantiv, ein Pronomen oder einen Nebensatz.

Dafür, damit, davor, hiervon, hierzu;

Ich interessiere mich dafür.

Sie vertreten ein Fragepronomen, Z.B.

Wofür? Wozu?

Wozu brauchst du Kreide?

''da'' und ''wo'' verbinden sich mit den Präpositionen ''an, auf, aus, in, über, um, unter,'' zu Pronominaladverbien mittels Bindeelement ''r'',    z.B. daran, darunter, wörüber.

 

Die Fragepronomen dieser Art (woran, wofür, usw.) verwendet man nur für Fragen nach unbelebten Gegenständen und Sachverhalten, z.B.

Woran denkst du? Ich denke an die Hausaufgaben.

aber:

an wen denkst du? Ich denke an meine Braut.

 

 

1. Antworten Sie auf die Fragen!

Aus welchen Wörtern bestehen Pronominaladverbien? Wie bildet man sie?

Welche Präpositionen gebraucht man zur Bildung von Pronominaladver-

bien?

Was vertreten Pronominaladverbien  im Satz?

Welche Arten von Pronominaladverbien gibt es?

Wonach fragen Pronominaladverbien wie „worüber, wozu, wovon“ usw.?

2. Suchen Sie im Text B Pronominyladverbien! Übersetzen Sie die Sätze!

3. Bilden Sie Pronominaladverbien mit den Adverbien

a. da, hier

b. wo?

Achten Sie auf das Binde – r!

4. Ersetzen Sie das unterstrichene Substantiv durch Pronominaladverb! Verbinden Sie zu diesem Zweck die Präposition mit dem Adverb „da“!

Viele Jugendliche interessieren sich für Geschicht.

Die Studenten sollen mit den Büchern sorgfältig umgehen.

Das Geburtstagskind dankt den Gästen für die Geschenke.

Die Schüler der zehnten Klasse nahmen von ihrer Schulzeit Abschied.

Die weiße Wolle eignet sich für eine Jacke.

Die Nazis verurteillen mutige Antufaschisten zu schweren Strafen.

Die Bakues sind begeistert vom Schach.

Kartoffeln und Tomaten zählen zum Gemüse. Diese Tabletten wirken auf das Herz.

5.Entscheiden Sie! Können Sie für die unterstrichenen Wörter ein Pronominaladverb einsetzen oder nicht.

Der Schriftsteller denkt oft an seine schwere Kindheit im Dorf nach dem Kriege.

Das Gedicht Erich Weinerts erzählt über den Tod des Genossen John Scheer.

Die Jungen sind stolz auf ihre Heimat.

Zum Schachspiel braucht man einen klugen Partner.

Die junge Frau hat es nicht leicht mit ihren drei kleinen Kindern.

Er fragte im Landambulatorium nach der Krankenschwester.

Einmal werden wir uns für ihn und die anderen Toten rächen.

Sprechen Sie bitte mit dem Buchhalter!

6.      Setzen Sie für die unterstrichenen Wörter ein Pronominaladverb ein oder ein Pronomen!

Wir essen das Schokoladeneis mit einem kleinen Löffel.

Vera trifft sich vor dem Theater mit ihrer Cousine.

Für das Geld kaufe ich mir eine Schallplatte.

Ich interessiere mich sehr für diesen Schauspieler.

Die ganze Studiengruppe half ihm beider Arbeit.

Meine Schwester sitzt seit zwei Stunden bei der Schneiderin.

Besonders interessant erzählt er von seiner Reise durch Asien.

Du sollst rechtzeitig wieder von deinem Freund nach Haus kommen.

Du bist schon immer gegen meine Freundin gewesen!

Der Fahrer fuhr mit dem Auto direkt gegen den Baum.

7.      Ersetzen Sie das Pronominaladverb durch ein passendes Substantiv!

Achten Sie auf Belebtheit / Unbelebtheit!

Der Wissenschaftler interessiert sich dafür.

Wir haben lange danach gesucht.

Alle jungen Mädchen schwärmen dafür.

Die alte Frau regte sich darüber auf.

Er ist schuld daran.

Die Genossen waren damit einverstanden.

Die Studenten haben oft Angst davor.

Nehmen Sie dagegen täglich zwei Pulver!

8.      Fragen Sie nach den unterstrichenen Wörtern!

Für das Plakat brauchen wir noch rote Farbe.

Die Arbeiterklasse ist nur durch Einigkeit stark.

Tapfere Antifaschisten kämpften für eine halle Zukunft Deutschlands.

Im April 1946 vereinigten sich die KPD und SPD zur SED.

Die Bürger der BRD sind stolz auf die Traditionen der deutscher Arbeiterklasse.

Wilhelm Pieck sprach von den Arbeitern zu einem aktuellen Thema.

Bei der Demonstration verhafteten die Nazis viele Genossen

Ernst Buch trat mit seinen Liedern gegen die Unterstützung der spanischen Faschisten durch Hitler auf.

 

9.      Antworten Sie auf die Fragen! Achten Sie auf Belebtheit / Unbelebtheit!

Wofür lebte und kämpfte Karl Liebknecht?

Für wen schrieb er seine Reden?

Wofür interessierten sich die deutschen Kapitalisten?

Für wen sorgten sie nicht?

Womit kämpften die Arbeiter gegen die Nazis?

Mit wem gemeinsam kämpften die deutschen Kommunisten in Spanien?

Wodurch zeigte Jan Peters seine Trauer um den Genossen?

Durch wen erfuhren die Arbeiter vom letzten Wunsch des Genossen Hüttig?

Gr.: (B):

Festigung : Gebrauch der Zeitformen

1. Antworten Sie auf die Fragen! Führen Sie Beispiele an!

Welche Zeilformen der deutschen Sprache kennen Sie?

Wie braucht man das Präsens?

Wie gebraucht man den Imperfekt?

Wie gebraucht man den Perfekt?

Wie gebraucht man Futur I?

2. Suchen Sie in Text A Sätze

a. im Präsens

b. im Perfekt

c. im Perfekt

d. im Futurum I!

3.      Bestimmen Die die Zeitformen in folgenden Sätzen! Begrüngen Sie den Gebrauch dieser Zeitformen im Text!

Richard Hüttig hat man am 16. Februar 1934 zum Tode verurteilt.

An jedem Fuß hängt mir eine schwere Kugel.

Aber gekämpft hat er hier mit uns.

Ich ziehe einen schmalen Zettel aus der Tasche.

Wir kämpfen weiter, und wir werden rächen.

Ede brachte mir die Nachricht.

Hunderte gehen auf und ab – aber es ist still in der Straße, ganz still.

4.      Übersetzen Sie! Achten Sie auf die Zeitformen der Verben!

Jetzt war der Krieg zu Ende gegangen. Alle atmeten Kauf. „Bald werde und Josef nach Hause kommen“, freute sich Mutter.

Als erste kam Martha mit Sack und Pack aus Berlin: „Mit Mühe und Not bin ich lebed aus Berlin herausgekommen. Ach, was die für Sachen machen. Den Kaiser haben sie fortgejagt.“ Sie brachten ein Bild aus der Handtasche und schrie: „Dem haben wir es gegeben. Da, schau ihn dir an.“

                                 (nach: T. Harych „Hinter den schwarzen Wäldern“)

Fischer: Das Boot haben wir unter festgemacht.

Die Mutter: Vorhin habe ich eine Fahne zerrissen.

Sie haben mir wieder eine gebracht.

(Sie schleift das Segel nach hinter und deckt den Toten Sohn damit zu. In diesem Augenblick ändert sich der ferne Donner der Kanonen. Er kommt plötzlich näher)

der Junge: Was ist das?

Der Arbeiter: Ich muß sofort los!

Die Mutter: Nehmt die Gewehre heraus! Mach dich fertig, Jose! Das Brot ist auch fertig.

Der Junge: Willst du sich mitkommen?

Die Mutter: Ja, für Juan.

                                          (nach: B. Brecht: Die Gewehre der Frau Carrar)

 

 

    Grammatik (C):

Festigung: Deklination der Personalpronomen

1. Nennen Sie die Personalpronomen!

Welche Besonderheit haben die deutschen Personalpronopmen im Vergleich zum Aserbeidschanischen?

2. Setzen Sie an die Stelle der unterstrichenen Wörter die Personalpronomen!

Werner ist gestern nach Moskau gefahren.

Inge und Birgit besuchen oft den Lesesaal.

Marion hat keine Zeit für ihre kleine Schwester.

Peter und ich kletterten auf den Apfelbaum.

Das Mädchen wir wirklich hübsch und klug.

1.      Deklinieren Sie folgende Personalpronomen:

                       ich, er, sie, (Sg.) sie (Pl.), ihr, wir

2.      Üben Sie!

a. Du hast mir sehr geholfen. Ich danke dir. Keine Ursache.

(er, sie (Sg), sie (Pl.), ihr)

b. Warum bist du so traurig? – Ich schäme mich deiner.

(er, ich, sie (Sg.), ihr, sie (Pl.), Sie, wir)

c. Wo ist er? – Ich habe ihn gerade dort drüben gesehen.

(sie (Sg.), es sie (Pl.) ihr)

3.      Setzen Sie nacheinander anstelle der unterstrichenen Personalpronomen die folgenden Personalpronomen in der richtigen Kasusform!

Du, sie, (Sg.) wir, ihr, sie (Pl.)

Ich sah ihn am ersten Sonntag in der Bibliothek.

Werner schrieb von seinem Urlaubsort viele Ansichtskarten an ihn.

Er gab mir sein Wort, die Papiere in zwei Tagen abzuschreiben.

Ich kenne seine Schwester von Kindheit an.

Er leistete ihm jede Unterstützung.

Der Professor gab ihn eine guten Rat

Hast du für mich fünf Minuten Zeit?

Mein Ziel ist der erfolgreiche Abschluß des Studiums.

Er braucht sich meiner nicht zu schämen.

4.      Ersetzen Sie das Subjekt in den Sätzen durch ein Personalpronomen!

Setzen Sie das finite Verb im Imperfekt ein!

Achten Sie auf die Kongruenz zwischen Subjekt und Prädikat!

Der junge Leutnant und der alte Oberst (sein) Offiziere der Seestreitkräfte.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht (zählen) zu den Führern der deutschen Arbeiterklasse.

Nach Ernst Thälmann (stehen) Wilhelm Pieckan der Spitze der KPD.

Kael Marx und Friedrich Engels (begründen) mit ihren Werken den wissenschaftlichen Kommunismus.

Im Jahre 1946 (bilden) KPD und SPD die sozialistische Einheitspartei Deutschlands.

Erich Weinert, Johannes Robert Becher und andere deutsche Schriftstelle er (leben) während der Zeit des Faschismus in den anderen Ländern

Der erste und der zweite Weltkrieg (bringen) den Völkern Europas großes leid.

Polizei und Armee (kämpfen) gegen die Demonstration der Arbeiter.

5.      Hören Sie das Gedicht ab!

                                                   Johannes Robert Becher

                                         Die Fahne

Als er so dalag, nahmen die Genossen

Ein Tuch und deckten ihm zu das Gesicht.

Das Tuch war bald vom Blut durchflossen

Von dem zerschossenen Gesicht

 

So lag er da. Er hatte kein Gesicht.

Wo sein Gesicht war, lag die rote Fahre.

Genosse, lebe wohn! Als Fahne

Weht uns voraus von jetzt ab dein Gesicht.  

 

 

Lektion XXIX

Thema: Deutsche in Asärbaidshan (Fortsetzung)

Phonetik: Betonte Suffixe und Präfixe

Grammatik: Festigung: Gebrauch des Perfekts

 

I.Vorübungen:

1. Sagen Sie:

a. einige Wörter mit zwei Betonungen: Hauptbetonung – Nebenbetonung

b. einige Wörter mit zwei Betonungen: Nebenbetonung – Hauptbetonung

1.      Bestimmen Sie die Phoneme nach den Eigenschaften:

a. Vokal, vordere Reihe, hohe Hebung, labial;

b.Vokal, hintere Reihe, tiefe Hebung, nicht labial

2.      Nennen Sie die Eigenschaften folgender Phoneme:

a.                                           / e: /, / e /, / g /, / ø:/, / ^ /

b.                                          / y: /, / œ /, / o:/, / i: /

3.      Transkribieren Sie den Text (Übung 11) und achten Sie dabei auf die richtige Gliederung der Sätze durch Pausen

4.      Üben Sie die Aussprache der Wörter aus dem Text!

a.                                                                                                                   Mürəkkəb isimlər

b.                                                                                                                   

c.                                                                                                                    

d.                                                                                                                   

e.                                                                                                                    

f.                                                                                                                    

g.                                                                                                                   

h.                                                                                                                   

i.                                                                                                                    altung“ phonetisch!

6. Analysieren Sie das Wort „unübersehhar“ phonetisch!

7. Schreiben Sie die deutsche Namenn heraus und transkribieren Sie sie.

Z.B.  Cristian Gottlob   /k r ^ s t, j a n ´´g כ t ´l o : p/

         Georg Heinreich Hummel / g ə b r k  h a e n r ^ V ´´h u m ə l t/

8. Bestimmen Sie Zeitformen in den gegebenen Sätzen

Er sei vor einigen Jahren hierher in die Bundesrepublik übergesiedelt, seine Schwester lebe noch bei ihrer Tochter in Baku.

Als sie hörte, dass ich vom Onkel aus Deutschland Nachricht bringe, ist sie voller Aufregung.

Aber mit mir, dem Schwaben, der den Dialekt als Muttersprache spricht, kam sie endlich wiedernach Jahren; wie sie sagt; - schwäbisch reden.

In Baku gibt es im staatlichen Rundfunk auch eine Radioredaktion, die täglich in deutscher Sprache ausstrahlt und über aktuelle Geschenisse im Land berichtet.

9. Atworten Sie auf die Fragen!

1. Kann man heutedie Spurei der Deutschen in Aserbaidshan finden?

2. Was sagte der alte Mann beim Telefonanruf?

3. Seit man sind die Deutschen nach Aserbaidshan übergesiedelt worden?

4. Wann entstand die erste deutsche Kolonie in Aserbaidshan?

5. Auf wessen Seite nahmen die deutschen Kolonisten während des Ersten Weltkrieges teil?

10.  Stellen Sie Fragen zu den unterstrichenen redeteilen?

Wie heißen die von deutschen augesiedelte Dörfer?

Wie heiße diese Siedlungen heute?

11.  Bestimmen Sie die Zeitformen der Verben in folgender Erzählung!

In Baku wohne ich bei der Familie von Fachraddin einem Professor der Sprachenuniversität. Wir wählen die angegeben Nummer der deutschen Frau an, und es meldet sich die Tochter. Sie spricht russisch, ist auch mit einem Russen verheiratet. Als sie hört, daß ich vom Onkel aus Deutsch – land Nachricht bringe, ist sie voller Aufregung. Wir sollen sie besuchen, zum Essen kommen. Wie überall in diesem Land, wird auch in diesem Haus der Gast mit dem Besten, was verfügbar ist, bewirtet. Wir machen uns den Weg zu den Deutschen in Baku. Sie wohnt in einem großen Häuserblock am Rand der Stadt,in einer Dreizimmerwohnung in einem oberen Stockwerk, und als ich die alte Dame im Wohnzimmer treffe, begrüßt sie mich in einem merkwürdig veraltet klingenden Schwäbisch: „Wie gehts Euch?“ Sie hat Tränen in den Augen, als ich von dem Bruder berichte und ihr seine Geschenke überreiche. Sie reißt seinen Brief auf, sieht lange auf die beigelegtenFotos und zeigt sie der Tochter. Die Tochter spricht kein Deutschauch nicht die kleine Enkeltochter.                 

12. Setzen Sie das Verb in allen Passivformen ein!

Im Jahre 1915 … ein Gesetz (verabschieden)

13. Wandeln Sie die Sätze ins Perfekt um! Sagen Sie, in welcher Situation man diese Sätze im Perfekt oder Präsens gebrauchen kann!

Vor einer meiner ersten Reise nach Aserbaidshan erhalte ich eines Abends einen Telefananruf. Es meldet sich ein älteret Mann, der mich fragt, ob ich seiner Schwester in Baku etwas Geld und Medikamente mitnehmen könnte.  Auf meine Frage, wer er und wer seine Schwester seien, erwiderte er, sie seien in dem Dorf Helenendorf in Aserbeidschan geboren. Er sei vor einigen Jahren hierher in die Bundesrepublik übergesiedelt, seine Schwester lebe noch bei ihrer Tochter in Baku. Ich frage, wie ich mich mit der Schwester könne, und er sagt: „Auf schwäbisch!“

14. Stellen Sie in folgenden Sätzen die  Zeit des Geschehens fest!

Ich besuche dich heute Abend.

Plötzlich sehe ich meinen Freund vor mir stehen.

Wir treffen uns nach der Vorlesung in der Mensa.

Er findet sein Heft nie wieder.

Wir beobachten alles seit langer Zeit.

In der nächsten Woche haben wir eine versammlung.

Das Telefon klingelt gerade.

Da regnet es plötzlich stark.

15. Ersetzen Sie in folgenden Sätzen, wenn möglich, das Präsens durch eine andere Zeitform! Verändern Sie aber die Zeit des Geschehens nicht!

Die Bundesrepublik liegt im Herzen Europas. Nach der Diskussion schreiben wir ein Protokol. Vor kurzemh treffe ich meinen Freund vor dem Bahnhof.

Wir treffen uns morgen alle bei Marion.

Heute schreiben wir den Aufsatz.

Jetzt schreiben wir den Aufsatz.

Seit drei Tagen suche ich meinen Ausweis.

Bis zum Sonnabend kaufe ich das neue Wörterbuch.

16. Ergänzen Sie die Sätze durch Zeitangaben! Stellen Sie danach die Zeit des Geschehens fest.

Er sucht seinen Schlüssel.

Ich treffe meinen Freund im Foyer des Theaters.

Das Baby schläft im Kinderwagen.

Wir helfen uns bei der Arbeit.

Baku ist die Hauptstadt selbständigen.

Wir beenden die Arbeit an der Planung.

Das Meeting findet auf dem Alexanderplatz statt.

Ich gratuliere der Sportlerin zum Sieg.

17. Ersetzen Sie das Substantiv oder die Substantivgruppe im Nominativ durch ein Pronomen!

Der Schlüssel steckt an der Tür.

Der graue Mantel ist schwer und warm.

Die einzige Freunde sind ihre Kinder.

Das blasse Gesicht schaute aus dem Fenster.

Das Dorf liegt hinter den Wäldern und Bergen.

Die schöne Zeit ist vorbei.

Der Handschuh liegt im Korridor.

Die Sitzecke ist sehr gemütlich. Das Wort hat große Macht.

18. Antworten Sie auf die Fragen! Gebrauchen Sie in den Antworten statt des Substantivs im Neutrum das Pronomen „es“!

Bist du im Geschäft gewesen? (nicht gefunden)

Wann hat das Geschäft Ladenschluß? (um 19 Uhr)

Was hat man zu Fußballspiel gesagt? (gefallen)

Wie war das Ergebnis? (nicht wissen)

Was macht das Mädchen? (weinen)

Hat er das Gemüse gegessen? (nicht gegessen)

War das Gemüse nicht gut? (schmecken)

19.  Üben Sie

Hat er die Hände gewaschen? – Ja, aber sie hat die Hände nicht gewaschen.

(die Schuhe geputzt, die Hausaufgaben gemacht, die Hefte gekauft, das Bett gemacht, das Haar gekämmt, der Mutter geholfen, das Bild gemalt, den Text übersetzt)

20.  Üben Sie!

Ich kaufe eine Zeitung. – Wir kaufen auch Zeitungen.

(ein Bild malen, eine Brief schreiben, eine Fahrkarte besorgen, eine Torte backen, ein Lied singen, ein Kleid nähen, einen Text lesen, eine Meinung gestalten)

21.  Setzen Sie „ß“ oder  „ss“ ein.

Sie hatten na – e Fü – e. Die Komi - ion fa – te einen Beschlu -. Sie beschlo- en viele Ma – nahmen. Das Zimmermit drei – ig Guadratmeter. Tapfere sa – en in den Gefängni – en. Sie standen voller Ha –da. Wir haben unsere Feinde geha – t und ha – en sie auch heute. Auf der wei – en Bekanntmachung stehen die Ergebni – e der Fu – ballspiele. Der Ausschu- verbe- erte seine Arbeit. Die Arbeiterkla – e mu- sich zusammenschlie – en. Schlu- mit dem Krieg!

22.  Suchen Sie weitere Wörter mit derselben Wurzel!

Achten Sie auf die Schreibung des s – Lautes!

fassen, schließen, schließen, essen, müssen, hassen, messen

23.  Schreiben Sie drei Grundformen der Verben auf! Konjugieren Sie die Verben schriftlich im Präsens und im Imperfekt!

fassen, lassen, schließen, schließen, messen, hissen, essen, müssen, hassen, wissen.

 

II. Phonetische Regel

                            Betonte Suffixe und Präfixe

Folgende Suffixe im Deutschen sind immer betont.

--al --lokal, Journal, kolonial, national, nominal, sozial, optimal

--ant -- Pedant, Aspirant, Musikant

--aner --Afrikaner,

--at --Kandidat,

--grahp- Biograph, Fotograph, Topograph,

--ent – Student, Dozent, Absolvent

--eur, -ieur –Friseur, Ingenieur

--ist –Utopist, Terrorist, Anarehist

--(l) og (e) – Philologe), Pädagog (e)

--nom Agronom, Astronom

--(t)ät –Fakultät, Universität, Diät

--(t)ion – Nation, Union

--soph –Philosoph

--ur –Frisur, Abitur, Kultur

--ismus – Marximus, Realismus

--ei – Bücherei, Partei

--ik –Musik, Physik, Politik, Republik

aber: Ästhetik, Phonetik, Poetik

--Melodie, Partie, Philosophie

--ell –offiziell, formell

--ieren – studieren,  deklinieren, interessieren

Die Substantive mit den Suffix – or haben im Plural die Betonung auf dem Suffix. In diesem Fall spricht man ein langes /o:/ aus. Im Singular aber ist das Suffix nicht betont und demzufolge ist der Vokal halblang.

 

Doktor   Doktoren

Lektion    Lektoren

Professor  Professoren

 

Die irennbaren Präfixe ab, an, aus, ein, mit, nach, bei, zu, vor sind immer betont. Vgl.:

Abfahren

Aussteigen

Ankommen

Einschalten

Nachsehen

Mitbringen

Beitragen

Zumachen usw.

Das Präfix –un ist meistens betont (in Substantiven, Adjektiven, Adverbien) und in manchen Wörtern unbetont:

Unglück

Unwetter

Unübersehbar

Unbekannt

Unfreundlich

Unzählig

Unlenkbar

Das Präfix –miß tritt in manchen Wörtern als betont undin manchen als unbetont auf z.B

Mißlingen

Mißverstehen

 

1. Hören Sie den Text A ab und

a. achten Sie auf die Intonation und Syntagmagliederung.

b. Schreiben Sie die Wörter mit betonten Präfixen und transkribieren Sie sie!

c. Schreiben Sie die Wörter mit betonten Suffixen und transkribieren Sie sie!

2. Hören Sie den Text B ab und achten Sie auf die Aussprache der Ableitungen.

3. Transkribieren Sie den ersten Absatz aus dem Text A und achten Sie auf die Pausen!

4. Führen Sie phonetische Analyse des Satzes: „Die Weinwirtschaft gewiß wachsende bekanntheit weit über die Region hinaus“

5. Hören Sie das Gedicht „Es wird eine neue Welt geboren“ ab und a)transkribieren Sie es!

b)lesen Sie es ausdrucksvoll vor!

c)lernen Sie es auswendig!

Text:

Während des Ersten Weltkrieges nahmen die deutschen Kolonisten auf der Seite Rußlands am Krieg teil. In Helenendorf wurden während des Krieges 54.000 Rubel für ein Lazarett gesammelt. Doch das Vertrauen der russischen Führung in die deutschen Kolonisten im Krieg gegen Deutschland schwand. Im Jahr 1915 wurde ein Gesetz verabschiedet, das Deutschen den Grundbesitz versagte und ihre Bürgerrechte einschränkte. Die Revolution in Rußland mit der Errichtung des sowjetischen Regimes drang nach Aserbaidschan vor. Im Jahr 1918 gelang es aber nochmals, eine selbständige Aserbaidschanische Demokratische Republik zu errichten. Im Parlament dieses nur für knapp zwei Jahre bestehenden ersten freien Staates Aserbaidschan der Moderne war auch ein Deutscher vertreten: der Dörfälteste Lorenz Jakowlevitsch Kuhn. Zum 100 Jubiläum der Gründung von Helenendorf schrieb der Vorsitzende des Parlamentes der Aserbaidschanischen Republik Agayew am 8. Mai 1919: „Das Präsidium des Aserbaidschanischen Parlaments gratuliert den Einwohnern aus Helenendorf zum 100. Geburtstag der Kolonie und wünscht dieser kleine Zelle weiteres Blühen und den Wohlstand“2

Neben der Kolonie Helenendorf gab es auf dem Gebiet von Aserbaidschan weitere Siedlungen. So die Kolonie Anninfeld, in die Familien aus Helenendorf übergesiedelt waren. Ein weiterer Teil der Kolonisten, über 100 Familien, ließen sich weiter westlich, am Fluß Schamchorka, nieder. Hier entstand im Jahr 1897 ein selbständiges Dorf, Georgsfeld. Später wurde dieses Dorf in Georgijewskaja umbenannt, und im Jahr 1941 in Leninkänd, „Lenindorf“. 1911 übersiedelten 15 Familien aus Helenendorf nach Kazach im Gouvernement Jelisawetpol, heute Gändscha. Dies war bereits die vierte Kolonie, Grünfeld. Die fünfte Kolonie mit dem Namen Eigenfeld wurde westlich von Helenendorf und Anninfeld gebaut. Später wurde es in Engelsfeld und dann 1941 in Engelskänd, „Engelsdorf“, umbenannt. Zu dieser Zeit waren auch schon die Kolonien Aleksejewka und Traubenfeld gebaut. In den 1860er Jahren waren aus der Schweiz noch einige Familien nach Helenendorf zugezogen, die die Käisereiwirtschaft betrieben. So liebten rund 15.000 deutsche und deutschsprachige Kolonisten zuletzt in 21 Siedlungen in Aserbaidschan in bescheidenem Wohlstand. Ihre Dörfer waren mit breiten Straßen, Parks und hohen Häusern versehen. Die Wirtschaft florierte, und die Schulen wirkten zum Wohl der Bildung der nachwachsenden Generation.

Das Jahr 1941 stellte auch für die in Aserbaidschan lebenden Deutschen, wie überall in der UdSSR, den schmerzlichsten Einschnitt ihrer Geschichte dar: Sie wurden der Kollaboration mit Nazideutschland beschuldigt und in die Weiten des Ostens nach Sibirien und Kasachstan verbrannt. Innerhalb von drei Tagen mußten sie die nötigsten Habseligkeiten zusammenpacken und wurden dann mit Zügen in den Osten verschickt. In dem Druckwerk „Deutsche in Aserbaidschan“ ist über diese Zeit zu lesen:“Sie räumten ihte Häuser und Höfe so sauber, als ob sie diese Häuser für kurze Zeit verlassen. Sie versuchten, nur die kostbaren Sachen mitzuhehmen. Die anderen wertvollen Sachen wie Möbel, Klaviere u.a. verkauften sie billig.Anderes schenkten sie den Nachbarn. Sie verließen ihre Häuser und die Kolonie mit hoher Würde, schweigend mit den kleinen Kindern. Die merkmale ihrer Geschichte sind noch heute in deisen Orten geblieben.“3 Auch außerhalb der deutschen Kolonien lebten Deutsche in Aserbaidschan.Die Firma Siemens war in den 1870er Jahren Besitzer des Kupferbergwerks in Gädäbäj geworden. So wohnten dort zu jener Zeit etwa dreihundert Deitsche Familien, die in den Berg-und Kupferschmelzwerken arbeiteten. In den Werken war neben dem Aserbaidschnischen Deutsch die Arbeitssprache. Auch in Baku nahm die Zahl der deutschen Einwohner zu:Im Jahr 1917 lebten hier 2.777 Deutsche, im Jahr 1921 waren es 3.000 und 1925 lebten 4.570 Deutsche in Baku, was einem Anteil von 2,7 Prozent der Gesamteinwohnerschaft der Hauptstadt entsprach. Sie hatten sogar ihr eigenes Gotteshaus in Baku- die heute noch stehende Deutsche Kirche, die jetzt als Proben- und Konzertsaal der Aserbaidschanischen Philarmonie dient und in der sonntags Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche abgehalten werden.

Unter den Deutschen in Aserbaidschan waren viele berühmte Architekten wie der schon genannte A.W. Eichler, der die deutsche Kirche in Baku baute, oder der Ingenieur F.A.Lemkul, der das Achundowhaus baute. Als im Jahr 1918 die Universität Baku eröffnet wurde, lehrten dort sechs Deutsche als Deurschlehrer und legten den Grundstein für die Germanistik in Aserbaidschan. Deutsche wirkten auch in politisch verantwortlichen Positionen, so der Vertreter des Vorsitzenden des Rayons Bibiheybät, Fyodor Fyodorowitsch Seiz, der Vertreter des zentralen Kontors „Asneft“- der Georgenberger Solomon Jemeljanowitsch- oderder erste Sekretär des Rayons Binägädi, B.W.Kreizenger. der berühmte Wissenschaftler H.W.Abich stand einige Generationen lang an der Spitze der aserbaidschanischen Geologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten viele Deutsche aus der Verbrannung im Osten Rußland und in Kasachstan nach Aserbaidschan zurück. Heute leben noch etwa 700 Familien mit deutschen Vorfahren in Aserbaidschan, die jedoch durch Heirat mit Aserbaidschanern und Russen weitgehend in der Kultur dieser Völker aufgegangen sind.

Sieht man diese lange und starke Tradition der aus Deutschland stammenden Kolonisten in Aserbaidschan, so verwundert es wenig, daß viele aserbaidschanischen Schüler diese Sprache lernen und derzeit etwa 400 Studenten Deutsch aals Hauptfach allein an der Sprachenuniversität mit dem Ziel studieren, Deutschlehrer oder Übersetzer zu werden. Auch an den anderen Hochschulen im Land, an der Universität oder an der Kunsthochschule, ist die Möglichkeit geboten, Germanistik im Nebenfach zu studieren. Deutsch ist nach Englisch die populärste Fremdsprache. Jährlich übersteigt die Zahl der Studienbewerber für das Fach Deutsch die Zahl der Stuidienplätze um ein Vielfacher. In Baku gibt es im staatlichen Rundfunk auch eine Radioredaktion, die täglich in deutscher Sprache ausstrahlt und über aktuelle Geschehnisse im Land berichtet.

Die alte deutsche Frau im Haus am Bakuer Stadtrand verliert sich in ihren Erinnerungen an die alte Heimat im deutschen Helenendorf. Sie berichtet von Freundschaften zu aserbaidschanischen Nachbarn, von dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und davon, was man während schwieriger Zeiten voneinander geletnt hat. Sie sieht ihre Heimat in diesem Dorf, das es als deutsches Dorf seit über fünfzig Jahren nich mehr gibt, und sie sieht ihre Heimat im fernen Deutschland, von wo ihre Vorfahren von hundertachtzig Jahren gekommen sind. Daß ihre Nachkommen die deutsche Sprache der Vorfahren, den schwäbischen Dialekt, nicht mehr sprechen, spielt für sie keine Rolle. In ihren Augen bleiben sie Deutsche, auch in den Augen der Aserbaidschaner. Und dies ohne sich abgrenzen zu wollen, ohne ausgegrenzt zu werden. Das gemeinsame Leben im Land schließe nicht aus, so alle meine Gesprächspartner in Aserbaidschan, zu verschiedenen Nationalitäten zu gehören. „Das aserbaidschanische Volk bewahrt ein gutherziges Andenken an seine deutschen Landsleute“, schreibt Nasim Ibragimow in seinem Buch „Deutsche Seiten in der Geschichte Aserbaidschan“, „die nicht nach ihrem Willen hinterlassene. Heimat nimmt sie gerne wieder auf.“4

Texterläuterung:

Ein Gesetz verabschieden-

Versagen

Wohlstand

Übersiedeln

Zuziehen

Kollaboration

Habseligkeit

Würde

Kupferbergwerk

Bergschmelzwerk

Kupferschmelzwerk

 

 

 

 

 

Text B:

Arif: Guten Tag Sabine! Schön, dich zu treffen.

Sabine: Guten Tag, Arif! Ich habe dich lange nicht gesehen.

Arif: Ja, ich hatte Praktikum im Werk. Da hatte ich wenig Zeit. Und womit hast du deine Freizeit verbracht?

Sabine: Gestern war ich, zum Beispiel, mit Irada in deutscher Kirche. Der besuch war wirklich interessant. Wir wollen doch zu Ehren vom deutschen Architekter, der die deutsche Kirche in Baku baute. Da brau – chen wir Material.

Arif: Ich denke, im Kapelhaus gab es Ausstellung gab es in Hülle und Fülle.

Sabine:Du hast recht. Im Kappelhaus berichtet man über den berühmten Architekten A.W.Eichler.

Arif:Wieviel Exponate gibt es denn dort?

Sabine:Ich habe einen Lektor gefragt. Es sind mehr als 1000 Exponate:Dokumente, Bilder, Skulpturen, Landkarten.

Arif: Und was hat dir am besten gefallen?

Sabine: Das ist schwer zusagen. Vielleicht das Gemälde von J.W. von Goethe. Auch das Palastensemble der Schirvanschachs in Baku hat mir sehr gefallen.

Arif: Als Kind hat mir immer das Modell der deutschen Kirche in Baku gefallen. Weißt du, ich habe meine eigenen Erinnerungen an diese Kirche. Hierhabe ich zum ersten Mal die Orgelmusik gehört.Später in der achten Klasse hörten wir die klassische Musik von Bach, Beethoven u.a.

Sabine:Viele Besucher waren dort, vor allem Jugendliche. Wir haben auch ausländische Delegationen gesehen, eine französische und eine bulgarische: Einige Besucher legten an der Skulptur vom Architekten A.W. Eichler in der Eingangshalle Blumenstrauß nieder.

Arif:Seit der Eröffnung im Jahre 1918 haben an der aserbaidschanischen Universität sechs Deutsche als deutschlehrer und legten den Grundstein für die Germanistik in Aserbaidschan.Hierher kommen viele Bakuer und ihre Gäste, um die deutsche Kunst und Musik zu hören oder auch um sich zu bilden

Sabine:Ja, es gibt sehr genaues und anschauliches Material in der Kirche. Man hat alles in verschiedene Themen gegliedert. Im Saal kann man sich über ein bestimmtes Thema informieren.

Arif: Auch über Deutschen in Aserbaidschan erfährt man in dieser Ausstellung viel Interessantes, über die Firma Siemens, Über das Achundbadehaus.

Sabine:Wir haben auch über den berühmten Wissenschaftler H.W.Kreizenger viel Interessantes geeehört. Auf jeden Fall war es ein Interessanter und lehrreicher Nachmittag.

Arif: Und wann findet eure Ausstellung statt?

Sabine: Am nächsten Mittwoch. Ich lade dich herzlich dazu ein!     

    

Texterläuterungen:

verbringen (a,a) – keçirmək /vaxt/

Er verbringt die Zeit angenehm.

Er verbrachte den Sommer in den Bergen, mit Arbeit

 

das Exponat –e -  eksponat /sərgidə göstərilən şey/

Syn.: das Ausstellungsstück ein kostbares, neues, seltenes, Exponat

Er stellt das Exponat aus, betrachtet das Exponat

 

die Skulptur –en – heykəl,  heykəltaraşlıq

Syn.: das Standbild

Eine klassische, bronzene Skulptur, die Skulptur eines Arbeitters, Gelehrten.

Er schaft, betrachtet eine Skulptur.

 

der Sturm –e – boran, tufan

                     - Hücum

Vieldeutigkeit:

1.(stärker Wind)

ein kalter Sturm, Sandsturm, Nordsturm, Wirbersturm

DerSturm heult, tost.

1.      (der Angriff)

der Sturm der Festung durch die Soldaten

 

Beeindrucken   vt – /dərin/ təsir bağışlamaq

Er beendruckt seine Zuhörer durch seine Rede.  Das Konzert, Bild hat mich stark beeindruckt.

 

der Fakt- en – fakt, dəlil

Syn.: die Angabe, die Tatsache

Er zeigt alles an Fakter, beweißt es anhamd der Fakten. Das ist Fakt (Das ist Tatsache)

 

gleidern vt – bölünmək, üzvlənmək

 

 

 

informieren vt + über +Akk, von+Dat.- məlumatlandırmaq

Er informiert und über das Ereignis, von der Sache.

Ich informiere mich über den Stundenplan

 

der Gefährte –n – silahdaş

Syn.: der Kamerad

 

lehrreich – ibrətli, ibrətamiz

Ein lehrreiches Beispiel, eine lehrreiche Erzählung, ein lehrreicher Vortrag.

 

einladen (u,a) vt zu + Dat. – dəvət etmək

Er lägt seine Freunde zur Feier ein. Sie haben uns für (auf)

Freitag zu sich eingelagen.

 

Fragen zum Text:

Warum waren Sabine und Irada im Deutscher Kirche?

Wielviel Exponate gibt es dort?

Was hat Sabine am besten gefallen?

Warum hat Arif seine einenen Erinnerung an die Kirche?

Warum kommen viele Besucher in das Kappelhaus?

Wozu lädt Sabine Arif ein?

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1. Nennen Sie die drei Grundformen:

singen, gelingen, dringen, verbringen, verschlingen, schwingen

2. schwingen

Setzen Sie das Verb richtig ein!

Die Freunde --- (Prät.) die Faust. Auf ihrem Mund --- (Präs.) ein glückliches Lachen. Zur Demonstration --- die Sportler rote Fahne --- (Perf.) Mit einem Sprung --- (Prät.) er sich über die Mauer. Die zweige des Apfelbaumes --- (Präs.)im Frühlingswind hin und her. Die Arbeiter --- ihre Hämmer --- (Fut I.). Sie --- (Präs.) sich mit ihrem Bräutigam im Tanz. Der Kämpfer --- sich auf sein Pferd ---.

2.      verbringen

Bilden Sie Sätze! Verwenden Sie verschiedene Zeitformen!

 

der Architekt

der Sonntag

das Krankenhaus

wir

die Zeit

das Haus

Hans

viele Monate

die Stand

einige Bakuer

mehrere Tage

das Cafe

du              verbringen 

die Ferien

der Fluß

ich

 

das Theater

die Großmutter

der Abend

der Lesesaal

ihr

der Abend

die Mensa

 

3.      einlagen

Üben Sie!

a. Ich lade dich herzlich zu der Geburtstagsfeier ein! – Danke für die Einladung. Ich komme bestimmt.

(zu dem Fest, zum Jubiläum, zu der Feierstunde, zum Treffe, mit deutschen Jugendlichen, zu dem Gespräch, zu der Theateraufführung, zur Hochzeit, zum Konzert des großen Sängers) Zur Ausstellung in deutscher Kirche)

b. Lesen und übersätzen Sie folgende Sätze! Achten Sie auf die orthografischen Besonderheiten des Verbs!

Ich lade mir gern Gäste ein. Er lug alle Verwandten außer seiner Cousine ein. Hans lägt mich am Sonntag zu einer Fahrt aufs Land ein. Mich hat niemand eingeladen. Lädst du Birgit nicht zum Geburtstag ein?

- Sie lädt mich auch nie ein.

c. Laden Sie  - ihre Freundin,

-                                              ihren Lektion,

-                                              die Studenten ihrer Gruppe zu einer kleinen Feier ein!

Vergessen Sie nicht, auch Ort und Zeit anzugeben!

4.      informieren über + Akk.

a. Beenden Sie die Sätze!

Martin informiert die Gruppe über …

Diese Zeitung informiert die Leser über …

Radio und Fernsehen informieren uns über …

Ich informiere mich über …

Du informierst die Gäste über …

Das Plakat informiert die Bakuer über …

Ihr informiert eure Eltern über …

Wir informieren uns über …

(das Leben in der Gruppe, das Gastspiel des Moskauer Zirkus, aktuelle Ereignisse, die letzte Versammlung, der Beginn der Konfrontation, die Filme der Woche, alle Neuigkeiten, der Besuch des deutschen Außenministers)

b. Üben Sie!

Worüber willst du dich informieren? – Ich will mich über den Theater plan informieren.

(die Ausstellung, das Konzert des Künslers, die Neuigkeiten, in der Welt, alle Nachrichten, die Wiedervereinigung Deutschlands, die Beziehungen der Asärbaidschanischen  Republik zur Bundesrepublik Deutschland, der Stundenplan, der Inhalt des Nachschlagewerks)

5.      es. (gut) meinen mit + Dat.

a. Übersetzen Sie!

Warum weinst du? Er meint es doch nicht schlecht mit dir. Der Arzt meint es gut mit dem Kranken und verschreibt ihm noch einmal diese Arznei. Die Sonne meint es heute gut mit uns. Ich denke, er meint es ehrlich mit dir. Meine meint es mit allen ihren Gästen gut. Der Lektor meine es gut mit der schwachen Studentin und gab ihr besondere Aufgaben. Entschuldige bitte, ich meine es nicht schlecht mit dir, ich will dir helfe.

b. Bilden Sie Sätze?

ich

 

ich

er

 

du

wir

meinen es gut mit

er

 

 

sie

 

 

es

 

 

wir

 

 

ihr

 

 

sie

 

6.      Beschreiben Sie die Bedeutung der Verben auf deutsch!

Aufgehen, bieten, übersteigen, berichten, ausschließen, betreiben, umbenennen, genissen, verabschieden.

7.      Bilden Sie kurze Sätze mit folgenden verben!

Gründen, sich melden, kennenlernen, mitnehmen, besuchen, vernichten, schreien, einladen, verbringen, sich eignen, beeinddrucken, sich verbeugen, danke, rächen, vererteilen, verschlingen, verlassen, aufbauen, betätigen, abhalten, kleben, widmen, begreifen, glänzen.

8.      Nennen Sie Substantive mit den Endungen

- er, - ung, -heit, -tät, -um

9.      Nennen Sie die Substantive zu folgende Adjektiven:

 

treu

fröhlich

kühn

traurig

mutig

tapfer

hart

ernst

gütig

klug

schlagfertig

feinfühlig

 

10.  Charakterisieren Sie folgende Personen aus der Literatur und Geschichte!

 

Beispiel: Münchhausen – Münchhausen war lustig, klug, mutig.

Mollah Nasreddin, Till Eulenspiegel, Dshalil Mamedkulisade, Peter, der Erste, Natawan, John Schneer, Kolumbus, J.W.von Gorthe.

11.  Zeigen Sie in Situationen folgende Charaktereigenschaften!

Die Schlagfertigkeit, die Kühnheit, die Härte, der Ernst, die Fröhlichkeit, die Güte, die Treue, die Feinfühligkeit.

12.  Sagen Sie, welche Charaktereigenschaften Sie

a. hoch schätzen

b. nicht schätzen

Begründen Sie Ihre Meinung!

13.  Stellen Sie schriftlich Wortnester zu folgenden Themen zusammen:

a) der Mensch

b) Körperteil

c) Charaktereigenschaft

14.  Charakterisieren und beschreiben Sie

a) sich selbst

b) ihre Freundin (Freund)

c) eine literarische Gestalt

15.  Bilden Sie Situatonen zu folgenden Sätzen!

Er hat es abgelehnt. Hüte dich vor einer Grippe! Er lädt dich herzlich dazu ein! Ioch meine es gut mit dir. Du mußt dieses Opfer bringen. Das hat mich stark beeindruckt.

16.  Erzählen Sie folgenden Text nach!

In der Eigangshalle des Bakuer Kunstmuseum hängt ein prächtiger Teppich. Anläßlich des 10. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlande haben Dürdane und ihre Freundinnen diesen Teppich geknüpft. Der Teppich ist 7,4 m hoch. In ihm gibt es 36 000 Knoten. 152 Tage lang arbeiten die Mädchen Tag und Nacht an dem Teppich. Sie stellten auf dem Teppich M.Ä.Räsulzadä dar, über ihm das Wappen der Asäraidchanischen Republik. Links und rechts gestalteten sie Szenen aus seinem Leben.

17.  Machen Sie eine Exkursion ins Kunstmuseum in Baku! Beschreiben Sie dann einzelne interessante Exponate!

IV. Grammatik:        

     Festigung: Gebrauch des Perfekts

1. Bilden Sie das Perfekt folgender Verben:

 kleben, schweigen, rächen, gleiten, widmen, begreifen, studieren, verurteilen, sich eignen, schleichen, schreien, hüten, glänzen, verbringen, beeindrucken, einladen, informieren, gliedern, vernichten, ablehnen, gründen, berichten, betreiben, mitnehmen, besuchen, sich melden

2.Suchen Sie im Text Sätze im Passiv! Sprechen Sie über den Gebrauch des Passivs in diesen Sätzen!

1.      Übersetzen Sie!

Ich habe dich gestern angerufen. Du bist nicht zu Hause gewesen. Wir sind lange im Museum geblieben. Er hat die wichtigsten Exponate beschrieben. Ihr habt den Text in kleine Teile gegliedert. Langsam ist die Fahne nach oben geglitten. Sie hat dieses Gedicht ihrem Sohn gewidmet. Endlich ist es eingeschlafen.Ich habe dir noch nicht für deine Hilfe gedankt. Er ist im letzten Jahr um fünf Zentimeter gewachsen.

4. Setzen Sie die Sätze ins Perfekt!     

Ich begegne meinem Freund auf der Straße. Bei Grün fahren die Autos, aber bei Rot bleiben sie stehen. Wir steige die breite Treppe nach oben. Vor dem Denkmal legen viele Besucher Blumen nieder. Unsere Studiengruppe lädt alle zur Ausstellung anläßlich des Wiedervereinigungstages. Die Bäume erblühen im April und blühen dann bis Mitte Mai. Das Plakat informiert alle Studenten über den Beginn der Pressekonferenz.Zuerst verbeugt sich der Herr vor der Dame. Mich beeindruckt jedesmal die riesige schwarze Skulptur.

5. Üben Sie!

a.Hast du das Buch gelesen?- Ja, ich habe es in der vorigen Woche gelesen.(ausleihen, studieren, kaufen, einwickeln, aufmachen, aufräumen, nehmen, verlieren)

b.Habt ihr den Tisch gedeckt?- Ja, wir haben ihn gerade gedeckt.(in die Ecke stellen, abräumen, verkaufen, reparieren, ausleihen, in das Zimmer tragen)

6.Üben Sie

 Habt ihr das Kunstmuseum besucht?- Ja, wir haben das Kunstmuseum besucht.(Geschichte des Volkes ehren, eine Wandzeitung gestalten, eine Feierstunde organisieren, über Eichlers Rolle für die Architektur sprechen, Goethes Werke studieren, Material und Fakten die Firma Siemens sammeln, Lieder und Gedichte über unser Land vortragen, Dias über das Bakuer Kunstmuseum zeigen)

7. Lernen und inszenieren Sie folgenden Dialog! Achten Sie auf die Perfektformen der Verben!       

A:Der 3. Oktober ist der Tag der Wiedervereinigung Deutschlands.Habt ihr daran gedacht?

B: Natürlich. Wir haben schon ein Programm vorbereitet.

A: Was habt ihr denn vorbereitet?

B: Wir haben eine Ausstellung über Deutschland gestaltet.Sie informiert über Leben und Kunst Deutschlands.

A: Ist das alles?

B: Nein, wir hamen auch eine Feierstunde vorbereitet. Dürdäne und Ilgar haben Bilder und Dias ausgewählt. Dias erzählen über die deutschen in Aserbaidschan. Auf den Bildern werden die deutschen Familien geschildert, die damals in Aserbaidschan lebten.

A.    Habt ihr auch die Bücher darüber gelesen?

B: Ja, wir haben das Buch „Aserbaidschan.Das Land der Feuer“diskutiert.

A: Ich denke, eure Gruppe hat sich gut auf das große Jubileum vorbereitet. Vielleicht ladet ihr zur Feierstunde auch die anderen Gruppen der Fakultät ein?

B: Einverstanden! Wir laden die Gruppen der Fakultät gern ein.

6.      Gestalten Sie einen Dialog zum Thema:“Unsere Gruppe hat sich zum Wiedervereinigung Deutschlands gut vorbereitet“. Gebrauchen Sie als Hilfe Wörter und Wendungen aus den Übungen 6 und 7! Verwenden Sie die Verben nach Möglichkeit im Perfekt Passiv!

 

Ludwig Renn

Es wird die neue Welt geboren 

Es wird die neue Welt geboren

Aus Hunger, Elend, Tiefster Not.

Viel Klassenkämpfer liegen tot,

Jedoch kein Opfer ist verloren

 

Dann soll nicht auf der Straße liegen,

Wer Arbeit will und Kräfte hat,

Die alten Leute werden satt,

Kein Kind soll länger hungernd frieren.

 

Und von Millionen starken Händen

Wir dann ein Riesenwerk vollbracht,

Zerbrochen ist die alte Macht,

Aus Not soll keiner mehr verenden

 

So wird die neue Welt geboren

Aus Hunger, Elend tiefster Not.

Viel Klassenkämpfer liegen tot,

Jedoch kein Opfer ist verloren.

 

Lektion XXX

 

Thema: Mein Aufenthalt in Asärbaidschan

Phonetik: Phonetische Wort und rhytmische Gruppen

Grammatik: Plusguamperfekt der transitiven Verben.

Festigung: Partizip I

 

Vorübungen:

1. Üben Sie die Aussprache der Wörter

a. mit betonten Suffixen:

Bücherei

Organisation

Bäckerei

Industrie

Druckerei

Universität

Aspirant

Student

Deklinieren

Literatur

Soldat

Philosophie

Sozial

Offiziell

b. mit betonten Präfixen:

Ankommen

zuhören

Einschalten

aufstehen

Vortragen

ausschalten

Beiwohnen

vorziehen

Mitbringen

aufschreiben

 

2. Antworten Sie auf die Fragen:

Welche Suffixe sind betont?

Welche Präfixe sind betont?

3. Erraten Sie die Phoneme nach den Eigenschaften!

a. Vokal, hintere Reihe, mittlere Zungenhebung.

b. Konsonant, Sonant, Lippenlaut, Verschlußlaut.

c. Vokal, hintere Reihe, hohe Zungenhebung, labial, lang.

4. Üben Sie die Aussprache der Wörter:

 

Standpunkt

Gürtel

Zentrum

Koordinierung

Niederung

reinigen

Wirtschaft

Beleidigen

Acker

Gastgeber

Schütteln

chemisch

Wüste

Schicksal

Eigenschaft

Kanal

Anbau

verzeihen

Industrie

Pflanze

Mit leid

 

5. Analysieren Sie das Wort „Industrie“ phonetisch!

6. Üben Sie!

Guten Morgen! Wie hast du geschlafen. – Ich habe gut geschlafen.

(frühstücken – gut, in die Hochschule fahren – schnell, sich vorbereiten – gut, den Abend verbringen – interessant, aufstellen – schnell, gestern nach Hause kommen – gut, sich erholen - gut)

7. Lesen Sie folgende Erzählung! Finden Sie die Sätze im Perfekt heraus! Erzählen Sie die Geschichte nach!

Eines Tages sah ich an der Wand unseres Hauses die Zeichnung eines Kindes. Es hatte ein Tier gemalt, unter das Tier einige Striche, neben das Tier einige Kringel. Ich ärgerte mich über diese Zeichnung und rief meine Söhne:

«Kinder, wer hat das Tier an die Wand gemalt?» fragte ich sie, aber sie schwiegen. Noch einmal fragte ich: «Wer hat das gemalt?» Aber die Kinder standen still und stumm vor mir. Da wurde ich sehr böse.

Monate vergingen. Da bemerkte ich wieder diese Zeichnung an der Wand unseres  Hauses. Wieder frate ich die Söhne, aber sie schwiegen. Da wurde ich traurig.

Bald kam in unseren Hof ein alter Mann. Wir kannten ihn gut. Er verkaufte Eier und Butter. Manchmal hatten wir gerade kein Geld zu Hause. Da gab er uns die Lebensmittel und wir bezahlten später. Auch dieses Mal kauften wir bei dem Mann Eier und Butter. Aber bezahlen wollten wir später. Der Mann ging. Da fiel mir etwas ein. Ich eilte dem Mann nach. Er stand im Hof und malte etwas an die Wand unseres Hauses: ein Tier, Striche und Kringel. Ich fragte ihn: «Was hast du da gemalt?» Ich blickte zur Erde und sagte: «Entschuldige, ich habe die Wand eures Hauses schmutzig gemacht. Aber, ehrlich gesagt, ich bin nie in eine Schule gegangen. Ich kann nicht lesen und nicht schreiben. So mache ich diese Zeichen an dein Haus. Sie bedeuten: du mußt mir noch fünf Rubel für Butter und drei Rubel für Eier geben.»

Da wurde ich ganz fröhlich. Ich rief meine Söhne und sagte: «Seht auf die Zeichnung, Kinder. Das hat auch ein Kind gemalt, aber ein Kind mit einem Bart.»

                                           (nach: D.Mamedkulisade «Das bärtige Kind»)  

8. Stellen Sie zu der Geschichte aus Übung 7 Fragen im Perfekt!

7.      Erzählen Sie den Text im Perfekt!

a. Wie haben Sie für die Festtafel Scherbet und Plow zubereitet?

Gebrauchen Sie die Verben: kaufen, schneiden, waschen, schneiden, waschen, kochen, gießen, geben, schließen, schmücken.

b. Wie haben Sie die Festtafel vorbereitet? Gebrauchen Sie folgende Verben: stellen, kaufen, kochen, zubereitet, helfen, legen, schmücken.

8.      Setzen Sie folgende Substantive schriftlich in den Plural! Achten Sie auf die Schreibung des Suffixes – nis im Plural!

Das Zeugnis, die Erlaubnis, das Ereignis, das Gefängnis, das Bündnis, das Hindernis, das Erzeugnis, das Gleichnis, das Ärgernis.

9.      Setzen Sie folgende Substantive schriftlich in den Genitiv Singular!

Achten Sie auf die Schreibung des s – Lauts.

Der Fuß, der Fluß, der Kuß, der Grieß, der Baß, der Stoß, der Spaß, der Gruß, der Sproß, der Genuß.

10.  Schreiben Sie folgende Wörter  nach dem Diktat!

Der Sport, spielen, stark, der Stab, der Stausee, stellen, springen, steigen, an der Spitze, stehen, der Spiegel, der Staat, der Spezialist, die Sprechstunde, spotten, der Standpunkt, der Staub, des Status, die Speise, sprechen, stattfinden, steil, der Stiefel, sterben, still, strömen, stumm.

11.  Fragen Sie die Wörter aus Übung 12 nach ihrer Wortart in eine Tabelle ein!

12.  Suchen Sie Wörter mit folgender Wurzel!

-spiel, -staat, -sprech, -stell, -stand,- speis, -stand, -stark.

 

II. Phonetisches Wort und rhytmische Gruppen.

Das Gesprochene stellt eine Aufeinanderfolge von kleinsten Einheiten dar.

Je nach der Bedeutung teilen sie sich in zwei Gruppen:

1. Autosemantische Einheiten, dazu gehören Morpheme, Lexeme mit selbständiger Bedeutung (´t u: t, ´b u: x, ´v a n t, l ^ ç t )

Sätze, Absätze, Texte /´z* e ts ə/, />´a p, z e ts ə/, /t e k s t ə/ usw

2. Synsemantische Einheiten; Dazu gehören grammatische Morpheme (Grammeme), Lexeme – Partikeln – zu, mal, doch Konjuktionen: aber, und, nur, usw.

Artikel – der, die, das, usw., Präpositionen – an, in, auf, zu bei usw.

Die kleinsten Einheiten der Sprache sind Phoneme, sie gehören weder zur ersten noch zur zweiten Gruppe. Sie treten als konsitutive Elemente bei der Gestaltung der autosemantischen und synsemantischen Einheiten der Sprachen auf. Die Autosemantika bilden entweder für sich ein phonetisches Wort, meinstens, oder in Verbingung mit Synsemantika. Z.B.:

Man /interessierte sich/ für die Musik.

Es gibt hier drei phonetische Wörter. Das zweite und das dritte phonetische Wörte bestehen aus Verbindung von Autosemantika und Synsemantika. Das erste aber besteht aus einem Morphem. Die Synsemyntika treten entweder als Proklitik (wie im dritten phonetische Wort oder als Enklitik (wie im zweiten phonetischen Wor) auf. Jedes phonetische Wort stellt ein unzerlegbaren Ganzes mit seiner eigenen Betonung dar.in phonetischen Wörtern mit Proklitik und Enklitik fällt die Betonung in der Regel auf das sinntragende Wort. Somit verstehen wir unter dem phonetischen Wort einen Teil, des Geschprochenen mit oder ohne Proklitik und Enklitik mit einer selbständigen Betonung auf dem autosemantischen Wort.)

Phonetische Wörter haben ihre rhytmische Gestaltung durch den Wechsel der betonten und unbetonten Silben. Je nach der Stelle der Stelle der Betonung kann die rhytmische Struktur der phonetischen Wörter verschieden sein. Z.B.!

                 /Hermann / interessierte sich / für die Musik // 

                         Er besucht / regelmäßig / Konzerte //

Die rhytmische Gestaltung des Deutschen unterscheidet sich von der des Aserbaidshanischen hauptsächlich durch die Endstellung der Betonung in aserbaidschanischen phonetischen Wörtern. Vgl.:

 

Məktəbimizin şəgirdləri / böyük söylə / jalışırlar //

 

1. Hören Sie den Text A ab und achten Sie auf den Tonverlaut in den Sätzen und die Aussprache der Wörter mit Satzbetonung.

2. Hören Sie den Text B ab und achten Sie dabei auf den Tonverlauf in den progredienten Syntagmen und die Aussprache der betonten Silben!

3. Antworten Sie auf die Fragen!

a. Wie entsteht ein phonetisches Wort?

b. Wie werden die synsemantischen Einheiten ausgesprochen?

c. Kann die rhytmische Struktur der phonetischen Wörternach der Stelle der Betonung verschieden sein?

2.      Transkribieren Sie den 1. Absatz aus dem Text A und bestimmen Sie

a)die Zahl der Sätze

b)die Zahl der phonetischen Wörter!

3.      Führen Sie phonetische Analyse des Satzes „Mein Flugzeug landete auf dem Bakuer Flughafen und ein moderner Bus brachte mich zum Hotel“ durch!

4.      Hören Sie das Gedicht „Zwanzig Lenze“ ab und transkribieren Sie es!

Achten Sie auf die Gleiderung der Sätze und die Aussprache der phonetischen Wörter! Lernen Sie es auswendig!

 

III. Text A.

 

           Was man heute in Aserbaidschan auf eine Frage amtwortet

Ich arbeite in der Zeitung „Neues Deutschland“. Vor einem Monat flog ich mit dem Flugzeug von Frankfurt am Main aus nach Süden. Ich hatte die Aufgabe, den Lesern unserer Zeitung über die Wirtschaft in Aserbaidschan zu berichten. Im Flugzeug las ich einen Artikel einer aserbaidschanischen Zeitung. Dort stand: Stellt man in Asärbaidshan die Frage des Öls vom Standpunkt der Koordinierung verschiedener Seiten der Volkswirtschaft azs richtig? Dieses Land ist sehr reich. Man muß hier auch die Landwirtschaft ernsthaft entwickeln. Nun interessierte mich diese Frage. Wie wird man heute in Asärbaidshan auf diese Frage antworten. Man hatte sie vor mehr als siebzig Jahren gestellt.

 Mein Flugzeug landete auf dem Bakuer Flughafen und ein moderner Bus brachte mich zum Hotel „Europa“. Schon der erste Bummel durch die alte Sradt Baku brachte eine Antwort. Baku ist eine sehr freundliche Stadt mit hellen Häusern und vielen Parks. Früher hatten die Erdölbarone ihre Paläste in Baku gebaut. Diese Paläste hatte man zum Teil restauriert. Dann machte mich mein Bakuer Gastgeber mit der Halbinsel Abscheron bekannt. Das ist die Umgebung Bakus. Auch hier gibt es keine Wüste, sondern Wein und Gemüsegärten.  Das macht der Samur – Abscheron – Kanal. Dank diesem Kanal konnte man die junge Stadt Sumgait bauen.

Das Wasser des Kanals bedeutet Leben für zahlreiche Indusriebetriebe und für viele Parks und Gärten. Früher war hier Wüste. Heute kommen auf jeden Einwohner Bakus 40 m2 Park. Um die Stadt liegt ein grüner Gürtel. Die Frage des Wassers ist eine der wichtigsten Fragen in Asärbaidschan. Über die Lösung dieser erfuhr ich folgendes:

In Mingätscgevir gibt es heute einen großen Stausee. Hier beginnt der Obere – Garabag – Kanal. Er leitet das Wasser in die Kur – Aras – Niederung. Sie ist das wichtigste Gebiet für den Aufbau von Jedes Jahr birgt man hier eine reiche Ernte.

Die Baumwolle spielt  in der aserbaidschanischer Landwirtschaft eine große Rolle. Aber auch andere Pflanzen sind wichtig. Im Bezirk Schamachy liegt ein Zentrum des Weinanbaus. Die alte aserbaidshanische Hauptstadt Schamashy liegt im Gebirge. Der Boden ist hier steinig. Seit 1977 hat man den Boden von Steinen gereinigt. Man hat 30 kleine Stauseen geschaffen Heute gibt es in Schamachy mehr Asker als früher. Auch die Kosmonauten unterstützen die Bauern von Schamachy. Die fotografieren die Äsker. Dann zeichnen die Wissenschaftler nach diesen Fotografien genaue Karten der Äcker und bestimmen die chemischen Eigenschaften der Böden. Mein Besuch in Aserbaidshan ging zu Ende. Viele Neuigkeiten hatte ich erfahren. Die wertvollste Neuigkeit ist: für Aserbaidschan ist heute nicht nur das Öl wichtig. Auch die Landwirtschaft spielt eine große Rolle.

Ich nahm Abschied von der freundlichen aserbaidschanischen Erde und flog nach Norden.

 

Texterläuterung:

der Standpunkt (-e) – nöqtəyi-nəzər;

- mövqe, yerləşmə

 Vieldeutigkeit:

1. (Aspekt)

vom Standpunkt der Ökonomie aus, von meinem Standpunkt aus einen Standpunkt vertreten

2. (Ort, wo man steht)

ein hoher, guter Standpunkt Unser Standpunkt liegt auf dem Berg. Zeigen Sie den Standpunkt des Regiments auf der Karte!

 

die Koordinierung (ohne Pl.) – əlaqələndirmə

 

 

die Wirtschaft ( -en) – iqtisadiyyat;

                                - təsərrufat

 Viledeutigkeit:

1. (Okonomie)

die Wirtschaft des Landes, die Landwirschaft, die Wasserwirtschaft. Man baut die Wirtschaft auf, zerstört die Wirtschaft.

2. (Bauerngut, Gasthaus)

Die Eltern hatten eine Wirtschaft im Dorf. Die Wirtschaft bringt viel Geld ein.

 

der Gastgeber – ev sahibi /qonaqları qəbul edən/

 

 

 

die Wüste (-n) – səhra

 

 

der Wein (es,e) – üzüm;

                        - çaxır

Vieldeutigkeit:

1. (Trauben)

Der Wein wächst, reif schnell. Er erntet den Wein, ißt Wein gern

2. (Getränk)

Er trinkt roten, weißen, schweren, trockenen Wein.

  

der Kanal – kanal

 

 

die Industrie (-en)- sənayə

Die Schwer -, Leichtindustrie

Er arbeitet in der Industrie Man entwickelt die Inductrie

 

kommen auf Akk.- düşmək /adam başına kitab, əmək haqqı və s./

Auf jeden Bürger, Schüler Kopf kommen  20 Bücher, 2 Kilo Salz, 140 Rubel

 

der Gürtel (s,-) – toqqa, qayış

 

 

der Stausee – iri su anbar

Syn.: Talsperre

Er leitet die Autos auf die Nebenstraße, die Tiere in der Stall, den Fluß, durch die Wüste.

 

leiten vt. – idarə etmək,;

 Sürmək

 

 

die Niederung (-en)- ovalıq

Syn.: die Tiefebene

In der Niederung fließt ein Fluß, wächst Baumwolle.

 

der Anbau (ohne Pl)-becərmə

Syn.: die Kultur

Der Anbau von Kartoffeln, Obst, Wein.

 

die Pflanze ( -n)- bitki

Eine seltene, nützliche, giftige Pflanzen

Er setzt, steckt, gießt, pflegt, die Pflanze, erntet, ißt die Pflanzen.

 

das Zentrum (s, -en)-mərkəz, orta

Syn.: der Mittelpunkt

Ant.: die Peripherie

reinigen vt. – təmizləmək

Syn.: saubermachen

Er reinigt die Hände, den Teppich, den Fußboden.

der Acker (s,-) – tarla, əkin yeri

Syn.: die Scholle

Fruchtbarer, eigener Acker

Er pflügt, düngt den Acker.

Auf dem Acker wächst Getreide, Unkraut.

chemisch-kimyəvi

chemische Elemente, Mittel, die chemische Reinigung

die Eigenschaft (-en)- xususiyyət, əlamət

Syn. das Merkmal

Eine typische, besondere Eigenschaft

Er hat nur gute, alle schlechten Eigenschaften. Er sprach in seiner Eigenschaft als Vorsitzender.

Eisen hat folgende Eigenschaften

 

Fragen zum Text:

Was stand in der asärbaidshanischen Zeitung geschrieben?

Ist die Halbinsel Abscheron eine Wüste?

Was bedeutet das Wasser des Samur – Abscheron – Kanals?

Wo ist das wichtigste Gebiet für den Anbau von Baumwolle?

Wer  hilft den Bauern  von Schamachy?

Wie haben die Asärbaidshaner das Wasserprobleme gelöst?

Text B:

Balasch: Sewil, geh nicht, warte!

Sewil: Was wollen Sie?

Balasch: Auf ein Wort!

Sewil: Sprechen Sie!

Balasch: Erinnerst du dich noch, du hast mich einmal geliebt. Du hast gesagt, du kannst ohne mich nicht leben.

Sewil: Ich erinnere mich. Ich habe doch mein Wort gehalten.

Balasch: Warum bist du jetzt so kalt zu mir?

Sewil: Sie haben Ihr Wort nicht gehalten.

Balasch: Ich bin schuld, Sewil.

Sewil: Sei es so!

Balasch: Sewil, verzeih mir.

Sewil: Ich verzeihe Ihnen.

Balasch: du bringst mich ins Grab,  Sewil. Hab Mitleid mit mir, so eine Antwort habe ich nicht erwartet.

Sewil: Was willst du von mir?

Balasch: Table mich, beleidige mich! Dann werde ich zur Ruhe kommen.

Sevil: Ich weiß nichts von Ihrer Schuld. Man sagt, das Leben sei ein Kampf. Ich war nicht bereit, zu kämpfen. Ich war besiegt und zog mich zurück. Nur das Genie kann in Leben siegen. Und du, du hast mich getreten. Du hast mich nicht geachtet. Ich war niemand für dich. Du wolltest es so, und du hast es so gemacht. So mußte es sein, und so muß es jetzt sein.

Balasch: Nein Sewil, nein. Ich wollte das nicht so. Ich habe dich geliebt, aber das Leben war stärker als ich. Die Umgebung hat mein Gut aus mir gepreßt. Ich wollte mich befreien. Aber ich sah nicht. Eine schwarze Kraft hielt mich fest und schüttelte mich hierhin und dorthin. Ob ich wollte oder nicht, ich mußte gehorchen. Ich habe das Leben einer Schwachen, einsamen Frau zur Hölle gemacht.

Sewil: Ich war nicht einsam. Ich hatte viele Kameraden.

Balasch: Sewil, glaub mir, diese ganzen Jahre der Trennung habe ich mir täglich um dein Schicksal Sorgen gemacht.

Sewil: Wahrhaftig? Ich glaube das nicht …

Balasch: Was konntest du schon in deiner Lage tun?

Sewil: Die Not ist der Lehrer des Lebens. Ich habe schnell gelernt. Am Tage habe ich gehungert und gelernt. In der Nacht aber ging ich ans Ufer …

Balasch: Hör auf! Genug! Er reicht!

                                                                            (Nach: D. Dshabarly) 

 

 

 

Texterläuterungen:

 

sich erinnern an + Akk. – xatırlatmaq, yada salmaq

Er erinnert sich an seine Heimat, seine Kindheit.

das Wort halten – sözünün üstündə durmaq

Syn.: etw. versprechen

Ant.: das Wort brechen

verzeihen +Dat.+Akk.-(çe, çe) – bağışlamaq, günahından keçmək

Er verzeiht ihr alles.

Sie verzieh ihm die Dummheit

das Mitleid (Ohne Pl.)- rəhm, ürəyiyananlıq

 

tadeln vt für + Akk-tənbeh etmək

Wagen + Gen.

Ant.: loben

Ertadelt den Sohn für seine Faulheit, wegen der schlechten Note.

beleidigen vt –incitmək, xətrinə dəymək

Er hat den Vater beleidigt.

Man kann sie leicht beleidigen. Sei nicht gleich beleidigen

sich zurückziehen (o,o) – çıxıb getmək, geri çəkilmək

Er  zieht sich in sein Zimmer, in die Stille des Wall des zurück. 

pressen vt aus + Dat- sıxılmaq

Er preßt den Saft aus der Frucht; Sie preßten das letzte geld aus den Leuten.

schütteln vt- tərpətmək, əsmək, titrəmək

Der Baum schüttelt sich im Wind. Er schüttelte sich vor Fieber.

gehorchen + Dat – qulaq asmaq; itaət etmək

Er gehorcht dem Lehrer.

Sie hat immer gehorcht.

die Hölle (ohne Pl.) – cəhənnəm

Ant.: der Himmel 

einsam – tək, tənha, yalqız

Ein einsamer Baum, Mensch, in einsamer Höhe, Ferne. Der Gefangene war lange einsam.  

die Trennung en von + Dat.- ayrılma, ayrılıq

Die Trennung von der Heimat von der Famile. Eine lange, kurze Trennung. 

das Schicksal –e – tale

Ein schreckliches, gewöhnliches interessantes Schicksal haben

die Lage, -n- yerləşmə vəziyyəti;

-                                              olduğu yer, yerləşdiyi yer

-                                              münasibət;

-                                              qat, təbəqə

Vieldeutigkeit:

1. (Art, zu liegen)

Er hatte eine unbegueme, die richtige Lage.

2. (Art, in der ein Ort liegt)

ein Haus in ruhiger, zentraler Lage, ein Sanatorium in schöner, gesunger Lage.

Der Wein wächst in höheren Lagen nicht.

3. (Verhältnisse)

er ist in einer schlechten, glückli – chen angenehmen Lage

4. (Schicht)

zwei Lagen Parier, Blätter 

die Not – e- ehtiyac, lüzum, yoxsulluq

Er lebte in bitterer schwerer Not. Sie litt, fühlte, kannte die Not.

Sie war in tausend Nöten.

Er hat keine Not mit dem Geld.

Du hast deine liebe Not mit der Grammatik. Wir haben es mit Mühe und Not geschafft. 

 

Fragen zum Text:

Wer schriebt das Drama „Sewil“?

Wann spielt es?

Was ist das wichtigste Problem des Dramas?

Warum liebt Sewil ihren Mann nicht mehr?

Was können Sie über den Charakter der Personen Sewil und Balasch sagen?

Wer schriebt die Oper „Sewil“?

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1. leiten

a) Ergänzen Sie die Sätze! Gebrauchen Sie die eingeklammerten Wörter!

Die Bauern leiten das Wasser auf … (die Wiese, das Feld)

Der Gärtner will das Wasser auf … leiten (die Beete)

Der Fahrer leitet die Autos auf … (Neftschiler straße, der Bülbül prospekt)

Die Arbeiter leiteten den Storm in … (das Netz, die Stadt)

Der Junge hat die Kühe auf … geleitet (die Wiese)

Die Ordner leiten den Zug der Demonstranten über … (der Platz)

Die Bauarbeiter leiteten den Fluß in … (das neue Bett)

Die Ingenieure haben den Kanal durch … geleitet (die Wüste, das Gebirge, die Niederung)

 

b) Übersetzen Sie ins Aserbaidschanische! Achten Sie auf die Vieldeutigkeit des Verbs „leiten“!

Der Direktor hat viele Jahre den Betrieb geleitet.

Im Frühling und im Herbst leiten die Bauern Wasser auf die Felder.

Heute mußte man den Verkehr nach Schamachy über eine Straße leiten Eisen leitet den Storm gut. Der Dekan leitet die Fakultät. Am frühen Morgen leitet ein Bauer die Tiere an den Fluß. Sand leitet nicht.

 

c) „leiden“ oder „leiten“? Setzen Sie das richtige Verb im Präsens ein!     

Er … an einer schweren Krankheit. Ich kann diesen Faulpelz nicht … . Viele Menschen unserer Erde … Hunger. Man … die Milch durch Rohre in die Fabrik. Er … alle Nachrichten in die Datenverarbeitung. Der Leutnant … das Flugzeug durch Radar. Das Volk … unter der Unterdrückung durch ausländische Herren.  Man … den Strom in die neuen Städte im Osten … nicht, kämpfe!

 

2. Verzeihen +Dat.+Akk.

Bilden Sie möglichst viele Sätze! Gebrauchen Sie verschiedene  Zeitformen!

 

niemand

 

ich

der Fehler

der Vater

verzeihen

Otto

das Wort

wir

verzieh

die Tochter

die Verspätung

die Freundin

haben ver-

der Faulpelz

die schlechte Note

Simone

ziehen

ihr

die Schuld

du

werden ver-

die Kinder

die Beleidigung

die Studenten

ziehen

der Naseweis

nichts

 

3. Fragen Sie nach dem unterstrichenen Satzteil!

Antworten Sie, ohne ins Buch zu schauen.

Max gehorcht  dem alten Mann und macht das Radio leise.

Einmal verzeiht der Lektor dem Studenten die Verspätung zur Stunde.

Die Studiengruppe tadelt den Faulpelz für seine schlechten Zensuren in der Prüfung. Schließlich mußte die Geologen dem Gesetz der Natur gehorchen und eine Pause auf ihrer Wanderung machen.

Seit zwei Jahren leitet der Meister des Sports unsere Mannschaft.

Man leitet die Nachricht an die Presse.

Tante Minna verzeiht ihrem Enkel alles.

Wagen hoher Geschwindigkeit tadelt der Verkehrpolizist den Fahrer.

Alle Soldaten müssen dem Befehl Zugleiters gehorchen.

4. gehorchen

Bilden Sie Sätze!

 

Der Student

 

der Leutnant

Der Schüler

 

die Eltern

Der Arbeiter

gehorchen

der Lehrer

Der Soldat

 

der Dekan

Das Kind

 

die Ingenieur

 

5. Kommen auf + Akk.

a) Beenden Sie die Sätze!

Auf 10 000 Einwohner der Stadt kommen …

(5 Ärzte, 2 Schulen, 2 Geschäfte, ein Postamt, eine Bibliothek)

Auf jeden Gast kommt …

(eine Flasche Limonade, zwei Stück Kuchen, eine Tasse Kaffee, ein Eis, eine Bockwurst)

Auf 1 kg Mehl kommen (t) …

(1 Glas Milch, 2 Eier, 100 g Fleisch, 200 g Butter, zwei  Löffel Zucker)

b) Üben Sie!

Wieviel Studenten kommen auf einen Lektor?

- Ich kann mich nicht erinnern. Frag mal Otto!

(Ingenieure – Arbeiter, Wissenschaftler – Arbeiter, Mädchen – Jungen, Bauern – Arbeiter, Sportler. Trainer, Kranke – Arzt, Übungen – Lektion, Wörter – Semester, Veranstaltungen - Institut)

6. Sich erinnern an + Akk.

a) Üben Sie!

Erinnerst du dich noch an unseren Urlaub?

Natürlich. Ich erinnere mich genau an den Urlaub.

(der alte Nachbar, die Stadt im Süden, die Reise nach Derbent, der Abend im Theater, das Treffen mit dem Schriftsteller, der französische Film, das Kleid meiner Freundin, unsere Hochzeit,die letzte Prüfung)

b) Üben Sie!

Ich erinnere mich gern an das Gespräch mit dem deutschen Reporter.

Und du? – Ich erinnere mich nicht mehr an dieses Gespräch.

(Peter, mein Vater, der Direktor, die Schule, Irada, Wir, alle, die meisten Studenten, die Bauern von Schamachy)

5.      Erklären Sie den Unterschied in der Bedeutung folgender Verben! Verwenden Sie die Verben in zurzen Situationen!

gehorchen -  horchen

tadeln – loben

leiten – leiden

reinigen – aufräumen

pressen – drücken

das Wort halten – das Wort geben

6.      Übersetzen Sie ins Aserbaidschanische!

Das Sanatorium befinden sich in ruhigen Lage mitten im Wald. Er konnte mit Mühe und Not die Arbeit bis Ende des Monats schaffen. In Spanien, Italien, Bulgarien und anderen südlichen Ländern wächst der Wein gut. Sein Vater führt eine kleine Wirtschaft im BezirkGuba. Leider befinde ich mich in einer unangenehmen Lage. Die Deutschen trinken zu einem festlichen Essen immer ein Glas Wein. In der Landwirtschaft Asarbaidschan spielen Wein, Baumwolle, Tee und Gemüsebau eine bedeutende Rolle. In ihrer Not bat sie die Nachbarin um Hilfe. Die internatiolane Lage ist in der letzten Zeit besser geworden. Im Winter leiden die Vögel bittere Not.

7.      Erklären Sie den Unterschied!

der Acker – der Boden

der Gastgeber – der Gast

die Pflanze – die Blume

der Fluß – der Kanal

die Wirtschaft – die Industrie

die Eigenschaft – der Charakter

8.      Suchen Sie Substantive zu folgenden Oberbegriffen: die Pflanze, das Tier, das Gewässer, die Eigenschaft.

9.       Inszenieren Sie kurze Gespräche mit folgendem Schlußsatz:

Verzeih mir bitte! Von heute an will ich dir immer gehorchen. Ich erinnere mich an alles. Man muß ihn reinigen.du hast dein Wort gehalten. Sei nicht gleich beleidigt! Schüttle kräftig! Ich habe es mit Mühe und Not gemacht. Er wird dich tadeln.

 

IV.             Garammatik A:

 

                       Plusguamperfekt der transitiven Verben   

 

                           Helga hatte neue Schuhe gekauft

 

Das Plusguamperfekt ausgedrücke Handlung ist der im Präteritum erzählen Handlung vorangegangen.

Ich hatte schon alle Übungen gemacht. Da klingelte es.

Das Plusguamperfekt dient zur Zusammenfassung.

Alles in allem hatte ich immer eine Antwort gewußt.

Das Plußguamperfekt ist auch die Zeitform der Erinnerung.

Ich hatte schon früher hier gesessen.

Man bildet das Plusguamperfekt transitiver Verben mit den Hilfsverb „haben“ im Präteritum + Partizip II des Vollverbs, analog dem Perfekt.

 

Ich hatte gewohnt

Wir hatten gewohnt

Du hattest gewohnt

Ihr hattet gewohnt

Er

Sie hatte gewohnt

Sie hat gewohnt

 

Es

 

 

1. Beantworten Sie die Fragen!

Welche Vorgänge stellt das Plusguamperfekt dar?

Wann fanden die im Plusguamperfekt ausgedrückten Vorgänge statt?

Wann gebrauchen wir das Pluguamperfekt?

Wie bildet man das Plusguamperfekt transitiver Verben?

2. Suchen Sie im Text A Sätze im Plusguamperfekt! Schreiben Sie sie heraus, unterstreichen Sie das Prädikat! Übersetzen Sie die Sätze und lernen Sie sie auswendig!

3. Konjugieren Sie im Plusguamperfekt!

Ich hatte Tee gemacht.

Ich hatte alles vorbereitet.

Ich hatte eun Ferngespräch bestellt.

Ich hatte Fähnchen genaht.

Ich hatte Karten geschrieben.

Ich hatte Gäste eingeladen.

Ich hatte den 1. Mai gefeiert.

4. Bilden Sie das Plusguamperfekt (i Ps. Pl.) folgender Verben!

Flicken, machen, berücksichtigen, hüten, abwischen, singen, suchen, bestimmen, lesen, schütteln, lernen, waschen, aufgeben, schließen, hängen, reinigen,  lösen.

5. Schreiben Sie die Sätze im Plusguamperfekt heraus und übersetzen Sie sie!

der Maler S.Schapiro hatte ein Bild von der ersten Maidemonstration in Baku im Jahre 1902 gemalt.

Damals schickte man die Zeitung „Asadlig“ von Baku aus nach Täbris. Im Jahre 1988 hatte die jungen Initiatoren in Baku den ersten die jungen Musavatisten Volk strontsverein haben 1922 die Partei Musavat neugegründet. Sie war schon immer eine Partei der Freiheit und Gerechtigkeit.

In Baku wurden Ende des vorigen Jahrhunderts große Ölkontrakte unterschrieben.

Er geht hier um Erdöl und Erdgas.

6. Setzen Sie folgende Sätze ins Plusguamperfekt!

Der asärbaidschanische Dichter Ramis Rövschän feierte den Sieg des Volkes in einem Poem. Er sang ein Lied über die Schön heit seines Landes. Er liebt seine Heimat und sein Volk heiß.

7. Üben Sie!

Hattest du damals eine Wandzeitung gestaltet? – Ja, Marion hatte auch eine Wandzeitung gestaltet.

(Kuchen backen, den Vorsitzenden informieren, eine Rede halten, die Bitte ablehnen, das Feuer anzünden, das Gedicht übersetzen, die Aufgabe begreifen, alle vorbereiten)

8. Vollenden Sie die Situationen durch einen Satz im Plusguamperfekt!

Beispiel: Ich wartete aufgeregt auf die Gäste. (einladen)

Ich warte aufgeregt auf die Gäste. Ich hatte sie gestern eingeladen.

Sie deckte den Tisch zum Fest. (kaufen)

Beate zog neues kleid an (nähen)

Er wartete auf das Ferngespräch nach Kiew (bestellen)

Wir wollten die Wandzeitung an die Wand hängen (gestalten)

Sie siegten im Wettkampf. (trainieren)

Du schautest auf die Blumen im Garten (pflanzen)

Ihr wohntet seit zwei Jahren in diesem Haus (bauen)

Werner konnte nicht mit ihr sprechen. (beleidigen)

9. Erzählen Sie über ihre Vorbereitungen zum Feiertag! Gebrauchen Sie dabei das Plusguamperfekt.

 

Festigung: Partizip I

1. Sprechen Sie über Bildung und Gebrauch des Partizip I!

2. Schreiben Sie den Text ab! Unterstreichen Sie die Verben im Partizip I Endlich ist Frühling. Die goldene lachende Sonne sendet warme Strahlen auf die große, bunt geschmückte Stadt. Singende, tanzende Menschen ziehen an diesem Morgen durch die Straßen. Wehende Fahnen und blühensde Bäume grüßen die Menschen. Alle haben gute Laune und ein Ziel. Die Menschen bilden einen langen, bunten Zug. Sie feiern den 28 Mai! Die ganze Stadt ist auf den Beinen: Die arbeitende Bevölkerung, die studierende Jugend, schaffende, fleißige, fröhliche  und starke Menschen mit lachenden Gesichtern. Sie feiern ihren Tag, den Gründuneßtag der Aserbaidschanischen Republik.

3. Bilden Sie das Partizip I folgender Verben!

Schweben, grüßen, begreifen, informieren, danken, schleichen, schreien, sich verbeugen, ablehnen, bitten, befehlen, erzählen, gliedern, einladen, tadeln, schütteln, sich erinnern, reinigen, gehorchen.

4. Bilden Sie mit den Partizipien aus Übung 3 Wortgruppen!

Beispiel: schwebend – das schwebende Blatt

5. Charakterisieren Sie folgende Substantive durch die Partizip I!

Beispiel: kommen, das Jahr – das kommende Jahr

Leben, der Fisch; duften, der Tee; bedeuten, der Wissenschaftler; drängen, das Problem; singen, der Sportler; gehorchen, der Sohn; genügen, die Note; hungern, das Tier; brennen, die Kerze; leiden, die Frau; sterben, der Vogel; reißen, der Fluß; scheigen, der Gast

6. Erweitern Sie die Wortgruppen aus Übung 5!

Beispiel: der lebende Fisch – der im Meer lebende Fisch, der drei Jahre lebende Fisch.

 

 

                                                                       Samad Wurgun                              

                                    Zwanzig Lenze

                                         (gekürzt)

                                          (Epilog)

Heut ist Baku ganz eingehüllt

In rote Seide, Fahnen wehn.

Von den Balkons welch herrlich Bild,

Das Purpurtuch säumt die Alleen

Frei ist der Mansch auf freiem Grung.

Sie ziehn vorbei in dichten Reihen

Ein Lächeln spielt um jeden Mund,

Aus jedem Blick strahlt Sonnenschein.

Harmonika und Tar stimmt an

Der Frühling grüßt die Völkerschar.

Im Reigen schweben sie heran,

Der Heimat Mädchen wunderbar.

Ich gratuliere dir, Baku!

Es rauscht das Fest, heut feierst du! …

                                               (Nachgediochtet von B. Gamsalijewa)  

 

  

Lektion XXXI

Thema: Berufswahl

Phonetik: Konsonantenvarianten / l /, / l´ / und andere Varianten

Grammatik: Plusguamperfekt der intransitiven Verben.

Festigung: Pronominaladverbien.

I.                   Vorübungen:

1. Lesen Sie vor!

a. Achten Sie auf die weiche Aussprache des / l / Lautes vor den Vokalen der vorderen Reihe.

Liebe                          Bild                        fröhlich

Silbe                           Schüler                   Stille

liege                           billig                      fliegen

lügen                          ehrlich                    schließen

b. Achten Sie auf die weiche Aussprache des / l / Lautes vor den Vokalen der hinteren Reihe.

Lage                           Schule                    fallen

Volk                           halten                     pflanzen

Palast                          kalt                        alt 

Landwirtschaft           Wald                      Rolle

Wolke                         Niederschlag         Ball

18.  Antworten Sie auf die Fragen!

Wodurch unterscheidet sich phonetische Wort vom Syntagma?

Wodurch unterscheidet sich phonetisches Wort vom Satz?

19.  Lesen Sie den Text (Übung 12) vor und achten Sie auf die Aussprache der phonetischen Wörter und rhytmischer Gruppen.

20.  Sagen Sie die Differenzmerkmale folgender Phoneme:

a. / k /, / j /, / g /, / Ø: /

b. / s /, / ∫ /, / o: /, / E /

21.  Achten Sie auf die Aussprache der Wörter aus dem Text:

Lazarett                   kritisch

mager                      Schulfest

Neulehrer                Hammelbraten

nördlich                   ausbessern

hoffnungslos           beitreten

Stall                         Treffpunkt

Stumpf                     nützlich

Sehen                       erheben

22.  Formen Sie die Sätze um!

Beispiel: Der Lehrer spricht russisch. Der russisch sprechende Lehrer

Der Buchhalter rechnet richtig.

Der Oberst gibt Befehle.

Der Arzt untersucht sorgfältig.

Der Verkäuferin fragt höfflich.

Der Schmied arbeitet fleißig.

Die Krankenschwester kommt nach Hause.

Der Frisör schneidet das Haar.

Die Hausfrau bäckt Kuchen.

Der Aspirant liest viel.

7. Erzählen Sie nach! Achten Sie auf die Verben im Partizip I!

Aus der Witzkiste

Der Reporter fragt den neben ihm stehenden Ingenieur: „Was stellt man hier her?“

„Teile für Fahrstühle“, antwortet der Ingenieur.

„Und was für Teile sind das?“

„Schilder mit der Aufschrift: Außer Betrieb!“

 

Nach Stunden findet Herr Montag einen Parkplatz für sein Auto. „Geschafft“, sagt er tief ausatmend zu einer lächelnden Frau. „Jetzt möchte ich nur noch eins wissen: In welchem Stadtviertel befinden wir uns?“

„Anna, warum hast du dich gleich am Tage nach der Hochzeit von deinem liebenden Mann getrennt?“ – „Ganz einfach! Schon auf dem Standesamt fragte er mich: Liebling, was kochst du heute zum Abendessen?“

8.Bilden Sie Wortgruppen! Verwenden Sie die angeführten Verben in ihrer Form als Partizip I attributiv!

blühen                   das Kind

sterben                   die Blume

surren                    der Leiter

lesen                      der Luftballon

kommen                der Baum

fliegen                   die Stadt

leben                     der Vogel

schreien                das Telefon

schlafen                das Jahr

bitten                    der Fisch                  

9.Bestimmen Sie die Prädikate in den Sätzen durch ein Partizip I näher!

Beispiel: Alle sprachen über diesen Arbeiter (loben) – Alle sprachen lobend über diesen Arbeiter.

Die Bauern pflügten das Feld (singen).

Das Kind lag im Kinderwagen (schlafen).

Das Wasser floß aus der Guelle (gurgeln).

Die Komsomolzen ziehen durch die Stadt (lachen).

Er öffnete die Augen (erwachen)

Anna kam die Treppe herunter (springen)

Du beißt in den reifen Apfel (genießen)

Die Freunde sitzen in der Eisbar (plaudern).

10.Sprechen Sie über den Unterschied in der Bedeutung von Partizip I und Pertizip II! Achten Sie dabei auf folgende Beispiele!

der zeichnende Student              die gezeichnete  Abbildung  

die befreiende Armee                 die befreite Heimat

der einladende Gastgeber           der eingeladene Gast

das fießende Wasser                   das geflossene Blut

die fütternde Mutter                    das gefütterte Baby

die kochende  Milch                   der gekochte Gries

der sprechende Apparat              das gesprochene Wort

das fahrende Auto                       das gefahrene Fahrrad

11. Übersetzen Sie folgendes Zitat mit dem Wörterbuch! Geben Sie es    auf Aserbaidshanisch wieder!

Der zu einem Beruf Begabte und Geborene ist immer eine erfreuliche und seltene Bracheinung… (H.Hesse)

12. Lesen Sie den Text! Übersetzen Sie ihn! Achten Sie auf die richtige Übersetzung der Sätze im Plusquamperfekt!

In der Zeitung hatte ich gelesen: Es gibt heute185 Berufe für Frauen. Eine Frau kann heute als Sekretärin arbeiten oder als Krankenschwester, als Dolmetscherin, Fotomodell, Verkäuferin oder auch im Büro. Das alles gab es damals noch nicht. Damals blieb man sein Leben lang ein Diensmädchen oder man heiratete.

Die Schwestern hatten lange nachgedacht und endlich hatten sie für Ida einen Bräutigam gefunden. Er war 24 Jahre alt, wohnte bei einem Nachbarn in einem kleinen Zimmer, war tüchtig und fleißig, trank wenig. Er hatte ein wenig Geld gespart und wollte ein Geschäft gründen.

                                     (Nach: E. Kästner „Als ich ein kleiner Junge war“)

13.  Bilden Sie die vorhergehenden Sätze im Plusguamperfekt!

Beispiel: (den Stoff messen) Dann nähte sie das Kleid.- Sie hatte den Stoff gemessen. Dann nähte sie das Kleid.

(Blumen kaufen) Dann gratulierten wir der Großmutter zum Geburtstag.

(einen Artikel schreiben) Dann klebten wir ihn an die Wandzeitung

(die Kranken untersuchen) Dann schrieb der Arzt das Rezept.

(die Hausaufgaben fertig schreiben) Dann ging ich ins Theater

(sich dem Ufer nähern) Dann stürmten die Matrosen die Stadt.

(rotes Licht zeigen) Dann zeigte das Signal grünes Licht

(die Familie fotografieren) Dann rahmte der Vater das Foto ein.

14.  Schreiben Sie nach dem Diktat!

Die Presse des Landes, die Aufgabe schaffen, die Zweige schütteln, der fallende Tonverlauf, das Haar kämmer, alles können, essen sollen, das helle Zimmer, für den Fortschritt kämpfen, der Fotoapparat, um Unterstützung bitten, es gefällt den Herren, die Geselschaftswissenschaft, Hammel und Kühe, nich von Pappe sein.

15.  Schreiben Sie zu den Adjektiven passende Substantive!

Beispiel: nett – ein nettes Mädchen

Fett, hell, voll, still, besser, alseitig, flüssig, blaß, schnell, schmuck, kulturell

16.  Setzen Sie den fehlenden Buchstaben ein!

Hol – ändisch, die Stam – silbe, eine Mil – ion, er beher – scht Deutsch, den Bestel – zet – el ausfül – en, der As – istent, ein le – rer Tel – er, der Stoff ist interes – ant, nas – e Blät – er, der Sa – l ist vol - , der sozialistische Sta – t, Nährmit – el, und Waf – en, in die Kas – e tip – en, Volkskam – er und Sta – tsrat, Glat – eis oder Hochwas – er.

 

II.                Phonetische Regel

Konsonantenphonem / l / und seine Varianten

/ l / bildet sich an beiden Zungenseiten oder an einer Seite. Dieses Phonem ist, unabhängig von der Position, weich. Vor Vokalen der vorderen Reihe realisiert man eine weiche Variante - / l /. Das hängt mit der Position zusammen. / l / ist auch weich vor den Vokalen der hinteren Reihe. Vgl.

/´l i: t /, /´l i: b ə/, /´l e: b ə n /, /´> a l t /, / ´t כ l / usw.

Im Gegensatz dazu hat das aserbaidshanische Phonem / l / zwei Realisierungsvarianten: / l´/ und / l /. In der Nachbarschaft von / i, y, Ø, e/

ist / l / immer weich. Vor oder nach Vokalen der hinteren Reihe ist / l / immer hart. Die Weiche und Härte des Phonems / l / im Aserbaidshanischen sind positionsbedingt. Vgl. / l´ il´/, / l´ æ l´/, / p æ l´/ und / a l a /, / d o l u /.

Die Aserbaidshaner müssen die Erweichung des deutschen / l / Phonem in der Aussprache vermeiden.

 

1. Hören Sie den Text A ab und achten Sie auf die Russprache der phonetischen Wörter und rhytmischer Gruppen!

2. Hören Sie den Text B ab und lesen Sie ihn ausdrucksvoll vor! Achten Sie auf die Unzerlegbare Aussprache der phonetischen Wörter.

3. Lesen Sie den Text A und schreiben Sie die Wörter mit / l / vor den Vokalen der vorderen Reihe heraus und transkribieren Sie sie!

4. Antworten Sie auf die Fragen:

Wo bildet sich / l / Laut?

Hängt die Aussprache des / l / Lautes von der Position ab?

Unterscheidet sich die Aussprache des deutschen / l / Lautes von der Aussprache des aserbaidschanischen / l / Lautes?

5.      Lesen Sie den Text B und schreiben Sie die Wörter mit / l / vor den Vokalen der hinteren Reihe heraus! Transkribieren Sie sie!

6.      Führen Sie phonetische Analyse des Satzes „Er war blond, hatte blaue Augen“ durch!

7.      Hören Sie das Gedicht „lyrisches Intermezzo“ von H. Heine ab und transkribieren Sie es, achten Sie auf die Pausen! Lernen Sie es auswendig!

 

III.             Text A.

Damals im Jahre 1944 lag ein junger deutscher Soldat im sowjetischen Lazarett. Der Junge war gerede achtzehn Jahre alt geworden. Er war blond, hatte blaue Augen – ein echter Deutscher wie aus dem Bilderbuch. Nur ein bißchen blaß und mager war er. Damals hatte er denken gelernt. Einmal war die sowjetische Ärztin an sein Bett getreten und hatte ihm einige Bücher auf die Decke gelegt. „Lernen!“ sagte sie. Es waren Schulbücher gewesen, keine Romane. So begann das Leben des Lehrers Jürgen Polzin, des heutigen Professors für Pädagogik an der Hochschule in Potsdam.

Nach dem Krieg und dem Lazarett war er Neulehrer in einem kleinen Dorf nördlich von Berlin. Das Dort heißt Wüstekunersdorf. Es bestand aus einigen verbrannten Häusern mit hungrigen, hoffnungslosen, sehr stillen Einwohnern.

Die Schule ist ein alter Stall. Eine Tafel gibt es nicht, keine Kreude, keine Hefte. Im Dorf sind zwanzig Schulkinder, ganz kleine und auch einige große Mädchen.

Die Monate vergehen. Der Sommer kommt. Die Kinder malen längst Wörter und Formeln. Aber der Krieg hatte sie stumpf und das machte dem Neulehrer Jürgen Polzin Sorgen. Seine Schulkinder können nicht lachen und nicht weinen. Sie schreiben, lesen, rechnen. Aber sie lachen nicht und sind doch Kinder.

Da hat der junge Lehrer eine Idee. Er beginnt mit den Kindern Theater zu spielen. Die Szenen schreibt er selbst, so gut er kann. Sie erzählen vom Leben im Dorf, sie sind lustig und auch kritisch.

Und dann gibt es ein großes Ereignis im Dorf. Der Lehrer und alle zwanzig Schulkinder spielen für die Einwohner des dorfes Theater. Nach der Aufführung sitzen alle gemeinsam um ein großes Lagerfeuer und endlich erklingt wieder ein altes Volkslied. Und damals begann das Eis auf den Herzen der heute zu tauen.

Später hatte er dann studiert, war an verschiedenen Schulen als Lehrer tätig gewesen, dann als Direktor. Er hatte eine Dissertation geschreiben. Heute aber war Professor Suchomlinski bei ihm zu Gast, sein Freund und Genosse. Am Abend saßen sie am Tisch. Professor Polzin hatte sein Glas erhoben und nur ein Wort gesagt:

„Freundschaft!“ Und darauf haben Sie getrunken.

                              (nach: Helmut Sakowski „Die Ferienflotte aus Papier“)

 

 

Texterläuterungen:

 

das Lazarett – s – hərbi xəstəxana

 

mager – arıq

Ant.: fett, dick

ein mageres Gind, eine magere

Kuh, mageres Fleisch,

Er ist sehr mager.

die Decke – n -  yorğan, örtük;

                        - tavan

Vieldeutigket:

1. die Zudecke

eine wollene, weiche, dünne

Decke. Auf dem Sofa liegt eine Decke.

2. die Zimmerdecke.

Eine hohe, niedrige Decke

Die Lampe hängt an der Decke.

der Neulehrer – demokratik fikirli müəllim

 

nördlich – şimal, şimali

 

Ant.: südlich

in nördlicher Richtung, nördlich des Waldes, nördlich von Baku

verbrennen (a,a) – yanmaq

                           - yandırmaq

Vieldeutigkeit:

1. das Holz, das Haus verbrennt

10.  Er verbrennt das Holz, sich.

hoffnungslos – ümidsiz

Ant.: hoffnungsvoll

ein hoffnungsloser Fall

Die Krankheit ist hoffnungslos

der Stall – e – tövlə

 

vergehen (i,a) – keçmək, getmək/vaxt/

Die Zeit, die Jahre vergingen im Flug. Alles ist vergangen.

längst – lap çoxdan, çoxdan bəri

Alles ist langst vorbereitet.

Er geht längst zur Schule

die Formel –n – formula

 

stumpf – kütləşdirilmiş;

             - maraqsız, zəhlətökən

 

Vieldeutigkeit:

1. (Ant.: nicht spitz)

ein stumpfes Messer, eine stumpfe Nadel, Spitze ein stumpfer Winkel.

2. Syn.: uninteressiert

ein stumpfer Mensch

die Szene – n- səhnə

Er schreibt, spielt, gestaltet eine Szene

kritisch – tənqidi

Ant.: unkritisch

das Ereignis – se – hadisə, vaqiə, qəziyyə

ein wichtiges, frohes Ereignis

Er erwartet dieses Ereignis, sei langem, mit Ungeduld

Erklingen (a,u) - səslənmək

Ein Lied, die Geige erklingen

 

Fragen zum Text:

Wie begann das Leben des Lehrers Jürgen Polzin?

Warum gab es im Dorf Wüstekunnersdorf große Mädchen, aber keine großen Jungen

Was Machte dem Neulehrer Polzin Sorgen?

Warum begann das Eis auf den Herzen der Leute zu tauen?

Wer war bei ihm zu Gast?

Warum tranken die Genossen auf die Freundschaft?

 

Text B:

Arif: Guten Tag, Ulli!

Ulli: Guten Tag, Arif! Sag mal, ist dein Vater Direktor der Bakues Schuhfabrik? Ich habe gestern in der Zeitung „Kommunist“ ein Gespäch mit Direktor gelesen. Er heißt wie du: Alijew.

Arif: Aber nein. Den Namen Alijew triffst du in Baku auf Schritt und Tritt. Alijews gibt es wie Sand am Meer. Mein Vater ist Ingenieur für Datenverarbeitung.

Ulli: Ach so. Ich bin eben noch nicht lange hier und habe wenig Ahnung von Land und Leuten.

Arif: Du studierst jetzt an der Hochschule für Erdölchemie. Was wirst du nach dem Szudium machen? Was willst du werden?

Ulli: Eigentlich will ich Ingenieur werden. Bei und in der BRD gibt es auch Erdöl. Da möchte ich in einem Betrieb arbeiten. Aber wer weiß. Ich bin Mitglied der Kommunistischen Partei. Da ist man nie sicher.

Arif: Was sagst du da! Die BRD hat doch eine Verfassung hat jeder Bürger das Recht auf Arbeit. Das hängt nicht von Alter, Geschlecht Nationalität und politischer Überzeugung ab.

Ulli: Ich sehe, du hast auch wenig Ahnung von Land und Leuten der BRD. Seit 1972 gibt es bei uns ein Berufsverbot für Mitglieder der KPD. Kommunisten dürfen nicht im öffentlichen dienst arbeiten.

Arif: Aber das ist doch gegen die verfassung! Alle Bürger der BRD haben das Recht auf Arbeit.

Ulli: Bei uns steht das Recht auf der Seite des Mächtigen. Und sie gebraucher ihr Recht. Wieviele Kommunisten hat man schon entlassen: Wilhelm Voss, Lehrer, Herbert Bastian, Angestellter, Marianne Kuhlmann, Lehrerin ….!

Arif: Kömpfen die Bürger der BRD gegen das Berufsverbot?

Ulli: Ja, natürlich. Alle Kämpfer gegen das Berufsverbot haben sich zu einer Organisation vereinigt. Nur so können wir Erfolge erzielen.

Arif: Ich kann mir das nicht vorstellen:

Jemand ist Kommunist. Er kämpft für den Frieden, für das Glück der Menschen … und plötzlich hat er keine Arbeit mehr.

Ulli: Aber so ist es. Das ist unser Alltag.

 

Texterläuterungen:

 

auf Schritt und Tritt – addımbaşı, hər yerdə

Syn.: überall

Er sah auf Schritt und Tritt Losungen, Grünanlagen, Touristen,

 

wie Sand am Meer – olduqca çox

Syn.: sehr viel

Er hat Zeit, Geld wie Sand am Meer. Hier gibt es Theater, Äpfel, Papier wie Sand am Meer.

 

Ahnung haben von +Dat. – təssəvvürlü olmaq, bilmək

Syn.: verstehen, wissen

Er hat keine Ahnung von Literatur, von dem Unfall, von den Bräuchen.

 

Land und Leute – ölkə və əhali

Er will Land und Leute kennenlernen. Wir erführen viel über Land und Leute.

 

die Überzeugung – en – etimad, inandırma

Syn.die Anschaung

Eine politische, weltanschauliche Überzeugung

Er ist der Überzeugung, …

Er macht etwas gegen seine Überzeugung

 

das Berufsverbot (ohne Pl.) – işləməsinə içazə verilməmə

 

 

entlassen (ie, a) vt – buraxma, azad etmək

/xəstəni, dustağı /;

-işdən qovmaq, azad etmək

Vieldeutigkeit:

1. frei lassen

Nach zwei Monaten entließ man ihn aus dem Krankenhaus, aus dem Gefängnis

2. (auf die Straße setzen, wer)

Er entläßt die Arbeiter

 

sich vorstellen vt- xəyalına gətirmək, təsəvvür etmək

Er stellte sich seine Tochter, den Urlaub, den Urlaub (schön) vor.

Ich stelle mir das anders vor.

 

Fragen zum Text:

Wer ist Ulli?

Gibt es in Baku viele Alijews?

Was steht in der Verfassung der BRD?

Achten Sie Mächtigen die Verfassung?

Wie kämpfen die Bürger der BRD gegen das Berufsverbot?

 

Übungen zur Festigung der Lexik:

1. beitreten + Dat.

a. Setzen Sie ein passendes Substantiv im Dativ ein!

Mein Bruder tritt --- bei. Mit 20 Jahren trat sie --- bei. Ich bin --- beigetreten. Die Studenten unserer Gruppe sind --- beigetreten. Treten Sie --- bei! Bist du auch --- beigetreten? Alle traten --- bei. Der Schriftsteller trat nie --- bei.

b. Bilden Sie Sätze!

 

Inge

 

Die Partei

wir

 

Die SED

Der Schmied

 

Die Organisation

du

 

Der Bund

alle

Beitreten + Dat.

Der Verband

Seine Eltern

 

Die FDJ

Die Lehrerin

 

Die Bewegung

 

2. Ahnung haben von + Dat.

a. Üben Sie!

Hast du Ahnung von Mathematik?

-Nein, aber sprich mit Jörg. Der hat Ahnung davon.  

(Literatur, Chemie, Musik, Architektur, Geografie, Geschichte, Physik, Autos, Mode)

b. Üben Sie! Verwanden Sie die Wörter aus der Klammer zur Übung 2 a!

Hast du Ahnung von Mathematik? Nein, aber sprich mit Jörg. Er weiß Bescheid in Mathematik. Er ist ein As.

3. Erklären Sie auf deutsch  die Bedeutung folgender Substantive!

Der Neulehrer, der Alltag, das Berufsverbot, das Lazarett, der Sinn, der Treffpunkt

11.  Bilden Sie mit folgenden Verbpaaren Satzbeispiele und zeigen Sie den Unterschied in der Bedeutung?

 

anzünden - verbrennen

erklingen - klingen

vergehen - dauern

ausbessern – verbessern

handeln - tun

erheben – steigen

zimmern - basteln

entlassen – befreien

 

12.  Nennen Sie Antonyme zu folgenden Adjektiven!

Mager, nördlich, hoffnungslos, stumpf, kritisch

13.  Verbinden Sie Adjektive und Substantive zu logischen Wortgruppen!

 

nördlich

das Messer

mager

der Blick

kritisch

die Richtung

hoffnungslos

der Winkel

stumpf

der Artikel

 

der Brief

 

das Pferd

 

das Bein

 

die Ebene

 

14.  Gebrauchen Sie folgende Sätze Situationen!

Das gibt es hier wie Sand am Meer.

Ich habe keine Ahnung. Alles vergeht.

Wir trafen Sie auf Schritt und Tritt.

Also um 20 Uhr, Treffpunkt Haupteingang!

Er möchte Land und Leute kennenlernen.

15.  Spielen Sie!

a. Wer weiß die meisten Berufsbezeichnungen auf deutsch?

b. Denken Sie sich einen Beruf! Beschreiben Sie ihn und lassen Sie ihn von ihren Kommilitonen erraten!

16.  Erzählen Sie folgenden Text nach!

                                      Deutsch in den USA

Über 50 Millionen Amerikaner in den USA sind deutscher Abstammung. Doch 1,2 Millionen von ihnen beherrschen noch Deutsch.

Ein Schüler aus Chicago, Michael Seiler, 17 Jahre alt, schrieb an den Bürgermeister seiner Stadt:In den Schulen gibt es zu wenig Deutschlehrer. Der Bürgermeister antwortet darauf: Chicago gibt es

540 000 Oberschüler. Für sie reichen fünf Deutschlehrer vollkommen aus.

                                                      (aus: „Neues Leben“, 1986)

17.  Schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema:

„Mein Beruf- Lehrer“

IV.             Grammatik A:

               Plusquamperfekt der intransitiven Verben

                 Helga war spät nach Hause gekommen

                                                                 

                                                            

1. Suchen Sie im Text A die Sätze im Plusguamperfekt! Schreiben Sie sie heraus und übersetzen Sie sie! Begründen Sie den Gebrauch des Plusguamperfekts in den einzelnen Sätzen!

2. Lesen Sie den Text! Nennen Sie die Sätze im Plusguamperfekt!

Die kleine Ida war ein junges Mädchen von sechzehn Jahren geworden. Da ging auch sie eine Arbeit suchen. Ihre jüngeren Schwestern waren schon so groß geworden wie sie und konnten der Mutter helfen. Das Haus war jetzt fast leer. Sie wurde Dienerin auf einem Gut. Sie bediente bei Tisch. Sie bügelte die Wäsche. Sie halt in der Küche.

Ihre älteren Schwestern Lina und Erna hatten beide geheiratet und wohnten jetzt in der Stadt Döbeln. Erna hatte einen Verwandten geheiratet.

       (nach: E. Kästner „Als ich ein

                        kleiner Junge war“)       

Die intransitiven Verben bilden das Plusguamperfekt mit dem Hilfsverb 2 „sein“ oder „haben“ im Präteritum (Verbalgruppen analog der Bildung des Perfekt) und Partizip II des Vollverbs.

Ich war nach Moskau geflogen.

Du warst nach M geflogen

Er

Sie war nach M. Geflogen

Wir waren ………………

Ihr wart ……… geflogen

Sie waren ……. Geflogen 

 

 

3. Bilden Sie die 3. Ps Sg. (er) Plusguamperfekt folgender Verben!

a. fahren, sein, einschlafen, erfreuen, erkranken, gleiten, schweben, gehen

b. vergehen, zimmern kochen, ausbessern, erklingen, handeln, hanen, schlafen, sich fühlen, sein, schwimmen, beitreten, wählen, reinigen.

4. Üben Sie!

a.Warum hast du in der Prüfung so schlecht geantwortet? Ich hatte vor die Prüfung schlecht geschlafen.

(die Fragen nicht vorbereiten, sich erälten, in der Vorlesung nichts verstehen, zu Hause Streit haben, sich schlecht fühlen, nichts wiederholen, keine Zeit haben, eine schlechte Nachricht erhalten)

b. War deine Schwester frühen Verköuferin gewesen?

- Ja,früher war sie Verkäuferin gewesen, und jetzt ist die Studentin.

(Buchhalterin, Krankenschwester, Köchin, Schneiderin, Kindergärtnerin, Hausfrau, Texifahrerin, Schülerin einer Spezialschule.)

5. Ergänzen Sie die Repliken zu Kurzdialogen!

a. - …?

Ich hatte keine Zeit gehabt. Aber am Sonntag besuche ich dich bestimmt

b. - …?

- Ich war auch dort gewesen. Ich hatte dich gerufen. Aber du hattest mich nicht gehört.

- … ?

- In der dritten Reihe.

c. - … ?

- Ja, das hatte ich schon vor dem Urlaub gemacht.

- …. ?

- Schade, das mußt du jetzt noch machen.

23.  Sprechen Sie! Sagen Sie, was Sie

a. vor dem Studium,

b. vor der Prüfung

c. vor den Ferien gemacht hatten!

 

Grammatik:

            Festigung: Pronominaladverbien

1. Sprechen Sie über Bildung und Gebrauch der Pronominaladverbien!

2. Bilden Sie Pronominaladverbien aus folgende Präpositionen!

a. mit der Komponente „wo“

b. mit der Komponente „da“

von, über, durch, hinter, für, vor, an, mit, unter, auf

3. Üben Sie!

Sprechen Arif und Ulli über das Berufsverbot?

- Ja, sie sprechen darüber.

Kämpfen die Bürger der BRD für den Frieden?

Hat Ulli keine Ahnung von Land und Leuten?

Denkt Ulli an eine Arbeit als Ingenieur?

Steht das Recht in der Verfassung?

Hängt die Wahl des Berufs von der politischen Überzeugung ab?

Haben alle Bürger der BRD das Recht auf Arbeit?

Kämpfen Sie gegen das Berufsverbot?

4. Stellen Sie Fragen zu den unterstrichenen Wortgruppen! Achten Sie auf Belebtheit / Unbelebtheit in der Bedeutung der Substantive!

Hans war sofort von dieser orientalischen Stadt begeistert.

Zu den besten Meistern zählt auch Jusif Alijew.

Die Studenten sprachen über ihren zukünftigen Beruf.

Heute dachte niemand an Erholung.

Ich danke dir für den Brief.

Später rächte er sich an seinem Feind.

Er verbarg sich vor uns.

An seinen ersten Lehrer erinnert sich jedes Kind.

5. Übersetzen Sie ins Deutsche!

 

                                                                  Heinrich Heine

                Aus „Lyrisches Intermezzo“   

Es stehen unbeweglich

Die Sterne in der Höh,

Viel tausend Jahr, und schauen

Sich an mit Liebesweh.

 

Sie sprechen eine Sprache,

Die ist so reich, so schön;

Doch keiner der Pholologen

Kann diese Sprache verstehen.

 

Ich aber hab sie gelernet

Und ich vergesse sie nicht;

Mir diente als Grammatik

Der Herzallerliebsten Gesicht.

 

 

Lektion XXXII

Thema: Der 1. Mai – Tag der Internationalen Solidarität.

Phonetik: Silbenmodelle im Deutschen

Grammatik: Perfekt und Präteritum, ihr Synonymischer Gebrauch

Festigung: Rektion der Verben

I.Vorübungen:

1. Üben Sie die Aussprache der Wörter mit Konsonantenvarianten / l /

und / l´ /!

Wahl

Verlassen

Leiter

Laufen

schlafen

Hochschule

Mitglied

Wollen

schlecht

du willst …

plötzlich

Loben

 

2. Nennen Sie die Differenzmerkmale folgender Phoneme:

/ l /, / a /, / s /, / m /!

 

3. Üben Sie die Aussprache der Wörter aus dem Text:

 

normal

die Birke

die Gaststätte

das Laub

gehören

die Promenade

die Marmelade

der Hein

das Gewürz

Knien

der Hahn

der Helm

das Käppi

der Stahl

die Trümmer

der Hügel

retten

das Grab

 

 

4. Transkribieren Sie den Text der 6. Übung (Vorübungen) und achten Sie auf rhytmische und syntagmatische Gliederung der Sätze!

5. Analysieren Sie das Wort „Lehrling“ phonetisch!

6. Finden Sie die Sätze im Plusguamperfekt heraus! Lesen Sie sie vor und übersetzen Sie sie!

In der Nacht lag sie in ihrem Zimmer in Krankenhaus. Im Bett nebenan lag noch eine andere Partientin. Am Abend hatten sie erzählt. Dann war die Nachbarin eingeschlafen. Maria wollte an nichts denken. Sie hatte sich selbst das Wort gegeben, vor der Operation an nichtszu denken. Es ging auch alles gut vorbei und bald entließ man sie nach Hause. Sie saß im Bus und hatte ein komisches Gefühl: sie war von weit, weit zuruckgekommen. Und doch war sie nur drei Tage im Krankenhaus gewesen.

 

 

7. Bilden Sie das Plusguamperfekt folgender Sätze!

Er singt. Er atmet schnell. Er bessert die Stiefel aus. Er besteht die Prüfung. das Telefon klingelt. Wie kommst du darauf? Er tritt ins Zimmer. Der Fluß strömt in nördlicher Richtung. Er spricht mir aus dem Herzen. Er klettert weiter. Er schüttelt den Ast. Er ist zu Hause.

24.  Verbinden Sie beide Sätze durch die konjuktion „und“! Achten Sie auf die unterschiedlichen Zeitformen der Verben und auf die Wortfolge!

Beispiel: Er hatte die Schule beendet. Er wurde Soldat ---. Er hatte die Schule beendet und wurde Soldat.

Er war um sechs Uhr aufgestanden. Er machte Frühsport.

Der Bauer hatte den Acker gepflügt. Jetzt säte er.

Die Mutter hatte das Baby gebadet. Sie brachte es ins Bett. Die Braut hatte sich geschmückt. Sie trat in den Saal.

Der Student hatte viel geübt. Er beging keine Fehler.

Der Großvater hatte die Stiefel ausgebessert. Er zog sie an.

Almas hatte Fotos gemacht. Sie zeigte die Fotos der Freundin.

Irene hatte lange nachgedacht. Sie erriet das Rätsel.

Sie war nach Hause gekommen. Jetzt gab sie jedem ein Souvenir.

Der Gast war als letzter ins Zimmer getreten. Er gab dem Gastgeber die Hand.

25.  Bilden Sie Sätze im Plusguamperfekt! Beginnen Sie mit dem Adverb „damals“!

Beispiel: Sommer sein – Damals war Sommer gewesen.

Krank sein, in den Urlaub fahren, die Ernte bergen, eine tabelle zeichnen, das Feuer anzünden, Geburtstag feiern, etwas bemerken, auf Draht sein, sorgfältig prüfen, sich im Garten verstecken, zur Erde gleiten.

26.  Schreiben Sie nach dem Diktat!

Du trägst, die Vater, er schlägt, hängen, drängen, die Fähne, der Nächste, regelmäßig, die Räte, die Stände, die Wäsche, die Zähne, der Käse, gefährlich, sich ärgern die Acker, härter, wählen, schmäler.

27.  Setzen Sie „e“ oder „a“ ein!

Anl – ßlich, - milit – risch, - ng, die St – dte, j – der, er erf – rt, du l – bst, die B – ren, die Fakult – t, f – rben, r – cht haben, der Ged – nktag,

s -nken, h – ßlich, h – rrlich, die F – lle, die Versp – tung, die G – ste.

28.  Beweisen Sie anhand anderer Wortformen die Schreibung mit „a“!

 

die Ränge

die Städte

du trägst

die Zähne

die Räte

du fährst

die Väter

du schlägst

du fängst

die Acker

du fällst

du läßt

 

29.  Beweisen Sie die Schreibung mit „a“ anhand verwandter Wörter!

Wählen, die Bänder, die Fähre, der Nächste, gefährlich, die Wäsche, heßlich, färben, kämpfen, das verhältnis, längst, ernähren, das Gebäck, die Stärke, ausländisch.

30.  Führen Sie passende Adjektive zu den substantiven! Machen Sie die Übung schriftlich!

 

Die Beeren

Die Bären

Die Ehre

Die Ähre

Die Felle

Die Fälle

Die Ecke

Die Äsker

 

31.  Steigern Sie schriftlich folgende Adjektive!

Krank, hart, schmal, nah, schwarz, warm, arm

 

I.                   Phonetische Regel.

Silbenmodelle im Deutschen.

Die deutsche Sprache verfügt über folgende Silbenmodelle:

V, VK, VVK, VKKK, KV, KKV, KKKV, KVK, KVKK, KKVK, KKVKK, KKKVK, KVKKK

V – Ei

KV – ja, da

KKV – tra (gen), fra (gen)

KKKV – Stra (ße)

VK – in, an, auf

VKK – ins, ans, aufs

VKKK – Arzt

VKKKK – Ernst

KVK – Ball

KKVK – Krieg

KKVKK – fragt, schlägt, Freund

KKKVK – (er) sprach

KVKKKK – Herbst

Diese Silbenmodelle können entweder die Langvokale oder Kurzvokale enthalten. Geht die Silbe auf einen Vokal, so ist sie offen und der Vokal  in ihr ist entweder lang oder halblang. Diese Silbe heißen Silben mit losem Anschluß. Zugleich ist der Vokal geschlossen. Das lange / a: / bildet hier Ausnahme. Unter der Betonung ist der Vokal lang, in einer unbetonten Position ist der Vokal halblang Vgl.

 

Lang

halblang

(Ar)mee

Wie, sie, so

(Kaf)fee

Wo

 

Geht die Silbe auf einen Konsonanten, so ist sie geschlossen. Solche Silben heißen die Silben mit festem Anschluß. Vgl. Wind, Tisch, Gast usw.
Das Gesprochene ist eine Aufeinanderfolge der geschlossenen und offenen Silben. Vgl.

Die Kinder spielen im Garten.

KV KVK KVK  KVK VK KVK KVK

 

1. Hören Sie den Text A ab und achten Sie auf den Tonverlauf in den progredienten und terminalen Syntagmen.

2. Transkribieren Sie die ersten drei Absätze aus dem Text A und gruppieren Sie die Wörter nach der Silbenzahl.

3. Transkribieren Sie die Wörter aus der Übung 12 und bestimmen Sie die Silbenzahl in diesen Wörtern.

4. Hören Sie den Text B ab und achten Sie auf die Aussprache der Vokale in den betonten und unbetonten Silben.

5. Antworten Sie auf die Fragen!

- Welche Silbenmodellen sind für die deutsche Sprache charakteristisch?

- Welche Silben sind offene Silben?

- Welche Silben sind geschlossene Silben?

- Wie werden die Vokale in den offenen Silben ausgesprochen?

6. Führen Sie phonetische Analyse des Satzes „Dann kam Sascha mit einem schweren Sack auf dem Rücken“ durch!

7. Hören Sie das Gedicht ab

a. Transkribieren Sie es

b. lesen Sie es ausdrucksvoll vor

c. lernen Sie es auswendig

 

II.                Text A: Lesen Sie den Text und lernen Sie die neuen Vokabeln!

                                            Sascha
Es war Mai und der Krieg war aus. Jetzt mußte ein neues Leben beginnen. Wir wohnte damals in Rüdersdorf bei Berlin. Erich kam zu uns. Er sagte: „Das Leben im Ort muß wieder normal werden. Die Geschäfte müssen offen sein und auch die Gaststätten.“

So bediente Vater in der Gaststätte, Mutter im Laden. Ich halt mit. Manchmal floß sogar dünnes Bier aus dem Bierhann. Unsere Kunden waren deutsche Arbeiter und sowjetische Soldaten. Die Soldaten kamen nicht sofort in die Geststätte. Sie fragte von der Tür aus: „Piwo jest?“ Meist war die Antwort: „Nein“.

Es war an einem kalten Oktobertag. Ein Soldat offnete Tür und fragte nach Bier. Vater schüttelte den Kopf. Da schloß der Soldat die Tür wieder. Aber sofort riß er sie wieder auf und trat in den Raum. Er nahm sein Käppi vom Kopf, warf es direkt vor meine Füße, streckte  die Hände aus und dann lagen sich beide in den Armen: Vater und Sascha. Sie weinten. „Schorsch, du lebst!“

„Wie kommst du hierher, Sascha?“

Da hatte ich zum erstenmal seinen Namen gehört. Sie kannten sich aus dem Lager. Keiner hatte den anderen mehr ans Leben geglaubt.

„Alle sagten, du bist beim Angriff ums Leben gekommen.“

„Nein, Sascha. Ich bin weggelaufen, nach Berlin, nach Hause. Und Ich habe gedacht, du bist tot. Ich war sicher, dich unter den Trümmern gesehen zu haben.“

„Ich bin auch weggelaufen, zum Armee. Dann habe ich gekämpft. Um Berlin. Nun bin ich hier. Ist deine Familie gesund?“

„Ja. Wir sind alle drei wieder zusammen.“

dann fragte Sascha: „Habt ihr Hunger?“

„Ja.“

„Kommt  heute Abend um acht mit einem Wagen an die Brücke. Jetzt habe ich keine Zeit“.

Dann ging er. Er hatte es eilig. Vater zog am Abend mit dem Handwagen zur Brücke. Er wartete eine Stunde. Dann kam Sascha mit einem schweren Sack auf dem Rücken. Er warf den Sack in den Wagen.

Vater fragte: „Was ist das?“

„Mehl. Für euch.“

„Woher hast du das?“

Was für eine Fragte! Er hatte es aus dem Lebensmittellager des Truppenteils.

Sascha Truppe zog schon am nächsten Tag weiter. Ein anderer Soldat brachte uns Grüße von Sascha.

Wir kannten seine Adresse nicht, und er hatte sich damals unsere Adresse nicht aufgeschrieben. Darum haben wir Sascha niemals wiedergesehen. Aber der Sack Mehl reichte bis zum Frühling.

Saschas Mehl rettete uns über Herbst und Winter.

                                                    (Aus: Vera Friedländer „Späte Notizen“)  

 

Texterläuterungen:

 

Normal – normal, adi

Syn.: gewöhnlich

Ant.: unnormal, ungewöhnlich

Die Gaststätte – n – mehmanxana, restoran

Syn.: die Gastwirtschaft

Der Schlüssel –açar

 

Das Bier – e –  pivə

 

Der Hahn – e – xoruz

                        kran

Vieldeutigkeit:

1. (Gefrügel)

ein stolzer, buinter Hahn, Der Hahn kräht am Morgen.

2. (Gerät)

der Wasserhahn, der Gashahn

Er dreht den Wasserhahn auf.

 

Das Käppi – s – papaq, beret, şapka  

 

Sich in den Armen liegen (a,e) – bir . birini quçaqlamaq

Syn.: einander umarmen

Sie lagen sich in den Armen

 

Das Lager – yuva, yataq, yataçaq;

-                                              döşəkçə

-                                              anbar

Vieldeutigkeit:

1. (die Ruhestatt)

2. das Lager der Soldaten, der Pioniere.  Im Lager standen 20 Zelte, lebte junge Pioniere.

1.      Das Lager für Lebensmittel

Das Lader des Betriebes.

Wir haben neue Stoffe am (im) Lager.

 

Glauben – inanmaq

Er glaubt ihm alles, kein Wort

Er glaubte mir die Wahrheit nicht.

Er glaubte mich verloren

Er glaubte an Gott, an seine Kraft. Es ist kaum zu glauben

 

Der Angriff – hücum

Syn.: die Offensive

Ant.: die Verteidigung, die Gefensive

Der Angriff auf die Stadt, auf ihn, Er frührt den Angriff, hält den Angriff auf, wehrt den Angriff ab

 

Die Trümmer (ohne Pl.) – xaraba, viranə

Das Haus liegt in Trümmern

 

Retten  vt. – xilas etmək

Er rettete sein Leben, das Kind aus dem Wasser.

 

 

 

Fragem zum Text:

1. Warum sollte man den Laden wieder aufmachen?

2. Wer waren die Kunden?

3. Warum weinten Schorsch und Sascha?

4. Warum weinten Schorsch und Sascha?

Wie sorgte Sascha für Schorschs Familie?

Warum sahen sich die Freunde nie wieder?

 

Text B:

                              Im Treptower Park

Reiseführer: Stegt aus, Freunde! Wir sind am Ziel. Die Jungen und Mädchen einer sowjetischen Studentendeligation steigen aus dem Bus. Viele von ihnen halten Blumensträuße in den Händen.

Reiseführer: Wir befindet uns jetzt am Eingang zum sowjetischen Ehrenmal in Berlin – Treptow.

Die Anlage schuf man in den Jahren 1946 bis 1949. Betreten wir das Ehrenmal!

Rena: Wie ruhig es hier ist! Alles sieht so feierlich aus. Es scheint, alles trauert hier, die Menschen, die Denkmale und sogar die stolzen Birken. So schöne Birken habe ich nirgends in der DDR gesehen.

Reiseführer: Diese Birken brachte man direkt aus der Sowjetunion in den Park und pflanzte sie hier in den vierziger Jahren, Ihr seht, sie haben sich zu herrlichen Bäumen entwickkelt.

Rena: Besonders jetzt im Mai sehen sie mit ihrem frischen Laub ganz prachtvoll aus.

Arewik: Wieviele sowjetische Soldaten haben hier im Treptower Park ihre letzte Ruhe gefunden?

Reiseführer: Hier ruhen 5000 gefallene Kämpfer der Sowjetarmee. Sie alle fielen im Kampf um Berlin.

Goga: Warum nur 5000? Alle wissen doch, im Kampf um Berlin fielen viel mehr Sowjetsoldaten.

Reiseführer: Das Ehrenmal in Treptow ist nicht das einzige Ehranmal für die gefallenen Sowjetsoldaten. Im Volkspark Schönholzer Heide fanden 13200 Kämpfer der Sowjetarmee ihre letzte Ruhe, unter ihnen auch der Held der Sowjetunion, Leutnant J. M. Jasnow. Er war 21 Jahre alt. Doch gehen wir durch den Ehrenhain, an den Gräbern der Gefallenen entlang.

Langsam gehen die Studenten über die weiße Wege. Alle schweigen. Von dem Ehrenhügel vetsammeln sich alle.

Reiseführer: Woran einnern Sie sich am Fuße dieses Hügels?

Igor: Der Hügel sieht aus wie ein alter Kurgan in unserer russischen Steppe.

Reiseführer: Ja, Sie haben recht. Das Vorbild für diesen Hügel bilden die Kurgans der russischen Steppe. Oben auf dem Hügel befindet sich das Mausoleum. Es trägt die weltbekannte Skulptur des Sowjetsoldaten mit dem Kind auf dem Arm.

Goga: Ich habe eine Ansichtskarte mit dieser Skulptur. Mein Berliner Brief freund hat sie mir im vorigen Jahr geschickt.

Rena: Auch ein Gedicht gibt es darüber.

Alik: Freunde, wollen wir die gefallenen Kämpfer durch eine Minute des Schweigens ehren.

Die Mädchen legen ihre Blumensträuße auf die Treppe zum Mausoleum. Alle stehen still und schweigen. Zu zweit oder zu dritt gehen sie die Promenade zurück und treffen sich vor ihrem Bus.

Reiseführer. Bitte einsteigen! Auf unserem Plan steht jetzt das Mittagesser. Am Nachmittag treffen wir uns mit den Freunden der Fakultät für Germanistik der Humboldt – Universität in der Diskothek des Wohnheims.

Texterläuterung:

Die Birke – n – tozağaçı

 

 

Das Laub (ohne Pl.) – yarpaq, bitki

Ein Kranz, Strauß aus Laub.

grünes, frisches Laub. Das Laub fällt.

 

Die letzte Ruhe finden (a,u) – basdırılmaq, dəfn olunmaq 

Syn.: begraben, bestattet sein

Hier fand er seine letzte Ruhe.

 

Ruhen–istirahət etmək,dinçəlmək;

          - sakit dayanmaq, iş görmək

 

Vieldeutigkeit:

1. (sich ausruhen)

das Kind ruht in seinem Bett

Laß die Hände ruhen. Ich werde bis zum Ziel nicht ruhen.

2. (nicht in Tätigkeit sein)

dei Arbeit, die Stadt die Waffen ruhen.

 

Fallen (ie, a) – həlak olmaq, ölmək

                        / döyüşdə/;

   - düşmək, yıxılmaq

Vieldeutigkeit:

1. (im Kampf sterben)

Er fiel bei Stalingrad.

2. (sich nach unter bewegen)

Ant.: steigen

Der Stein, der Ton fällt

Das Kind fiel in den See.

 

Das Grab er – qəbir, məzar

Ein einsames, nasses grab

Man legte ihn ins Grab.

 

Der Hügel – təpə

Ein sandiger, steiniger steiler Hügel

 

Der Fuß – ayaq;

- ətək /dağın, dərənin/

Vieldeutigkeit:

1.(teil des Beines)

Er hat große, kranke Füße.

Er wäscht sich die Füße.

2.(unterer Teil eines Ganzen)

am Fuß des Berges, des Hügels.

 

Fragen zum Text:

Wer besucht das sowjetische Ehrenmal in Berlin – Treptow?

Welche Bäume wachsen im Park?

Welche Skulpturen stehen hier?

Was für eine Skulptur ist weltberühmt?

Wieviel gefallene Kämpfer fanden im Ehrenmal Berlin – Treptow ihre letzte Ruhe?

Wie ehren die Studenten die gefallenen Kämpfer?

 

Übungen zum Festigung der Lexik:

1. gehören

a. Üben Sie!

Wem gehört der Schirm? – Er gehört meiner Schwester.

(ich, der Lektor, die Dame, du, er, seine Frau, der Student, die Nachbarin)

b. Sag mal, was von den Sachen hier gehört dir?

Mir gehört der blaue Koffer.

(dre helle Mantel, die kleine Handtasche, der wollene Schal, der rote Hut, das große Foto, das dicke Heft, die schwarzen Handschule, das bunte Tuch)

c.

 

das Haus

 

Birgit

der Kuli

 

ich

die Tasse

 

mein Großvater

der Leserausweis

gehören

ihr

der Platz

 

das Kinderheim

der Garten

 

niemand

die Katze

 

Jörg

die Gitarre

 

der Jugendklub

Das Boot

 

 

 

d. Antworten Sie auf die Fragen!

Was gehört zu einem Trainingsanzug?

…………………….. einer Hochzeit?

………………….. einem Fest?

………………….. einem Kostüm?

………………….. einer gesunden Speise?

………………….. einem Fahrrad?

………………….. einer Schule?

………………….. einem Urlaub?

c. Stellen Sie Fragen!

Beispiel: Der Schlüssel gehört zur Schraubtür.

Der Schal gehört zum Kleid.

Die Feder gehört zum Hut.

Kerzen gehören zu jeder Geburtstagstorte.

Sport gehört zu einem gesunden Leben.

Musik gehört zu einer lustigen Feier.

Das Kind gehört zu Gruppe 5.

Butter und Eier gehören zum Kuchen.

Lob und Tadel gehören zur Erziehung.

2. glauben

a. Übersetzen Sie! Finden Sie, wo möglich, analoge Sprichwörter im Aserbaidshanischen!

Du sollst wissen  und nicht glauben.

                                              (Sprichwort)

Die Augen glauben sich selbst,

nicht an Gespenster und Taufel.

                                              (Martin Andersen Nexö)

Wir wollen an die Menschen glauben,

nicht an Gespenster und Taufel.

                                              (Sprichwort)

b. Setzen Sie ein passendes Substantiv im Akkusativ ein!

Ich glaube dir … . Er glaubte dir … . Das Mädchen glaubte ihrer Großmutter früher … . Die Kommission glaubt dem Studenten … .

Der Arzt glaubt dem Kranken … nicht. Früher haben wir dir … geglaubt. Glaubst du … ? Dumme Leute glauben … .

c. Üben Sie!

Glaubst du ihm seine Geschichte? – Nein, ich glaube ihm kein Wort.

(das, alles, die Erzählung, diese Ausrede, diesen Grund, die Worte)

d. Vervollständigen Sie die Sätze durch die eingeklammerten Wörter!

(der Sieg, der Erfolg, sein Volk, seine Kraft, eine glückliche Zukunft, ein gutes Ende, sein Vater, die Wahrheit)

Werner glaubt an …

Früher glaubte er nicht an …

Ich habe immer an … geglaubt.

Die Komsomolzen glauben fest an …

Marion hat nie … geglaubt.

3.trauern um Akk.

Bilden Sie Sätze!

 

Die Genossen

 

die gefallenen  Käm - pfer

Die Mutter

 

er

Die Freunde

 

die zerstörte Heimat

Wir, der Soldat

trauern um

der tote Sohn

Ihr

 

der Kamerad

Die Kämpfer

 

ihr Genosse

Die Verwandten

 

der Leutnant

 

 

der älteste Bruder

 

 

die Opfer des Kam -  pfes

 

4. Bilden Sie Situationen zu folgenden Sätzen!

Hier fand er seine letzte Ruhe. Endlich lagen sie sich in den Armen. Ich habe nie daran geglaubt. Ich habe dich gleich erkannt. Heute ruht die Arbeit. Darf ich ihnen den Koffer abnehmen? Er hat sie nicht mehr erkannt.

2.      Erklären Sie auf deutsch die Bedeutung  folgender Substantive!

Die Trümmer, die Promenade, das Laub, das Käppi, der Hügel, der Hain

3.      Geben Sie verschiedene Antworten!

Wo wachsen viele Bäume?

Was wächst im Wald?

Was setzt man auf den Kopf?

Wo geht man gern spazieren?

Wo sitzt man mit Freunden zusammen?

 

III.             Grammatik A: Perfekt und Präteritum. Ihr synonymischer Gebrauch.

Perfekt und Präteritum drücken beide den Ablauf einer Handlung oder eines Geschenens in der Vergangenheit aus.

Dabei gibt es keine strenge und eindeutige Scheidung des Gebrauchs beider Zeitformen.

Der Stil des Textes spielt eine wichtige Rolle. Das Präteritum bezeichnet völlig abgeschlossene Handlung oder Geschehen. Es ist kurz und prägnant. Deshalb gebraucht man es meist in der  schriftlichen Rede. Aber auch in der  mündlichen Rede kann es gebraucht werden und wirkt dann auf den Stil der Rede. Vgl.

Den Brief unterschrieb mein Vater.

Gab es damals Apfelsinen?

Das Perfekt bezeichnet in die Gegenwart hineinreichende Handlungen und Geschehen. Es ist die längere Form und wirkt oft familiär und umgangssprachlich. Vgl.

Wie habe ich sie geliebt!  

 

1. Sprachen Sie über die Bildung.

a. des Präteritums der der Verben.

b. des Perfekts der Verben!

2. Bestimmen Sie die Zeitformen der  Verben im Text A! Sprechen Sie über ihren Gebrauch!

3. Lesen Sie den Text! Finden Sie die Sätze im Perfekt und die Sätze im Präteritum heraus! Warum verwendet man in dieser Erzählung auch das  Perfekt?

Heute bin ich zu spät in die Schule gekommen. Ich hatte eine Entschuldigung, aber ich sagte sie niemandem. Ich kann doch nicht sagen: Ich habe einen Bruder, und der heißt Dan, und der hat die Schuld.

Warum?

Erstens will er nicht aufstehen.

Zweitens: Dann steht er endlich auf und turnt vor dem Fenster.

Drittens wäscht er sich kalt, den ganzen Körper. Das nimmt viel Zeit in Anspruch.

Und viertens kommt dann der Kefir. Das ist eine besonders spannende Sache, das ist was für Derwische. Mutter war heute früh schon aus dem Haus und er machte alles selbst. Er mischt den Kefir in aller Ruhe mit Fruchtsaft und macht dabei die ganze Küche schmutzig. „Der Lehrer kommt auch selten pünktlich in die Klasse“, sagte er heute.

Und da bin ich heute zu spät gekommen.

(Nach: „Mein elftes Schuljahr“, H. Kruschel)

5.      Setzen Sie folgende Sätze aus Text A ins Perfekt! Wie ändert sich der Inhalt des Satzes? Achten Sie besonders auf das Erzähltempo! So bediente Vater in der Großstätte, Mutter im Laden. Ich haif mit. Manchmal floß sogar dünnes Bier aus dem Bierhahn. Unsere Künden waren deutsche Arbeiter und sowjetische Soldaten.

 

Grammatik B: Festigung – Rektion der Verben.

1. Orgnen Sie die Verben nach Transitivität / Nichttransitivität in eine Tabelle ein!

Sich aufregen, bestehen, bedecken, tauen, begreifen,garantieren, umgehen, bekanntgeben, informieren, verbringen, schwingen, ablehnen, gehorchen, verzeihen, sich erinnern, entlassen, handeln, beitreten, bekommen.

2. Bilden Sie Sätze! Achten Sie auf die Rektion der Verben!

a. betreten, befehlen, geben, besorgen, erhalten, vergessen, widmen, danken, ausbessern, einrahmen, erblühen, erfüllen.

b. gehören, glauben, retten, trauern, erkennen, abnehmen, ruhen, fallen.

3. Setzen Sie die richtige Präposition ein!

Der letzte Teil des Films erzählt --- dem Kampf um Berlin. Wir interessieren uns --- die Geschichte Deutschland nach dem Krieg. Das Buch zählt --- den interessantesten Büchern zu diesem Thema. Die Delegation verabschiedete sich --- Reiseleiter. Achten Sie auch --- die Bäume in diesem Hain! Heute fährt unsere Gruppe --- Treptow. Schon lange freuten sich die Komsomolzen – diese Reise. Die Genossen kämpften --- den Sieg des Sozialismus. Man muß – seine eigene Kraft glauben. Gliedern Sie den Satz – Syntagmen! Was hältst du – dem neuen Buch der Schriftstellerin? Die ganze Zeit denke ich --- das Schicksal dieses Helden. Schieb die Sache nicht – die lange Bank. Der große deutsche Dichter Gerhardt Hauptmann zog sich später – die Insel Hiddensee zurück.  Sein Drama „Vor Sonnenaufgang“ handelt – einer bürgerlichen Familie. Wieviel Bücher kommen – jeden Bürger Aserbaidchans? Ich habe mich – dem Leiter der Delegation noch nicht bekanntgemacht. Wir verzichen – eine Wiederholung des Textes.

1.      Vollenden Sie die Sätze durch die eingeklammerten Wortgruppen im richtigen Kasus.

a. Münchhausen ritt im Herbst auf (die Jagd). Er schoß auf (das Feld)  (die Hasen), am (See) (viele fette Enten). Schließlich wollte er nach Hause reiten. Da kam er durch (ein herrlicher Wald). Plötzlich bemerkte er (ein stolzer Hirsch). Er hatte aber keine Kugeln mehr. So schoß er mit (Kirschkerne) auf (der Hirsch). Doch dieser lief davon. Im Frühling ritt Münchhausen wieder auf (die Jagd) und wieder kam er in (dieser Wald). Er war aber müde und ruhte ein wenig unter (eine Birke). Was sah er da? Ein stolzer Hirsch nährte sich (er). Auf (der Kopf) trug er (ein Kirsch -  baum) mit (weiße Blüten)

5. Beenden Sie die Sätze! Achten Sie auf die Rektion der Verben!

Der Herr gab den Gepäckträger …

Entschuldugen Sie bitte …

Der Trainer empfiehlt uns …

Werner schüttelt …

Gewöhnlich gehorcht das Pferd …

Der Sänger widmete sein Konzert …

In dem Betrieb stellt man … her.

Heutet leitet der Voesitzende selbst

Sie verzien ihm endlich -…

Die Genossen rächen …

Alle Touristen sehen sich … an.

Man verlangt von allen Mitgliedern …

Nachts schleichen graue Katzen …

2.      Verwenden Sie folgende Sätze in Situationen!

Sie rufen zum Sportfest auf. Dafür habe ich nichts übrig. Die Arznei wirkt auf das Herz. Bei ihnen ist das Glück zu Hause. Ich möchte das mit eigenen Augen sehen. Er ist begeistert davon. Wir dankten ihm dafür.

 

                                                                                  Nikolaus Lenau

                                      Aus den Schilfliedern

Auf dem Tisch, dem regungslosen,

Weilt des Mondes holder Glanz,

Flechtend seine bleichen Rosen

In des Schilfes grünen Krank

 

Hirsche wandeln dort am Hügel,

Blicken in die Nacht empor;

Manchmal regt sich das Geflügel

Träumerisch im tiefen Rohr.

 

Weinend muß man Blick sich senken;

Durch die tiefste Seele geht

Mir ein süßes Dein gedenken

Wie ein stilles Nachtgebet.

 

 

Lektion XXXIII

 

Thema: Die Jugendorganisation in der DDR und inder Sowjetunion.

Phonetik: Melodische, dynamische und temporale Besonderheiten des     deutschen Satzes.

Grammatik: Präteriti-präsentia-Verben im Präsens und Präteritum. Festigung-Infinitiv mit und ohne “zu“.

 

 

      Melodisch-dynamische und temporale Besonderheiten des einfachen deutschen Satzes.

 Die phonetische Gestaltung eines deutschen Satzes hängt mit der zulässigen Kombinierbarkeit der melodische (Satzmelodie), dynamischen (Satzbetonung) und temporalen (Tempo) Komponenten, der Silbenstruktur und Aufeinanderfolge der sinntragenden Einheiten im Rahmen des gegebenen Satzes. Die Einanderfolge der sprachlichen Einheiten im Redestrom hängt von extralinguistischen Bedingungen (Kontext, Situation , das modale Verhältnis des Sprechenden zum Gesprochenen u.a.). Melodisch und dynamisch betrachtet ist ein  Satz eine Aufeinanderfolge von Tonhöhenbewegungen.

 Die Tonhöhenbewegung hat in der Regel in betonten Silben eine steigende Richtung. Die Intensität der betonten Silbe ist erheblich. Diese Eigenschaft erkennt man materiell an der längeren Zeitdauer. Die betonte Silbe im Satz muß also inder Regel melodisch hoch, dynamisch stark und temporal lang sein. Vgl.: Monika ist krank\\

                 ______________________________________

                 ______________________________________

                 _______¯_______________________________

                 ______________________________________

 

 Das akustische Bild der Komponenten wechselt mit der Veränderung der Silbenfolge und der semantischen Struktur des Satzes. Dadurch bestimmt man die Varierung der akustischen Struktur des Satzes.

 Im folgenden geben wir einige Modelle der phonetischen Varierung in syntagmatischen Aussage- und Fragesätzen. Dabei ist die Silbenstruktur entscheidend. Vgl.: 

             terminale                                         interrogative

 

                                         Internation

                               

                                Varianten oder Modelle

 

Variante I

Simvol

 

Beispiele: /Nein!//

/Nein//

/Hier!//, //Hier/

/Komm!//, /Halt!//

/Lies!//, /Wer?//, /Was?// usw.

 

Variante II

 

/Komm mit!//, /Er turnt//              Kommt Paul  usw.

 

Variante IIa

-                                              Tonhöhenbewegung, melodische Besonderheit.

-                                              Intensitätsbewegung, dynamische Besonderheit.

-                                              Zeitdauer.

/Wer schreibt?//

/Hans schreibt//                         Schreibst du

/Ihr schreibt// usw.                    Sitzt du

 

Variante III

 

/Du bist krank//                          Bist du krank

/Es ist kalt//                                Ist sie alt

/Sie isr alt//                                 Reist ihr ab usw.

/Wo ist Hans?//

/ich bin hier// usw. 

 

Variante IIIa

 

/ Ich schreibe//                            Womit denn?

/Was macht ihr?// usw.               Sie wünschen? usw.

 

Variante IIIb

 

/Hans fragte//                              Spielst du Schach

/Kommen Sie//                           Guten Tag Warum

/Guten Tag// usw                        Es ist schon lange Nacht

 

1. Lesen Sie die Sätze und bestimmen Sie die Rektion der unterstrichenen Verben! Übersetzen Sie ins Aserbaidshanische!

 

Ergründe, ergrabe, ergreife das Glück,

entflohen, entflogen, komm,s

           immer zurück.

                                                         (J. W. von Goethe)

Auf euren jungen, starken Schultern ruht unsere künftige Welt.

                                                         (Hans Narchwitza)

Dem Mutigem gehört die Welt. 

                                                         (Sprichwort)   

 

2.Üben Sie!

a)              Ich denke dir für das Geschenk. – Aber bitte, keine Ursache.(die Hilfe, der Blumenstrauß, der Gruß, der Glückwunsch, das Telegramm, die Postkarte, die Unterstützung, der Rat)

b)              Hast du dich schon mit Inge bekanntgemach? – Nein, vielleicht machst du mich mit ihr bekannt?

(Werner,Frau Meier, deine Nachbarin der neue Leiter, der Ingenieur, mein Gast, die Aspirantin, seine Mutter)

   c) Was meint der Arzt dazu? – Er meint, ich soll auf die Reise verzichten.

     (das Mittagessen, Kaffee, Zigaretten, alles, nichts, keine Freude, der Frühsport, heiße Bäder, Eis)

3.Bilden Sie Situation mit folgenden Sätzen!

  Damals warbei uns das Glück zu Hause. Er zählt zu den stärksten Schachspilern der Welt. Ich bin schuld an dem Unglück. Reg  dich nicht so sehr über seine Worte auf. Er vertritt seine Studiengruppe auf der Konferenz. Sie hat sich über ihre schlechte Note geschämt.

4. Bilden Sie Sätze aus folgendem Wortmaterial!

  helfen (der Lehrer, seine Schüler)

  unterstützen (die Kinder, die Mutter)

  gratulieren (die Studentin, ihr Mann, zum Geburtstag)

  werden (der Student, Lehrer)

  verbringen (Marion, der Urlaub, an der Ostsee)

  garantieren (das Werk, für die Qualität)

  verbessern (der Ingenieur, der Apparat)

  sich eignen (der Junge, als Mitglied der Mannschaft)

  ablehnen (der Rat, der Vorschlag)

5.Setzen sie das richtige Fragewort ein und antworten Sie mit Hilfe der in Klammern gegebenen Wörter!

                          Beispiel:  … hat Beate erzählt? (der Jugendklub)

                                          Worüber hat Beate erzählt?

                                          Sie hat über den Jugendklub erzählt.   

   … warten Sie? (ein Telegramm aus Riga)

   … meint es die Großmutter gut? (die Ratschläge)

   … hat man ihn eingeladen? (die Geburtstagsfeier)

   … erinnert sich der alte Arbeiter? (der Widerstandskampf)

   … habt ihr keine Ahnung? (Chemie)

   … handelt die Erzählung? (eine Gruppe junger Menschen)

   … glaubst du nicht? (Märchen)

   … gehört der Garten? (das Haus des Onkels)

6.Setzen Sie in den folgenden Sätzen die richtigen Präpositionen und das Substantiv im richtigen Fall ein!

  Der Kranke leidet … (ein Herzfehler).

  Du mußt … (die Studenten) … (die Disziplin) sprechen.

  Er überzetzt das Buch aus dem Deutschen … (das Aserbaidschanische).

  Viele Männer interessieren sich … (Fußball).

  Die Mutter sorgt sich … (die Gesundheit der Tochter).

  Alle freuen sich … (die Ferien im August).

  Sewil hat sich … (ihre Jugend) erinnert.

  Dieser Student eignet sich gut …(Lehrer).

7.Lesen Sie den Text und bestimmen Sie die Zeitformen der Verben! Begründen Sie dann den Gebrauch der Zeitformen!

 In unserem Haus wohnen sechs Familien. Vorige Woche feierten wir ein Fest unseres Hauses. Im Garten hinter dem Haus hatten die Männer Tische und Bänke aufgestellt. Die Frauen hatten gemeinsam Kuchen gebacken, Salat zubereitet, Kaffee gekocht. Die großen Mädchen hatten sich Spiele für die kleineren Kinder ausgedacht, auch Rätsel und lustige Geschichten. Und wir- Jungen hatten für Musik gesorgt. Am Sonnabend hat dann unser Fest stattgefunden. Den ganzen Nachmittag und Abend haben wir zusammaen gefeiert, miteinander gesungen und getanzt. Das ist für alle ein schönes Erlebnis gewesen.

8. Gebrauchen Sie folgende Wörter in Sätzen! Machen Sie die Übung schriftlich! 

    der Staat, die Idee, die Waage, das Moos, die Erdbeere, leer, der Speisesaal, das Meer, die Ostsee, das Beet, das Heer, der Tee

9. Ordnen Sie die Wörter nach folgenden Merkmalen in eine Tabelle ein:  Beziehung der Länge des Vokals durch Verdoppelung des Vokals, durch Dehnung –h oder keine Bezeichnung:

    kühl, das Haar, schweigsam, die Waage, sagen, die Eisbar, sehr, der Mut, der Zahn, sich schämen, der Name, der Rahmen, das Brot,schwer, leer, das Denkmal, der Schnee, das Moos, die Zahl, bequem, die Blüte, befehlen, der Staat, das Mehl, die Uhr, das Paar;

10.Schreiben Sie nach dem Diktat!

  das blau Meer, rote Erdbeeren, sehr viele Tiere, mehrere Beete voll Salat, auf Moos ruhen, bei den Seesreitkräften oder im Heer, die Waage prüfen, das Blut in den Adern, dem Staat dienen, den Tee brühen, die Sonne strahlt, die beste Idee, ein leerer Saal, zwei Paar Strümpfe, mit dem Boot fahren, blondes Haar;

 

 Text A

 Die ersten Weltfestspiele fanden im Jahre 1947 in Prag statt. Das  weiß ich aus Erzählungen, aus Verzeichnissen. Dabei war ich nicht. 1957 dann kamen die Weltfestspiele nach Moskau. Später fanden sie in Wien, in Helsinki und Sofia statt, 1973 in Berlin. Der Gastgeber der zwölften Weltfestspiele war wieder unsere stolze Hauptstadt an der Moskwa und ich war einer ihrer zahlreichen Gäste. Unsere Delegation aus der Aserbaidshanischen Sowjetrepublik begleiteten Folkloreensembles und andere  junge Künstler. Ich war damals Tänzer in einem Folkloreensemble. Die farbenfroh Tage des Festivals werde ich nie vergessen. Gern sehe ich auch die Fotos an. Da stehe ich auf dem Roten Platz gemeinsam mit einer Gruppe polnischer Mädchen. Sie alle gehörten ebenfalls zu einem Ensemble. Jeden Tag hatte wir viele Auftritte auf den Freilichtbühnen der Sradt und in zahlreichen Sälen.

Wir hatten viele Auftritte während dieser Tage in Moskau. Manche Konzerte gaben wir gemeinsam mit Ensembles aus anderen Unionsrepubliken oder anderen Ländern, sogar von anderen Erdteilen. Manchmal traten wir auch allein auf.

Zwischen den Konzertten hatten wir frei und nahmen an anderen Veranstaltungen teil. Es war nicht leicht, das interessanteste Treffen auszuwählen. Da fanden Sportveranstaltungen statt. Leichtathletikwettkämpfe, Treffen der Ringer, der Schwimmer …

Dort standen auf dem Programm Treffen mit bekannten Persönlichkeiten, mit Politikern, Schauspielern, Sängern, Sportlern. Da gab es besondere Veranstaltungen mit politischen Liedern. Nicht zu vergessen sind auch das Friedensforum, Diskussionen zu politischen und moralischen Themen. Doch das große Thema des Festivals heiß: Die fortschrittliche Jugend der Welt kämpf für den Frieden. Das war und bleibt der Zweck des Jugendfestivals. Deshalb waren wir alle nach Moskau gekommen. Wir, die Vertreter der Jugendorganisationen aus rund 150 Ländern, forderten Frieden. Und unser Ruf klang laut um den Erdball.

Dann kam die Abschlußveranstaltung. Über allen Teilnehmern wehte die Fahne mit der bunten Festivalblume und tausende Jugendliche sangen die Hymne der Weltjugend. Jeder sang in seiner Muttersprache: „Unser Lied die Ländergrenzen überfliegt: Freundschaft siegt, Freundschaft siegt“.

 

Texterläuterungen:

 

die Festspiele (ohne Sg.) – festival

Syn.: das Festival

 

die Folklore (ohne Pl.) – folklor

Syn.: die Volkskunst

 

das Ensemble, - s –ansambl

Syn.: die Gruppe, der Komplex, ein Gebäudeensemble, ein Ensemble aus Rock, Jacke und Hose, ein Tanzensemble.

 

polnisch adj. – polyak

Die polnische Sprache, Hauptstadt, Küche, der polnische Fluß Wisla.

 

der Auftritt, - e – jıxış

Er hatte jeden Tag zwei Auftritte.

 

der Erdteil, - e – qitə

Syn.: der Kontinent aus allen Erdteilen, auf allen fünf Erdteilen

 

der Ringer – pəhləvan

 

 

moralisch – əxlaqi

 

 

das Festival – s – fstival

Syn.: die Festspiele

 

fortschrittlich – proqressiv, mütərəqqi

Syn.: progressiv; Ant: konservativ, rückschrittlich

 

der Zweck, -e – məqsəd

Zu diesem Zweck, mit diesem Zweck und Ziel, zum Zwecke der Reinigung

 

der Ruf, -e – qışqırtı, bağırtı;

                   - jağırış, ijtimai fikir

Vieldeutigkeit:

1. der Schrei; ein lauter wilder Ruf

2. öffentliche Meinung ein guter, schlechter Ruf

 

Fragen zum Text A

1. Wo fanden die ersten Weltfestspiele statt?

2. Wer war der Erzähler des Textes damals?

3. Welche Lieder klangen auf den Freilichtbühnen?

1. Welche Veranstaltungen fanden während der Weltfestspiele in Moskau statt?

2. Was war und bleibt der Zwecjk des Jugendfestivals?

3. Was forderten die Teilnehmer?

 

Text B

                               Andere Länder – andere Sitten

Arif: Sag mal, Sabine, ich wollte dich schon lange fragen; Was ist das «die Jugendweihe»? ich galube, bei uns in der Sowjetunion gibt es das nicht. Wer hat sich das ausgedacht?

Sabine: Das hat niemand ausgedacht, Arif. Jedenfalls kann man das heute nicht mehr feststellen. Irgendjemand hat natürlich die Idee gehabt. Aber das ist lange her. In der Arbeiterklasse gab es die Tradition der Jugenweihe schon lange.

Arif: Nun, erzähle mal genau! Es ist also ein Fest.

Sabine: Ja, es ist ein Fest der Kinder und der Erwachsehen. Gewöhnlich feiert man es in der achten Klasse. Die Jugendweihe ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Es ist aber auch ein bedeutendes Fest in der Familie, fast so bedeutend wie eine Hochzeit.

Arif: Oho! Da gibt es wohl auch Geschenke?

Sabine: Ja, die Eltern schenken ihren erwachsenen Kindern oft wertvolle Sachen an diesem Tag. Oder alle gemeinsam machen eine schöne Reise. Das kann auch ein Geschenk sein.

Arif: Und worin besteht der Sinn der Jugendweihe?

Sabine: Die Jugendweihe ist ein großes Fest im Rahmen der Schule. Die Jugendlichen leger vor der den Erwachsehen ein feierliches Gelöbnis ab, so zu leben, zu arbeiten und zu kämpfen wie sie. Sie schwören ihrer sozialistischen Heimat und der Verfassung die Treue. Danach nimmt man die Jugendlichen in die Reihen der Erwachsehen auf.

Arif: Es ist doch sehr verantwortungsvoll, ein Gelöbnis abzulegen.

Sabine: Deshalb bereiten sich die Schüler schon viele Monate vorher darauf vor. Sie besuchen regelmäßig die Jugendstunden.

Arif: Und was machen sie dort?

Sabine: Während der Jugendstunden lernen die Schüler ihrer Staat, die DDR, besser kennen. Sie besuchen Betriebe, LPGS,  Museen. Sie treffen sich mit Veteranen, mit ihrer Paten aus den Betrieben, mit Ingenieuren, Wissenschaftlern, Künstlern. Sie diskutieren über interessante Filme und Bücher. Sie treffen sich auch mit sowjetischen Komsomolzen oder ausländischen Jugendlichen.

Arif: Das ist bestimmt sehr interessant. Und was hast du in deinen Jugendstunden gemacht? Kannst du dich noch daran erinnern?

Sabine: Aber natürlich. So etwas vergißt man nicht. Am besten erinnere ich mich an unsere Fahrt nach Berlin. Das war kurz vor der Jugendweihe. Wir besuchten viele Sehenswürdigkeiten Berlins. Wir legten am Ehrenmal in Berlin – Treptow einen Kranz nieder. Wir waren auf dem Fernsehturm und im Pergamon – Museum. Aber am interessanten war der Besuch der indischen Botschaft.

Arif: Was du nichts sagst? Ihr habt die indische Botschaft besucht?

Sabine: Ja, ein Mitarbeiter der Botschaft empfing uns und erzählte uns über sien Land, über die Jugend Indiens, die alten Kulturen. Jeder bekam ein kleines indisches Sovenir. Ich bekam einen Elefanten aus schönem Holz. Der steht aus meinem Schreibtisch  im Wohnheim.

Arif: Das ist sehr interessant! Bei uns feiert man den 16. Geburtstag ganz groß. Die Jugendlichen bekommen mit sechzehn Jahren ihren Ausweis.

Sabine: In der DDR bekommen die Jugendlichen mit vierzehn Jahren den Ausweis. Aber das ist kein besonderer Feiertag in der Familie. Jedenfalls muß der Lehrer in der Schule die Schüler dann mit «Sie» aussprechen.

Arif: Ich sage doch: Andere Länder, andere Sitten.

 

Texterläuterungen:

 

Die Jugendweihe, -n – gənçlər bayramı 

Die Jugendweihe findet im Mai, im Klubhaus statt. An der Jugend -  weihe nehmen die Schüler der 8. Klasse teil. 

Sich ausdenken (a,a) vt – uydurmaq

Er hat sich alles ausgedacht. 

Feststellen vt – müəyyən etmək, müəyyənləşdirmək

Er stellt alles genau, die Wahrheit fest.

Man stellte bei ihm eine Krankheit fest. 

Der Erwachsene, -n – yaşlı

Ein strenger, freundlicher Ewach – sener; Er ist schon, wird bald ein Erwachsener. 

Das Gelöbnis, - se – əhd – pehman, təntənəli vəd

Syn.: der Eid, der Schwur;

Er legt ein Gelöbnis ab, bricht sein Gelöbnis, hält sein Gelöbnis.

Schwören (u,o) + Dat. + Akk. – and ijmək

Syn.: geloben, einen Eid tun, able – gen. Er schwur ihr ewige Treue. Er schwor bei seinem Leben. Er hat der Heimat einen heiligen Eid geschworen. 

Der Veteran, - en – veteran

 

 

Der Pate, - n – xaj atası;

-                                              şef, hami

 

Vieldeutigkeit:

1. Der Pate des Kindes ist sein Onkel.

2. Unsere Pate zeigen der Klasse ihren Betrieb.

Indisch – hind

Die indische Kultur, ein indischer Tanz, ein indischer Bürger, indischer Tee

Aussprechen (a,o) vt – danışmaq, müraçiət etmək

Er sprach sie auf der Straße an.

Jetzt spricht er mich mit «du» an.

 

Fragen zum Text B

1.Ist die Jugendweihe eine Tradition der deutschen Arbeiterklasse

2. Wann feiert man die Jugendweihe?

3. Wer organisiert die Jugendweihe?

1.      Wie bereiten sich die Schüler auf ihr Gelöbnis vor?

2.      Wer hilft ihnen dabei.

3.      Wann erhalten die Jugendlichen in der DDR ihren Ausweis.

 

Übungen zur Festigung der Lexik

1. sich ausdenken vt

a. Üben Sie!

Wer hat sich dieses Spiel ausgedach? – Die Mädchen unserer Gruppe haben sich dieses Spiel ausgedacht.

(das Rätsel, der Artikel, der Name, die Geschichte, der Satz, die Überschrift, das Wissenstoto, die Überraschung)

b. Bilden Sie Fragesätze im Perfekt aus dem angegebenen Wortmaterial!

Lassen Sie Ihre Kommilitonen auf die Frage antworten!

 

 

Die Witze

 

 

Die Rede

 

 

Der Vers

 

Wer

Die Wandzeitung

 

Was

Das Märchen

Sich ausdenken

 

Der Brief

 

 

Die Sache

 

 

c. Bilden Sie Situationen zu folgenden Sätzen!

Das hast du dir gut ausgedacht. Ich kann mir wirklich nichts ausdenken. Alle sollen eine ausgedacht Geschichte erzählen.

4.      schwören +Dat. + Akk.

a. Übersetzen Sie!

Er schwört der Heimat die Treu. Max schwur Emma seine Liebe. Sie haben einander geschworen, bis zum Sieg zu kämpfen. Der Junge Mann schwor, nichts von dem Unfall gewußt zu haben. Schwöre nicht so viel handle lieber!

Treue Liebe bis zum Grabe

schwor ich dir mit Herz und Hand. (J.R.Becher)

 

Sie schwuren einen feierlichen Eid. Herr Meier schwor mit erhobener Hand, die Wahrheit zu sagen. Ich schwöre es bei meinem Leben.

b. Vollenden Sie die Sätze durch die Eingeklammerten Wörter!

Der Soldat schwur seiner Heimat … . Wir schwören …, die Wahrheit zu sagen und nichts als die Wahrheit. Die Kämpfer schwuren einander in dieser Nacht, … . Auf dem Rütli – Berg schworen die Schweizer im Jahre 1291 …, gemeinsam gegen ihre Feinde zu kämpfen. Zu Beginn der Olympischen Spiel schwören alle Sportler, … . Die Arbeiter schworen … Rache für den Tod ihres Kameraden. Er hatte … damals die Freundschaft geschworen. Die schüler der achten Klasse schwören … einen feierlichen Eid.

(die Faschisten, ihre Genossen, die Treue, sein Kamerad, die Heimat, ihr, zu siegen oder zu sterben, fair zu kämpfen)

1.      der Zweck

Üben Sie!

a. Willst du mit ihm reden?

- Das hat keinen Zweck.

(ihm einen Brief schreiben, ihr einen Telegrammsenden, sie persönlich einladen, den Faulpelz in der Versammlung tadeln, der Studentin die Regel noch einmal erklären, noch ein Pulver einnehmen, töglich vier Stunden trainieren, Bonbons essen anstatt zu rauchen)

c.Welchem Zweck dient dient dieses Konzert? – Dieses Konzert dient der Festigung der Freundschaft mit anderen Völkern.

(die Ausstellung – die Bekanntschaft mit dem jungen Maler, dieses Signal -  die Information des Partners, die Demonstration – der Kampf für den Frieden, die Übung – die Verbesserung der Aussprache, die Kur – die Heilung, die Pflege der Denkmäler – ihre Arbeit. Das Gerät – die Bearbeitung des Bodens, die Anlage – die Produktion von Arzneimitteln)

b.Welchem Zweck dient dieses Konzert? – Dieses Konzert dient dazu, die Freundschaft mit anderen Völkern zu festigen.         

(die Ausstellung – sich mit dem jungen Maler bekanntmachen, dieses Signal – den Partner informieren, die Demonstration – für den Frieden kämpfen, die Übung – die Aussprache verbessern, die Kur – heilen die Arbeit – die Denkmäler pflegen, das Gerät – den Boden bearbeiten, die Anlage – Arzneimittel produzieren)

4. Bilden Sie kurze Dialoge mit folgender Replik!

Das habe ich gestern festgestellt. Was hast du dir nur ausgedacht! Er hat es mir geschworen. Ich habe polnischeund ungarische Folklore gern. Das hat keinen Zweck. Soll ich ihn nach der Vorlesung ansprechen? Sein Name hat einen guten Ruf.

5. Nennen Sie die Adjektive zu folgenden Substantiven!

Frankreich, Afrika, Polen, Indien, England, Amerika, Ungarn, Bulgarien, Spanien, Italien, Europa, die Sowjetunion.

6. Nennen Sie die Länder und Personennamen zu folgenden Adjektiven!

Machen Sie die Übung schriftlich!

Beispiel: aserbaidshanisch – der Aserbaidshaner – Aserbaidshan

 

belgisch -                             deutsch -                                persisch –

vietnamisch -                       arabisch -                               moldauisch -

holländisch -                        lettisch -                                 türkisch –

dänisch –                              mongolisch –                         italienisch –

chinesisch -                          polnisch -                               griechisch –

7. Schreiben Sie die Namen der Erdteile an die Tafel! Nennen Sie Länder in diesen Erdteilen! Achten Sie auf richtige Aussprache!

8. Lesen Sie denText! Stellen Sie Fragen dazu und lassen Sie die Fragen beantworten!

                              Über das Festivalabzeichen

Sie sehen das Festivalabzeichen in den Zeitungen und auf den Plakaten. Sie malen und basteln es. Was bedeutet es – haben Sie einmal danach gefragt?

Die Erdkugel inmitten einer Blume ist es, meinen Sie vielleicht. Oder die Erdkugel inmitten der Farben des Regenbogens. Ja, das stimm. Denn Blumen und Regenbogen bedeuten Schönheit unserer Welt. Das Abzei – chen erzählt aber auch über etwas anderes. Fünf Erdteile gibt es: Europa, Asien, Afrika, Amerika  und Australien. Völker verschiedener Hautfarbe wohnen dort Zwischen ihnen liegen Ozeane und Gebirge. Und noch sind alle Völker über Grenzen hinweg miteinander verbunden.

9. Wissenstoto:

Was wissen Sie über die FDJ?

1. Was heißt das „FDJ“?

2. Wann gründete man die FDJ?

3. Wie heißt das höchste Organ der FDJ?

2.      Wer war der erste Vorsitzende der FDJ?

3.      Wessen Traditionen leben in der FDJ weiter?

4.      Wozu erzieht die FDJ ihre Mitglieder?

5.      Wer kann Mitglied der FDJ sein?

6.      Welches Abzeichen tragen viele FDJ – ler?

7.      Welche Städte der DDR können über die Geschichte der FDJ erzählen?

8.      Wie heißt die Tageszeitung der FDJ?

9.      Welche Zeitschriften gibt der Zentralrat der FDJ heraus?

10.  Wo ist der Sitz des Zentralrates der FDJ?

11.  Welche Organisation leitet die FDJ?

12.  Welche Farbe hat ihre Fahne?

13.  Was bedeutet das Enblem der FDJ?

 

Grammatik A: Präterito – präsentia im Präsens und Präteritum

                        ____________________________

                         Helga soll zum Direktor kommen

                         ____________________________              

 

Die Präteritopräsentia sind fo

lgende Verben: dürfen, können, mögen,  müssen, sollen, wissen. Ihr Präsens entstand aus einer früheren Vergangenheitsform. Der Stammvokal im Singular Präsens ist ein Ablautvokal. Auch die Gleichheit der 1. Und 3. Person im Singular Präsens ist ein Merkmal der früheren Vergangenheit.

Der Plural des Präsens entspicht dem Infinitivstam Vgl.:

Wir dürfen, können, müssen, sollen, mögen, wissen.

Das Präteritum konjugiert man schwach und ohne Umlaut. Vgl:

Ich durfte, konnte, mußte, sollte;

Nur bei „wissen“ (ich wußte) tritt der Ablaut auf.

 

Person

Präsens

Präteritum

Präsens

Präteritum

ich

du

er,sie,es

 

wir

ihr Sie

Sie

 

darf

darfst

darf

 

dürfen

dürft

dürfen

 

durfte

durftes

durfte

 

durften

durftet

durften

 

kann

kannst

kann

 

können

könnt

können

 

konnte

konntest

konnte

 

konnte

konntet

konnten

 

ich

du

er, sie, es

wir

ihr

sie

mag

magst

mag

mögen

mögt

mögen

mochte

mochtest

mochte

mochten

mochtet

mochten

muß

mußt

muß

müssen

müßt

müssen

 

mußte

mußtest

mußte

mußten

mußtet

mußten

 

ich

du

er, sie, es

 

wir

ihr

sie

soll

sollst

soll

 

sollen

sollt

sollen

sollte

solltest

sollte

 

sollten

solltet

sollten

weiß

weißt

weiß

 

wissen

wißt

wissen

wußte

wußtest

wußte

 

wußten

wußtet

wußten

 

1. Antworten Sie auf die Fragen!

a. Welche Verben zählen zu den Präteritopräsentia?

b. Woraus entstand ihr Präsens? Beweisen Sie das am konkreten Beispiel!

c. Wie konjugiert man sie im präsens Plural?

d. Wie konjugiert man sie im Präteritum (Imperfekt)?

e. Welches Verb macht dabei eine Ausnahme?

2. Konjugieren Sie

a. im Präsens

Ich soll einkaufen gehen.

Ich muß ihn retten.

Ich weiß Bescheid.

Ich kann gut deutsch sprechen.

Ich darf nicht zu spät kommen.

Ich mag nicht aufstehen.

 

b. im Präteritum

Ich mußte schwer arbeiten.

Ich mochte keine Brause trinken.

Ich durfte aufs Land fahren.

Ich sollte die Pürüfung ablegen.

Ich durfte alles selbst machen.

Ich wußte Rat.

 

1.      Suchen Sie im Text B die Sätze mit Präteritopräsentia uns schreiben Sie sie heraus! Übersetzen Sie sie! Bestimmen Sie Person, Zahl und Zeitform der Präteritopräsentia!

2.      Setzen Sie das eingeklammerte Verb jeweils in der richtigen Präsens ein!

Was (wissen) wir über die Jugendorganisation der DDR? Die Jugendorganisatoion der DDR heißt „Freie Deutsche Jugend“. Jugendliche aller Schichten der Bevölkerung (können) Mitglied werden. Die Mitglieder der FDJ (sollen) nach dem Statut ihrer Organisation leben. FDJ – ler (müssen) den anderen Jugendlichen Vorbild sein und ein Beispiel geben. Jeder Junge und jedes Mädchen von 14 Jahren (dürfen) Mitglied der FDJ sein.

3.      Setzen Sie die Sätze ins Präsens!

Er mochte heute rechtzeitig zum Training kommen. Der Sohn wußte nichts über das Schicksal seines Vaters. Er wußte im Zimmer seine Mütze abnehmen und warten. Irene durfte die kranke Tante nur kurz besuchen. Die Kindergärtnerin sollte sich ein Spiel für die Gruppe ausdenken. Die Sitzung konnte lange dauern.

Hans konnte seine Nachbarn in der Nacht nicht nicht erkennen.

Wer won den Studenten wußte etwas über diesen afrikanischen Staat?

Man sollte den älteren Gästen seinen Platz anbieten.

4.      Üben Sie!

Wann kann Marion nicht zur Jugendstunde kommen? – Ich weiß nicht. Vielleicht soll sie eine wichtige Arbeit erledigen.

(zur Feier, zur Vorstellung, zum Unterricht, zum Training, zum Fest, zum Versammlung, zum Maskenfest)

 

Grammatik B

                                   Futur II – Bildung ung Gebrauch

 

1. Antworten Sie auf die Fragen!

Was für eine Zeitform ist das Fu -tur II?

Was drückt es aus?

Wie bildet man das Futur II?

Was drückt bezeichnet das Futur II als relative Zeitform?

1.      Bilden Sie Futur II folgender

Verben!

Lesen, zimmern, handeln, beitreten, gestalten, heißen, schwimmen, schwimmen, schweben, singen, vergessen, aufsetzen, einnehmen.

2.      Drücken sie Ihre Vermutung über den Abschluß einer Handlung aus!

Beispiel: Er regnet. (den Regenschirm nehmen) --- Es reg -net. Marion wird den Regenschirm genommen haben.

Peter kommt nicht. (sich verlaufen) Angela weiß in Phonetik Bescheid. (das neue Lehrbuch lesen).

Inge hat eine neue Bluse.

(selbst nähen).

Hans will kein Abendbrot  essen.

(bei dem Freund essen).

Du bist wieder ganz gesund. (die Arznei regelmäßig einnehmen). Wir haben das Baby versorgt (alles richtig machen).

Ihr habt den Text richtig übersetzt. (mit dem Wörterbuch arbeiten)

Nein Bruder hat Kopfschmerzen. (zu laute Musik hören). 

Das Futur II ist eine absolute Zeitform. Es drückt eine abgeschlossene Handlung (Geschehen) aus.

Er bedeutet die Erwartung oder Vermutung über den Abschluß dieser Handlung.

Vgl.:

Sie werden alles richtig gemacht haben.

Man bildet das Futur II folgender –maßen: finite Form des Verbs „werden“ und + Part. II des Vollverbs + „haben“ oder „sein“:

Er wird gegeben haben.

Wir ewrden gelernt haben.

Das Futur II kann auch eine relative Zeitform sein. Es bezeichnet dann den Abschluß einer Handlung (Geschehen) vor dem Beginn einer Handlung (Geschehen) in der Zukunft. Vgl.:

Er wird ganz gesund geworden sein. Dann wird er aus dem Krankenhaus nach Hause kommen.

    

 

3.      Üben Sie!

a. Hast du alle Fehler verbessert? – Ja, ich werde wohl alle Fehler verbessert haben.

(alle Gäste einladen, im Wettkampf siegen, schnell einschlafen, ein Angsthase sein, den Schlüssel verlieren, das Buch vergessen, eine Fehler machen, alle Lebensmittel einkaufen).

b. Wer ist gestern so spät nach Hause gekommen? – Das wird mein Vater gewesen sein.

(mit dem Auto fortfahren, Gäste haben, arbeiten, Fernsehen anschauen, in der Werkstatt arbeiten, das Tonband einschalten, auf dem Balkon sitzen, mich anrufen)

4.      Gebrauichen Sie folgende Sätze in kurzen Dialogen!

Du wirst wohl recht gehabt haben.

Das wird richtig gewesen sein.

Das werden alle gewußt haben, nur ich nicht.

Grammatik B: Festigung – Infinitiv mit und ohne „zu“.

1. Bilden Sie Sätze!

 

Erwin

sehen (ihn)

malen

alle

helfen

einkaufen

niemand

lernen

stehen

mein Freund

wollen

zimmern

ihr

gehen

singen

Jutta

können

sitzen

du

bleiben

nähen

die Jugendlichen

 

schlafen

ich

 

 

 

2. Vollenden Sie die Sätze! Achten Sie auf die Partikel „zu“ vor dem Infinitiv! Führen Sie die Übung schriftlich durch!

Der FDJ – ler erklärt, mit der Meinung des Regners nicht …

Die Jungen und Mädchen vergessen nie, ihren Paten zum Ehrentag …

Bald begannen die FDJ – ler überall im Land neue Werke und Städte …

Die Jugendlichen verabreden sich, am Sonntag eine Aktion „Sauberer Wald“ …

Die Jugend der Welt fordert, den Frieden …

Es ist sehr interessant , in der Jugendstunde mit Wissenschaftlern und Künstlern …

Der Jugendklub hat die Aufgabe, alle seine Mitglieder …

Sein Benehmen ist ein Grund, ihn auf der nächsten Versammlung …

Es freute alle sehr, den Veteranen …

5.      Setzen Sie, wo nötig, den Partikel „zu“ vor den Infinitiv!

Jürgen Polzin lehrte die Kinder im Dorf wieder --- lachen.

Bald lernten sie auch Theater --- spielen.

Pawel Kortschagin verstand: Leben heißt --- kämpfen.

Für manche junge Menschen ist es schwer, den richtigen Weg --- finden. Dann hilft ihnen der Jugendverband, ein Ziel vor sich --- setzen. Die Jugendlichen der DDR wollen ein neues, besseres Leben – gestalten. Überall im Land sehen wir neue Städte und Werke --- wachsen. Die jun – gen Arbeiter baten den erfahrenen Genossen, ihnen einen Rat --- geben. Die Erwachsenen brauchen sich der jungen Generation nicht --- schämen.

 

                                                              Lew Oschanin     

                                                              Nachdichtung: Walter Dehmet

 

                   Hymne der demokratischen Weltjugend

Jugend aller Nationen!/ Uns vereintgleicher Sinn gleicher Mut

Wo auch immer wir wohnen,/ unser Glück auf dem Frieden beruht

In den düsteren Jahren / haben wir es erfahren:

Arm war das Leben! / Wir aber geben

Hoffnung der müden Welt.

 

Refrain:

Unser Lied die Ländergrenzen überfliegt:

Freundschaft siegt! Freundschaft siegt!

Über Klüften, die des Krieges Hader schuf,

Springt der Ruf, springt der Ruf:

Freund, reih dich ein,

Daß vom Grauen wir die Welt befrein!

Unser Lied die Ozeane überfliegt:

Freundschaft siegt! Freundschaft siegt!

 

Schmerzhaft brennen die Wunde, / nun der Haß neuen Brand schon entfacht.

Denn wir haben empfunden: / Bittres Leid hat der Krieg uns gebracht.

Junger Kraft wird gelingen / Not und Furcht zu bezwingen.

Licht soll es werden / ringsum auf Erden!

Zukunft, wir grüßen dich!

 

Refrain:

 

Unser Lied …   

 

Unsere Herzen erglühen, / und den Schwur wiederholt jeder Mund:

Rastlos woll,n wir uns mühen, / daß kein Freind mehr zerschlägt unsern Bund.

Brüderliche Gedanken / überwinden die Schranken.

Reicht euch die Hände, / nun sich vollende

Glück der Gemeinsamkeit!

 

Refrain:

Unser Lied …

 

 

Lektion XXXIV

 

Thema: Ein Ausflug

Phonetik: Melodische, dynamische und temporale Besonderheiten des

                deutschen Satzes.

                (Fortsetzung)

Grammatik: Festigung, Bildung und Gebrauch das Futur I und Futur II

Wortbildung: Substantivierung der Adjektive

 

Melodische, dynamische und temporale Besonderheiten

      des deutschen Satzes (Fortsetzung)

In zwei und mehrsyntagmatischen Sätzen haben wir eine weiterweisende oder progrediente Intonation: im ersten Syntagma.

Diese bilden einen Gegensatz zur Intonation der Endsyntagmen. Im Endsyntagma hören wir entweder terminale oder interrogative Intonation. Das hängt vom kommunikativen Typ der Aussage ab.

Nehmen wir den Satz /Aber Herrman/ sagte kein einziges Wort//. Diesen Satz sprechen wir als eine zweisyntagmatischen Äußerung. Aber Herrman / ist das erste Syntagma. Es hat einen steigenden Ton, fühlbaren Intensitätsstärke und beschleunigtes Tempo. Vgl.: /Aber Hermann/. Nach /Hermann/ entsteht eine Pause. Wir trennen den Redeabschnitt des gegebenen Satzes durch Pause vom nachfolgenden ab. Im Redeabschnitt /sagte kein einziges Wort// haben wir einen Tonabfall, eine allmähliche Intensitätsabschwächung und eine Tempoverlangsamung. Am Ende entsteht eine große Pause. Sie signalisiert das Ende des Satzes. In diesem Syntagma können wir auch die Merkmale derinterrogativen Intonation realisieren. Dann haben wir einen mehrsyntagmatischen Satz. Im mehrsyntagmatischen Satz sind allen Syntagmen außer dem terminalen die merkmale der progredenten Intonation eigen. Die deutschen ein- und mehrsyntagmatischen Sätze (einfache erweiterte Sätze) kann man durch folgende Intonationsvarianten veranschaulichen:

   Variante 1 (allgemeine Behauptung)

    /Auch durch ihre Industrie/,

     ist diese Stadt weithin bekannt//

 ----------------------------------     Entscheidend für die Modellierung sind     

 ----------------------------------    die Merkmale der melodisch-dynamischen

 ----------------------------------    und temporalen Parameter im Rahmen des

 ----------------------------------    gegebenen Satzes.

 

      Variante 1a

Dein Vater / ist ein guter Lehrer//          (Das erste Syntagma ist stark

  ---------------------------------                    hervorgehoben)

  ---------------------------------

  ---------------------------------    

  ---------------------------------

      

      Variante 1b

   ---------------------------------                (Das zweite Syntagma ist stark

   ---------------------------------                 hervorgehoben)

   ---------------------------------

   ---------------------------------

 Mein Vater/ist ein guter Lehrer//

Variante 2 (3 – syntagmatische      Variante III (4 – syntagmatische

                         Sätze)                                                Sätze)

-----------------------------------              -----------------------------------

-----------------------------------              -----------------------------------

-----------------------------------              -----------------------------------

 

/Viele Ausländer/ studieren in                  Eine Gruppe von Abgeordneten   der Sowjetunion/ und bekommen             /fuhr heute Nachmittag/

hier entsprechende Berufsausbildung//     nach Berlin/ mit dem Zug//

 

Aus diese Weise kann man einen beliebigen Satz in Abhängigkeit von der Sprechweise modelieren.

 

1.Erraten Sie die Rätsel! Finden Sie die präterito – präsentia – Verben!

Bestimmen Sie ihre Person und Zahl!

 

Mann kann sie nicht schmecken,

Man kann sie nicht sehen,

Mal riecht sie mullig,

Mal duftet sie.

Niemand kann auf ihr gehen.

                                                        (die Luft)

 

Ich kenne einen großen Mann,

der bei Arbeit viel schaffen kann.

Er trägt große schwere Lasten

und muß immer fasten.

                                                        (der Kran)

 

2.Konjugieren Sie im Satz!

 

Ich kann morgen lange schlafen.

Ich darf mich nicht verspäten.

Ich weiß nichts über diese Stadt.

Ich mag keine Limonade.

Ich muß zu Fuß gehen.

Ich soll die Tasche packen.

 

1.      Setzen Sie die Verben in der richtigen Form ein!

Die Nacht war warm und der Himmel war dunkel. Ich erwachte. Ein Rehbock bellte auf der Wiese. Ich (wollen) auf die Wiese gehen und den Rehbock beobachten.

Ich (mögen) zu lange auf der Wiese gestanden haben. Dann ging ich nach Hause und legte mich wieder schlafen. Am anderen Morgen sangen die Vögel wie immer und der Hund auf dem Hof bellte. Alles war wie immer, aber ich hatte Zahnschmerzen.

Ich (müssen) durch den Wald in die kleine Stadt reiten. Der Zahnarzt (sollen) mir zwei vordere Zähne ziehen. Doch dann schämte ich mich und (wollen) die Lücke im Mund niemandem ziegen. Ich (dürfen) also nicht mehr lachen.

Eine Frau grüßte mich, die Briefträgerin brachte mir die Zeitung. Kinder klopfen den Hals meines Pferdes. Ich (müssen) schweigen. Dann kam ein anderer Tag. Ich (wissen) wieder: Im Leben gibt es viel zu lachen. Am Mittag lächelte ich. Am Abend hatte ich die Lücke vergessen. Schlimm ist es, eitel zu sein.

2.      Schreiben Sie aus dem Text die Präterito – präsentia – Verben heraus!

Setzen Sie die Sätze ins Präsens!

3.      Vollenden Sie die Sätze!

a. Es ist schlimm, …      

Es ist herrlich, …

Es ist komisch, …

Es ist gesund, …

 

b. Es ist mein Traum, …

Es ist alte Tradition, …

Es ist Sitte, …

Es ist unsere Aufgabe, …

 

4.      Formen Sie die Sätze um!

Beispiel: Ich will nach Ungarn fahren.

Es ist mein Wunsch, nach Ungarn zu fahren.

 

Udo will Fußballspieler werden. Jörg und Angela wollen im Juli heiraten. Die Gruppe will einen Ausflug machen. Wir wollen unsere Heimat kennenlernen. Die Sowjetjugendwill mit allen Jugendlichen der Erde in Frieden und Freundschaft leben. Ihr wollt die Prüfungen gut bestehen. Du willst deine Paten besuchen. Das Ensemble will an dem Festival teil – nehmen.

5.      Setzen Sie das Graphem groß oder klein ein!

a.Guten (M)orgen! An einem (m)orgen im Sommer ist die Landschaft besonders schön. Am (a)bend saßen alle um das Lagerfeuer. Gewöhnlich singen wir (a)bends Lieder und erzählen Geschichten. Aber (m)orgens laufen wir durch die Wiesen. Leider fuhren wir (m)orgen wieder nach Hause.

 

b. Sprichst du (a)rabisch? Nein, das (a)rabische ist zu schwer für mich. Die (a)rabischen Buchstaben kenne ich auch nicht. Ich spreche ein wenig (d)eutsch. Wollen wir (d)eutsch sprechen! Wir wiederholten uns immer auf (d)eutsch miteinander.  Ich habe auch schon Texte aus dem (a)serbaidshanischen ins (d)eutsche üverstzt.

 

a.                                           Trägt du (s)chwarz gern? Ich glaube, (b)lau kleidet dich besser. Ich habe aber kein (b)laues Kleid. Deshalb trage ich das (s)chwarz Kleid. Meine Freundin ist heute ganz in (r)ot. Ihr gefällt (r)ot am besten. Sie trägt auch einen (r)oten Hut und (r)ote Strümpfe. Wir heben ein Maskenfest.

b.                                          Schreibt man den Buchstaben hier (g)roß oder (k)lein? Du mußt ihn (k)lein schreiben.

(g)roß und (k)lein haben Sorgen mit der Orthographie. Das ist eine (g)roße Schwierigkeit in der deutschen Sprache. Kann man nicht alle Substantive (k)lein schreiben? Nein, Substantive schreibt man in Deutschen (g)roß. Bei und in der Familie bin ich der (g)rößte und Peter ist der (k)leine.

 

                                     Im Walde  

Er war Juni. Reinhard sollte am nächsten Tage an die Univer- sität reisen. Nun wollte man noch einmal einen festlichen Tag zusammen verbringen. Dazu machte man einen Ausflug in einen nahen Wald. Man fuhr bis an den Rand des Waldes in einem Wagen, aber dann nahm man die Körbe mit dem Essen herunter und wanderte zu Fuß weiter. Zuerst führte der Weg durch einen Tannenwald. Es war kühl und dunkel. Überall auf dem Boden lagen feine Tannennadeln. Nach einer halben Stunde kam man aus dem dunklen Tannenwald in einen anderen Wald. Dort wuchsen frische Buchen. Alles war hell und grün und die Sonnenstrahlen fielen durch die Äste.

Auf einem Platz unter uralten Buchen machte die Gesellschaft halt. Elisabeths Mutter öffnete einen der Körbe.

Ein alter Herr sammelte alles junge Volk um sich herum und sprach: „Kommt her zu mir, ihr jungen Vögel, und hört auf meine Worte. Zum Frühstück erhält jeder zwei trockene Semmeln. Die Butter ist zu Hause geblieben, aberim Wald wachsen viele rote Erdbeeren. Findet sie oder eßt euere Sammeln trocken! So geht es überall im Leben. Habt ihr mich verstanden?“

„Ja“, riefen die Jungen.

„Nun noch eins. Wir Alten bleiben hier unter den Buchen, kochen die Kartoffeln und die Eier, zünden ein Feuer an und machen alles zum Mittegessen. Bereit. Dafür mußt ihr uns dann die Hälfte eurer Erdbeeren geben. Da können wir noch eine Nachspiese servieren. Und nun geht nach Ost und West und seid ehrlich! „Komm, Elisabeth, ich kenne eine Wiese mit vielen Erdbeeren“, sagte Reinhard.

Elisabeth hängte sich ihren Strohhut über den Arm. „So komm“, sagte sie, „oder Korb ist fertig“.

Dann gingen sie in den Wald hinein, tiefer und tiefer. Es war freucht und dunkel. Da flog ein Vogel mit einem Schrei  auf. Reinhard ging voran. Bald aber hörte er seinen Namen rufen. Er drehte sich um.

„Reinhard“, rief Elisabeth, „so warte doch, Reinhard!“ Er konnte sie nicht sehen. Endlich aber bemerkte er ihr feines Köpfchen über den Kräutern und Gräsern. Er ging noch einmal zurück und führte sie auf einen freien Platz. Die blauen Schmetterlinge flatterten über den einsamen Waldblumen. Er strich ihr das feuchte Haar aus dem heißen Gesichtchen; dann wollte er ihr den Strohhut aufsehen, aber sie ließt es nicht.

„Wo sind denn deine Erdbeeren?“, fragte sie endlich und atmete tief ein.

„Hier haben sie gestanden“, sagte er, „aber die Tiere waren schneller als wir.“

„Ja, hier stehen noch die Blätter“, sagte Elisabeth.

„Komm nur, ich bin noch gar nicht müde. Wir werden weiter suchen.“

               Von ihnen war ein kleiner Bach. Reinhard hob Elisabeth auf seine Arme und trug sie hinüber. Dann kamen sie wieder in den dichten Wald und auf eine andere Wiese.

„Wo mögen die anderen sein?“ fragte Elisabeth.

„Es ist so still und einsam hier.“

Sie riefen die anderen, aber nur das Echo antwortete. 

anderen, aber nur das Echo antwortete.

„Ich habe Angst“, sagte Elisabeth.

„Nein“, antwortete Reinhard. „Sein nur! Wie herrlich es hier ist. Wollen wir eine Weile ausruhen.“

Elisabeth setzte sich unter eine Buche und lauschte nach allen Seiten. Reinhard saß einige Schritte davon auf einem Stein und sah sie schweigend an. Die Sonne stand genau über ihnen; Es war Mittag. Kleine goldene Käfer schwebten durch die Luft. Rings um sie her war ein feines Surren und Summen und manchmal hörte man im Walde die Stimme eines Vogels.

„Horch!“, sagte Elisabeth. „Es läutet.“

„Wo?“, fragte Reinhard.

„Hinter uns. Hörst du? Es ist Mittag.“

„Dann liegt hinter uns die Stadt. Wir müssen in dieser Richtung gehen. Dann treffen wir die anderen.“

  So gingen die den Weg zurück. Elisabeth war müde geworden und sie suchten keine Erdbeeren mehr. Endlich schimmerte durch die Bäume ein weißes Tuch. Das war der Mittagstisch. Und darauf lagen Erdbeeren in Hülle und Fülle. Der alte Herr hielt wieder eine Reihe vor dem Jungen. „Hierher!“, rief er nun Reinhard und Elisabeth zu. „Tücher ausgeleert, Hüte umgedreht! Zeigt her! Was habt ihr gefunden?“

  „Hunger und Durst“, antwortete Reinhard. Nach einer Weile saßen auch Elisabeth und Reinhard an der Tafel und aßen ihr Mittagessen.

  So verging der Tag. Reinhard hatte aber doch etwas gefunden. Es waren keine Erdbeeren, doch es war auch im Walde gewachsen. Es war ein Gedicht, ein Gedicht über Elisabeth. Sie war der Ausdruck für alles Liebliche und Wunderbare in seinem jungen Leben.

                                               (nach: Theodor Storm, „Immensee“)

                

                                   Texterläuterungen:

 

der Ausflug, -e tənəzöh, səyahət

Ein kurzer, fröhlicher Ausflug; ein Ausflug über Sonntag, aufs Land, an die Guelle. Er macht einen Ausflug, kommt vom Ausflug zurück.

 

der Rand, -er – kənar, qıraq

Syn.: der Saum

Ant.: das Zentrum, die Mitte, ein feiner, sauberer, galatter Rand; der Rand der Wiese, des Waldes, des Bettes.

Er sitzt, steht am Rand.

Er ist außer Rand und Band.

 

wandern – səyahət etmək /piyada/

Er wandert durch die Berge.

Sie sind früher viel gewandert.

 

fein – inçə, zərif

Ant.: grob

Ein feines Haar, feiner Stoff ein feines Mädchen, feine Arbeit. Das ist aber fein!

 

die Buche, -n – fıstıq /ağaç/

Ein Wald aus Buchen, ein Blatt der Buche, das Holz der Buche.

 

der Ast, -e – budaq, qol

Ein starker, hoher Ast.

Am Ast hängen die Apfel

 

halt machen – saxlamaq, dayandırma

Syn.: anhalten

Er machte nach zwei Stunden, an der Quelle halt.

 

trocke – quru

Ant. naß

Trockene Haut, trockene Beere, trockenes Wetter, trockenes Brot:eine trockene Antwort, ein trockener Charakter.

Trocken Brot macht Wangen rot.

 

der Stroh (ohne Pl.) – küləş

Trockenes, goldenes, schmutziges Stroh.

 

der Schrei, -e – qışqırıq, çağırtı

ein lauter Schrei, langer Schrei

 

das Gras – ot, bitkilər, taxıl

Vieldeutigkeit:

1.Pflanzen, Pl. die Gräser:

12.  (Sammelbegriff, ohne Pl.)

 Das Gras wächst. Sie stand im Gras. Die Hasen fressen Gras.

 

der Schmetterling, -e – kəpənək, pərvanə

 

streichen (i,i) –tumarlamaq, hamarlamaq

-                                              rəngləmək, jəkmək

-                                              pozmaq, paralamaq

-                                              gəzmək, dolanmaq, veyllənmək

-                                              endirmək, salmaq /bayraq/

Vieldeutigkeit:

1.(über etw.hinfahren)

 Er streicht ihr über das Gesicht. Der Wind streicht über die Felder.

2. (bemalen, beschmieren)

 Er streicht die Wand, den Balkon grün. Sie strich ihm Butter auf das Brot. Sie streich Leim auf das Papier, Creme auf die Torte, Arznei auf die Wund.

1.      (ausstreichen)

Er strich diesen Satz  im Text, seinen Namen, das Datum.

2.      (wandern, bummeln)

Er strich durch die Straßen über die Wiesen.

3.      (Ant.: hissen)

Sie streichen die Fahne.

 

der Bach, -e – kijik çay

Ein klarer, kalter, schneller Bach.

 

heben (o,o)- qaldırmaq

Ant.: senken

Er hebt den Arm. Sie hat die Stimme gehoben. Er hob den Koffer  auf die Bank.

 

das Echo, -s – əks səda

Ein fernes, leises Echa, das Echo des Winters, seiner Stimme.

Das Echo erschallt, antwortet, ruft.

 

die Weile – vaxt, müddət

Syn.: kurze Zeit

 

lauschen – qulaq asmaq, dinləmək

Syn.: horchen

Er lauschte auf die Worte, auf die Melodie. Er lauscht nach allen Richtungen.

 

der Käfer, - böçək

Ein schwarzer, seltener Käfer.

Der Käfer fliegt, läuft, krabbelt

 

summen – vızıldamaq, uğuldamaq

Die Bienen, Käfer summen. Er summte ein Lied.

 

ausleeren vt – boşaltmaq

Syn.: leer machen, entleeren;

Ant.: füllen, voll machen. Er leert seine Taschen aus.

 

umdrehen vt – fırlatmaq, jevirmək

Er dreht den Schlüssel, den Teller um. Ich drehte mich ihm um. Er dreht den Spieß um.

 

der Durst (ohne Pl.) – susuzluq, yanğı

Schrecklicher, großer Durst. Er hat Durst. Sie löscht den Durst mit Wasser. Durst ist schlimmer als Heimweh.

 

der Ausdruck, -e – ifadə, ifadə etmə;

-                                              ifadə, baxış;

-                                              söz birləşməsi

Vieldeutigkeit:

1.(die Wiedergabe)

der Ausdruck seiner Gedanken durch Musik.

2. (die Miene)

ein ernster, fröhlicher Ausdruck

1.      (Wortverbindung)

Das ist ein anderer, neuer Ausdruck für diese Sache.

 

lieblich – xoşsifət, sevimli, qəribə, jox qözəl

Syn.: fein, zart, liebenswert

 

wunderbar – əla

 

Syn.: herrlich, märchenhaft

 

   Fragen zum Text:

1. Wohin sollte Reinhard am nächsten Tag fahren?

2. Welche Aufgabe stellte der alte Herr den jungen Leuten?

4.      Konnte Elisabeth so schnell wie Reinhard laufen?

5.      Warum fanden Elisabeth und Reinhard keine Erdbeeren?

6.      Was sahen sie im Wald?

7.      Welche Bedeutung hatte Elisabeth für Reinhard?

 

 Text B

Lesen Sie den Text mit verteilten Rollen und lernen Sie die neuen Wörter!

                                  Sommerzeit-Reisezeit

Almas: Hört mal zu , Mädchen. Es ist nun fast Sommer und das Wetter ist herrlich. Wollen wir nicht mal gemeinsam einen Ausflug machen?

Irada: Gerne. Ich mache mit.

Rena: Aber natürlich! Ich habe schon lange davon gedacht.

Lejla: Das wird schön! Wohin wollen wir denn fahren?

Rena: Fahren wir an den Göj-Göl. Dort ist die Natur wunderbar.Der Blick          

          auf den See ist einfach herrlich.

Almas: Ich für meinen Teil habe nichts dagegen.Aber ist es nicht zu weit?

Lejla: Doch, es ist sehr weit. Man muß dann übernachten und am

          nächsten Tag wieder nach Baku zurückkehren.

Irada: Das geht nicht. Meine Eltern erlauben mir das nicht. Auch die  

          Eltern und Verwandten anderer Mädchen unserer Gruppe werden

          dagegen sein.

Almas: Was haltet ihr von Schemacha? Dort ist die Landschaft ebenfalls

            Herrlich. In Pirguli bei Schemacha steht das berühmteste

            Observatorium des Kaukasus. Das ist schon eine Reise wert.

Rena: Das ist ein guter Vorschlag. Guba ist ein Mekka für Touristen. Dort

          gibt es Wälder, Flüse, herrliche Landschaften.

Irada: Guba ist auch eine historische Stadt. Man kann heute noch den ehemaligen Palast des Chans besichtigen. Und auf dem Wege nach Guba können wir einen kleinen Absteher machen und die Ruinen der alten Stadt Schabran besichtigen.

Lejla: Du interessierst dich für Geschichte. Aber ich denke, es ist langweilig, die Ruinen alter Städte anzusehen.

Irada: Wie kannst du das sagen! Schabran war früher eine bedeutende Stadt.

Rena: Ich finde es sehr interessant. Das ist ein Teil der Geschichte unseres Volkes. Überall bringt die Erde ihre Geheimnisse. Als zukünftige Lehrerin mußt du über die Geschichte deiner Heimat gut Bescheid wissen. Du wirst doch Kinder erziehen.

Lejla: Gut, Gut. Beruhigt euch! Ich bin einverstanden. Wollen wir den anderen Mädchen unserer Gruppe den Vorschlag machen! Aber wie kommen wir nach Guba?

Almas: Den Autobus kann die Komsomolleitung stellen.  Oder wir fahren im Autobus unserer Hochschule.

Rena: Was glaubt ihr, wieviel Mädchen werden mitfahren?

Almas: Keine Angst! Sommerzeit – Reisezeit. Sicher werden viele Mädchen mitfahren.

 

Texterläuterungen:

 

Denken (a,a) – fikirləşmək

Er denkt an seinem Freund, an den Urlaub, an das Ende des Monats. Sie dachte nicht daran.

Hast du schon einmal daran gedacht, in dem Nachschlagewerk zu blättern?

  

Die Natür – təbiət;

                 - xasiyyət

Vieldeutigkeit:

1.(Materie) ohne Pl.

die blühende, lebendige Natur.

Die Natur erwacht, geht schlafen.

Er genießt, beobachtet die Natur.

2. (Charakter) Pl.: die Naturen eine gesunde, männliche, schwache Natur. Niemand kann seine Natur veränder.

 

Übernachten – geçələmək, geçəni kejirmək

Er übernachtet bei seinen Onkel im Hotel.

 

Erlauben + Dat. + Akk – içazə vermək

Er erlaubte seinem Sohn die Reise nicht.

Syn.: früher; Ant: jehig

Die ehemalige Hauptstadt, das ehemalige Hauptgebäude, er ehemalige Karl - Marx – Platz

 

Der Absteher, - qısa müddətli səfər, tənəzöh   

Er machte einen Absteher in sein Heimatdorf.

 

Die Ruine, -n – xarabalıq, viranə

(oft im Plural gebraucht)

die alte, historische Ruine; die Ruinen des Palastes, des Geburtshauses.

 

Langweilig – darıxdırıçı, sansıxıçı

Ant: interessant

Ein langfristiger Redner, Abend Roman.

Mir ist ein langweilig.

 

Das Geheimnis, -se – sirr

Ein Geheimnis berger, erfahren, erzählen

 

Zukünftig - gələçək

Ant: vergangen, ihr zukünftiger Cher, Bräutigam; die zukunftigen Methoden, Maschinen, Städte.

 

Beruhigen – sakit etmək, sakitləşdirmək

Ant.: sich aufregen

Er beruhigte sich nur langsam

Sie beruhigte das Baby.

Die Arznei, ein Spaziergang, Musik wirkt beruhigend.

 

              Fragen zum Text:

1. Was für einen Vorschlag macht Almas?

2. Warum wollen die Mädchen nicht an den Göj – Göl fahren?

3. Was gibt es in Pirguli?

2.      Was ist ein Mekka für Touristen?

3.      Warum findet Rena einen Absteher nach Schabran sehr interessant?

4.      Wer kann den Autobus stellen?

 

Übungen an + Akk.

a. Üben Sie!

Woran hast du gerade gedacht? – Ich habe an die Prüfungen gedacht.

(der Sommer, die Ferien, die Reise, die Wanderung, der Roman, der Geburtstag, der Ausflug, das Plakat)

An wen hast du heute früh gedacht? – Ich habe an meine Schwester gedacht.

(die Mutter, die Verwandten, die Freundin, der Nachbar, der Alte, die Lehrerin, der Held aus dem Film, der Großvater)

 

b. Ergänzen Siedie Sätze!

Peter denkt jeden Tag an …

Am 8. März denken wir immer an …

Aber wir haben nicht an … gedacht.

Du wirst noch an … denken!

Tag und Nacht dachte sie an …

Alle Sowjetmenschen denken am 23. Februar an …

Hast du auch an … gedacht?

Die Großmutter dachte oft an …

 

c. Bestimmen Sie die Zeitformen der Verben aus Übung 1b !

2. erlauben + Dat. + Akk.

a. Bilden Sie möglichst viele Sätze!

 

der Dekan

wir

der Spaziergang

niemand

die Studenten

die Teilnahme

 die Bibliothekarin

die Schwester

das Buch lesen

ihr

der Kranke

der Ausflug

du               erlauben

der Sohn

das Fest

die Nachbarin

ihr

die Arbeit im Saal

ich

alle

musik machen

marion

der Leser

platz nehmen

der Arzt

 

nichts

 

b. Bilden Sie Situationen mit folgenden Wendungen!

Erlauben Sie mir, ein Wort zu sagen!

Erlauben Sie mir, Platz zu nehmen!

Erlauben Sie mir, Ihnen meine Freundin vorzustellen!

3. wert + Akk.

Üben Sie!

a.Wieviel ist das Haus Wert? – Es ist 2000 Rubel wert.

(der Garten – 500, das Auto – 3000, der Ring – 3000, der Pelz – 4000, das Buch – 120, die Kette – 1000, das Gemelde – 20 000, das Fahrrad – 20, der Mantel – 90, das Klavier - 3000)

b. Gebrauchen Sie foldende Wendungen  in Situationen!

Das Auto ist nichts mehr wert. Dein Ratist wehr wert als Gold. Heute ist so ein altes Buch viel wert.

1.      streichen – strich – gestrichen

Übersetzen Sie ins Aserbaidshanische!

Ich stricht nun über die Augen, aber ich konnte trotzdem nichts erlennen. Streich bitte viel Butter auf das Brot! Den letzten Satz müssen Sie streichen. Unser Nachbar hat seinen Balkon frisch gestrichen. Ruhelos strich er in der Nacht durch die Straßen. Sie setzte sich im Park auf eine hübsche Bank, daran hing ein Schild „Frisch gestrichen!“. man strich die Flagge, denn ein Sturm begann. Die Schwester streicht frische Salbe auf die Wunde. Die Mutter hatte dem Kind über sein heißes Gesichtchen gestrichen, dann war es eingeschlafen. Geben Sie einen gestrichenen Teelöffel voll Satz ins Wasser.

2.      Wie heißt das Antonym?

a. fein, heiß, zukünftig, sauber, langweilig,  trocken, klug, still, ehemalig, süß, hart;

b. den Arm heben, das Kind beuhigen, die Fahne hissen;     

c. Bilden Sie mit den Wortgruppen der Übung 5b kurze Sätze!

3.      Erklären Sie den Unterschied auf deutsch!

Das Stroh / das Gras, der Käfer / der Schmetterling, der Ausflug / die Reise, der Weg / der Absteher, der Schrei / der ruf, der Bach / die Guelle;

4.      Nennen Sie möglichst viele Wörter zum Thema:

a. Tiere

b. Pflanzen

c. Teile des Baumes

5.      Nennen Sie Verben mit dem Oberbegriff!

a. hören;   b. Sehen;   c. Einen Laut von sich geben;

6.      Erzählen Sie einen Studenten aus der DDR über Ausflugziele in Aserbaidshan!

7.      Berichten Sie über Ihren interessantesten Ausflug.

8.      Schreiben Sie als Abschlußarbeit des Somesters eine Nacherzählung!

 

Grammatik: A: Festigung – Bildung und Gebrauch des Futur I

1. Sprechen Sie anhand von Beispielen über Bildung und Gebrauch des Futur I!

2. Bilden Sie das Futur I folgender Verben!

Verbessern, zählen, begreifen, erfüllen, schreien, einladen, sich verbeugen, reinigen, schütteln,  entlassen, erklingen, ruhen, ausdenken

3. Finden Sie im Text B Sätze ins Futur I und übersetzen Sie sie!

4.Setzen Sie folgende Sätze ins Futur I!

Am Wochenende macht unsere Studiengruppe einen Ausflug. Wir fahren mit dem Autobus nach Gala – Alty. Wir wandern durch die Umgebung. Dann ruhrn wir an der Guelle aus. Wir singen Volkslieder, tanzen und machen Spiele. Wir erholen uns wunderbar. Wir laden auch andere Studenten und einige Lektoren zu der Fahrt ein. Den Autobus stellt die Hochschule.

5. Üben Sie!

Bist du im vorigen Sommer in Schuscha gewesen?

- Nein, aber ich werde bald nach Schuscha fahren.

(Kijev, Guba, Tbilissi, Tallin, Kirowabad, Berlin, Gobustan, Schemacha)

6. Erzählen Sie über einen geplanten ausflug! Verwenden Sie dabei das Futur I!

 Wortbildung: Substantivierung der Adjektive

 

 

1. Beantworten Sie die Fragen!

Wie Substantiviert man die Adjek - tive?

Kann man jedes Adjektiv Substan – tivieren?

Wie dekliniert man ein substanti – viertes Adjektiv?

Wie schreibt man es?

2. Suchen Sie im Text A substanti – vierte Adjektive! Übersetzen Sie die jeweiligen Sätze ins Aserbaid -shanische!

3. Suchen Sie in den Sprichwörtern die substantivierten Adjektive heraus! Finden Sie Entschpre - chungen im Aserbaidschanishen!

 

Dem Mutigen gehört die Welt.

Dem Feigen zeigt das Glück den Rücken.

Der Milde gibt sich reich, der Geizige gibt sich arm.

Schweigen bricht Freundschaft.

 

4. Sprechen Sie über die Bildung die substantivierten Adjektive aus Übung 3! Bestimmen Sie sie nach Genus, Kasus, Numerus!

Jedes beliebige Adjektiv kann man durch den Artikel „das“ substanti – vieren. Es entsteht ein Substantiv im Neutrum.

Dieses Substantiv dekliniert man wie das dazugehörige Adjektive.

Man schreibt es groß:

 gut --- das Gute

Nom. das Gute

Gen. dea Gutes

Dat. dem Guten

Akk. das Gute

Manche Substantive kann man auch durch den Artikel „der“ oder „die“ substantivieren. Die deklination ist ebenfals wie bei den Adjektiven:

         mutig --- der Mutige

         schön --- die Schöne

 

5. Deklinieren Sie!

das Wichtigste, die Schöne, das Harte, das Liebliche, der Mutige, das Stumpfe, der Dumme, die Beste, der Hochste, die Kleine, der Kranke

 

 

                                                   Theodor Stoprm

Hier an der Bergeshalde

Verstummet ganz der Wind;

Die Zweige hängen nieder,

Darunter sitzt das Kind.

 

Sie sitz in Thyniane,

Sie sitzt in lauter Duft;

Die blauen Fliegen sammen

Und blitzen durch die Luft.

 

Es steht der Wald so schweigend,

Sie schaut so klug darin;

Um ihre braunen Lochen

Hinfliegt der Sonnenschein.

 

Der Kuckuck lacht von ferne,

Er geht mir durch den Sinn:

Sie hat die goldnen Augen

Der Waldeskönigin.

 

Lektion XXXV

 

Thema: Wunder

Phonetik: Wiederholung

Grammatik: Wiederholung

 

Vorübungen:

1. Bilden Sie von den Verben die 3. Person Singular FuturI!

verbinden, summen, begleiten, genießen, bilden,  leuchten, bemerken, senden, sich wohlfühlen, bestehen, sich aufregen, schweigen, danken, umdrehen, übernachten. 

2. Übersetzen Sie ins Aserbaidschanische!

Heine und Dieter waren Edmunds Freunde. Sie arbeiteten in einem  Betrieb und am Abend waren sie gemeinsam im Gafe gewesen. Die neuen Freunde wollen Edmund mit in die FDJ – Versammlung nehmen. Er war noch nie in  einer FDJ – Versammlung gewesen. Am Montag wird eine FDJ – Versamlung stattfinden. Er wird seinen guten blauen Anzug anziehen. Natürlich wird die Mama böse sein. Er soll den Anzug nur an Feiertagen tragen. Aber am Montag wird für Edmund ein ganz besonderer Tag sein, ein großer Feiertag. Die Freunde haben ihn eingeladen, zur FDJ – Versammlung zu kommen.

                                             (nach: W. Rinecker „Zwei Romane“)            

1.      Bestimmen Sie die Zeitformen der Verben aus Übung 2!

2.      Erzählen Sie über Ihre Pläne für das zweite Studenjahr! Gebrauchen Sie die Verben im Futur I!

3.      Substantivieren Sie folgende Adjektive durch den Artikel „das“!

grün, schön, richtig, wahn, groß, wertvoll, bös, weiß, traurig, farbenfroh, besser,  ernst

4.      Substantivieren Sie folgende Adjektive durch die Artikel „der“ oder „die“ (Singular)!

Blond, fein, mutig, stark,  alt, jung, verwandt, krank, ledig, lieblich, klein, grau, blaß, reich

5.      Finden Sie im Text die substantivierten Adjektive! Bestimmen Sie sie nach Genus, Kasus, Numerus!

Klaus arbeitet gemeinsam mit seinen ältesten Brüdern. Er war fleifig und immer lustig. Seine Brüder aber waren faul und böse. Eines Tages Schickten sie Klausin den Wald, um Holz zu holen. Sie gaben dem Jüngsten schwarzes Brot und Wasser mit auf den Weg.

Im Wald traf Klaus eine alte Frau. Die Alte sprach: „Klaus, hast du nichts zu essen und zu trinken? Ich habe Hunger und Durst!“ „Natürlich, liebe Frau“, sagte Klaus, „aber es ist nichts Besonderes, nur schwarzes Brot und Wasser.“ Die Alte und Klaus setzten sich und er griff in seine Tasche. Da lag Kuchen in der Tasche und eine Flasche Wein. Klaus wunderte sich sehr und brot der Alten von all dem Schmackhaften etwas an. Nach dem Essen sprach die Alte: „Klaus, ich will dir einen Rat geben. Fälle diesen Baum und du wirst in der Wurzel dein  Glück finden!“ dann verschwand die Alte plötzlich. Klaus fällte den Baum und fand in der Wurzel eine goldene Gans …

                                           (nach: Brüder Grimm „Der goldene Gans“)  

6.      Setzen Sie die substantivierten Adjektive in der richtigen Form im Maskulinum ein!

Er dankte … (alt) und lief nach Hause.wir haben nichts … (interessant) gesehen. Im Wettkampf siegte … (am stärkesten). … (am kleinsten) konnte nicht so schnell laufen. Die Schwester gibt … (krank) jeden Tag eine Spitze. Im Garten … (faul) wuchs nur Unkraut. Die Genossen werden … (tot) rächen. Seit einiger beobachtete er … (framd). Im Dorf lebte … (reich). Die Kameraden wählten … (edel) zu ihrem Führer.

7.      Schreiben Sie als Abschlußarbeit ein Kontrolldiktat!

Text A

1. Lesen Sie mit dem Wörterbuch! Erzählen Sie dann das Wichtigste nach!

                                       Wunder

Auf der Welt gibt es schon immer Außergewöhnliches. Das sind rätsel – hafte Erscheinungen oder auch besonders großartige und prächtige Werke von der Hand der Menschen.

Blitz und Donner, Tag und Nacht, Sommer und Winter für die Menschen in alten Zeiten rätselhaft. Die germanischen Stämme erfandenfür alle Erscheinungen der Natur Götter  und erklärten die Natur auf diese Weise. Sie sahen im Wechsel von Tag und Nacht, von Sommer und Winter den ewigen Kampf der Götter gegen die Riesen. Die Götter waren die Freunde.

Der Menschen, die Riesen waren ihre Freunde. Der oberste Gott das Kampfes war der Got Wodan. Er war auch Gott der Dichtkunst. Er lebte in einem herrlichnen, sehr großen Schloß, der Wallhall. Sein Sohn Donar schützte die Götter von den Reisen. Während des Kämpfes warf er mir einem gewaltigen Hammer nach den Riesen. Dadurch rief er Blitz und Donner hervor. Der Gott Frey war der Gott des Friedens und der Frucht - barkeit. Seine Schwester Freya beschützte die Frauen und die Ernte. Bal – der war der Gott der Lichtes. Er starb im Dezember durch seinen Bruder Hödr. So erklärten sich die germanischen Stämme alle rätselhaften Erscheinungen der Natur durch ihre Götter.

Heute wissen viele Menschen nur noch wenig von Wodan und Donar. In alten Leedern, Märchen und Sagen ist ein kleiner Teil davon erhalten. Auch die Bräuche und Feste der germanischen Völker erinnern noch an alte Zeiten, ebenso die Namen der Wochentage. So ist Donnerstag der Tag der Donar und Freitag der Tag des Freys.

Natürlich hat die Wissenschaft längst viele Naturerscheinungen erforscht. Bedeutende Söhne der Menschheit haben für die Wahrheit und das Wissen gekämpft. Manche von ihnen haben ihr Streben nach Wissen mit dem Leben bezahlt.  Im Laute der Zeit sind neue Wunder entstanden,  Wunder von Menschenhand.das sind hervorragende technische Leistunden in allen Teilen der Welt: Tunnel, Kanäle, Stauseen, Hoch – straßen, Brücken. Auch Maschinen und Geräte können zu den modernen Wundern zählen, Radaranlagen zum Beispiel oder Teleskope.

Eines dieser modernen Wunder befindet sich unweit  vom Schemacha, im Observatorium von Pirkuli. Nicht die Götter schufen es, sondern die Wissenschaftler und Fachleute des VEB Garl Zeiss Jena in der DDR.

Im Jahre 1954 zog eine Gruppe von Männern von Baku aus in den östlichen Kaukasus, Sie sichten einen Standort für ein Oservatorium zur Beobachtung des Kosmos. Etwa 30 km hinter der ehemaligen Hauptstadt Aserbaidshans Schemacha fanden sie die Bedingungen für Beobachtung des Kosmos in der klaren und reinen Luft eines 1600 m hohen Berges. Zwei Jahre später begann auf dem Berge Pirkuli das Observatorium der Akademie der Wissenschaften Aserbaidshans seine Arbeit. Hier steht ein modernes 2m – Teleskop, das drittgroßte der Sowjetunion, hergestellt von Genossen aus der DDR. Mit dem Teleskop können die Wissenschaftler den Flug kosmischer Apparate beobachten und ihre Bahn sogar korrigieren.

Elektronik und Automatik erleichtern die Arbeit der Menschen. Das Gewicht dieses Teleskop beträgt 85 Tonnen, davon wiegt der Spiegel allein 2,4 Tonnen. Die Fachleute in Jena waren zwei Jahre damit beschäftigt, ihn zu schleifen.

1965 übergab man das Teleskop in Jena an den Direktor des Obseva – toriums Schemacha. Vier Wochen dauerte die 5000 km lange Fahrt nach Baku.

Dann begann der schwierigste Teil des Weges: von Baku nach Pirkuli. Für den Transport des Teleskops mußte man die StraßeBaku – Schemacha extra bis Pirkuli verlängen.

Im gemeinsamer Arbeit schufen Wissenschaftler Sowjetaserbaidshans und der DDR am Berge Pirkuli ein neues Wunder. Sie gaben dem astronomischen Gerät den Namen „Deutsch – sowjetische Freundschaft“.

 

Fragen zum Text:

1. Wie erklärten in alten Zeiten die germanischen Stämme rätselhaft Erscheinungen der Natur?

1.      Was versteht der moderne Mensch unter einem Wunder?

2.      Warum kann das Teleskop auf dem Berg Pirkuli als ein Wunder bezeichnet?

3.      Beschreiben Sie das Teleskop!

4.      War der Transport von Jena nach Schemacha schwierig?

5.      Warum trägt das Gerät den Namen „Deutsch – sowjetische Freundschaft“?

 

                         Wiederholungen zur Lexik            

1. Suchen Sie in jeder Gruppe von Wörtern das Wort mit der allgemeinsten Bedeutung!

a. die Anbauwand, die Garderobe, die Sitzecke, die Möbel, der Kleiderschrank, der Sessel

b. die Kindergärtnerin, der Chemielehrer, der Pädagoge, der Erzieher, die Pionierleiterin

c. das Postamt, das Hotel, die Hochschule, das Gebäude, das Wohnheim

d. die Pflanze, die Erdbeere, das Veilchen, die Birke, der Baum, die Bu - che

e. der Kriminalroman, das Nachschlagewerk, das Buch, das Lehrbuch

f.die Fähre, das Transportmittel, die Eisenbahn, das Fahrrad, das Schiff, das Flugzeug, die U – Bahn

2. Suchne Sie in jeder Gruppe von Wörtern ein nicht dazugehöriges Wort!

a. der Enkel, der Onkel, der Verwandte, die Cousine, die Großmutter, der Leutnant;

b. Afrika, Asien, der Schweiz, der Erdteil, Europa, Amerika, die Arktis

c. der Ast, die Wurzel, die Frucht, die Bank, der Stamm, die Blüte, das Blatt, das Laub;

d. das Sprachlabor, das Auditorium, der Lesesaal, die Mensa, das Direktstudium, der Hörsaal;

e. die Abbildung, das Verzeichnis, das Bild, die Zeichung, die Darstellung, das Gemälde;

f. der Brüder, der Neffe, der Abgeordnete, der Genosse, der Oberst, der Vorsitzende;

g.      Gries, Mehl, Butter, Reis, Zigaretten, Brot;

h.      der Gürtel, der Knopf, die Jacke, das Käppi, die Kerze, der Mantel, das Kostüm;

3. Finden Sie Antonyme!

 

der Frend

der Frieden

das Glück

die Hitze

die Grenze

der Morgen

das Lob

das Viereck

das Tal

das Leben

der Tag

die Kraft

der Tadel

die Nacht

der Kreis

der Tod

der Freind

der Krieg

die Kälte

die Mitte

der Abend

die Schwäche

das Unglück

der Berg

 

4. Finden Sie Synonume!

die Unterstützung

der Augenblick

die Handlung

der Säugling

die Liste

das Erzeugnis

der Bund

der Vorsitzende

der Schwur

der Fernsprecher

das Gäret

der Abschluß

die Tat

das Telefon

das Verzeichnis

der Verein

der Apparat

der Präsident

das Gelöbnis

das Ende

die Hilfe

das Baby

das Produkt

der Moment

 

5. Nennen Sie alle Bedeutungen folgender vieldeutiger Wörter! Gebrauchen Sie die Wörter in Sätzen!

Der Block, der Ruf, das Gut, der Schatz, der Fuß, der Hahn, der Stoff, die Mandel, der Sturm

6. Finden Sie Wörter zum Oberbegriff!

Das Genußmittel, der Werktätige, die Sportart, das Tier, der Industriezweig, das Wetter, das Gerät, der Verwandte

7. Erklären Sie die Bedeutung folgender Wörter auf deutsch!

Der Aberglaube, die Hausfrau, der Rekord,  der Ausschuß, die Koexistenz, die Presse, der Parteitag, die Solidarität, die Wüste,das Berufsverbot, der Neulehrer, das Lazarett

8. Nennen Sie die Antonume!

Schlank, wertvoll, still, trocken, hübsch, moralisch, normal, mager, stumpf, rauh, allseitig, fair, hart, richtig, pünklich

9. Schreiben Sie die Adjektive nach Synonymreihen geordnete auf!

Rein, hübsch, schnell, blank, schmuck, eilig, ehemalig, schön, fein, sauber, früher, langweilig, rasch, zart, uninteressant, dünn, lieblich, geschwind

8.      Verbinden Sie die Adjektive mit allen Substantiven der richtigen Gruppe von Wörtern! Gebrauchen Sie die Wortgruppen in Sätzen!

 

langweilig

das Herz, der Mensch, die Mutter, die Erlaubnis, das Wort

einsam

die Rede, der Roman, der Unter – richt, der Partner, der Urlaub

zukünftig

die Idee, die Zeitung, die Partei, die Meinung, der Mensch

gütig

die Frage, der Herr, der Brief, der Pädagoge, die Antwort

fortschrittlich

der Bräutigam, der Staat, der Be - ruf, die Aufgabe, die Entwicklung, dii Generation

feinfühlig

die Buche, der Alte, das Haus, die Straße, die Höhe, der Künstler

 

9.      Suchen Sie zu jedem Substantiv das passende Verb!

 

der Acker

das Wort

das Urteil

der Standpunkt

der Abstecher

das Gelöbnis

der Eindruck

die Fahne

die Luft

der Abschied

die Faust

der Durst

vollstrecken

vertreten

nehmen

halten

haben

bestellen

schwingen

anhalten

ablegen

ablegen

machen

machen

hissen

 

10.  Verbinden Sie die Substantive mit allen Wörtern einer Gruppe!

Gebrauchen Sie die Wortgruppen in Sätzen!

 

Die Vorlesung

Ehren, besuchen, schreiben, über, auszeichnen, raten, helfen

 

Der Tee

Abschreiben, anhölren, halten, sich interessieren für, vorbereiten, ausarbeiten, sich verspäten zu

 

Der Veteran

Ernten, säen, gießen, bestimmen, pflücken, essen, pressen

 

Das Holz

Einnehmen, lutschen, verschreiben, besorgen, empfehlen, heilen durch

 

Die Tablette

Kaufen, brühen, trinken, genießen, anbieten, servieren

 

Die Pflanzen

Schlagen, holen, anzünden, schlaffen, bauen aus, ausbessern mit

 

11.  Erklären Sie die Bedeutung folgender Verben auf deutsch!

Übernachten, lauschen, pressen, handeln, beitreten, reinigen, vernichten, schleichen, verbessern

12.  Führen Sie folgende Anweisungen aus!

Knieen Sie nieder!

Schwingen  Sie die Faust!

Schwenken Sie ein Tuch!

Halten Sie die Luft an!

Atmen Sie aus!

Schütteln Sie den Kopf!

Heben Sie die Armee!

13.  Gestalten Sie Situationen! Benutzen Sie dazu das Wortmaterial aus Übung 14!

14.  Nennen Sie Verben zu folgenden Themen!

a. handwerkliche Tätigkeit

b. Gefühle

c. geistige Tätigkeit

d. Ortsveränderung

e. Zustandsveränderung

f. Zustand

15.  Erklären Sie den Unterschied zwischen folgender Verben!

 

a. biegen - beugen

    sitzen – sich setzen

    füllen – erfüllen

    schwenken – schwingen

    hören – gehorchen

    brennen – verbrennen

    kennen – erkennen

b. liegen - ruhen

    schleichen – schweben

    rufen – schreien

    wissen – glauben

    wandern – laufen

    lauschen – hören

 

 

18. Ersetzen Sie in folgenden Sätzen die fettgedruckten Wendungen  durch andere lexikalische Einheiten!

Die Touristen ziehen im Sommer mit Sack und Pack ins Gebringe. Meine Freundin ist auf Draht gewesen und hat schon alles vorbereitet. Alles in allem habe ich im ersten Studienjahr gute Noten erhalten. Werner schiebt keine Aufgabe auf die lange Bank. In Moskau besucht sie in erster Linie die Museen. Vor der Abfahrt lagen sich Vater und Sohn  noch einmal in den Armee.

19. Gebrauchen Sie folgende feste Wendungen in Situationen!

Der Nächste, bitte! Biotte, reich freundlich! Alles Gute! Sport frei! Sie wünschen bitte? Falsch verbunden!

20. Gestalten Sie mit Hilfe der angeführten Repliken kurze Dialoge!

Kranker: Guten Tag!

Arzt: ….

Kranker: Ich habe seit drei Tagen Fieber, Husten und Schnupfen.

Arzt: ….

Kranker: Heute früh war es 38,2o.

Arzt: ….

Kranker: Aach!

Arzt: ….

Kranker: Bitte sehr. Ich habe den Oberkörper frei gemacht.

Arzt: ….

Kranker: Wie soll ich die Arznei einnehmen?

Arzt: ….

Kranker: Ich brauchte auch einen Krankenschein.

Arzt: ….

Kranker: Vielen Dank, Herr Doktor! Auf Wiedersehen!

 

                                         Berufswahl

Marion: ….

Dieter: Das weiß ich schon. Ich studiere an der Technischen Hochschule, denn ich will Ingenieur werden.

Marion: ….

Dieter: Ich interessiere mich für Technik. Ich möchte auch gern die neuesten Maschinen bauen. Maschinen – das heißt Zukunft und Fortschritt. Aber du? Das willst du werden?

Marion: ….

Dieter Und warum hast du diesen Beruf gewählt?

Marion: Da ist der Beruf bei euch in der Familie Tradition.

Marion: ….

 

                                   Ein Ausflug

Hans: ….

Irena: Danke, gut. Wir haben einen Ausflug gemacht.

Hans: ….

Irena: Es war sogar sehr interessant. Dort gibt es eine herrliche Freilichtbühne. Wir haben ein Drama angeschaut.

Hans: ….

Irena: Natürlich nicht. Wir sind auch im Wald gewandert. Die Lanschaft ist dort sehr schön und die Luft ganz klar.

Hans: ….

Irena: Nein, eine Guelle gibt es dort nicht, aber nicht weit ist ein See. Dort kann man auch baden.

Hans: ….

Irena: Klar! Das nächste Mal darfst du mitfahren.

 

                      Wiederholungsübungen zur Grammatik  

1. Tragen Sie folgende Substantive je nach Deklinationsart in eine Tabelle ein. Deklinieren Sie sie im Singular!

  Das Brot, die Welt, der Friede, die Kunst, der Mensch, das Kind, das   Herz, die Schönheit, der Held, die Zukunft, das Wunder, der Erdteil, der  Ausschuß, der Veteran, die Verwandte, der Alte

2. Deklinieren Sie im Plural!

  die Käfer, die Schmetterlinge, die Wälder, die Hügel, die Länder

3. Tragen Sie folgende Substantive je nach ihrer Fähigkeit, den Plural zu bilden oder nicht, in eine Tabelle ein!

   das Glatteis, der Beruf, der Sand, das Loch, die Kraft, die Glocke, die Gitarre, die Eigenschaft, die Wahrheit, die Koexistenz, der Stall, das Ereignis, der Neulehrer, Finnland, der Erwachsene, das Gewürz, die Gesellschaft, der Ausdruck, die Ruine, das Zentrum, der Hunger, der Rat, der Fuß, das Laub, die Bedeutung, die Schönste, der Kranz, das Bündnis, der Abgeordnete, die Bronze

4. Setzen Sie die Substantive aud Übung 3 in den Plural! Sprechen Sie anhand dieser Substantive über die Möglichkeiten der Pluralbildung im Deutschen!

5. Setzen Sie vor jedes Substantiv den richtigen bestimmten Artikel!

Gewitter, Angsthase, Besucher, Wahrheit, Medaille, Taube, Erdbeere, König, Trennung, Anbau, Industrie, Standpunkt, Acker, Formel, Verbot, Ereignis, Birke, Schlüssel, Hahn, Lager, Hain, Gelöbnis, Zweck, Natur, Gras, Durst, Ruine, Geheimnis, Satellit, Orden, Regierung, Gefährte, Faust, Solidarität, Kugel, Kuß, Gefängnis, Genosse

6. Sprechen Sie anhand der Substantive aus Übung 5 über den Einfluß der Suffixes auf das Genus des Substantivs!

7. Setzen Sie, wo nötig, den Artikel in der richtigen Form ein!

--- Manfred von Ardenne ist --- bedeutender Wissenschaftler --- DDR. Er arbeitet auf --- Gebiet ---  Phyzik. Schon in --- Jugend war er --- bekannter Physik. Schon in --- Jugend war er --- bekannter  Physiker. 1930 führte er --- elektronische Fernseher ein. Viele --- seine Erfindungen in --- Technik und --- Physik brachten --- Wissenschaft --- große Fortschritte. Heute ist er --- hervorragender Wissenschaftler. In --- institut bei --- Dresden arbeitet und forscht er gemeinsam mit vielen jungen Wissenschaftlern. --- 1947 und --- 1953 erhielt er --- Staatspreis --- für --- seine erfolgreiche Arbeit zu --- Anwendung --- physikalischer Hilfsmittel in --- Medizin. --- 1958 zeichnete man ihn mit --- Nationalpreis --- DDR aus.

8. Steigern Sie folgende Adjektive!

Schlank, blaß, gut, rein, groß, jung, peinlich, hoch, genau, wertvoll, lieblich

9. Deklinieren Sie!

 

a. der alte Turm

    das frische Gras

    die friedliche Koexistenz

 

    die würdigen Gäste

 

b.ein letzter Gruß

   ein bedeutendes Zentrum

   eine lange Reise

 

liebliche Niederungen

das frohe Ereignis

die hihe Auszeichnung

der faire Gerner

 

die chemischen Eigenschaften

 

eine einsame Buche

ein leises Echo

 

 

süße Erdbeeren

 

8.      Setzen Sie die Adjektive mit der richtigen Endung ein!

Das (stark) Verb bildet sein Partizip II durch die Endung - en und den Ablaut des Stammvokals. In diesem Satz schreibt man das Wort „deutsch“ mit einem (kleine) D. Setzen Sie das (richtig) Substaniv ein. Im Diktat stehen einige (schwer) Fehler. Der Genitiv der (maskulina) Substantive trägt die Endung – s. Die Substantive der (schwach) Deklination tragen im Genitiv die Endung  - en. Substantive schreiben wir mit einem (groß) Anfangsbuchstaben. Ableitungen und Zusammen – setzungen gehören zu den (wichtig) Mitteln der Wortbildung in der (modern) (deutsch) Sprache.

9.      Nennen Sie die Grundformen folgender Verben!

Wachen, liegen, sprechen, bergen, begreifen, reißen, verstehen, abschlie – ßen, einladen, verbringen, verschlingen, verzeihen, entlassen, sitzen, fallen, streichen, denken

10.  Setzen Sie folgende Sätze nacheinander  an alle Zeitformen!

Der Wind streicht am Abend über den Acker.

Im Wald wachsen schlanke Birken.

Die Abgeordneten vertreten die Meinung der Bürger.

Eine Handvoll Wissenschaftler löst dieses schwierige Problem.

In Wirklichkeit sieht dieses Denkmal schöner aus.

Wir berücksichtiger in unserem Verzeichnis alle wichtige Fragen.

Der Sowjetsoldat rettet das Mädchen aus dem Feuer.

Der Direktor erlaubt den jungen Besuchern, das Observatorium zu betreten.

11.  Lesen Sie folgenden Text! Bestimmen Sie die Zeitformen der Verben!

Der Traum von der Schönheit ist so alt wie die Menschheit.  Jeder Mensch will schön sein, will schönes sehen und selbst gestalten. Seit vielen Jahren ist es deshalb in allen Erdteilen Tradition, Schönheitsköniginnen zu wählen.

Auch in Berlin, der Hauptstadt der DDR, wählt man jedes Jahr im Frühling das schönste Mädchen der Stadt. Bdie Bewerberinnen müssen echte Berlinerinnen sein in Alter von 18 – 23 Jahren.

So geschah es auch in diesem Jahr. In einem wunderbaren Kulturhaus eines neuen Berliner Stadtbezirks fand die Wahl der Schönheitkönigin von Berlin statt. Die Mitglieder der Kommission hatten es nicht leicht. Sie waren bekannte Bürger der Hauptstadt, Künstler, Modegestalten und Reporter. Unter mehr als sechzig Mädchen und jungen Frauen sollten sie die Schönste wählen. Die Bewerberinnen traten während eines buntes Abends auf. Sie tanzten verschiedene Tänze und trugen jedesmal ein anderes hübschen Kostüm. Viele Mädchen hatten ihre Kostüme selbst genäht.

Gemeinsam mit den Mädchen gestalteten bekannte Sängerinen und Sänger, Schauspieler und Rock – Gruppen den Abend.

Endlich war die Schönheitskönigin gefunden. Sie heißt in diesem Jahr Martina, ist 18 Jahre alt und arbeitet in einem großen Berliner Kaufhaus als Verkäuferin. Glücklich strahlend nahm die Siegerin einen herrlichen Blumenstrauß, die Krone der Königin und einen großen weißen Teddybären als Geschenk mit nach Hause.

12.  Stellen Sie Fragen zum Text Übung 13! Lassen Sie die Fragen beantworten! Führen Sie das Gespräch im Perfekt!

13.   Beenden Sie die Sätze durch die Wortgruppen in Klammern!

 

Ich möchte

Ich habe den Wunsch

 

(die Arbeit schnell beenden)

 

Inge darf

Inge hat die Erlaubnis

 

 

(bis 20 Uhr AVZ arbeiten)

Wir sollen

Wir haben die Aufgabe

 

 

(alle Bücher abgeben)

Es muß

Es besteht die Notwendigkeit

 

(alle Studenten in den Festsaal ru – fen)

 

Heini will

Heini hat die Arsicht

(den Freund zur FDJ – Versamlung einladen)

 

Du kannst

Du hast  die Fähigkeit

 

(lange Gedichte auswenig lernen)

 

14.  Setzen Sie im folgenden Text, wo nötig, die Partikel „zu“ von den Infinitiv des Verbs!

Es ist heute nich leicht, Vater --- sein. Ein moderner Vater muß für seine Kinder nicht nur mit Geld --- sorgen. Er soll ihnen vor allen Dinger Ratschläge --- geben. Er soll mit ihnen die Freizeit gemeinsam --- verbringen. Der Vater von heute hilft seinen Kindern den richtigen Weg im Leben --- gehen. Er lehrt sie das Gute und das Schlechte --- sehen, die Wahrheit --- lieben, die Heimat und ihr Volk --- achten. Ein guter Vater hat auch die Aufgabe, im Haushalt --- helfen und seinen Söhnen Töchtern ein gutes Beispiel --- geben. Das Schönste für einen Vater ist es, seine Kinder später als geachtete Bürger ihres Staates --- sehen.

15.  Setzen Sie die richtige Präposition ein!

Die Lehrer haben die Aufgabe, ihre Schüler --- würdigen Bürgern uns- seres Staates zu erziehen. Die Rede unseres Kolchosvorsitzende wirkte --- die Bauern. Im Frühjahr und im Herbst nehmen die jungen Burschen Abschied --- ihren Eltern und Verwanten und gehen zur Armee. Er ist nicht klug, sich --- die Angelegenheiten junger Eheleute einzumischen. Die Großmutter erinnerte sich noch ganz genau --- ihre Hochzeit. Die Bauern dankten den Studenten --- ihre Hilfe bei der Ernte. Peter muß heute --- den Film verzichten und im Lesesaal arbeiten. Kleine Kinder glauben --- den Osterhasen. Die ganze Stadt schwärmt --- die polnische Sängerin. Aserbaidschanisch zählt --- den Türksprachen. Mütter trauern Leben lang --- die gefallenen Söhne.

16.  Setzen Sie das Substantiv im richtigen Fall ein!

(Das Volk) gehören Wald und Wiesen und die Fische in der See … Kuba. Die Revolutionäre schwuren (die Heimat) die Treue. Denk ich an (Deutschland) in der Nacht … (H.Heine). Diesen Film widmete man (die Kosmonauten). Klaus schämte sich (die unordentliche Friur). Geh, gehorche (mein Winken), lerne zeitig klüger sein … (J.W.Goethe). der Komsomol ruft alle zu (das Meeting) am Sonntag auf dem Leninplatz auf! Verzeih (ich) noch das letzte Mal!

17.  Setzen Sie das Präpositionaladverb ein!

Schon im Kindergarten erzieht man die Kleinen ---, einander zu helfen.

Er erinnert sich ---, den Mann schon einmal gesehen zu haben.

Die Freunde glauben ---, sich im nächsten Jahr wiederzusehen.

Heinrich Heine war durch seine Krankheit --- verurteilt, viele Jahre lang nicht laufen zu können.

Ich habe keine Ahnung ---, diese Aufgabe zu lösen.

Die Zeitungen riefen --- auf, die Regierung zu unterstützen.

Der Verurteilte verzichtete ---, das letzte Wort zu sprechen.

Die Mädchen sind --- begeistert, in der nächsten Woche einen Ausflug nach Guba zu machen.

18.  Ergänzen Sie Partizip I oder Partizip II!

Beispiel: Die Aufgabe war sehr schweirin. (lösen)

               Die gelöste Aufgabe war sehr schwerig.

 

Im Observatorium Pirkuli arbeitet ein Teleskop. (in Jena herstellen).

Im Jahr erfüllen die Arbeiter den Plan. (laufen).

An der Straße nach Guba standen Bäume. (blühen).

Mit bunter Farben malte das Mädchen Schmetterlinge. (tanzen).

Die Jungen zogen in den Krieg. (dem Komsomol beitreten).

Vergessen Sie nicht, die Lampen auszuschalten! (brennen).

 

 

                                                               Deutsches Volkslied

 

Er zogen auf sonnigen Wegen

drei lachende Mädchen vorbei.

Sie schwenkten die Röcke verwegen

und trällerten alle drei …

 

Ihr Lied klang so hell in die Weite,

Sie liefen so froh durch den Mai.

Ich konnt mich für keine entscheiden,

drum küßt ich sie alle drei.

 

Doch ach, eine jede wollt haben,

daß ich ihr Alleinigster sei.

Kein Drittel, den ganzen Knaben,

den wollten sie alle drei.

 

Du schwarze, die Blonde, die Braune,

vergib und vergiß und verzeih.

Will keiner verderben die Laune,

drum laß ich euch alle drei.

 

 

                                           A N H A N G

                         Diktate – Lesestücke - Nacherzählungen 

                                            DIKTATE

 

                                     SPRICHWÖRTER

Sprichwörter sind gesammelte Weisheiten eines Volkes. Jedes Volk hat seine Sprichwörter. Besonders die Chinesen, Araber, Perser und Franzosen sind die Autoren kluger Sprichwörter bekannt. Diese kleinen Kunstwerke sind wie Kristalle. In ihnen spiegeln sich Erfahrungen aus vielen Jahrhunderten wieder. In der Form von Sprichwörtern übermitteln die Völker ihre Auffassungen über das Leben und den Tod , über Freundschaft, Liebe, Feindschaft, Geiz. Sprichwörter erzählen auch über verschiedene Berufe über Ausland und Sitten, über das Lernen, das Schenken und über alles andere. Sie bestehen aus einem einzigen Satz und tragen belehrenden Charakter. Oft enthalten sie ein Bild oder ein Beispiel. Manche Sprichwörter sind sehr alt. Aber es gibt auch neue Sprichwörter. Sie entstanden im Volke erst vor wenigen Jahrzehnten und zeigen das Leben in unserer Gesellschaft.

 

                                               Der Wellensittich

 Die Heimat des wilden Wellensittichs sind die weiten Steppen Australiens.Dort erscheinen oft viele tausend Vögel an Himmel. Sie fressen die Steppe ganz kahl und fliegen dann schnell wieder an die nächste Stelle. Der wilde Vogel ist grün. Wir kennen aber heute auch gelbe, blaue und weiße Wellensittiche.

 Es sind sehr gesellige Vögel. Deshalb sollte man mehrere Wellensittiche in einem Käfig halten. Mit einem einzelnen Vogel aber soll man sich täglich öfters unterhalten und mit ihm spielen. Er braucht die Gesellschaft eines Menschen und will am Leben der Familie teilnehmen.

 Der Wellensittich frißt Samen, vor allem Hirse, Hafer und auch Gemüse wie Blattsalat und Blumenkohl. Regelmäßig muß er baden. Von Zeit zu Zeit muß man ihn noch mit Wasser absprühen.

 Dieser Vogel ist durch seine Kunst, wie ein Mensch sprechen zu können, bekannt. Besonders junge männliche Tiere lernen leicht sprechen. Man beginnt mit einem einzelnen Wort, zum Beispiel seinen Namen. Aber nicht alle Wellensittiche lernen sprechen. Trotzdem macht er uns viel Freude und braucht unsere Sorge. 

                                

                                     Pflanzen als Hilfsmittel

Das Zeichen der Ärzte ist eine Schlange. Warum ist das so? Natürlich gewinnt man aus dem Gift der Schlangen Arznei. Aber viel öftergewinnt man Arznei aus Pflanzen. In Aserbaidshan wachsen viele hundert für Medizin wichtige Pflanzen. Die Wissenschaftler haben die Pflanzen untersucht und kennen ihre Heilkraft. Manche Pflanze enthalten wertvolle Vitamine. Andere Pflanzen enthalten Stoffe gegen Erkrankunden des Magens, der Nieren, des Herzens.

Die Heilpflanzen wachsen in Gärten, auf Feldern. Einige wachsen auch wild. Man muß sie auf Wiesen, auf Bergen und an Flüssen sammeln. Von manchen Pflanzen sind die Blätter wertvoll, von anderen die Blüten oder Wurzeln.

Schützen wir die Pflanzen unserer Heimat! Sie sind unser Reichtum.

 

                           EIN TEIL DES SOWJETVOLKES    

In der Sowjetunion leben verschiedene Völkerschaften und Vertreter vieler Nationalitäten. Hier leben auch zwei Millionen Deutsche. Sie sind im Wolgagebiet und Mittelasien zu Hause. Auch in Aserbaidshan leben eine Deutsche und zwar im Gebiet von Massally. Ihre Familien sind vor langer Zeit aus Deutschland nach Rußland gekommen, manche schon zur Zeit Peters des Ersten. Heute sind die Deutschen in der Sowjetunion eine gleichberechtigte Nationalität. Sie arbeiten als Bauern. Manche arbeiten auch im Bergbau. Unter den Deutschen in der Sowjetunion gibt es bekannte Schriftsteller, Dichter, Maler und Musiker. Berühmte Schauspieler, Ärzte und Ingenieure sind Deutsche. Die Deutschen haben ihre eigenen Schulen. Dort lehrt man die Schüler in der deutschen Sprache. Sie haben auch eigene Zeitungen, eine Zeitschriftund ein deutsches Theater. Viele Volkskunstgruppen pflegen die deutsche Folklore.

Sio sind die Deutschen der Sowjetunion ein Teil des großen Sowjetvol - kes.

 

                                      SCHACH MATT!

 In der letzten Zeit hat sich Baku zu einem Schachzentrum von großer Bedeutung entwickelt. Immer mehr Bakuer schwärmen für diese Sportart. Es gibt verschiedene Schachklubs und Schachschulen in der Stadt. Aber auch in Gärten und Parks sieht man täglich Schachspieler. Im Fernsehen zeigt man regelmäßig Sendungen für Schachspieler und ihre Trainer.

 Bekannt ist die neue Schachschule in der Stadt Sumgait. Täglich treffen sich hier Schüler, aber auch viele Erwachsene und erlernen das Schachspiel. Andere Besucher der Schule finden dort würdige Partner. Oft organisiert man Wettbewerbe.

 Der berühmteste Schachspieler Bakus ist natürlich Harry Kasparow. Von 1980-1985 war er Student unseres Instituts.

 Aber nicht nur in der Hauptstadt spielt man gut Schach. Ajnur Soffijewa, Samina Agajewa und Afet Aliwerdijewa haben das schon oft gezeigt.

 

                                               DER SCHLAF

 Ein Mensch kann 30 Tage ohne Essen bleiben, aber nur drei Tage ohne Schlaf. Dann braucht er wenigstens 14 Stunden Schlaf zur Erholung. Der Schlaf ist stärker als jeder Mensch.Auf diese Weise hat sich die Natur einen Schutz geschlafen. Es ist unmöglich, durch weniger Schlaf sein Leben zu längern.

 Ein erwachsener Mensch schläft täglich 6 bis 10 Stunden. Dadurch erholt sich der Körper, wird wieder frisch und kräftig. Die Haut wird rosig und man sieht wieder besser aus.

 Manche Menschen, vor allen Dingen, Frauen im Beruf mit kleinen Kindern haben aber keine Zeit für genügend Schlaf. Das ist aber sehr ungesund. Sie sollten unbedingt ihren Tag besser organisieren oder wenigstens am Wochenende richtig ausschlafen.

 Vor dem Schlaf sollte man keine schweren, fetten Speisen essen, keinen Tee oder Kaffee trinken und nicht rauchen. Dagegen sind ruhige Musik, die Beschäftigung mit einem Hobby oder ein kleiner Spaziergang sehr zu empfehlen.

 Denken Sie daran: Schlaf macht gesund und schön.

 

                                               SCHABRAN

 Es ist sehr wichtig für jeden Menschen die Geschichte seines Volkes zu kennen. Deshalb bemühen sich die Wissenschaftler, die Geschichte immer genauer zu erforschen. Das ist nicht so einfach. Viele Namen von Städten und bedeutenden Menschen sind für immer vergessen.

 In alten Büchern lassen die Wissenschaftler von einer Stadt mit dem Namen Schabran. Lange suchten sie erfolglos, aber endlich fanden sie den Ort unweit der Stadt Devetschi am Fluß Schabran. Nun arbeiten schon viele Jahre Wissenschaftler und Studenten in der Stadt Schabran. Sie graben alte Mauern aus und vor uns legien die Straßen und Plätze der ehemaligen reichen Stadt. Sie bergen auch wertvolle Funde wie Geräte, Geschirr und alte Münzen.

Durch diese wichtigen Arbeiten erfahren wir mehr über die Geschichte Aserbaiodshans.

 

                 DIE AGRA IN LEIPZIG - MARKKLEEBERG    

Unweit der Stadt Leipzig befindet sich eine ständige Ausstellung besonderer Art. Man nennt sie „Universität im Grünen“.

Alljährlich besuchen diese Ausstellung tausende Bauern, Agronomen,  Tierärzte, Gärtner. Sie interessieren sich für Neuigkeiten auf ihrem Fach - gebiet. In einem Teil der Ausstellung macht sich der Besucher mit neuen Geräten und Anlagen der Landtechnik bekannt. In einem anderen Teil besichtigt er neue Ringer -, Schweine -, Hammel – oder Hühnerras - sen. Auch über Ackerbau erfährt er hier viele Neuigkeiten. Überall kann man hier lernen. Erfahrene Fachleute beantworten die Fragen der Besucher, geben Ratschläge und halten Vorträge. Zur Ausstellung gehört auch ein herrlicher Park. Dort kann man spazierengehen und Sport treiben.

 

                           DIE KUNST DES BUCHDRUCKS  

 

 Im 15. Jahrhundert erfand der Mainzer Bürger Johann Gutenberg die Kunst des Buchdrucks. Vorher hatte man alle Bücher mit der Hand abschreiben müssen. Das hatte sehr lange gedauert und war sehr teuer gewesen.

 Nun aber konnte man die Bücher viel schneller herstellen. Diese Erfindung war sehr wichtig. Nun konnte man Bücher billiger verkaufen. Mehr Leute konnten Bücher kaufen und lesen. Die Kunst des Buchdruckes half bei der Entwicklung der Wissenschaften.

Auch heute noch gibt es einige dieser ersten Bücher. Die Druckmaschine aber konnten sogar die Bakuer besichtigen. Vertreter der Partnerstadt Mainz hatten sie 1987 für einige Wochen zu einer Ausstellung nach Baku geschickt.

 

                                               Die schönste Apotheke

 In der letzten Zeit hat man überall an Sowjetaserbaidschan neue Apotheken eröffnet. Die Zeitungen berichten darüber. Die schönste Apotheke aber steht in Baku in der Altstadt. Das Gebäude der Apotheke hat man nicht neu errichtet. Im Gegenteil, man hat es ausgegraben. Vor vielen hundert Jahren diente es den Bakuern als Badehaus. Mit der Zeit aber wehte der Sand es zu

 Nun aber ist dieses originelle Gebäude eine grüne Apotheke. Beim Eintritt in die Apotheke erstaunt der Besucher. Alles ist sehr geschmackvoll eingerichtet. An den Wänden kann man Worte bedeutender Männer lesen. Zarte Bilder sind da. Man weiß es nicht genau: Sind darauf Blumen dargestellt oder junge Mädchen? Von den Decken hängen bunte Lampen. Die Möbel sind kostbar, aber gemütlich.

 Kein Wunder: Diese Apotheke ist unter den Bakuern sehr beleibt.

 

                        Texte zum Lesen und Nacherzählen

 

                Wiege der Menschheit – Wiege des Weins      

Transkaukasien zwischen Kaukasus und Ararat, zwischen Kaspischen und Schwarzen Meer, an der Granze Europas uns Asiens macht 1% der Fläche der Sowjetunion aus. Dort liegen drei Unionsrepubliken: die Aserbaidschanische die Grusinische (Georgnische) und die Armenische. Ihre Hauptstädte sind Millionenstädte mit gepflegten Stadtkernen. Vieles erinnert  dort an die Märchen aud 1001 Nacht.

Diese Region ist eine der Wiegen der Menschheit und ihrer Kultur. Sichere Zeugnisse sind in Gobustan, unweit Bakus,  gefunden worden. Jäger der Altsteinzeit hinterließen in Höhlen und an Felsen mehr las 5000 Zeichnungen. Die ältesten unter diesen sind 8 – 10 Jahrhunderte alt.

Schon im 3 – 2 Jahrtausend v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung) hatten die Menschen in Transkaukasien hohe Techniken bei der Metallverarbeitung entwickelt. Das beweisen die Schmückstücke in der Schatzkammer von Tbilissi. Einige sind einzigartig auf der Welt.

Die Völker Transkaukasiens sind sehr früh Bauern geworden. Sie haben lange vor der Zeitrechnung schon Wein und Obst angebaut. In Armenien kelterte man schon 800 v. u. Z. Wein, in Georgien 400 v. u. Z, in Aser – baidschan etwas später.

Die drei transkaukasischen Republik haben Gemeinsamkeiten und Unter - schiede.

Die Geschichte Aserbaidshans ist schon immer durch das Erdöl geprägt. Schon vor 1000 deb Jahren traten Erdöl und Erdgas aus der Erde, entzündete sich und brannte mit heller Flamme. Dadurch entstand in dieser Gegend das Zentrum der Feueranbeter. Deshalb konnte Aserbaid – schan nicht christianisiert werden, aber die Araben hatten es leicht, hier den Islam zu verbreiten. Es entstanden moslemische Fürstentümer, wie das Fürstentüm der Schirwan – Schachs. Sein Palast zählt zu den exotischsten Denkmälern in der Altstadt von Baku.

Älter  als diese islamischen Denkmale ist der Jungfrauenturm. Viele Legenden gibt es davon. Man erbaute ihn 12. Jahrhundert als Wachturm am Meer.

Auch die Neuzeit stand Baku unter de Zeichen des Erdöls. Die Kapitalisten begannen um die Jahrhundertwende, das Erdöl industriell zu nutzen und es in einen Stadtteil Bakus zu verarbeiten. Dieser Stadteil erhielt den Namen „Schwarze Stadt“. Der Duchter Maxim Gorki verglich ihn mit Dautes Hölle.

Heute ist die „Schwarze Stadt“ einer der hellen Stadtviertel Bakus. Er zählt mehr Einwohner als Wien und hat eine 3 ½ km lange Uferprome – nade nach dem Vorbild von Neapel, der Partnerstadt.

Jede Pflanze muß man in Baku bewässern. Doch grüht hier der ausge – dehnte Kirowpark, umschlossen von Wohnhäusern für die Werktätigen.

In einem nahen Dort gibt es einen Tempel der Faueranbeter. Indische Kaufleute benutzten ihn früher als Karawanserei. In einer anderen Karavanserei in der Altstadt kann man auf weichen Diwaner herrliche aserbaidschanische Speisen genießen.

Und Bakus Zukunft? Einmal werden die Erdölfelder erschöpft sein. Schon heute gewinnt man einen großen Teil des Öls im offenen Meer auf Bahrinseln. Außerdem gibt es viele andere Industriezweige in Baku. Dann kommt die Landwirtschaft: Baumwolle, Wein, Tee, Obst, Gemüse.

                                                             (aus „Volksstimme“, Januar 1986)       

 

                        

                                             MAHLZEIT!

Jedes Volk hat seine eigenen Traditionen. Das gilt auch für das Essen. Die Speisen und die Eßgewohnheiten eines Volkes entsprechen seinen Lebensbedingungen und dem Klima des Landes.

Die Deutsche essen gewöhnlich am Tage fünf Mahlzeiten: 1. Frühctück, 2. Frühctück, Mittagessen, Vesperbrot (Kaffeetrinken) und Abendbrot).

Die wichtigsten Nahrungsmittel sind Brot und Kartoffeln. Meistens essen die Deutschen graues Roggenbrot, nur zu besonderen Anlässen oder dem persönlichen Geschmack entsprechend greift man zu weißem Weizen - brot. Das Brot ist aromatisch, schmackhaft und lange haltbar. In der Regel kauft eine Deutsche Familie von 4 Personen einmal in der Woche zwei Brot. Das sind insgesamt drei Kilogramm Brot, denn die meisten Brote haben ein Gewicht von 3 Pfund. Diese drei Kilogramm Brot reichen der Familie für die ganze Woche. Das scheint wnig? Oder essen sich die Deutschen nie richtig satt? Aber nein! So ist das nicht. Brot reicht nur zum 2. Frühstück und zum Abendbrot. Zum Frühctück aber ißt man besonders gern weiche frische Sammeln aus Weizenmeln mit Butter, Marmelade, Wurst, einem gekochten Ei.

Zum Vesperbrot aber greift man gern zu einem Stück Kuchen, vielleicht wider zu einer Sammel. Am Mittagstisch regiert die Kartoffel.  Die deutsche Hausfrau kann aus Kartoffeln die verschiedensten  Gerichte zubereiten Natürlich setzt sie der Familie ab und zu auch Speisen aus Reis, Nudeln, Makkaronis vor. Aber die Kartoffel ist doch das Wichtigste aud dem Mittagstisch. Kartoffeln sind schmackhaft und billig. Man kann sie im Winter gut aufbewahren und – sie enthält genug Vitamin C.

Auf dem Abendbrottisch darf dann neben dem Brotkorb ein Teller mit Wurst nicht fehlen. Die Deutschen essen viel Wurst, viel mehr als die Aserbaidshaner. Sie kennen Dutzende von Wurstsorten und verzehler im Laufe des Jahres eine Menge Wurst, allen voran Bockwurst. Auf Schritt und Tritt verkauft man duftende heiße Bockwürste mit scharfem Senf und dazu eine frische Semmel. Dafür kommen viel seltener als bei und der Republik Milchprodukte auf den Tisch, ausgenommen die Milch selbst. Auch Gemüse und Küchenkräuter verzehren die Deutschen im Vergleich zu unseren aserbaidshanischen Eßgewohnhwiten seltener. Gewöhnlich gebrauch man Dill, Petersilie, Schnittlauch nur dazu, die Speisen zu würzen.

Nun wissen wir schon ein wenig über die Gweohnheiten der Deutschen bei Tisch. Aber was trinken sie? Jeder Schüler kann täglich in der Schule eine kleine Flasche Milch zu ¼ Liter trinken. Zu Hause trinken dann die Kinder Limonade, Kakao oder Malzkaffee. Wie wir sehen – eine reiche Auswahl.

Die Erwachsehen schwärmen in der Regel für Kaffee, mit oder ohne Sahne. Schwarzen Tee trinken aber nicht alle Deutsche. Man kann ihn zwar überall kaufen, aber nur einige Liebhaber machen davon Gebrauch. Dafür genießt man den lieben Kaffee.

Eine der größten Traditionen in Sachen Getränken ist bei den Deutschen das Bier. Jede Stadt hat ihre besonderen Rezepte und Brauereien. Wieviele Sorten es da gibt! Es ist nicht einfach, gutes Bier zu brauen. Viel hängt vom Wasser ab, manches von 500 Jahre alten Geheimnissen. Über das Bier gibt es Lieder und Sprüche. Manche gebrauchen es auch als Arznei gegen Erkrankungen oder Nieren. Im Durchschnitt trinkt jeder Mann im Sommer wie im Winter ½ Liter Bier täglich.

Prost!

An Feiertagen aber oder zu besonderen Anlässen bietet man seinen Gästen eine Flasche trockenen Wein an. Wein – das ist der Ausdruck hoher Lebenskultur, das ist edle Getränk. Vom Wein spricht man mit besonderer Achtung und Würde. Und an genz besonderen Tagen stößt man Sekt an. Aber das geschieht nicht oft.

Es ist wiedermal klar: Andere Länder – andere Sitten. Vieles ist anders am Tisch als bei uns zu Hause, über vieles müßte man noch schreiben. Aber nun wird es Zeit, in die Mensa zu gehen. Mahlzeit!

 

                              DER VOIGT VON SCHWENDI  

 

Es lebte einmal ein armer Bauer. Er arbeitete mühsam auf dem Acker, schnitt den Roggen, mahlte ihn und buk selbst manchmal das Brot daraus.

Der arme Bauer hatte sieben Kinder. Sie sahen dem Vater bei der Arbeit zu und halfen ihm auch dabei. Der munterste unter ihnen war ein Knabe. Täglich mußte er beim Hirten in seiner Milchkanne Milch haben. Unweit des Dorfes srand eine Burg. Der Weg des Knaben führte immer an der Burg vorbei.

In der Burg wohnte ein alter, grausamer Voigt. Er war der Feind aller Leute im Dorf. Er heißte die Menschen, besonders aber die Hirten, denn sie waren ein lustiges und freies Völkchen. Auch die Hirten haßten den grausamen Mann. Aber sie taten nichts gegen ihn, denn er war stark und hatte viele starke und ebenso grausame Verwandte.

Eines Tages nun ging der Sohn des armen Bauern an der Burg wieder vorbei. Der Voigt saß wie gewöhnlich am Abend vor dem Tor in der Sonne. Er sah den Knaben vorübergehend und fragte ihn: „Was machen dein Vater und deine Mutter?“

Da antwortete der Knabe: „Mein Vater bäckt zu wenig Brot und meine Mutter flickt unsere zerrissene Leidung.“

„Warum macht sie das?“ – fragte der Burgherr wieder.

„Warum?“ erwiederte der Knabe, „Was soll sie denn machen. Du nimmst uns doch alles Geld!“

Da wurde der Voigt wütend und schrie: „Was für ein frecher Knabe du bist! Ich werde die Hunde auf dich hetzen.“ Die beiden Hunde aber zu seinen Füßen knurrten und zeigten ihre weißen Zähne. Da erschrak der Knabe nun doch und ging schnell nach Hause. Dort erzählte er dem Vater alles. Der gab ihm den Rat, das nächste Mal mit einer leeren Milchkanne an der Burg vorbeizungen. Der Knabe sollte die Kanne umdrehen, den Boden nach oben und die Öffnung nach unter. In der Kanne aber sollte eine Katze sitzen.

Der Knabe befolgte den Rat seines Vaters und ging mit der Katze in der Kanne an der Burg vorbei. Wieder saß der Voigt vor dem Tor und begann mit dem Knaben ein Gespräch. Der Knabe antwortete dem Voigt mutig. Da wurde der Voigt sehr zornig und betzte die Hunde auf den Knaben. Das Kind lief schnell davon, die Hunde hinter ihm her. Da öffnete er den Deckel der Kanne, die Katze sprang heraus und lief fort. Sogleich eilten die Hunde der Katze nach und hatte den Knaben vergessen.

Der Voigt aber, weiß vor Wut, hatte seine Waffe von der Wand genommen. Er eilte dem Knaben nach und erschlug ihn.

Bald erfuhr der Vater vom Tod seines mutigen Sohnes. Er wollte ihn rächen. Überall erzählte er den Hirten von der Tat des Voigts von Schwendi. Der aber bedann sich auf seiner Burg zu fürchten und lief in der Nacht davon. Von weitem dann sah er seine Burg in Flammen. Die Bauern hatten sie angezundet. Den grausamen Mann aber sah niemand mehr.

 

                             HAMBURGER MUSIKANTEN            

Die berühmtesten Musikanten in Deutschland sind sicher die Bremer Stadtmusikanten der Brüder Grimm. Aber das sind nur Gestalten aus einem Märchen. In Hanburg aber gab es wirkliche Stadtmusikanten und sie waren bekannt in der ganzen Stadt. Wie auch in Grimms Märchen spielten immer vier Musikanten gemeinsam. Sie besaßen besondere Rechte und waren schon 500 Jahre lang in den Straßen Hamburg zu Hause. Die bekanntesten Hamburger Straßenmusikanten sind sogar unsterblich geworden: die „Pankoken“. Ihre Kapelle bestand aus folgende Musikanten: aus dem Direktor Pankoken, dem Geigenspieler Kruhenberg, dem Pianisten Klüter und einem kleinen, dürren Männchen namens Stints. Pankoken selbst spielte die Schalmei. Er spieltemeist ganz allein,  nur ab und zu ertönte die gewaltige Posaune Klütens. Krukenbergs Geige brachte nur ganz leise, kaum hörbare Seufzer hernor, den anstatt der teuren Saiten waren auf ihr Bindfäden. Stints lustige Klarinette aber hatte der Direktor zugestopft. So ließ sie nur ab und zu einen schrillen Ton vernehmen. Die Kapelle war bei allen Hamburgern bekannt und auch heute nennt man in Hamburg lärmände, unharmonische Musik – Pankoken – Musik.

Hamburger Straßenmusikanten gab es bis in die Zeit des ersten Weltkriegs. Zur bestimmten Stunde eines bestimmten Tages erschienen sie in dem Höfen und Gassen, spielten traditionsgemäß drei Lieder und gingen dann in die Häuser das Geld sammeln. Oft lud man sie auch zu Festen ein. Bei Hochzeiten, grünen, silbernen und goldenen, spielten sie immer das Lied vom Jungfernkranz und bei jedem Geburtstag erklang das alte Lied: „Schier dreißig Jahre bist du alt.“

Einmal spielten sie zum Geburtstag eines Tischlermeisters. Sein Geselle war nicht aus Hamburg und kannte die Traditionen der Straßenmusikan – ten nicht. Deshalb schimpfte er auf sie und rief: „Warum spielt ihr dieses Lied! Mein Meister ist nicht dreißig sondern sechzig Jahre alt.“

Der Direktor der Kapelle antwortete ruhig: „Gut, du meinst, das stimmt nicht. Dann spielen wir das Lied noch einmal, dann stimmt es.“

                                                                                      (nach Willi Bredel)         

             

       

                        WIR BRAUCHEN EUCH BEIDE

 

Frau Reichwald ist seit fünfundreißig Jahren Lehrerin. Sie kennt die Kinder. Sie weiß, manchmal verbergen sich hinter Frechheit und Ungehorsam die Sorgen der Kinder, ihre Probleme. Sie weiß, plötzliche schlechte Zensuren können auf eine Krankheit hinweisen oder auf Streit in der Familie. Sterit zwischen Eltern stürzt wie ein Gewitter auf die Kinder und verstört sie. Frau Reichwald hatte in ihrem Beruf schon viel gesehen. Deshalb beobachtete sie Bodo und Anette mit geheimer Sorge.

Beide gehören zu ihren guten Schülern, nicht zu den besten. Trotzdem fertigen sie in der letzten Zeit die Hausaufgaben nicht mehr so ordentlich an wie früher. Während des Unterrichts ist vor allem Anette sehr unaufmerksam. Bodo kann oft auf die einfachen Fragen keine Antwort geben. Dann bekamen beide in der Kontrollarbeit schlechte Zensuren. Nun will Frau Reichwald mit ihnen sprechen, sehr vorsichtig, sehr behutsam.

An einem Mittwoch fällt die letzte Stunde wegen Krankheit eines Lehrers aus. Frau Reichwald ruft die Geschwister zu sich ins Lehrerzimmer.

Verlegen stehen die Zwillinge an der Tür. Anette hat ein  schlechtes Gewissen.Sie hat nichts mehr für die Schule. Sie hat keine Lust mehr zum Lernen. Wozu auch? Die schlechten Zensuren sind ihr gleichgültig. Der Lehrerin kann sie das nicht erklären.

 Frau Reichwald ist nahe der sechzig, klein, energisch, mit kurzem, grauen Haar. Sie ist gütig,aber sie lächelt streng.

 „Was ist mit euch? Etwas stimmt nicht mit euch. Seid ehrlich, vielleicht kann ich euch helfen. Seid ihr krank?“

 „Nein“, sagt Bodo sehr schroff.

 Anette möchte die Lehrerin gern um Rat fragen. Die Eltern wollen sich scheiden lassen. Wie kann man sie wieder versöhnen? Sehr geschickt verbringt sie ihren Wunsch hinter einem hochmütigen, kalten Gesicht.

 „Was ist denn? Gefällt euch die Schule nicht mehr?“

Diesmal antwortet Anette: „Nein.“       

 „Kann euere Mutter in der großen Pause morgen in die Schule kommen?“

„Unsere Mutter arbeitet jetzt in der großen Bibliothek am Markt. Sie hat vormittagskeine Zeit.“

„Na gut, vielleicht besuche ich sie dann einmal.“

Traurig betrachtet die Lehrerin die Zwillinge. Die alte Geschichte wahrscheinlich. In ihrem Egoismus denken die Eltern nicht an das Schicksal der Kinder. Und die alte Lehrerin steht hilflos daneben. Die Kinder dürfen gehen. Sie gehen die Treppe hinunter und die Schritte hallen in den Korridoren wieder.

Früher hatten sie über den freien Nachmittag gefreut. Jetzt wissen sie nichts anzufangen mit der freien Zeit. „Ob Frau Rechwald etwas ahnt?“

                                          (nach: A.Probst „Wir brauchen euch beide“)  

 

              

                                DER SCHMIED IN RUHLA

Graf Ludwig hatte einen Sohn. Nach seinem Tode wurde der Sohn Landgraf. Er war noch jung und sehr mild. Gegen Reiche und Arme war er gütig. Er strafte nicht gern und wollte keine Klagen hören. Zu allen Menschen hatte er Vertrauen. So wußte er nichts von den bösen Taten seiner Edlen und nichts von der Not der Bürgter und Bauern.

Eines Abends verirrte sich der junge Graf nach der Jarg im Walde. Endlich kam er in die Nähe des Ortes Ruhla. Da sah er das helle Feuer einer Schmiede durch den Wald leuchten. Er trat ein und bat den Schied um ein Lager für die Nacht. Der Schmied kannte ihn nicht und fragte nach seinem Namen und Beruf. „Ich bin ein Jäger des Landgrafen“, antwortete der Fremde. Da spruckte der Schmied ins Feuer und rief: „Pfui, des Landgrafen!“ Er schimpfte sehr auf den Grafen, doch gab er dem Fremden Speise und Lager auf dem Heu.

 Der Schmied kümmerte sich nicht viel um den Fremden. Er arbeitete fort und bei jedem Schlag auf das glühende Eisen rief er:“Landgrafen, werde hart, werde hart, werde hart!“. Er erzählte bei der Arbeit über alle Untaten der Edlen, über alle Nöte der Armen und schimpfte auf den Landgrafen ohne Ende.

 Der Landgraf erschrak über die harte Rede des Schmiedes, denn er hörte daraus die Stimme seines Volkes.

  Am Morgen verließ er die Schmiede. Sein milder Sinn war nun eisern geworden. Er regierte und strafte hart und gerecht. Da konnte das Volk wieder freier atmen.

                                                           (nach L.Bechstein)

 

                                   Ein Meister der Musik

„Nur durch Fleis kann man ein Meister werden“. Das sagte der große deutsche Komponist Johann Sebastian Bach zu seinen Schülern. Es gehörte aber mehr als Fleiß dazu, nämlich wirkliche Leidenschaft für die Musik. Als Knabe lebte er im Hause seines älteren Bruders, denn die Eltern waren gestorben. Er liebte nichts so sehr wie das Klavierspiel. Alle Notenbücher seines Bruders kannte er schon auswendig- nur ein einziges Heft nicht. Dieses Heft gab der Bruder niemandem. Es lag in einem Schrank mit einer Gittertür.

Nachts schlich der kleine Johann auf Zehenspitzen die Treppe hinunter. Seine Hände waren klein genug. So konnte er durch das Gitter reichen. Er setzte sich mit dem Heft ans Fenster und schrieb es beim Licht des Modes ab; Nacht für Nacht, Note für Note, Seite für Seite, sechs Monatelang.

Doch als er sich dann ans Klavier setzte und zu spielen begann – o Schreck! Sie strenger Bruder trat herein, horchte und nahm ihm die Abschrift weg. Er hat sie erst viele Jahre später, nach des Bruders Tod, wiederbekommen.

Seine Leidenschaft für die Musik war nur stärker geworden. Nun war er fünfzehn Jahre alt und wohnte in Lüneburg. In Hamburg spielte an einem Tag ein berühmter Orgelmeister. Und am gleichen Tag spielte man in lelle französische Musik. Um nichts in der Welt wollte Johann die Gelegenheit verpassen, dem Orgelmeister und auch die französische Musik zu hören.

Aber er hatte kein Geld und konnte nicht in einer Kutsche fahren. Was sollte er tun?

 Er ging zu Fuß. Er wanderte nach Hamburg – 45 Kilometer -, lauschte dem großen Meister und wanderte nach Hause – 45 Kilometer. Dann lief er nach Gelle, hörte die französische Musik und kehrte nach Hause zurück. Das waren noch einmal 90 Kilometer hin und 90 Kilometer zurück.

                                               (nach H. und H.Meyer)

 

                           DER TAG IST IN DIE NACHT VERLIEBT

                                                  (Auszug)

Im Licht vieler Kerzen stehen die Menschen in Gruppen beieinander. Manchmal lacht jemand. Die Tante winkt eine junge Dame in einem strengen  schwarzen Kleid herbei. Am Hals ist das Kleid mit einer kostbaren Broscheng geschlossen. Ihr Haar fällt in weichen Wellen links und rechts auf die Schultern. Sie verbirgt mit ihrem Fächer halb das Gesicht, lächelt mit den Augen. Da endlich erkennt Harry sie: es ist Amalie. In seiner Erinnerung ist sie ein zartes, schlankes Märchenwesen und in ihrem gelbblonden Haar spielt der Wind.

Leicht schlägt sie mit dem Fächer auf die linke Hand und wartet. Jetzt müßte Harry etwas sagen. Aber er weiß nichts zu sagen. Hilflos steht er da.

Sie zuckt ein wenig mit den Schultern, wendet sich leicht und führt ihn durch den Saal. Er weiß, er muß  sprechen, doch er kann es nicht. Er sieht auf seine Schuhe. Sie bewegen sich wie fremde Wesen.

 

                        * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

 

Harry sitzt in senem kleinen Laden. Das Geschäft interessiert ihn nicht. Bei schönem Wetter sitzt er in einem Pavillon am Fluß, bei schlechtem Wetter hinter dem Ladentisch. Er versucht, Verse zu schreiben. Das ist schwer, denn in den Versen muß man die Wahrheit sagen. Er schreibt sie in Prosa auf. Dann schreibt er einem Vers daraus.

Die Zeit vergeht. Spöttisch schaut er auf sich. Spöttisch schaut er auf die Kasse, nicht nach dem Laden. Er hat beschlossen, Harry in Ruhe zu schreiben. Das ist schwer, denn in den Versen muß man die Wahrheit sagen. Er schreibt sie in Prosa auf. Dann schreibt er einer Vers daraus.

Die Zeit vergeht. Spöttisch schaut er auf sich. Sröttisch schaut er auf die Kasse. Sie ist leer. Aber sein Onkel Solomon fragt nicht nach der Kasse, nicht nach dem Laden. Er hat beschlossen, Harry in Ruhe zu lassen. Eines Tages wird der Neffe kommen und bitten. Dann wird der Onkel ihm eine Lehre geben.

An einem Frühlingstag kommt Amalie in den Laden.  Harry hebt den Kopf.  Er sieht seine schöne Cousine und versteht sofort; Sie will ihn verspoten. Er bedient sie höflich, aber sie ist unzufrieden. Er betet sie nicht mehr an, berührt nicht mehr ihre Finder. Sie wartet auf einen Blick ein Wort.

Aber er lächelt spottisch. Es fällt ihm schwer und sein Herz schlägt dumpf. Sie ist ein eigenmütiges Persönchen, widerspenstig und egoistisch. Sie ist die Tochter eines Millionärs. Und das weiß sie. Aber er aht sie geliebt, und die erste Liebe vergißt man nicht.

Schweigend nimmt sie das Tuch, dreht sich damit vor dem Spiegel. Dann läßt sie es  böse fallen. Hart sind ihre Augen. Sie fragt: „Was kostet es?“

Lächelnd antwortet er: „Ich würde es dir gern schenken, aber leider muß ich Geld verdienen, meine Liebe, bis ich Millionär bin, und erst dann darf ich um dich freien.“

Zornig geht sie weg.

 

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„Ich habe das Schlimmste gelöst“, sagt Aron Hirsch. „Er verbringt die Teil in Salons, er geht mit Schauspielerinnen aus. Er beschäftigt sich nicht ernsthaft mit seinem  Geschäft. Man beginnt, schlecht über ihn zu sprechen.“

Nachdenklich sieht Solomon Heine ihn an.  Er legt die kutzen, breiten Finder aneinander. Dann sagt er: „Jeder hat ein Schicksal. Warten wir ab, Hirsch.“

                                                                                    (nach W. Steiberg)   

 

           

                                    DIE HÜBSCHE KATZE

Ein Kunsthändler erzählte mir diese Geschichte.

Auf einer Reise kam er durch ein Dorf. Auf dem Fensterbrett eines Bauernhauses sah er eine junge Katze. Sie trank aus einer buntes Schale Milch. Der Fachmann erkannte sofort den Wert der Schale. Diese war ein wertvolles Stück und mindestens schon 200 Jahre alt. Er wollte die Schaledem Bauern billig abkaufen.

Er wollte die Schale dem Bauern billig abkaufen. Der alte Bauer nickte dem Händler freundlich zu.

„Ihr habt da eine hübsche kleine Katze“, sagte der Händler. „Ich möchte sie gern kaufen.“

„Eigentlich verkaufen wir die Katze nicht. Aber für hundert Mark können Sie sie mitnehmen“, sagte der alte Bauer.

Der Künstler wunderte sich. Gewöhnlich wollen die Leute ihre austiere nicht verkaufen. Der Preis schien ihm auch sehr noch, aber er dachte dabei an die Schale. Deshalb legte er das Geld auf den Tisch, nahm die Katze unter den Arm, griff nach der Schale und sagte: „Ich werde auch die Schale mitnehmen. Die Katze frißt vielleicht nicht aus einer anderen“

Aber der Bauer schüttelte den Kopf. „Die Schale verkaufeich nicht.“ Der Händler erwiderte: „Aber warum denn? Die Schale ist doch ganz wert - los.“

Da lachte der Bauer: „Das sagen Sie jetzt. Aber wegen dieser Schale habe ich bis heute schon 74 Katzen verkauft. Die Schale kann ich aber nicht verkaufen.“

 

                                   DAS FALSCHE GEWICHT      

Beim Bauern ist oft das Geld knapp. Sein Reichtum sind Getreide, Holz, Milch, Butter.

Der Bauer  Matthias war deshalb über den Vorschlag des Bäckers im Dorffroh. Der hatte Matthias vorgeschlagen, das Brot nicht mehr mit Geld zu bezahlen, sondern gegen Butter zu tauschen. Matthias Frau war tot, doch  er brauchte viel Brot, um seine große Familie zu ernähren.

So brachte Matthias jede Woche zwei Kilo frische Butter zum Bäcker. Alles ging gut. Dann aber bemerkte der Bäcker etwas: das Paket mit Butter war zu leicht. Er wog nach und sah da, es fehlten genau 160 Gramm am Kilo. In der nächsten Woche war es wieder so.

Da ging der Bäcker zum Richter und verklagte den Beuern Matthias. Der Richter rief den Bauern zu sich und fragte streng:

„Hast du eine Waage zu Hause?“

„Ja“, antwortete Matthias, „eine alte“.

„Hast du auch Gewichte?“.

„Nein“, antwortete Matthias, „die Gewichte habe ich schon vor langer Zeit verloren.“

„Wie hast du die Butter für den Bäcker abgewogen?“

„Ganz einfach“, antwortete der Bauer, „als Gewichte benutzte ich das Brot des Bäckers. Jedes Brot wiegt ein Kilo.“

so erfuhr der Richter vom Betrug des Bäckers. Dieser buk alle Brote zu leicht und hatte es schon jahrelang das ganze Dorf betrogen.

 

                    

                        GESCHICHTE UM DAS ALTE BAKU

 

                                  DAS ERSTE AUTOMOBIL

Das erste Auto in Baku hatte der Erdölbaron Sejnalabdin Tagijew gekauft. Man erzählt sich davon folgende Geschichte:

Im Dorf Balachany lebten viele reiche Leute. Sie schwammen förmlich auf Erdöl und in ihren Taschen und Truhen war Geld im Überflüß.ihre Frauen und Töchter trugen herrlichen Schmuck, die Männer selbst teure Kleidung und kostbare Mützen aus Bachara von einem Arschin Höhe. Die Reichen aus Balachany kamen in die Bakuer Restaurants und Teestuben. So tat es auch ein gewisser Dshalilow. Er hatte den Nachmittag in einem Restaurant erbracht und sich nun auf den Heimweg gemacht. Dabei kam er über den Hoschimowplatz (heute Platz der Jugend). Zufällig stand das Automobil des Herren Tagijew da. Dshalilow wandte sich an den Schofför: „Fahr mich ins Dorf!“ Aber der Schofför antwortete: „Das kannst du nicht bezahlen. So eine Fahrt mit dem Auto ist sehr teuer.“ „Wieviel denn?“, fragte Dshalilow. „Fünfundzwanzig Rubel.“ (Für dieses Geld konnte man damals in Baku eine Kutsche mit zwei Pferden kaufen) „Abgemacht!“, sagte Dshalilow und siegt ins Auto.

Das Auto fuhr durch die Straßen, viele Leute waren da. Ab und zu hupte der Schofför. Dann gibt die Fahrt aus der Stadt hinaus, es war still. Da fragte Dshalilov: „Warum spielst du nicht mehr Surna? „Das geht nicht“ sagte der Schofför, „das ist zu teuer.“ „Wieviel kostet es denn?“, wollte Dshalilow wissen. „Fünf Rubel jedes Mal“, erwiderte der Schofför. „Spiel nun!“, befahl Dshalilow. „Ich bezahle es.“

Da kemen dem Auto vier hübsche dicke Damen entgegen und der Schofför hupte.

Endlich kamen sie zu Hause an. „Wieviel soll ich dier geben?“, fragte Dshalilow.

„Fünfunzwanzig Rubel für das Auto und für die  Surna fünfunddreißig.“ Dshalilow war zufrieden, bezahlte und der Schofför fuhr zurück in die Stadt.

Die Leute in Dorf staunten über das Auto und fragten Dshalilow: „Wie ar denn die Fahrt? War es teuer?“

„Nein“, antwortete Dshalilow, „die Fahrt war nicht so teuer, aber die Surna sehr!“

 

 

                                          DER GENERAL

Zu einem Bakuer Juwelier kam ein General in Begleitung zweier Offiziere. Alle Leute staunten, denn Generale waren auch damals sehr selten in Baku. Die Offiziere verlangten vom Juwelier Schmuck für die Frau des Generals. Der Juwelier führte die Herren in ein besonderes Zimmer und zeigte ihnen einen Kasten mit den herrlichen Perlen und Edelsteinen. Die Offiziere sprachen leise miteiander, der General aber schwieg würdig. Da sagte einer der Offiziere zum Juwelier: „Wir sollen schnell zur Frau des Generals fahren und ihr den Kasten zeigen. Soll sie sich selbst etwas Hübsche auswählen. Der Herr Generalwird auf und warten.“

Der Juwelier war einverstanden, rief eine Kutsche für die Offiziere und trug den kostbaren Kasten selbst zur Kutsche. Dann wartete er im Laden auf die Rückkehr der Offiziere fragen. Doch der General schwieg. So blieb auch der Juwelier still. Nach drei Stunden fragte er endlich: „Wo bleiben nur die Herren Offiziere?“ Aber der General schwieg. Endlich stellte sich alles heraus. Zwei Gaurner hetten in Rostow einen Stummen getroffen, ihm eine Generalsuniform angezogen und erfolgreich Juwelen gestohlen.

 

                                   DER SOHN DES SATTLERS         

Der Erdölbaron und Millionär Nagijew war in der ganzen Stadt als ein Geizhals bekannt. Eines Tages geschah folgende Geschichte:

Im Gebäude. „Ismailija“ (heute Stätte des Handschriftenfonds der Akademie der Wissenschaften) fand ein Fest der reichen Bürger der Stadt statt. Alle Leute von Rang und Namen waren eingeladen. Auch die Familie Nagijew. Auf dem Fest sollte man für wohltätige Zwecke Geld spenden.  Die Gattin Sejnalabdin Tagijews stand mit einem Tablett am  Eingang des Fest saals. Jeder Gast legte seine Spende auf das Tablett.

Da kam auch der Millionär Nagijev. Er legte drei Rubel auf das Tablet und wollte in den Saal treten. Doch die Dame wandte sich an ihn mit folgenden Worten: „Verehrter, warum spendest du nur drei Rubel? Gerate ist dein Sohn gekommen und hat hundert Rubel auf das Tablett gelegt.“

„Der hat es leicht“, antwortete Nagijew, „er ist der Sohn eines Bakuer Millionärs. Ich aber bin der Sohn eines armen Sattlers aus dem Dorf Biledshari.“

 

 

                                          FRISCHE FISCHE  

Noch eine Geschichte erzählt man sich von den Erdölbaronen, und zwar von Hadshi Sejnalabdin Tagijew:

Außer den Erdölfeldern besaß er noch anderen Reichtum, so auch Fischer boote.

Eines Tages kam zu ihm ein Bekannter und beschwerte sich: „Wie kann denn das sein! Wie kann es in Baku so etwas geben! Kein einziger frischer Fisch ist in den Läden der Stadt zu finden. Morgen feiern wir den Geburtstag meiner Gattin. Woher sollen wir den Fisch für die Tafel nehmen?“

„Keine Angst“, beruhigte Hadshi Sejnalabdin seinen Gast, „Morgen wird es Fische in Hülle und Fülle  geben!“

Darauf fuhr er zu seinen Booten ans Meer. Die Fischer standen beisammen und keiner kümmerte sich um seine Arbeit. Aus irgendeinem Grunde arbeitete keiner von ihnen. Nur ein Schiff war gerade mit frischen Fischen eingelafen.

„Gebt mir einen großen Fisch!“, forderte der Herr.  Dann zog er seinen großen schweren gldenen Brillantring vom Finder und fädelte ihn auf ein Stück Draht. Diesen nun steckte er dem Fisch ins Maul und warf ihn zurück ins Meer.

Sofort begannen die Fischer wieder mit ihrer Arbeit, denn jeder wollte den Fisch mit dem Ring fangen. Auch die anderen Fischer ringsum erfuhren sehr schnell von dem wunderbaren Fisch und machten sich an ihre Arbeit fort. Am nächsten Tag gab es in der Stadt Baku jede Sorte Fisch. Die Läden und Märkte waren voll. Den Fisch mit dem Brillantring aber hat bis zum heutigen Tag niemand gefangen.

 

 

                   WIE DAS PUPPENTHEATER ENTSTAND

Im Jahre 1910 kam eine berühmte Sängerin aus Europa nach Baku. Sie sang wunderbar und war auch sehr schön. Der Millionär Mailow verliebte sich in sie bis über beide Ohren. Er machte ihr teure Geschenke.

Die Sängerin aber konnte aber in keinem Theater auftreten, denn in Baku war keines. Sie sang in Klubs, im Zirkus (das war ein Bau aus Holz). Mit ihren Konzerten hatte sie riesigen Erfolg. Endlich aber sollte das Gastspiel zu Ende gehen. Vor der Abreise fragte Herr Mailow sie: „Kommen Sie wieder nach Baku?“ – „Ich glaube nicht“, antwortete die Sängerin, „denn ich bin nich gewöhnt, in Klubs und Holzhäusern zu singen. In Baku gibt es nicht einmal ein Theater.“

Da versprach ihr Mailow, bis zum nächsten Jahr ein Theater für sie in Baku bauen zu lassen.

Die Sängerin fuhr ab. Mailow aber rief den berühmten Architekten Bajew und ließ ihn ein Theater bauer, schöner undprächtiger als das Theater in Tbilissi. Schon nach acht Monaten war das Theater fertig. Nach einem Jahr kam die Sängerin wieder nach Baku. Zur Eröffnung des Theaters sang sie das erste Lied. Man überschüttete sie mit Blumen Geschenken.

Heute arbeitet in diesem Gebäude das Staatliche Puppentheater.

                                                                        

 

(nach Manaf Sulejmanow)